Für den eiligen Nord-Süd-Reisenden ist das Leinetal längst zur Schnellstrecke geworden. Viele brausen durch, ohne zu wissen, daß an der uralten Handelsstraße zahlreiche mittelalterliche Städte liegen und in der Mittelgebirgslandschaft viele gute Spazierwege zu finden sind.

Die – relativ unbekannten – Wandergebiete beginnen gleich bei Hildesheim mit dem Hildesheimer Wald, dem die Sieben Berge folgen. Da denkt man natürlich gleich an „Schneewittchen“. Das ist nicht einmal so abwegig, denn in dieser Gegend entdeckten die Brüder Grimm so manchen Schauplatz ihrer Märchen.

Sackwald, Ith, Hils, Hainberg und Heber sind weitere waldreiche Höhenzüge, die nur sanft ansteigen und auch ältere Wanderer nicht aus der Puste bringen. Rund vierhundert Kilometer markierter Wanderwege, Rundwege, ausgestattet mit Kartenhäuschen und Schutzhütten, dazu Teilstrecken von Weitwanderwegen, unter anderem von den Niederlanden zum Harz, sorgen dafür, daß niemand einen Weg zweimal gehen muß. Unterwegs kann man Klöster und Burgen besichtigen und interessante Abstecher in die alten Fachwerkstädte Hildesheim, Alfeld, Einbeck, Bad Gandersheim und Northeim machen.

Fünfzehn Wandergebiete, die in einer speziellen Karte deutlich ausgewiesen sind, werden im Wanderpaß Leinebergland vorgestellt. Wer mindestens durch fünf dieser Gebiete marschiert und den erstempelten Nachweis dafür bringt, erhält die „Wanderorchidee“, die Wandernadel mit dem Urlaubsemblem des Leineberglandes. Mancher hat die Orchidee sicher auch in natura gesehen, denn sie wächst in den Sieben Bergen und im Sackwald an einigen Stellen noch wild.

Neben diesen individuellen Wanderungen können Urlauber aber auch an geführten Touren in den einzelnen Ferienorten teilnehmen. Termine und Wanderziele sind im Veranstaltungskalender aufgeführt.

Auskunft: Verkehrsverein Leinebergland, Ständehausstraße 1, 3220 Alfeld, Tel. 0 51 81/2 31 22.

Hans-Georg Wodrig