Aus dem Tagebuch eines Unterhaltungskünstlers:

Januar 1984. Habe mir das Haar beim Drehen eines Produktionskosten, versengt. 1,5 Millionen Dollar Produktionskosten, aber kein Feuerlöscher im Studio.

März 1984. Acht Auszeichnungen für „Thriller“ bei der Grammy-Verleihung. Als ich zum achten Male auf die Bühne gerufen wurde, habe ich die Sonnenbrille abgenommen und ganz lässig gesagt: „Meine Freundin Katherine Hepburn ist der Ansicht, das könnte ich ruhig mal für Euch tun.“ Die Kids auf dem Rang waren außer sich.

Mai 1984. „Thriller“ kommt ins Guiness-Buch der Rekorde als meistverkauftes Album aller Zeiten. Das sind für CBS 320 Millionen Dollar Umsatz bei 38,5 Millionen Platten. Wenn man bedenkt, daß ich mit 42 Prozent vom Großhandelspreis an jeder LP beteiligt bin ...

Mai 1984. Präsident Reagen sagte mir im Weißen Haus, daß sich für mich der amerikanische Traum erfüllt habe und daß ich ein Vorbild sei. Dann wollten sie mich zum vegetarischen Essen einladen. Doch als seine Leute Autogramme von mir verlangten, bin ich auf die Herrentoilette geflüchtet.

Juli 1984. Ich mache mit meinen, Brüdern nur deshalb die „Victory“-Tour, weil mich meine Eltern darum gebeten haben. 30 Dollar pro Kid zu verlangen, ist eigentlich eine Unverschämtheit.

Dezember 1984. Das hat man nun davon: 54 Shows mit 2,3 Millionen Besuchern bei 70 Millionen Dollar Kasse sind zwar ein Rekord, doch die Geldgier meiner Brüder hat mir bloß eine schlechte Presse eingebracht.