Wirtschaft

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DIE ZEIT

Das Urteil

Vier Jahre Arbeitslager unter allgemeinen Bedingungen hat der oberste sowjetische Gerichtshof über den 19jährigen Mathias Rust verhängt, der am 28.

Gute Deutsche und gute Europäer?

Honeckers Besuch in Bonn – Ende oder Anfang in Deutschland, Chance oder Chimäre in Europa? Als zum ersten Mal vor dem Kanzleramt zwei deutsche Nationalflaggen gehißt wurden, sah so mancher seine letzten Träume verwehen.

Leerlauf

Ganze drei Medaillen haben die Leichtathleten der Bundesrepublik von der Weltmeisterschaft in Rom mitgebracht, und darunter war nicht eine vom feinsten.

Pokern mit Raketen

Nächste Woche wollen sich die Außenminister der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion treffen. Wenn alles klappt, werden sie dem Abkommen über den weltweiten Abbau der nuklearen Mittelstreckenwaffen, über das in Genf seit Monaten verhandelt wird, den letzten Schliff geben.

ZEIT nach drüben?

Dürfen in der Zukunft westdeutsche Zeitungen und Bücher in der DDR frei verbreitet werden? Das gemeinsame „Papier“ der SPD und der SED enthält darüber einen bemerkenswerten Absatz, in dem es heißt, die Staaten in beiden Systemen sollten getreu der KSZE-Schlußakte auch den Austausch von Zeitungen erleichtern.

Worte der Woche

„Die Menschen in Deutschland leiden an einer Mauer, die ihnen buchstäblich im Wege steht. Wenn wir abbauen, was Menschen trennt, tragen wir dem Verlangen der Deutschen Rechnung: Sie wollen zueinander kommen können, weil sie zusammengehören.

Zeitspiegel

Im Sommer 1946 verbreitete sich im polnischen Kielce die Mär, die Juden hätten einen christlichen Knaben gekidnappt, um sein Blut beim Passahfest zu verwenden.

Wahlkampf ohne Spannung: „Wir wählen den Fisch“

Als wäre die Welt in Bremen rundum in Ordnung: Daß in dem Zweistädte-Staat an der Weser, dem kleinsten Bundesland in der Republik, nächsten Sonntag gewählt wird, fällt höchstens den Bremern selber auf.

Argentinien: Koalition aus Not

Die empfindlichste Niederlage mußten die Radikalen im Bundesparlament hinnehmen; dort wurde die Hälfte der 254 Abgeordneten neu bestimmt.

Dänemark: Plus für Linke

Doch die Wähler entschieden anders. Nach Auszählung von 70 Prozent der Stimmen waren die vier Koalitionsparteien, die bisher von der Radikalliberalen Partei unterstützt worden waren, noch weit vom Erreichen einer Mehrheit der 179 Parlamentssitze entfernt.

FDP: Spagat-Übungen

In Schleswig-Holstein möchten die Liberalen als Partner der CDU, in Bremen hingegen als Sozius der SPD mitregieren. Doch zunächst hatten die Liberalen alle Mühe, mit sich selbst ins Reine zu kommen, vor allem in den Fragen der Rechtspolitik.

BONNER BÜHNE: Gelächter im Kaffeehaus

Rätselraten darüber, ob Richard von Weizsäckers Miene beim Empfang nun nachdenklich, pragmatisch, abwartend, angemessen und vorausschauend gewesen sei oder (wie immer) die goldene Mischung von alledem, wie ein Kollege der Süddeutschen Zeitung erkannt haben will.

Krieg um Aouzou

Vor wenigen Monaten bestand noch Hoffnung, der Krieg zwischen Libyen und dem Tschad könne beendet, der Streit um den von beiden Ländern beanspruchten Aouzou-Streifen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag entschieden werden.

Türkei: Volksbefragung

Das Ergebnis der Volksbefragung fiel denkbar knapp aus: Nach Auszählung von 99 Prozent der abgegebenen Stimmen sprachen sich 49,6 Prozent der wahlberechtigten Türken gegen eine Aufhebung des Berufsverbotes für ehemalige Politiker aus.

Zum Tode von Hans Lehndorff

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, gab es sieben junge, männliche Lehndorffs, alle zwischen 18 und 30 Jahren. Als das große Sterben vorbei war, lebte nur noch einer von ihnen, der Arzt Hans Graf Lehndorff, Verfasser des kürzlich in 16.

„Nirgends kein Ausweg“

„Da riß es mich in eine laute und aufgeregte Welt. Auf den Straßen jagten Automobile ... Ich begriff sofort: es war der Kampf zwischen Menschen und Maschinen, lang vorbereitet, lang erwartet, lang gefürchtet, nun endlich zum Ausbruch gekommen.

,,Wir haben mehr Ziele“

ZEIT: Ihre Regierung hat gesagt, sie werde Angriffe des Irak auf iranische Schiffe auch mit Vergeltungsschlägen gegen die Staaten im Golf beantworten, die Bagdad unterstützen.

Europäisch-lateinamerikanische Beziehungen: Blitz aus Brüssel

Mit Lateinamerika hat sich die Europäische Gemeinschaft schon immer schwergetan. Gute Worte für die Demokratisierung waren wohlfeil, Zollerleichterungen für die Agrarprodukte schon weniger, und praktische Hilfe gewährte die EG vor allem im sogenannten Lomé-Abkommen den afrikanischen Staaten, zuvörderst jenen, die einmal französische Kolonien waren.

Wettlaufen statt Wettrüsten: Friedlich schwitzen

Der in feineres Tuch gekleidete ältere Herr schien noch von der vergangenen Nacht übriggeblieben zu sein. Doch vielleicht hatte gerade dies seinen Durchblick geschärft: „Ich weiß Bescheid: Jede Minute sechs Millionen Mark fürs Militär, ein Wahnsinn ist das.

Die Angst im Nacken

Die Folgen der Folter, äußern sich in Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Schwindelanfällen, Übelkeit, innerer Unruhe und Angstzuständen, schreibt der betreuende Arzt über seinen Patienten.

Großer Mann – was nun?

Der Haushaltsentwurf für 1988, den der Bundesfinanzminister im Parlament eingebracht hat, bleibt weit davon entfernt, ein Meisterstück an Klarheit und Wahrheit zu sein, so wie das Gesetz es fordert.

Bundespost: Ausgedünnt

Die Pläne von Postminister Schwarz-Schilling, den Schalterdienst auszudünnen, sind nicht neu. Neu ist nur, daß er sich jetzt wirklich durchsetzen will.

Bonner Kulisse

Bei den jetzt beginnenden Beratungen über den Bundeshaushalt 1988 wird der Chef des Bundeskriminalamtes Heinrich Boge einigen Mitgliedern im Haushaltsausschuß Nachhilfeunterricht in Sachen Personenschutz geben müssen.

Heinz Blüthmann:: Die Rübe bringt keine Rettung

Das Thema Biosprit ist wieder da – und das kann nur eines bedeuten: Irgendwo in der Republik kämpft ein von unzufriedenen Bauern bedrängter Ministerpräsident der CDU oder CSU in der letzten Phase um die Wiederwahl Im vergangenen Jahr war es Ernst Albrecht in Niedersachsen, der sich auch mit der Wunderwaffe Biosprit gerade noch auf die Siegerseite rettete.

Dollar: Erwartungen

Schlechte Nachrichten prägen die Erwartungen der Menschen. Die Zahlen über die amerikanischen Defizite im Haushalt und in der Leistungsbilanz sind solche schlechten Nachrichten.

Werbung: Starker Tobak

Nichtraucher blicken voll Vorfreude auf den 16. November: den Weltnichtrauchertag...........................................

Umweltschutz: Der Industrie die Zähne gezeigt

Gift in Baby-Cremes, Becquerels als Biokost und nun auch noch Zahnausfall aus der Tube? „Sind wir nun verrückt oder die anderen?“ fragt das Magazin Öko-Test im Vorwort seine Leser.

Alles kreist um den Dollar

Allerorten beherrschten Ratlosigkeit und Skepsis über die weitere Entwicklung der Wertpapiermärkte die Szenerie. Gehen die Talfahrt des Dollars und der Zinsanstieg weiter? Kommt die Wende am Aktienmarkt? Unter diesen Umständen halten sich die Wertpapierportefeuilles der am Börsenspiel teilnehmenden Banken immer noch erstaunlich wacker.

Markt-Report : Zinssorgen

In den Börsensälen der Welt wächst der Pessimismus. Ausgangspunkt ist der wieder ins Gerede gekommene Dollar. Die hohen Handelsbilanzdefizite der USA machen es immer schwieriger, ihn oberhalb von 1,80 Mark zu halten.

Bewußtseinswandel

Schnoor: Bisher ist es so, daß eine Quotierung rechtlich abgelehnt worden ist. Wir haben in unseren Richtlinien jedoch den Hinweis, daß in Personalfragen dem Grundgesetzgebot der Gleichberechtigung Rechnung getragen wird.

LÄNDER IM VERGLEICH

Mit einem Wert von knapp neun Milliarden Dollar steht die Bundesrepublik an dritter Stelle der größten Textilexporteure der Welt.

MANAGER UND MÄRKTE

Das war fast schon pikant: Die SPD-Bundesgeschäftsführerin Anke Fuchs beinahe Arm in Arm mit dem Vertreter eines Multis in der SPD-Baracke.

ZEITRAFFER

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im August um 11 209 auf 2,16 Millionen verringert. Die Arbeitslosenquote sank von 8,7 Prozent im Juli auf 8,6 Prozent.

DAT gibt’s schon

Gegen vielfältigen Widerstand: Zwei Außenseiter verkaufen bespielte Digitalkassetten,

Keiner will die kleinen Leute

Die selbstauferlegte Zurückhaltung währte sieben Monate – ziemlich lange für einen sonst durchaus beredten Politiker. Erst am Freitag vergangener Woche brach Hans Matthöfer sein Schweigen und wandte sich in Frankfurt an die Öffentlichkeit.

Wirtschaftsbuch: Anregungen für die Phantasie

daß der Staat einer „fatalen finanziellen Scherenbewegung“ ausgesetzt sei: Wachsenden staatlichen Aufgaben, insbesondere beim Umweltschutz und der Strukturpolitik, stünden eine stagnierende, ja sinkende Steuerquote und rückläufige Einnahmen aus den öffentlichen Unternehmen gegenüber.

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