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Ausgabe 11/1987

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Vor 50 Jahren starb Alfred Flechtheim im Londoner Exil
Die Kunst des Kunsthändlers
Ein berühmtes Portrait von Otto Dix (heute in der Neuen Nationalgalerie in Berlin) zeigt den Kunsthändler Alfred Flechtheim: Mit der zupackenden Geste eines Raubtiers hält er ein kubistisches Gemälde in der linken Hand, die Rechte spreizt sich über zwei Papieren auf einem runden Tisch, an der Wand hängt ein zweites kubistisches Werk.
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Fluchtpunkt „Großes Wasser“
Das kanadische Atlin wandelte sich in den letzten Jahrzehnten von der Goldgräberstadt zu einer Art Künstlerkolonie
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England: Die Allianz wittert Morgenluft
Wer frei darüber entscheiden kann, wann Parlamentswahlen stattfinden, der kann natürlich auch Fehler machen. Der Zwiespalt, in dem sich Margaret Thatcher jetzt befindet, ist durch den Triumph der Allianz aus Liberalen und SDP in Greenwich eher noch größer geworden.
Von Jürgen Krönig (london)
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Israel: Friedenskonferenz schafft Unfrieden
Es ist ein Paradoxon, daß eine Regierung mit zwei Zungen redet“, brachte Wohnungsbauminister David Levi den lange schwelenden Konflikt in Israels großer Koalition auf den Punkt.
Von Burkhard Kieker
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Der Tower-Bericht erschüttert Amerika. Kann Ronald Reagan seine schlimmste Krise überwinden?
Nach dem Chaos ein Canossa-Gang
Der Präsident hatte keine Vorstellung von den Machenschaften seiner Mitarbeiter
Von Ulrich Schiller
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Ronald Reagans letzte Hoffnung
Der frühere Senator Howard Baker soll als neuer Stabschef das Weiße Haus vor dem Zerfall bewahren
Von Dieter Buhl
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Neuwahlen in Hamburg
„Wir wurden übers Ohr gehauen“
Mit versteinerter Miene schob sich Klaus von Dohnanyi durch den Journalisten-Pulk vor der Tür zum Turmzimmer im Himburger Rathaus.
Von Matthias Naß
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Die Insel der Unseligen
Die Buren können sich keinen Kompromiß vorstellen, bei dem Weiße und Schwarze gewinnen
Von Marion Gräfin Dönhoff
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BONNER BÜHNE
Von der Mühsal, sich in Szene zu setzen
Zu denen, die zur Jagd auf Kurt Biedenkopf blasen, sogar in der vordersten Schützenkette, gehört Basilius Streithofen, ein mit dem Kloster Walberberg bei Bonn verbundener Dominikanerpater, der sich auch als politischer Seelsorger versteht, besonders dann, wenn er konservative Glaubenssätze in Gefahr wähnt.
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Nordrhein-westfälische CDU
Querschläger und Querdenker
In Düsseldorf immer weniger gelitten, in Bonn kaum willkommen – Kurt H. Biedenkopf droht ein langer politischer Aschermittwoch.
Von Carl-Christian Kaiser
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Zeitspiegel
Ist Pakistan, wie nicht nur indische Geheimdienste vermuten, schon dem Club der Atommächte beigetreten? Dr. Abdul Khan, Leiter einer Uran-Anreicherungsanlage nahe Islamabad, soll dies einem pakistanischen Journalisten erzählt haben, der es prompt für die britische Sonntagszeitung Observer aufschrieb: Pakistan hat die Bombe, wir erzeugen hochgradig angereichertes Uran und können auch Plutonium verarbeiten.
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Haftbefehl für den Bischof
Betriebsam und hemdsärmelig war der Erzbischof Paul Casimir Marcinkus stets für seinen Papst auf dem Sprung: mit raschem Zugriff, als ein Messerstecher Paul VI.
Von Hansjakob Stehle
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In Genf wird über die Zukunft Afghanistans verhandelt. Der sowjetische Abzug steht bevor, doch der Friede bleibt fern.
„Allah ist mit der Demokratisierung“
Die Kabuler Parteiführung hat viele Mullahs gewonnen, aber die Mudschaheddin kämpfen weiter
Von Christian Schmidt-Häuer
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Terroristenprozeß in Frankreich: Die französische Regierung wollte Georges Abdallah das „Lebenslänglich“ ersparen
Furcht nach dem Urteil
Es gibt in Frankreich nichts Zweckloseres, als nach nahöstlichen Terroristen zu fahnden. Wenn die Polizei endlich einen fängt, sinnt die Regierung darauf, ihn möglichst schnell wieder freizulassen.
Von Roger de Weck
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Italien: Altes Spiel, nächste Runde
Bis zuletzt weigerte sich Craxi, sein Scheitern nach 1275 Regierungstagen parlamentarisch zu Protokoll zu geben. In seiner Abschiedsrede vor dem Senat legte er, wie schon in der Abgeordnetenkammer zwei Wochen vorher, eine Erfolgsbilanz vor und betonte, daß es in seinem Kabinett keine unheilbaren Gegensätze und auch im Lande keinen Mangel an Zustimmung gegeben habe.
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Schwere Rüge für die Polizei
Hamburgs Bürgermeister Klaus von Dohnanyi und sein damaliger Innensenator Rolf Lange haben sich bei den Bürgern der Hansestadt entschuldigt: für den „Hamburger Kessel“, einen der schlimmsten Polizeieinsätze gegen Demonstranten, die es in der Bundesrepublik seit den Studentenunruhen von 1968 gegeben hat.
Von Hans Schueler
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Worte der Woche
„Kein Mensch hatte je etwas gegen den bayerischen Biertrinker, der brav im Sog von Wienerwald-Hendlvater Jahn da antanzte und seinen breiten Hintern in eine Opernball-Loge quetschte.
Von parteilose Kultursenatorin in Hamburg
- Wirtschaft
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MANAGER UND MÄRKTE
Die europäische Airbus Industrie hat einen weiteren Erfolg in den Vereinigten Staaten erzielt. American Airlines wird 25 Airbusse vom Typ A 300-600 vom April 1988 an in den Dienst stellen.
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Bernhard Blohm:
Geben ist seliger denn nehmen
Merkwürdig, wie gelassen die Finanzwelt den brasilianischen Zahlungsstopp zur Kenntnis nahm. Sicher, als Ministerpräsident José Sarney am 20.
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Zeit und Geld
Neues Angebot für Bauherren
Mehr Sicherheit beim Bauen, Kaufen, Modernisieren“, verspricht ein neues Angebot der Landesbausparkasse Hannover (LBS). Eine von der LBS ins Leben gerufene Beratungsgemeinschaft, kurz LBS-BIG genannt, mit bisher 160 Architekten und Ingenieuren, soll allen Ratsuchenden fachmännische Hilfe beim Hausbau, Immobilienerwerb und der Wohnungsrenovierung bieten.
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Spurt an die Spitze
Nummer eins“ zu sein, davon sind die Amerikaner besessen. Über alles und nichts führen sie Tabellen. Wer nicht Erster ist, hat verloren.
Von Jes Rau
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Bonner Kulisse
Die tollen Tage, in und um Bonn auch die „fünfte Jahreszeit“ genannt, sind vorüber, der Streit um die Steuerreform ist bis zur Wiedervorlage im Sommer oder Herbst abgehakt – es darf wieder regiert werden.
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Steuerpolitik
Eine verschenkte Reform
Das also ist das „Jahrhundertwerk“, das Bundeskanzler Helmut Kohl versprochen hatte: die reformierte Einkommen- und Körperschaftsteuer, die ab 1.
Von Klaus-Peter Schmid
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Frankreich
Kampf um die Kanäle
Robert Hersant hat aus seinen Ambitionen nie einen Hehl gemacht. „Für einen Fernsehsender wäre ich sogar bereit, alles andere aufzugeben“, beschrieb er schon vor Jahren seine Vorliebe für das audiovisuelle Medium.
Von Marie-Luise Hauch und Michael Fleck
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Bangkok
Eine Stadt versinkt im Chaos
Wenn die Götter donnern und der Chao Praya schwillt, wird Bangkok überflutet, als würden biblische Prophezeiungen wahr. Wenn der Chao-Praya-Strom, der für Thailand das ist, was der Rhein für Deutschland, der Nil für Ägypten und der Mississippi für Amerikas Westen, beim Monsun über die Ufer tritt, setzt er Straßen und Häuser unter Wasser, schwemmt er ganze Slums und Ladenstraßen weg, läßt er Autos zu Booten werden.
Von Peter Seidlitz
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Bank und Börse
Wenig Schwung im Geschäft
Wenn über Gold, Goldmünzen oder -medaillen geschrieben wird, ist von einem Würfel von ganzen sechzehn Meter Kantenlänge die Rede.
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Umweltschutz
Der ungeteilte Dreck
Die Dreckschleuder der Nation“ – Deutschland-West hat sie in Buschhaus, Deutschland-Ost in Boxberg. Beides sind Braunkohle-Kraftwerke, die tagtäglich tonnenweise Schwefeldioxid in die Luft pusten.
Von Michael Schmitz
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Buchmarkt
Toni griff daneben
Zweiundzwanzigste Spielminute im Aztekenstadion von Mexiko: Der Argentinier Jorge Burruchaga flankt von links in den deutschen Strafraum.
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Markt-Report
Gebremster Kursabschwung
Seit April vergangenen Jahres, als die langjährige Hausse am deutschen Aktienmarkt ihren Höhepunkt erreicht hatte, sind die Kurse um durchschnittlich 25 Prozent zurückgefallen.
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Wie viele Bauern braucht Europa?
Butter kostet in Europa etwa acht Mark pro Kilo und wird an Kälber verfüttert oder an die Sowjetunion für eine Mark verkauft.
Von Jörg-Volker Schrader
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AUFSICHTSRÄTE (II)
Zur Ungeduld erzogen
ZEIT: Bei einer repräsentativen Befragung von fest 800 Mitgliedern deutscher Aufsichtsräte erklärte jeder Vierte seine Ablehnung des nach dem deutschen Aktiengesetz geltenden Trennungssystems zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, also Exekutive und Kontrolle.
Von Peter Christ und Hans Otto Eglau
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Finanzskandal
Soutanen mit tiefen Taschen
Fünf Jahre lang rekonstruierten Mailänder Ermittlungsrichter Stück für Stück den Zusammenbruch des größten privaten italienischen Kreditinstituts Banco Ambrosiano.
Von Friedhelm Gröteke
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Getränkemarkt
Durst, Drinks und Dollars
Was unterscheidet Bier von Cola? Von Bier kann jeder Mensch nur begrenzte Mengen trinken. Cola dagegen und überhaupt Softdrinks, also all jene gesüßten und aromatisierten Wässerchen, die früher mal als Limonaden firmierten, kennen angeblich keine Grenzen des Durst-Wachstums.
Von Uwe Knüpfer
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Der Preis wird steigen
ZEIT: Herr Kohlmorgen, im Dezember hat die Opec beschlossen, die eigene Ölförderung zu kürzen, um den Preis wieder von fünfzehn auf achtzehn Dollar pro Barrel zu erhöhen.
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Etienne Aigner
Wer macht das Rennen?
Ungeniert schimpfte Kurt Fiebich, Berufsopponent unter den Aktionären, in der Hauptversammlung der Etienne Aigner AG im August vergangenen Jahres in München: „Das ist ein Saftladen.
Von Hermann Bößenecker
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ZEITRAFFER
Die These von der angespannten Ertragslage des Mittelstandes muß zu den Akten gelegt werden. Das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer Untersuchung festgestellt, daß Unternehmen mit fünfzig bis hundert Beschäftigten die relativ höchsten Erträge (einschließlich Eigenkapitalverzinsung) ausweisen.
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Antiterror
Sicherheit ist nicht billig
Hinterher wissen es alle besser. Franz Xaver Königseder, Leiter des Instituts für Sicherheitsforschung (ISF) in Feldkirchen bei München, ist jedenfalls ziemlich überzeugt: „Hätte der bei dem Bombenattentat umgekommene Siemens-Manager Beckum in einem Panzerwagen gesessen, dann hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Überlebenschance gehabt.
Von Wolfgang Hoffmann
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Gewerkschaften
Das Ende der Harmonie?
In der Zentrale der IG Bau-Steine-Erden in Frankfurt dauerte die Vorstandssitzung zu Beginn dieser Woche länger als gewöhnlich.
Von Erika Martern
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Hochschulen
Kampf um den privaten Campus
Wer Konrad Schily fragt, wie andere Hochschulen seine Universität beurteilen, dem erzählt er eine Geschichte: Da sitzt eine ganze Reihe Pinguine am Strand und folgt dem Spiel der Wellen.
- Wissen
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Matter Auftakt
Weder Lust an großer Politik noch Neugier auf die Zukunft: In Nebensächlichkeiten verliebt, an den großen Herausforderungen fast uninteressiert – so präsentiert sich derzeit Helmut Kohls Regierungsbündnis.
Von Gunter Hofmann
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Jetzt endlich: Schach den Raketen
Michail Gorbatschow ist wieder einmal über seinen Schatten gesprungen. Entgegen allen Erwartungen hat er das Verhandlungspaket, das er noch auf dem Island-Gipfel vor sechs Monaten so fest verpackt hatte, wieder aufgeschnürt: Ein Abkommen über die Mittelstreckenraketen rückt in greifbare Nähe.
Von Christoph Bertram
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Tor auf
Szepan und Kuzorra, Sodom und Gomorrha – es bleibt uns keine Enthüllung erspart. Toni Schumacher, als Zerberus im höheren Dienst sonst dem Gegenteil verpflichtet, hat das Tor aufgemacht, und „Deutschlands Fußballwelt wird von den Explosionswellen durchgerüttelt“, sagt der Spiegel.
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Rechenschaft
Man muß die Amerikaner bewundern. Auf gnadenlose Weise legen sie die eigene Seele bloß, wann immer es um die Grundsätze ihrer 200 Jahre alten Verfassung geht: um die Transparenz der politischen Dinge und die Rechenschaftspflicht der gewählten Obrigkeit.
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89-58-87
Paarungsverhalten in der anbrechenden Kondom-Ära – Beobachtungen auf der „Hasenjagd“ des Playboy
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Wieder Wahl
Wozu soll der Wähler eigentlich wählen, wenn ihm die Parteien dann doch den Bettel bald wieder vor die Füße schmeißen? Nun müssen auch die Hamburger ihr Landesparlament vorzeitig neu bestimmen, sechs Wochen nach Hessen, sechs Monate nach der Bürgerschaftswahl vom November 1986.
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Soll sich Europa in der äußerst kostspieligen bemannten Raumfahrt selbständig machen und eine eigene Fähre bauen?
Teure Eigentumswohnung im All
Interview mit dem Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Professor Reimar Lüst
- Reisen
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Kanada
Fluchtpunkt "Großes Wasser"
"W Ton Vancouver an der kanadischen PazifikküT Norden, dann zeigt sich die Landschaft fast menschenleer.
Von Wolfgang Bittner
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Als der Fladen in die Asche fiel
Früher oder später strebt der Besucher Ulms dem Münster mit seinem 161,6 Meter hohen, filigranen Hauptturm zu, tritt ein, sinnbetäubende Architektur zwingt ihn zum Bleiben.
Von Esther Knorr-Anders
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Jedem eine Urkunde
Wie war das doch in der Kindheit alles einfach. Regelmäßig bekamen wir die Bestätigung für all unsere mehr oder minder hervorragenden Leistungen frei Haus.
Von Monika Putschögl
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Ein Schlümpfe-Park für Lothringen
Im Mai 1989 soll die „Neue Welt der Schlümpfe“ im lothringischen Hagondange die ersten Besucher empfangen. Von den Promotoren wird die „Nouveau Monde“ als einer der größten Freizeitparks Europas angepriesen.
Von R. K.
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Italiens Inseln kämpfen gegen den Plastikmüll
Eine Plastik-Flut sucht Italien heim: 92 000 Tonnen des nur schwer zu beseitigenden Kunststoffmaterials fallen pro Jahr zwischen dem Brenner und Palermo als Abfälle an.
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Allgäu
Zum Après-Ski Lektionen übers Käsen
Sekundenlang hatte mich Gustav Pinn bei unserer ersten Begegung gemustert. Mit klaren Augen voller Fragezeichen, ein Taxieren, das für großstädtische Verhältnisse wohl überdurchschnittliche, aber hier im Hochterrain der Allgäuer ganz normale Dauer hat.
Von Peter Hays
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Archäologische Fahrten zu Gräbern und Kastellen
In der Bundesrepublik gibt es nur wenig renommierte Stätten, an denen dem Besucher Ur- und Frühgeschichte anschaulich präsentiert werden.
Von Isolde von Mersi
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Run auf USA-Reisen
Zwei Monate nach Erscheinen der 1987er Kataloge registrieren die deutschen USA-Veranstalter bereits eine deutliche Steigerung ihrer Buchungszahlen.
Von Hella Leißner
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Französischer Jura
Durch dichte Fichtenwälder
Das Außergewöhnliche an Lamoura ist, daß sich dort überhaupt nichts Außergewöhnliches ereignet hat“, schrieb noch vor 15 Jahren der Dorfchronist ein wenig verlegen.
- DIE ZEIT
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Trance im Tempel
Wenn die Göttin der See Geburtstag hat, geraten die Taiwanesen aus dem Häuschen
Von Doris Cebulka
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Bekleidungsindustrie
Zu viele Handwerker
Mit einem leisen Pfeifen saugt der Greifarm des Roboters ein Oberhemd an und legt es auf das Förderband. Ein zweiter Arm richtet die beiden Vorderteile so aus, daß die Knopflöcher genau über der Knopfleiste liegen.
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In Kürze
Wohin nun mit den halben Geschichten von vergessenen Parapluies und Pelerinen, nassen Socken und verklebten Haaren? Ab damit zum Plunder.
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Volksrepublik China
Woher bläst der Wind?
Was tut sich in Peking? Eine ganze Legion von China-Beobachtern stand einmal auf dem vorgeschobenen Horchposten der britischen Kronkolonie Hongkong im Einsatz.
Von Andreas Kohlschütter
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Dienstfahrt im Schlafwagen
Früher kam sie pünktlich wie eine deutsche Eisenbahn: Die Nachricht, daß die Bundesbahn wieder einmal höhere Defizite eingefahren hatte.
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Wie vernünftig ist die Literatur?
Leben, Schreiben
Wann ist auf deutsch je in solcher Breite und mit solcher Qualität mittelmäßig geschrieben worden?“ Die Frage, die Reinhard Baumgart in seinem Essayband „Glücksgeist und Jammerseele“ stellt, ist keine; ist vielmehr eine strenge Zustandsbeschreibung der deutschen Gegenwartsliteratur.
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Wohnungslos in Deutschland
Eine knappe Meldung auf der Lokal- oder Regionalseite, manchmal unter vermischten Nachrichten versteckt: „Wohnungsloser tot aufgefunden.
Von Hartwig Drude
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Australien per Bahn
Wüstentage mit Bach und Chopin
In der Lounge sitzt eine Lady am Piano und klimpert die Tonleiter rauf und runter. Ein Vorspiel zu der grandiosen Ouvertüre – bald rauscht Bachsche Musik aus der verräucherten Ecke des Bahnabteils.
Von Anne Biging
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ZEIT-Serie
Den Enkeln ins Stammbuch
Die SPD muß sich wieder auf die Grundfragen von Ökonomie und Außenpolitik besinnen
Von Richard Löwenthal
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Mexiko
Tanggrün und filigran
Vor 250 Jahren verschlug es José de la Borda in die Abgeschiedenheit der Berge um Taxco. Er schürfte nach Silber, und bald wurde er auch fündig: José entdeckte eine mächtige Ader, scheffelte Pesos und wurde zum Millionär.
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Das geschrumpfte Genie
Ein Jubiläum steht ins Haus. In diesen Tagen wird der Mikrocomputer zehn Jahre alt. Was in den fünfziger Jahren noch ein ganzes Stockwerk eingenommen hatte und in den Sechzigern immerhin noch ein paar große Schränke, das war auf die Größe eines portablen Fernsehers geschrumpft, ein Elektronengehirn für den Schreibtisch.
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Bauern auf den Barrikaden
Unterschiedlichere Staturen lassen sich kaum vorstellen: Ignaz Kiechle, ehemaliger Kleinbauer, gut ein Meter sechzig, kugelrund und plattfüßig, zeigt für gewöhnlich einen traurigen Gesichtsausdruck, so, als ob er gerade die Milch verschüttet hat; Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck, imposante 198 Zentimeter groß, trägt dagegen stets Haltung zur Schau – auch sonst ist alles an ihm nach Gutsherrenart, einschließlich des vorhandenen Guts.
- Gesellschaft
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Die Studiobühne der Wiener Staatsoper
Gegründet – und schon in Gefahr
Man darf wirklich nicht mehr behaupten, die Wiener hätten ein gestörtes Verhältnis zur musikalischen Avantgarde. So kategorisch sich die Musikfreunde an der Donau früher gewehrt hätten, sobald die Direktion der Staatsoper sich um eine Studiobühne bemüht hätte, die ausschließlich neuem Musiktheater gewidmet sein soll, so freudig wird ein solches Unterfangen nun begrüßt.
Von Wilhelm Sinkovicz
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Versöhnung mit dem alten Gegner
Wer über die Zukunft des westlichen Berlins nachdenkt, muß zunächst entscheiden, wo er sie sucht. Wilhelm Kewenig nennt einerseits „Gesamteuropa, in dem auch Berlin seinen natürlichen Platz finden würde“, andererseits – und weit ausführlicher – beschäftigt sich der Innensenator mit dem Verhältnis der Inselstadt zum Westen und erneuert alte Wünsche: volles Stimmrecht im Bundesrat, Direktwahl der Berliner Bundestagsabgeordneten und „Verstärkung der Bundespräsenz in Berlin“, was als Wunsch nach Ansiedlung neuer Bundesbehörden an der Spree verstanden werden muß.
Von Peter Bender
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Theater in Bochum: Andrea Breths grandiose Rettung von Julien Greens „Süden“
Von den Freuden des Leidens
Sein Schauspiel in drei Akten, „Süden“ (1953), nennt Julien Green eine „Tragödie der Liebe“, „Tragödie der Verdrängung“. „Oh, ich sehe, Sie sind bewegt.
Von Rolf Michaelis
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Unter den Augen von Animateuren
Küßchen links, Küßchen rechts – Dolce vita im Schatten italienischer Mondberge
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Fernseh-Vorschau
Die ungläubige Kamera
Washington Heights ist ein ruhiger grüner Stadtteil von New York, wo es sich offenbar angenehm leben läßt. Stattlich gekleidete ältere Menschen sehen wir da im Gespräch, vor den schönen Stadtvillen, im Park oder im Bäckerladen.
Von Martin Abrends
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Bomben vor Ghaddafis Haustür
Natürlich wollten die Amerikaner Ghaddafi umbringen!“ Der dies sagte, im Brustton sicherer Uberzeugung, gehörte einem europäischen Geheimdienst an.
Von Theo Sommer
- Kinder- und Jugendbücher
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Die Jury von ZEIT und RADIO BREMEN stellt LUCHS 6 vor
LUCHS 6
Riesenformate und wichtigtuerisches Blow up haben eine gute Weile im Kinderbilderbuch Furore gemacht. Bis auch dem naivsten Betrachter auffallen mußte, daß hier Originalität mit Bombast und Stil mit Attitüden der Pseudokunst verwechselt wurden.
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Zwei Sachbücher über vielgeschmähte und heißgeliebte Hausgenossen
Von Katzen und Ratzen
Zwei Bücher, zwei Arten, eine Autorin: Gisela Bulla hat Bemerkenswertes, Wichtiges, Erheiterndes, Erschütterndes, in jedem Fall Wissenswertes über Katzen und Ratten geschrieben.
Von Gert Haucke
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Lesebuch über politisch Verfolgte
Flüchtling, Fremdling, Asylant
Das Asylrecht ist im November 1986 verschärft worden. Doch dieses aktuellen Anlasses hätte es nicht bedurft, um die ausgezeichnete Sammlung von Originalbeiträgen und geschickt ausgewählten Text- wie Bildübernahmen zu rechtfertigen.
Von v Aufnahmt
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Bilderbuch: Knirps und Hund
Es gibt Geheimnisse der Zeichenkunst, denen man analysierend einfach nicht auf die Schliche kommt. Eine solche hintergründige Faszination geht aus von den Illustrationen der schwedischen Graphikerin Eriksson.
- Kultur
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Alfred Flechtheim
Die Kunst des Kunsthändlers
Ein berühmtes Portrait von Otto Dix (heute in der Neuen Nationalgalerie in Berlin) zeigt den Kunsthä
Von Stefan von Wiese
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Goethe-Museum in Rom
Doch das echte Haus!
In der Ausgabe der ZEIT vom 20. Februar warnt Hansjakob Stehle vor dem Kauf von Goethes mutmaßlicher römischer Bleibe, den die Bundesrepublik seit längerer Zeit vorbereitet.
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Glücksbärchis oder Greenpeace – tertium non datur!
Nur ein schlimmer Tag und eine schlimme Nacht“ – und Atlantis ging unter. Seit Platons „Timaios“ hat die Insel jenseits der Säulen des Herakles die Märchenerzähler, die Phantasten und die Schliemänner beschäftigt.
Von Mathias Greffrath
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Theater in Berlin: „Death Destruction & Detroit“, Zweiter Teil
Die ästhetische Riesenmaus
Kobert Wilson versucht an der Berliner Schaubühne die Fortsetzung einer Theater-Legende
Von Benjamin Henrichs
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Kunstkalender
Mit seiner herben Wirklichkeitsnähe war der Italiener Michelangelo Merisi da Caravaggio von einer europaweit schulbildenden Wirkung, und gerade die Holländer des frühen 17.
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Zeitmosaik
„Ein wenig klingt das alles, Stein mag die Bemerkung verzeihen, wie eine Erklärung aus dem Vor-Ruhestand ... Während nun teuere Theater-Flaggschiffe in Hamburg, in Berlin, in Stuttgart sinken, das Wasser schon in den Zwischendecks steht, derweil auf den Brücken unsichere Fahrensleute kleinmütig oder lärmend noch Kapitän spielen, erzählt Stein jungen Italienern von vergangenen heroischen Zeiten .
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Abschied von morgen
Am Anfang ist der Film ein Versprechen, wie jeder Film, wie Kino überhaupt. Die Kamera fliegt über eine Felsenlandschaft, einen gewaltigen Teppich aus Gebüsch und Stein, hinaus zum Meer, aus der Tiefe in die Weite.
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Liberalisierung im Osten, Indizierung im Westen – so kommt sie in Gang, die:
Annäherung der Systeme
Generalsuperintendant Edmund Stoiber glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Nun hatte er zwar die Tagesschau etwas zu spät eingeschaltet und die Ansage zu dieser Meldung nicht ganz mitbekommen, aber daß hier dieser notorische Lümmel Moser am Werk war, erkannte er sofort.
Von Benedikt Erenz
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Vom Absturz der Metaphern in die Realität
Die göttliche Linke
Etwa um 1980 gehörte es zum guten Ton zumindest der Subkultur, Jean Baudrillard im Munde führen zu können. Was übrigens nicht weiter schwer war, denn die Bändchen des Merve-Verlages, in denen Baudrillard erstmals umfassender auf deutsch erschienen war, boten fast allesamt gleich nach dem Inhaltsverzeichnis ein knappes Glossar der poststrukturalistischen Terminologie des Philosophen.
Von Thomas Meinecke
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„Ich möchte beim Ersten Blick verweilen. Ich möchte den Ersten Blick auf die Stadt, in der ich lebe, wiederfinden...“
Der Glücksgucker
„Ist hier meine Schwäche? Ich habe es wohl nie begriffen, daß zum Lieben Besitzen gehört. Da müßte man sich ja das geliebte Wesen aneignen und also enteignen, und was man mit sich vereint, das ändert man.
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Musiktheater in Kassel: „O Ewigkeit, du Donnerwort“
Unter den Hammer gekommen
Sie hocken schon eine ganze Bühnen-Vorzeit hinter ihren kleinen Soennecken-Tischen, dumpf vor sich hin brütend, übel gelangweilt, etwas verpennt, nervös irritiert oder auch nur still in sich hineinhorchend.
Von Heinz Josef Herbort
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Das betretbare Bild
Die hohe Kunst, die Sinne zu täuschen
Cosmas Damian Asam, Sohn eines nicht bedeutenden Freskanten, der in der bayerischen Provinz Kirchen ausmalte, hat in Rom studiert, an der Accademia di San Luca, der Mutter aller Kunsthochschulen, die auch im frühen achtzehnten Jahrhundert noch hohes Ansehen besaß.
Von Helmut Schneider
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Was war, ist nicht vergangen
Der Roman ist einer der größten Bucherfolge in den Niederlanden. Innerhalb weniger. Jahre wurden rund 350 000 Exemplare verkauft.
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Das ist unsere Revolution!
Was in der Sowjetunion passiert: verfemte Dichter werden rehabilitiert, verbotene Filme werden gezeigt, Dissidenten kehren aus den Lagern nach Hause zurück
Von Jutta Scherrer
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Die „Frankfurter Zeitung“ im Nationalsozialismus
Zwischen Distanz und Anpassung
Eine geschönte Geschichte mit Ungenauigkeiten, Verstümmelungen, Auslassungen
Von Bernd Sösemann
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Filme
Der Film ist eine kleine schmutzige Komödie aus dem unabhängigen New York. Realisiert hat ihn Autor, Regisseur und Darsteller Spike Lee, der zusammen mit Jim Jarmusch an der New Yorker Filmhochschule studierte, mit Freunden und einem lächerlich geringen Budget von fünfundsechzigtausend Dollar.
Von Andrei Tarkowskii.
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Die Hatz auf den alten Leitwolf
Ein Stück wie aus einem Kriminalroman: Bonner Koalitionsverhandlungen im Herbst 1961 – Konrad Adenauers letzter Sieg
Von Daniel Koerfer
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Olympe de Gouges
Zweimal hingerichtet
Selbst in den ausführlichsten und progressivsten Darstellungen der Französischen Revolution findet man kaum mehr als eine Spur von Olympe de Gouges.
Von Mngfetscher
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Hinaus in die Natur oder: die Flucht in den Maschinenraum des Gedichts
Auf, auf, ihr Lyriker!
Während ihre industriell organisierte Zerstörung unaufhaltsam fortschreitet, scheint sie in Gedichten zu überleben: die Natur.
Von Michael Braun
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Ich möchte gern alles getan haben
DIE ZEIT: Ein Antrieb für Ihre Schriftstellern scheint mir darin zu liegen, daß Sie auf eine bestimmte Weise in die Zeit gehen wollen – und zwar in die Vergangenheit.
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Schallplatten
Eine sehr unterhaltsame Schallplatte. Man hört Händels vielgeliebte (Cembalo-)Chaconne in G, ein liebreizendes Dur- und Moll-Stück, dessen abwärts schreitender (Goldberg-)Baß die verläßliche Stütze für die einundzwanzig eingänglichen, klangversessenen Variationen ist.
Von Peter Fuhrmann
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Venedig: Giuseppe Arcimboldo im Palazzo Grassi
Rätselbilder – Bilderrätsel
Die erste große Ausstellung des frühbarocken Manieristen am Prager Hof wirft viele Fragen auf
Von Hans-Joachim Müller
- Länderspiegel
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Ruhrgebiet
Eine Stadt wird arbeitslos
Durch Betriebsstillegungen treibt der Stahlkonzern Thyssen Hattingen in den Ruin
Von Roland Kirbach
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Fernsehen
Mord und Totschlach
Gerhard Horstmeier hat es nicht leicht in diesen Tagen. „Vor dem Scherbenhaufen“ steht er, als „der Dumme“. „Meinen Sie, das macht Spaß?“ Auch Gisela Marx hat es schwer.
Von Klaus Pokatzkv
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„Umarmt Chomeini, vernichtet Ghaddafi“
Alles begann angeblich im Hamburger Freihafen. In einem Lagerhaus hatte der New Yorker Geschäftsmann Roy Furmark kostbare Perserteppiche gestapelt, und Adnan Kashoggi, der schwerreiche Liebhaber von Luxus und profitablen Intrigen aus Saudi-Arabien, besichtigte die Ware.
Von Joachim Riedl
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Sanierungspläne sind umstritten
Neue Heimat für ein altes Gewerbe
Sechs Jahre lang hatten sich Frankfurts christdemokratische Stadtväter auf den Tag X vorbereitet. Einen Tag vor dem Heiligen Abend war es so weit.
Von Karin Jergas
- Lebensart
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Bernd Assenmacher
Manager der Narren
Kölsches Herz und kölscher Karneval: Ein verdienter Jeck nimmt Abschied aus dem Amt
Von Stefan Lieser
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Sport mit geistig Behinderten
Hilfe im Abseits
Viel zu wenig werden die Möglichkeiten positiven Erlebens genutzt, die für Menschen mit geistiger Behinderung in sportlicher Aktivität liegen.
Von Amd Krüger
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Seit einem Jahrzehnt kämpfen sie nun schon gegen Wiederaufbereitungsanlage und Atommülldeponie. Sie wollen auch in Zukunft nicht Ruhe geben.
Sie hoffen noch immer auf Erfolg
Die Wolken reißen auf und geben die Februarsonne preis. Aber ihre Strahlen sind noch zu schwach, um die großen Schneeflecken wegzuschmelzen, in denen die Füße der Zuhörer kalt werden.
Von Ute Scheub
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Aids – juristisch gesehen (II)
Positiv – was nun?
Aids wirft nicht nur medizinische und soziale, sondern auch rechtliche Fragen auf. Im zweiten Teil ihres Beitrags über die juristischen Aspekte spricht unsere Mitarbeiterin die möglichen Folgen leichtfertiger Ansteckung anderer Menschen an.
Von Eva Marie von Münch
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Heinz Werner Hübners Vogelalmanach (24): Der Fischadler
Oft ohne Fisch
All die hehren Eigenschaften, die den Adler zum Symbol machten, haben ihn nicht davor bewahrt, auf die Liste der aussterbenden Vögel zu geraten.
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Zeitlese
Als verdammt optimistisch haben viele Mädchen immer empfunden, was ihnen der Physiklehrer als Wahrheit nahebringen will: „Und sie bewegt sich doch!“ habe Galilei gesagt und damit nicht weniger als die Welt beschrieben.
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Kasparows Rasterfahndung
In der Hotel-Suite herrscht eine Atmosphäre aus Chaos und Ordnung – als hätte jemand eine Künstlergarderobe, eine wissenschaftliche Kontrollstation und das Camp eines Box-Champions in einem einzigen Appartement vereinigt.
Von Wolfram Kunkel
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Umberto Eco: Streichholzbriefe
Aids und Ästhetik
Kürzlich stand im Corriere della sera ein Artikel von Francesco Alberoni, der von einer sehr einfachen, aber unbestreitbaren Feststellung ausgeht: Aids ist, da mit der erotischen Intimität verbunden, eine venerische Krankheit wie die Syphilis.
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Barbie und kein Ende
Des Teufels Tribunal
Vier Jahre schon sitzt Klaus Barbie, ehemaliger Gestapochef von Lyon, in eben dieser Rhône-Stadt in Untersuchungshaft und wartet auf seinen immer wieder verschobenen Prozeß.
Von Claus Leggewie
- unzugeordnet
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Der Kater ist vorbei
Murdo MacNeill wuchs als Halbwaise auf. Sein Vater ertrank im Hafen von Old Dornie, einem entlegenen Flecken im Nordwesten Schottlands.
Von Reiner Luyken