Wolfgang Neumann, Rudi Zapf: „Never been there“

Der ganz besondere Reiz dieser federnd leichten, tänzerischen, fröhlichen Musik sind ihre ungewöhnlichen, manchmal ein wenig zauberisch wirkenden Klänge. Sie sind einem eigenwilligen Instrumentarium zuzuschreiben, vor allem aber einem electric modified chromatic pedal hammered dulcimer, also einem elektronischen Hackbrett. Damit läßt sich ein transparenter, freundlich-pikanter, leicht künstlicher Klang erzeugen. Dazu gesellen sich (akustische und elektrische) Gitarren, auch ein Synthesizer, E- und Kontrabaß, Schlagzeug und eine feine Mischung von Perkussioninstrumenten. Die Musiker verstehen sich darauf; sie haben nicht nur ein gutes Gefühl für Satzkunst und Instrumentation, sondern eben auch für Klangfarben und für die rhythmische Dramaturgie. Es macht großen Spaß, ihnen zuzuhören, und es bleibt nicht aus, daß einem ihre Musik in den Körper fährt. Man hört unter anderem einen schönen Tango, eine rockig aufgewühlte sowie eine sanfte Programmusik, eine Elegie, eine Mariachi-Paraphrase: originelle Unterhaltungsmusik von bemerkenswerter Qualität, (instuition Records Nr. 1; Postfach 640157, 5000 Köln 60)

Manfred Sack