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Ausgabe 14/1987

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Die Tschechoslowakei vor Reformen?
In Prag kam ein Stein ins Rollen
Die Tschechoslowakei erlebt den kältesten März seit Jahrzehnten. Und doch ist in diesen Tagen der Eindruck entstanden, als ob ein Hauch vom Prager Frühling, der 1968 von sowjetischen Truppen gewaltsam beendet wurde, nun auch das politische Leben der Moldau-Metropole wiederbeleben könnte.
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„...aber ich gehe nicht von Bord“
Am Montag hat Willy Brandt den Parteivorsitz niedergelegt. Die ZEIT druckt seine Rede vor dem Parteivorstand ab.
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Anschlag auf die Rheinarmee
Bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der britischen Rheinarmee in Mönchengladbach wurden am Montagabend 31 Menschen verletzt.
Von Burkhard Kieker
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Mancher Gernegroß hat mitgeschubst
Ich stehe für diese Abart von Auseinandersetzung nicht mehr zur Verfügung ... ich verlasse die Brücke, aber ich gehe nicht von Bord.
Von Gunter Hofmann
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Streikwelle erschüttert Jugoslawien
„Revolution – nur in welche Richtung?“
Lohnstopp und Preiserhöhungen treiben die Arbeiter zu verbitterten Protesten
Von Renata Erich
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Berliner FDP: Klärung
Zumindest herrschen bei der Berliner FDP nun klare Fronten. Walter Rasch, ein Mann der Mitte mit Sympathien auch beim linken Flügel, erhielt 132 von 250 Stimmen.
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Regierungskrise in Israel
Fliegen im Spinnennetz
David Kimche war ein Diplomat vom Scheitel bis zur Sohle. Als Staatssekretär im Jerusalemer Außenministerium war er nicht nur ein treuer Diener seines Herrn Jitzhak Schamir.
Von Dietrich Strothmann
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Genfer Abrüstungsverhandlungen
Null Bock auf Null?
Der Skepsis folgte die Überraschung auf dem Fuße, der Hoffnung die Ungeduld. Vor wenigen Wochen noch schien es, als hätten die vor sich hin dümpelnden Verhandlungen der Weltmächte über die Beseitigung der Mittelstreckenwaffen in Europa endlich einen neuen, kräftigen Schub vorwärts erhalten.
Von Christoph Bertram
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Können Sanktionen das weiße Apartheid-Regime Südafrikas niederzwingen? Oder leiden in erster Linie die Schwarzen?
„Diesen Preis der Freiheit müssen wir zahlen“
Winnie Mandela glaubt nicht mehr an Reformen – Mit der Bürgerrechtlerin sprach Roger de Weck
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Wahlkämpfer im Wasserwerk
So recht zufrieden mit der Bonner Koalition sind nicht einmal ihre treuesten Freunde. Daß der SPD-Abgeordnete Horst Ehmke am Ende der Debatte über die Regierungserklärung zu dem Urteil kam, da sei „die Rahmsoße der guten und edlen Absichten über die kärglichen Ergebnisse der Koalitionsvereinbarung“ gegossen worden, wundert nicht.
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Ein Mann, der seine Partei mochte
Mit dem einsamen Kampf um die Erneuerung der SPD hat Willy Brandt in seinen letzten Jahren das Unmögliche versucht
Von Rolf Zundel
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Ein Pflichtmensch an die Spitze
Es wird dauern, bis Hans-Jochen Vogel die Partei annähernd so personifiziert, wie das Willy Brandt lange gelang. Nach dieser fast ein Vierteljahrhundert währenden sozialdemokratischen Ägide muß jeder Nachfolger in übergroße Schuhe schlüpfen.
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Stein des Anstoßes
In dieser historischen Phase hätte ich mich gern beteiligt. Und vielleicht werde ich es auch noch tun“, sagte Margarita Mathiopoulos.
Von Margrit Gerste
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Rom: Blutspur des „Euro-Terrorismus“
Die Roten Brigaden, die inzwischen unter anderem Namen operieren, waren schon nahezu totgesagt worden von jenen politischen Gesundbetern, die in Italien auch sonst relative Stille mit Stabilität verwechseln.
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Britische Konservative reisten durch die beiden deutschen Staaten
Werben um Verständnis
Wer irgendwann einmal die Wiedervereinigung zu einem realen politischen Ziel machen möchte, der wird vorher viel Überzeugungskraft leisten müssen.
Von Jürgen Krönig
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Mit der List des Fuchses
Fast achtzig Jahre alt und kein bißchen müde: Viktor Paz Estenssoro, zum fünften Mal Präsident Boliviens, hat nichts von seinem Selbstbewußtsein und seiner zähen Geduld verloren.
- Wirtschaft
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MANAGER UND MÄRKTE
Die Verwirrspiele um die Maxhütte der Oberpfälzer Tochter des Klöckner-Konzerns dauern nun schon mehrere Jahre – sie halten die bayerischen Politiker in Atem.
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Zinsen
Eitle Fragen
Mit den Zinsen ist das eine eigene Sache. Bekommen möchte man natürlich möglichst hohe und zahlen – klar – am besten keine. Sind die Zinsen hoch, frohlocken die Sparer; sind sie niedrig, freuen sich die Kreditnehmer.
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Karriere
Auf dem Weg zum Millionär
Er ist achtzehn Jahre alt und hat ein klares Ziel vor Augen: „In den nächsten Jahren will ich mehrfacher Millionär werden.“ Viele wollen das, vor allem in seinem Alter.
Von Dirk Kurbjuweit
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Zeit und Geld
Steuerhilfe für Investmentsparer
Einen nützlichen Steuerratgeber für Investmentsparer gibt es jetzt kostenlos vom Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften.
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Stoltenberg macht Kasse
Roth: Nein. Vor einem Jahr wäre etwa eine Milliarde Mark mehr als heute zu erlösen gewesen. Ich meine, der Finanzminister hat jetzt einen völlig falschen Zeitpunkt gewählt.
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Entwicklungshilfe
In den Wind
Die Botschaft, die Bundespräsident Richard von Weizsäcker anläßlich der Fastenaktion von Misereor kürzlich vermittelte, ist in der deutschen Öffentlichkeit allenfalls beiläufig zur Kenntnis genommen worden, Dabei war sie ein wichtiger politischer Beitrag zur Entwicklungshilfe.
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Gütesiegel für Spaghetti
Die deutschen Bierbrauer haben mit ihrem Kampf um das Reinheitsgebot auch unsere Interessen verteidigt, erkennen Italiens Spaghetti-Hersteller zwei Wochen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Liberalisierung des Bierhandels in der Bundesrepublik an.
Von Friedhelm Gröteke
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Bonner Kulisse
Gibt es in der Bundesregierung niemanden, der Martin Bangemann gelegentlich eine Nachhilfestunde zur Steuerreform geben könnte? Bei der Aussprache zur Regierungserklärung zeigte der Wirtschaftsminister nämlich, daß er immer noch irrige Vorstellungen von der Wirkung des Spitzensteuersatzes hat.
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Metaller machen mobil
Über einen Punkt sind sich Arbeitgeber und Gewerkschaften einig: Um Ostern herum wird sich entscheiden, ob es in der Metallindustrie in diesem Jahr einen Arbeitskampf gibt oder nicht.
Von Erika Martens
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Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit
Die Last drückt stark
Die Überschrift lautete: „Bittere Klagen mit falschen Zahlen“, die zweite Überschrift: „Die Steuerlast der Unternehmen ist nicht so hoch, wie behauptet wird“.
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Medienmarkt
Alle Fäden in der Hand
Langsam aber sicher mausert sich der Süddeutsche Verlag (SV) in München von einem Print-Medien-Betrieb zum Multi-Media-Unternehmen.
Von Horst Röpei
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Kernenergie
Ein lang gesuchter Stein der Weisen
Selbst führende Denker und denkende Führer sind sich nicht einig. Bei Klaus Knizia, immerhin Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigten Elektrizitätswerke (VEW) und ehemaliger Präsident des Nationalen Komitees der Weltenergiekonferenz in der Bundesrepublik Deutschland, aber kann man lesen: „Kernenergie ist die einzige uns heute in großem Maß verfügbare Quelle, um ausreichend Energie, bei vertretbarem Einsatz an Rohstoffen, zu gewinnen.
Von Walther Ch. Zimmerli
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Zeitliches aus Brüssel
Geld für das Image
Das Europa-Image ist ramponiert: Milchseen und Butterberge, protestierende Bauern und schlappe Umweltschutzgesetze wollen die Bürger der mittlerweile zwölf Staaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) partout nicht als Erfolge anerkennen.
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Österreich
Die Krönung des Geschäfts
Die Transaktion hat Seltenheitswert in Österreich. Für 550 Millionen Dollar, also mehr als eine Milliarde Mark, kaufte Daniel Swarovski kürzlich zusammen mit einem kanadischen Partner die amerikanische Handelskette Zale und damit 1400 Läden, die Modeschmuck und echte Geschmeide in ihren Auslagen führen.
Von Irmgard Bayer
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Start mit Hindernissen
Für den Rüstungsexperten der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Willy Wimmer, nimmt die Rüstungskooperation in Europa mittlerweile schon groteske Züge an.
Von Wolfgang Hoffmann
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Bank und Börse
Höhere Zinsen im Ausland
Termineinlagen in fremder Währung sind eine Alternative zu deutschen Festgeldern
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Zeitliches aus Nienburg
Arbeit und Würde
Da soll noch einmal einer kommen und sagen, deutsche Richter seien lebensfremd oder wenigstens volksfremd oder auch nur sprachfremd in dem Sinne, daß sie nicht wüßten, was man da so hört, wenn man dem Volk aufs Maul schaut.
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ZEITRAFFER
Viele Unternehmer sehen schwarz für die Zukunft. Die Konjunkturtester des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung sprechen von wachsendem Pessimismus in der Industrie, wenn die Rede auf die Geschäftsentwicklung kommt.
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Flugtarife
Angst vor dem freien Fall
Was die neue Zeit die Lufthansa kosten wird, darüber mag sich ihr Chef, Heinz Ruhnau, heute noch nicht im Detail auslassen. Fest steht nur, daß die alten Zeiten vorbei sind, in denen die deutsche Staatsfluglinie Lufthansa so auskömmliche Preise für ihre Flüge nehmen konnte wie bisher.
Von Karl-Heinz Büschemann und Thomas Hanke
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Schuldenkrise
Plädoyer für eine politische Lösung
Die internationale Schuldenkrise scheint sich zuzuspitzen. Weithin sichtbares Zeichen dafür ist die Entscheidung Brasiliens, die Zinszahlungen auf rund 68 Milliarden Dollar der mittel- und langfristigen Auslandsschulden gegenüber ausländischen Banken bis auf weiteres einzustellen.
Von Wilhelm Nölling
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Heinz-Günter Kemmer:
Kumpels als Geiseln
Johannes Rau wird sich wohl schon bald ritueller Beugeübungen befleißigen müssen. Denn Bundesregierung wie unionsgeführte Länder erwarten von ihm die Rückkehr zur Formel „Kohle und Kernenergie“.
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Berliner Wirtschaft
„Jetzt darf keiner nervös werden“
Die Antwort war ebenso kurz wie überraschend: „Beide haben recht“, sagt Berlins Wirtschaftssenator Elmar Pieroth zu seiner Kontroverse mit dem DGB-Landesvorsitzenden Michael Pagels.
Von Joachim Nawrocki
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Harpener
Ein unglücklicher Versprecher
Die Rey-Gruppe wird für die freien Aktien des Dortmunder Immobilienunternehmens kein Bargeld bieten
Von Bernhard Blohm
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Pauken ohne Ende
Neue Techniken verändern die Arbeitswelt in raschem Tempo. Nur durch lebenslanges Lernen können die Beschäftigten mit der Entwicklung Schritt halten. Eine ZEIT-Serie.
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Markt-Report
Veba als Lokomotive
Die Befürchtungen, die Restprivatisierung der bisher im Bundesbesitz befindlichen Veba-Aktien würde sich als schwere Belastung für den deutschen Aktienmarkt erweisen, waren grundlos.
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Verdammt zur Harmonie
Es war eine Routinesitzung des Aufsichtsrats, schon vor einem Vierteljahr festgelegt. Doch die Tagesordnung, die die Mitglieder des hochkarätig besetzten Gremiums am Montag dieser Woche abzuhandeln hatten, war brennend aktuell und ihre Brisanz vor drei Monaten kaum vorhersehbar.
Von Cunhild Freese
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Krise der Landwirtschaft
Der Protest blieb draußen vor der Tür
Das große Donnerwetter auf der Versammlung des Deutschen Bauernverbandes fand nicht statt
Von Klaus-Peter Schmid
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Auf der richtigen Spur
Die Aufregung ist gewaltig. Wolfgang Roth (SPD) witterte die „zynische Verhöhnung“ der Lebensinteressen ganzer Regionen an Rhein, Ruhr und Saar.
Von Peter Christ
- Wissen
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Erforscht und erfunden
Eine neuartige Batterie für elektrogetriebene Lastautos machte bei simulierten Fahrtests in Amerika einen Streckenrekord möglich.
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Das Eis bricht
Die Supermächte reden über vielerlei Themen: Abrüstung, Regionalkonflikte in der Dritten Welt, Umweltfragen; die Amerikaner verringern den Sanktionsdruck auf die Sowjetunion; die neue Kremlführung gibt sich milder im Umgang mit Dissidenten.
Von Th. S.
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Natürliche Feinde als Pestizid
Wespen an die Schädlingsfront
Beachtliche Erfolge beim größten biologischen Pflanzenschutzprojekt in Afrika
Von Reto Locher
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Ampel auf Rot
Das Bundesverfassungsgericht ist dem größten Steuerzahler der Bundesrepublik in den Arm gefallen: Daimler-Benz darf die im Main-Tauber-Kreis bei Boxberg geplante Automobil-Teststrecke – jedenfalls vorerst – nicht bauen.
Von H. Seh.
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Astrophysik
Entstehen Planeten um Beta Pictoris?
Eine Scheibe aus Staub erregt Aufsehen – sie könnte Wiege eines Planetensystems sein
Von Rainer Kavser
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Lob des Vorlesens
So viel Gedrucktes – und niemand hat es je gesprochen. Wieviel von dem Gedruckten ließe sich auch sprechen? Wie vieles müßte den Redner schamrot machen oder schlicht zu einem unerträglichen Langweiler? Ich will nicht von Verordnungen und Gesetzestexten reden, sondern von der alltäglichen Flut ungesprochener Rede, von Werbeflugschriften, von Zeitungen.
Von Martin Ahrends
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Trotz Folter und Mord
Wie fängt man ein Gespräch an mit einer Frau, die gefoltert wurde? Das geht mir durch den Kopf, als ich warte. Endlich kommt sie.
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Botanik in den Tropen
Kletternde Wurzeln
Einige Baumarten im Amazonas-Regenwald Haben einen raffinierten Ausweg aus der Situation gefunden, in die sie der Nährstoffmangel im Waldboden gebracht hat.
Von Judy Redfearn
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Eines Deutschen Sonderweg
Die Großen straucheln im Kleinen............................................................................................
- Reisen
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Wilder Westen an den Hängen
Die Amerikaner übertreiben gern. Sie lieben Superlative in der Sprache ebenso wie in ihrer Architektur. Beinahe alles in diesem Land ist great, besonders, wenn es bis zu 17 Metern Höhe im Jahr kostenlos vom Himmel fällt.
Von Barbara Ungeheuer
- DIE ZEIT
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Deutsch für alle - Lebenslangen
Die inländischen Goethe-Institute bieten ein Riesenprogramm. Doch Sprachkurse allein – reicht das?
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Sardinien
Rast im Eichenhain
Der Sau hing lässig eine Zigarette aus dem Maulwinkel. Gnädig deckte eine mondäne Sonnenbrille mit Spiegelgläsern die gebrochenen Schweinsäuglein zu.
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Musterknaben und Mordgehilfen
Carl Algernons Methode war stets sehr einfach. Der Chef der schwedischen Kriegsmaterial-Inspektion, der im Dienste des Außenhandelsministeriums ungesetzliche Waffenexporte zu verhindern hatte, pflegte bei Schwedens Rüstungsfirmen und bei den kriegführenden Regierungen in aller Welt schlicht anzufragen, ob sie etwa in illegale Waffengeschäfte verwickelt seien.
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Ein Belgier in Berlin
Ein Jahr lang hat er in Berlin gelebt, aber Berlin scheint es nicht recht gemerkt zu haben. Vielleicht liegt es daran, daß unsere Stadt zuviel Lärm macht, um einer leisen Stimme lauschen zu können.
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Marokko
Wüstenfahrt mit Hindernis
Ein tapferer kleiner Kerl“, hatte der Autovermieter in Agadir gesagt und dabei zärtlich den Kotflügel des roten R4 getätschelt.
Von Uta van Steen
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Beredtes Mahnmal Masuren
Eine Reise in das polnische Seengebiet führt zurück in die Geschichte des Dritten Reiches
Von Wolfgang Boiler
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Wolfgang Ebert
Frühlingserwachen
Als der Kanzler in seiner Regierungserklärung auf den Schnee von gestern zu sprechen kam und erneut die Eis-Erblast seines Vorgängers erwähnte, traf ihn, während er sich anschickte, das Blaue vom Himmel zu versprechen, ein wohlgezielter Schneeball aus den hinteren Reihen des Sitzungssaals, worauf Vizepräsident Stücklen sofort von einem Terrorangriff sprach und dem Grünen Kleinen, der zur fraglichen Zeit im Bundestagsrestaurant ein Eis verspeiste, die rote Karte zeigte, wohingegen Norbert Blüm nur mit einem Eiszapfen drohte.
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Jugoslawien
Auf Titos Insel
Brioni: vierzehn Inseln und ein paar Klippen, die nordwestlich von Pula etwa drei Kilometer vom istrischen Festland entfernt liegen.
Von Inge Helm
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DDR
Nicht wirklich alternativ
Anders reisen – geht das überhaupt in der DDR? Die Lektüre des Buches bestätigt: Es geht eigentlich nicht. Anders reisen – DDR, ein Reisebuch in den Alltag; von Per Ketman und Andreas Wissmach; Rowohlt-Taschenbuch-Verlag GmbH, Reinbek 1986; 448 Seiten, 17,80 Mark.
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...und sagte kein einziges Wort
Zum zweiten Mal untersucht ein Gericht, ob Hartmut Görs seine Familie umgebracht hat
- Gesellschaft
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Ausstellung in Freiburg: „Alexander Kanoldt“
Unzugängliches Gegenüber
Als er 1932 in die Partei eintrat, da malte er neo-romantische Alpenbilder. Alexander Kanoldt hatte sich in Breslau zum blinden Eiferer gegen „jüdisch-marxistische Tendenz“ und „Ausländerei“ in den Künsten entwickelt, sich auf eine unversöhnliche Oppositionshaltung zu dem Direktor der dortigen Akademie, dem Matisse-Schüler Oskar Moll, versteift und schließlich sein Breslauer Lehramt aufgegeben, weil er meinte, mit Kollegen wie dem Architekten Hans Scharoun nicht zusammenarbeiten zu können.
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Umweltschutz: Schritt in die Praxis
Auch der Tourismus-Markt macht gerade seine postmoderne Phase durch. Untrügliches Indiz dafür ist unter anderem die Hartnäckigkeit, mit der das sattsam bekannte Phänomen einstürzender Ferienwelten wieder und wieder diskutiert wird.
Von Isolde von Mersi
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Stil-Leben
Wer kennt die Stile, nennt die Namen? Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben sich moderne und zeitgenössische Künstler einer Unzahl von Richtungen verschrieben.
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Wandern: Zu Fuß durch 2000 Jahre Geschichte
Seit einigen Jahren stieg im südlichen Kreis Paderborn die Nachfrage nach landeskundlichen Führungen und Beschäftigung mit Tradition und Geschichte der Region.
Von Norbert Osterwinter
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BGH: Jetzt mehr Rechte für die Reisenden
Der Stoff, der die Karlsruher Richter beschäftigte, war in der Vergangenheit stets für Ärger gut. Ist die sogenannte Vorkasse rechtens, lautet die Frage, seit Touristen ihr Badetuch an südlichen Stränden ausbreiten.
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Mitteleuropa – gibt es das? Was verbindet die Länder zwischen Rhein und Bug über die Systemgrenzen hinweg? Eine gemeinsame kulturell glanzvolle, oft genug aber auch selbstzerstörerische Vergangenheit – und politische Interessen für die Zukunft? Adam Krzeminski, Redakteur der Warschauer Wochenzeitung Polityka, beschreibt das brisante Thema aus polnischer Sicht
So oder so gehören wir zueinander!
Eine interessante Debatte ist im Gange, die uns Einwohner von Warschau, Prag, Budapest, aber auch Leipzig oder Bukarest erfreuen müßte.
Von Adam Krzeminski
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Eine Maß für Hofer
Mit lebenden Helden haben Lokalpatrioten bekanntlich ihr Kreuz. Freiwillig oder unbewußt kippen zeitgenössische Idole öfter mal von den Podesten, die ihnen die begeisterten Jünger zugedacht haben.
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Fernseh-Kritik
Freiheit, die sie meinen
Die einen argumentieren mit der Meinungsfreiheit, die anderen mit denKonsumgewohnheiten und Wünschen der Kunden. Hier wird von Kultur gesprochen, dort von Geschäft.
Von Heinz Josef Herbort
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Kunst
Den Abend des 30. März haben sich einige der reichsten Leute der Welt unter allen Umständen freigehalten. Das große Ereignis beginnt pünktlich um halb sieben in einem unscheinbaren modernen Gebäude in der King Street von St.
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Viel Geld für den Urlaub
Im letzten Jahr ließen die deutschen Urlauber rund 44 Milliarden Mark im Ausland und verdrängten damit die US-Amerikaner, die 1984 und 1985 die Spitze der Ausgabenstatistik gehalten hatten, wieder von Platz eins.
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Müßte Europa sich schon heute für einen Präsidenten entscheiden – Wer wäre es wohl?
Der Euro-Kohl
Die Sensationsmeldung kam – eine echte Überraschung! – aus dem Spukschloß der EG in Brüssel. Wenn wir heute bereits einen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Europa zu wählen hätten, berichtete da der Korrespondent des WDR, Walter Hahn, im „Echo des Tages“, entschieden sich die meisten europäischen Wähler für: genau! Dies jedenfalls stehe, entnahm der atemlos lauschende Hörer dem – eindeutig! – allzu lapidaren Tones vorgetragenen Bericht des Reporters, in der neuen, „noch nicht restlos ausgewerteten“ Umfrage „Europa 2000“, in Auftrag gegeben von der EG-Kommission zum dreißigsten Geburtstag der Gemeinschaft.
Von Benedikt Erenz
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Fernseh-Vorschau
Zimmer und Zelle
Da ist Gunda. Sie steht am Bahnhof, es ist Nacht. Der letzte Zug nach Rom. Er fährt ab, sie schaut zu. Gunda kauft sich Schnaps.
Von Andreas Kilb
- Kultur
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Neunte Folge: Martin Ahrends auf einer Modemesse
Die Hülle als Ich
Welche Ansammlung unschöner Frauen! Gesichter, Gestalten von beträchtlicher Häßlichkeit. Was jedoch schlimmer ist: Die von der Natur so stiefmütterlich bedachten Damen legen offenbar größten Wert auf ihre äußere Erscheinung.
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Zum Tode von Rita Streich
Tiefgründige Koloraturen
Abschied von einer Stimme: von einem glockenhellen, schwerelosen Klang, der uns immer durch atemberaubende Brillanz in Staunen versetzen konnte.
Von Wilhelm Sincovicz
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Unsere Sprache
Alles klar?
Vor Jahren gab es einen nervenden Werbegag, als die Leute, die im Stau sich vor einem herschoben, mit Aufklebern auf dem Rückfenster behaupteten: „Alles frisch“.
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Eine politische Erzählerin ist zu entdecken
Die Tränen behalten
Ein längeres Zitat: „Die Schäbigkeit dieser Stadt, dieses Sklavenheer, das sich da allmorgendlich verdrossen zur Arbeit wälzte! An den überfüllten Elektrischen hingen sie wie Trauben, bösartig, hinterlistig stießen sie jeden, der zusteigen wollte, so heftig zurück, daß Gefahr bestand, er würde unter die Räder geraten.
Von Erich Hackl
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Eine Reise für den Frieden
Litanei der gespaltenen Welt
Das Ding ist nicht sehr groß. In einer kleineren Mülltonne hätte es ohne weiteres Platz. Als Plastikmodell wirkt es plump und schäbig wie ein überdimensionales Baukasten-Teil.
Von Andreas Kilb
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Ein österreichischer Totentanz?
Nichts für das Auge
Ich will nicht behaupten, daß ich Alfred Kolleritschs Gedichte verstanden habe. Bei ersten Lektüreversuchen wurde ich kalt abgewiesen.
Von Michael Buselmeier
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Ein Fund im Nachlaß
Wahn und Rache
Der 1984 verstorbene Erzähler und Essayist Manès Sperber war ein rastloser Leser von Romanen und zugleich ein theorienkundiger, universal gebildeter Intellektueller.
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In Kürze
„WALLFAHRT!“, so belehrt uns das „Vorwort“ dieses Romans (Süddeutscher Verlag München 1986; 400 S.; 39,80 DM), das nichts Geringeres sich auflädt als eine „Literarische Annäherung an die Ewigkeit betreffend“, „WALLFAHRT!“ ist ein „altes, mächtiges Bild für unser Dasein auf Erden“, und nach diesem wahrhaft wuchtigen Auftakt könnte man eigentlich, rundum bedient, das Buch wieder zuklappen und sich nützlicheren Dingen zuwenden.
Von Manuela Reichart
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Vom Elend des Südwestfunks, Teil II
Sehr geehrter Herr Hilf
Viel ist inzwischen zum Fall meines Kollegen Wolfgang Moser geschrieben worden. Das meiste davon war nicht gut für den Südwestfunk, von dem Schaden abzuwenden doch zu Ihren Aufgaben gehört.
Von Joachinvernst Berendt
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Kunstkalender
Wurzelhafte Kobolde, merkwürdig einseitige Frauen, Zaubertiere mit rätselwissenden Augen heben das Glas, prosten uns zu, leben ihr seltsam vertrautes Leben vor uns.
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Zwischenruf aus Wien
Die Kultur vernichtet die Kunst
In Wien wird Kleist gespielt, Shakespeare, Thomas Bernhard, aber man spricht nur von Peymann und Voss. Bei den Salzburger Festspielen kann Mozart aufgeführt werden, Cerha, Bizet, aber man spricht von Karajan und der Baltsa.
Von Gerhard Roth
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Brasilianische Nächte
Dona Rosalina bleibt ledig
So beginnt der Roman des Brasilianers Autran Dourado „Oper der Toten“ aus dem Jahr 1967 (und nicht 1976, wie es in der deutschen Ausgabe heißt).
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Weiß der Teufel, was die Herrschaften daran obszön finden
Willkommen, Mohamed Choukri!
Da ist nichts abzuwägen, zu analysieren, herumzukritisieren. Dieses Buch ist ergreifend, zum Schmunzeln, zum Jauchzen – es ist zum Heulen schön: Die deutsche Erstausgabe des autobiographischen Romans „Das nackte Brot“ des Marokkaners Mohamed Choukri ist Literatur pur, wahrhaft eine Entdeckung.
Von Egbert Baque
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Zeitmosaik
Ihr Ausfall gegen die Mitglieder der Bayerischen Staatsregierung ist ...nicht nur beleidigend, er folgt noch nicht einmal den einfachsten Regeln klaren Denkens.
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Kardinal Louis Prince de Rohan
Barocke Pracht in Ettenheim
In der Kirche des kleinen badischen Ortes Ettenheim. wurde im Jahre 1888 bei Bauarbeiten ein unscheinbares Grab geöffnet. Die Anwesenheit des Pfarrverwesers sowie von Gemeinde- und Staatsbeamten verdeutlichte, daß der Tote als außergewöhnliche Persönlichkeit gegolten hatte.
Von Esther Knorr-Anders
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... aber doch Wahrheit genug
Bei Kriegsende, schon am 2. Mai 1945 wendete sich der Bischof von München und Freising, Kardinal Michael von Faulhaber, an den Klerus seiner Diözese, um das himmelschreiende Unrecht zu beklagen, das in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau geschehen war.
Von Jost Nolte
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Krähe im Müll
England 1968, Abiturklasse. Wir saßen immer ziemlich weit hinten, Jamie Walton und ich, und rauchten heimlich „Embassy“ im Heizungsraum.
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Amerikanische Slapsticks
Suff und Drogen
Seine Widersacher sind bierfaßbrüstig, haben ein Kreuz wie ein Doppelspind und ein Kinn, das zum Nägeleinschlagen taugt. Trotzdem: Privatdetektiv Bär, der wurstige, nur von Schnaps, Aspirin und Hamburgern lebende Ich-Erzähler in Gerald Locklins Schnüffler-Parodie „Die Jagd nach dem verschwundenen blauen Volkswagen“ hat beim Kampf gegen die Muskelmänner stets das letzte Wort.
Von Michael Svenssen
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Nach dem Prozeß der Leni Riefenstahl gegen Nina Gladitz
Wenn Juristen Vergangenheit klären
Viermal konnte die Freiburger Filmemacherin Nina Gladitz bisher ihren Dokumentarfilm „Zeit des Schweigens und der Dunkelheit“ (ZEIT vom 2.
Von Hanno Kühnert
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In Dänemark und Afrika: Tania Blixen
Rechts der Schreibtisch in der afrikanischen Farm am Fuße der Ngong-Berge – links der Schreibtisch im dänischen Elternhaus, in Rungstedlund.
Von Hanns Grössel
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Filme
Die Frage, die der Filmtitel stellt, ist eine Frage, die sich heute kein Film mehr stellt. Eher erinnert die Titelfrage an andere Titel, denen es um dramatische Ermittlung ging, etwa Aldrichs Film mit Bette Davis und Joan Crawford: „Whatever happened to Baby Jane?“ (1962).
Von Manfred Sack
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Berlin: 750 Jahre Architektur und Städtebau, die Internationale Bau-Ausstellung und der Architekt Erich Mendelsohn
Auf den Pfaden schöner Originale
Wenn Frankfurt am Main und Köln und, wer weiß, bald auch Stuttgart einander den Rang des wichtigsten, größten, eigentlichen Kulturzentrums streitig zu machen versuchen, was tut’s: Berlin ist immer schon da.
Von Manfred Sack
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Zur deutschen Frage
Wiedervereinigung hatte nie Priorität
Ob die „deutsche Frage“ offen ist oder nicht, darüber gibt es hierzulande immer wieder Spekulationen und Diskussionen. Wer sie für offen erklärt, muß notwendigerweise im Revision des Status quo zielen, in welcher Form und in welchem zeitlichen Rahmen auch immer.
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Über die weiche Behandlung von weichen Themen
Erzähl nix
Es ist mehr als zehn Jahre her, daß Literatur-Kritiker die Parole ausgaben: „Jetzt erzählen sie wieder!“ Gemeint waren die deutschen Schriftsteller, die sich nach den Jahren des Politisierens und des Theoretisierens wieder auf die Anfangsgründe der Literatur besannen.
Von Ulrich Greiner
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Dem Leser wird die Gefolgschaft nicht leicht gemacht
Geliebte des Zufalls
Eine junge Frau ist unterwegs in die eigene Vergangenheit: „Die Zaunreiterin“, in Anita Pichlers erstem Buch. Sie nennt sich „die Geliebte des Zufalls“, und etwas zufällig erscheinen auch die sprunghaften Assoziationen der Ich-Erzählerin.
Von Barbara von Becker
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Eine große Liebe, hermetisch verschlossen im Traum
Männer und Schatten
Eine junge Frau lebt als Pflegerin und Fahrerin auf dem grenznahen Gestüt eines Trabrennfahrers und Trainers. Sie arbeitet schwer, mistet Ställe aus, füttert die Pferde, pflegt sie, fährt sie zum Training.
Von Anne Linsel
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Schallplatten
Nichts geschieht bei Nikolaus Harnoncourt musikalisch unbedacht. Seine Mission verschreibt sich ungewohnten Zielsetzungen, auch wenn er nach den aufsehenerregenden Mozart-Editionen nun das mit Fußangeln überhäufte Feld der Haydn-Symphonien zu beackern beginnt.
Von Claudius Seidl
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Europa
Traum oder Museum?
Die „Europäische Frage“ beschäftigt Politiker und Publizisten bis zur Erschöpfung, aber – Europa, wo liegt das eigentlich? Unter diese provozierende Frage stellt der Mainzer Politologe Professor Werner Weidenfeld das einleitende Kapitel des von ihm herausgegebenen Buches über die „Identität Europas“.
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In der Sowjetunion dürfen die verfemten Werke des Emigranten wieder gedruckt werden
Die Heimkehr des Vladimir Nabokov
In Amerika haben ihn Kritiker mittlerweile zum „Meister der Postmoderne“ ernannt und ihm damit postum zu einer Art Ehrenvorsitz verholfen.
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Im Todeskreis der Schuld
Das Jahr 1986 wird vielleicht als das Jahr in die deutsche Geschichtsschreibung eingehen, in dem eine „Historikerdebatte“ Geschichte gemacht hat.
Von Peter Schneider
- Länderspiegel
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Nebentätigkeit
Falsches Kreuzchen
Gerd S. rutscht nervös auf der Anklagebank im Saal 192 des Hamburger Amtsgerichts herum. Er versteht nur wenig von dem, was der Staatsanwalt ihm in seiner trockenen Juristensprache vorwirft.
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Zum Zwecke der Landesverteidigung
Paul Graumann hat Sinn für blumige Vergleiche: „Lassen Sie sich mal den Arm abhacken, damit die Raubtiere im Zirkus was zu fressen haben.
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Gesetz und Gewissen
Tiere sind keine Sachen
Ein Tierschützer im Hungerstreik: Nach fünf Monaten reagierte ein Staatssekretär
Von Margrit Gerste
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Manipulation mit Ausweisen
Bleich gewaschen
Berliner Bürger, die sich vor dem 1. April noch rasch einen neuen Personalausweis ausstellen lassen wollen, müssen auf der Hut sein: Ihr Gang zur Meldestelle könnte in einem Gerichtssaal enden.
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Die moderne Demokratie basiert auf einer Kräfteverteilung zwischen Machtinhabern, Kontrolleuren und Wählern. Den politischen Akteuren stehen unabhängige kritische Journalisten und aufgeklärte, umfassend informierte Bürger gegenüber – so sollte es sein.
Diener des Systems
Auf dem überfüllten Tanzparkett treten sich die Paare beim Foxtrott auf die Füße: Friedrich Nowottny und die First Lady, der Bundeskanzler und seine Frau, Dagmar Berghoff und Manfred Wörner, und viel andere Prominenz aus Politik und journalistischem Showbiz.
- Lebensart
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Pünktlich sein und Rücksicht nehmen – die Mühe macht sich keiner mehr. Und die Folgen?
Die Hamburger Krankheit
Sarah Haffner, 1940 in Cambridge geboren, in London aufgewachsen, ist freischaffende Malerin und lebt seit 1954 in Berlin. Sie fühlt sich keiner künstlerischen Richtung verpflichtet, bezeichnet sich aber „mit aller Vehemenz“ als Realistin.
Von Sarah Haffner
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Deutschkurse – für viele Ausländerinnen der erste Schritt in die Selbständigkeit
Jetzt ich gehe allein
Es ist nicht einfach, gleichzeitig Mutter und Schülerin zu sein. Achmed hopst durch den Unterrichtsraum. Fatima, unterm schwarzen Kopftuch, in ein zartgelbes Folklorekleid gehüllt, springt auf und läßt den Konjunktiv Konjunktiv sein.
Von Susanne Unger
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Alice Stewart
Späte Genugtuung
Ich bin eine alte Frau, und ich verlebe meine Tage in einer alten Hütte“, sagt Doktor Alice Stewart und lacht vergnügt in sich hinein.
Von Reiner Luyken
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Ein Kulturdenkmal ist zerstört
Aus Bier wird EG-Bier
Das EG-Gericht hat das deutsche Bierreinheitsgebot als unrechtmäßig verurteilt. Seit Tagen bin ich darüber von ohnmächtigem Zorn geschüttelt.
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Euthanasie-Prozeß
Nichts als Nächstenliebe
Im Euthanasie-Prozeß vor dem Frankfurter Landgericht gegen die NS-Ärzte Bunke und Ullrich wurde am 16. März die Beweisaufnahme beendet.
Von Ernst Klee
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Garret der Gute
Dublins Innenstadt sieht aus wie ein Emmentaler. Aufgeschreckt von zwei Gasexplosionen innerhalb weniger Wochen, haben sich die städtischen Ingenieure in Maulwürfe verwandelt: Auf der Suche nach Defekten graben sie die Erde auf.
Von Martin Alioth
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Umberto Eco: Streichholzbriefe
Dann und wann klassische Musik
Als ich fünfzehn war, kam ein entfernter Verwandter zu Besuch, der, nachdem er mir gratuliert hatte, daß ich nun schon ein so großer Junge geworden sei, hinzufügte: „Und wie mir dein Vater sagt, gefällt dir die Musik.
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Zeitlese
Wir alle kennen sie – perfekt frisiert, picobello gekleidet, lächelt viel, auch wenn sie redet – wenn sie reden darf. Das darf sie selten, die einzige Dame an Werner Höfers Nierentisch.
- unzugeordnet
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Gewalt auf den Philippinen
Hilflos im Teufelskreis
General Fidel Ramos läßt den Reporter noch einige Minuten warten. Während die Kollegen vom italienischen Fernsehen in dem weiträumigen, holzgetäfelten Büro des Stabschefs der philippinischen Streitkräfte ihre Scheinwerfer ausrichten und ihr Mikrophon auf dem Schreibtisch plazieren, wird ein Anruf aus dem Malacañang-Palast durchgestellt.
Von Matthias Naß