• DIE ZEIT: Jahrgang 1987

  • Einzelausgaben, nach Datum sortiert:

  • Ausgabe 1987/02

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  • Ausgabe 1987/03

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    • Ohne Jubel

      Ein Dreivierteljahrtausend Berlin – der Anlaß, freudig und traurig stimmend zugleich, stößt uns abermals auf unsere Vergangenheit und unsere Gegenwart.

    • Wasser auf die Mühlen der Reform

      Als er aus siebenjähriger Verbannung zurückkehrte, wurde Andrej Sacharow an der sowjetischen Akademie der Wissenschaften mit Beifall, Küssen und Tränen willkommen geheißen.

  • Ausgabe 1987/04

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    • Kleiner Prinz

      Natürlich blieb uns freischwebenden Royalisten der kleine Prinz Edward nicht verborgen, doch mit ihm konnten wir ans bisher weiß Gott nicht über das jubiläumslose Interregnum nach 100 Jahre toter Ludwig Zwo und 200 Jahre toter Friedrich Zwo hinwegtrösten.

    • Berufen?

      Gegen die Bezeichnung als Berufsdemonstranten würden sie sich wehren, aber als berufen gaben sie sich aus – jene zwanzig Richter, die Anfang der Woche die Zufahrt zum Raketenstandort in Mutlangen blockierten und sich „zwecks erkennungsdienstlicher Behandlung“ von der Polizei festnehmen ließen.

  • Ausgabe 1987/05

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    • Mit Bauchgrimmen und Zähneknirschen

      Ein Machtwechsel stand ohnehin nie zu erwarten. Westdeutsche Politik vollzieht sich in langen Zyklen, nicht in kurzen Wellen: Siebzehneinhalb Jahre regierte die Union in Bonn, dann kamen nach dem Zwischenspiel der Großen Koalition dreizehneinhalb Jahre sozialdemokratischer Kanzlerschaft.

    • Grollen in Peking

      In dürren Worten verkündete der Nachrichtensprecher am Freitagabend voriger Woche, was ausländische Beobachter schon einige Tage lang erwartet hatten: Hu Yaobang, der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, schied aus dem Amt.

  • Ausgabe 1987/06

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  • Ausgabe 1987/07

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    • Offenherzig

      Es ist eine französische Eigenart, daß politische Skandale nie und nimmer restlos aufgeklärt werden. Wo sind Giscards afrikanische Diamanten geblieben? Wer gab den Befehl, das Flaggschiff von Greenpeace zu versenken? Manche Rätsel harren noch immer einer Lösung.

    • Zwei Männer, zwei Reden, zwei Welten

      Was für ein Zufall – oder hatte da der Weltgeist seine Hand im Spiel? Am gleichen Tag, an dem Präsident Reagan in der vorigen Woche seinen großen Rechenschaftsbericht, die State of the Union-Botschaft, vor dem Kongreß abgab, hielt Generalsekretär Gorbatschow vor dem Zentralkomitee seine seit langem erwartete programmatische Rede.

  • Ausgabe 1987/08

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    • Vom Wahlkampf ins Wahljahr

      Nach dem Scheitern der rot-grünen Koalition in Hessen: Was will, was kann die SPD?

    • Die Schwäche des Mächtigen

      Nun sorgt sich schon der sowjetische Generalsekretär um die Handlungsfähigkeit des amerikanischen Präsidenten. Gorbatschows eigehende Erkundigung bei einer hochrangigen Politikerdelegation aus Amerika verdeutlicht, welche Wellen Reagans Autoritätsschwund inzwischen schlägt.

  • Ausgabe 1987/09

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    • Erledigt

      Die Bundesbürger gehören noch immer zu den treuesten Anhängern der Europäischen Gemeinschaft. An Bonn kann das nicht liegen.

    • Geprüft?

      Mit Auftritten des Bundeskanzlers, des Finanzministers und des Außenministers hat der U-Boot-Untersuchungsausschuß seine Arbeit beendet.

  • Ausgabe 1987/10

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    • Die Angst vor Liebe, Lust und Tod

      Killerseuche Aids: Ratlos steht die Gesellschaft vor einem grausigen Phänomen

    • Beute der Parteien?

      Ob über die Toten nur Gutes oder bloß gut zu reden sei, mögen die Philologen klären. Wer sich jedoch an den Vorsatz hält, Verblichenen nil nisi bene nachzurufen, sollte sich vor Übertreibungen hüten.

  • Ausgabe 1987/11

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    • Matter Auftakt

      Weder Lust an großer Politik noch Neugier auf die Zukunft: In Nebensächlichkeiten verliebt, an den großen Herausforderungen fast uninteressiert – so präsentiert sich derzeit Helmut Kohls Regierungsbündnis.

    • Jetzt endlich: Schach den Raketen

      Michail Gorbatschow ist wieder einmal über seinen Schatten gesprungen. Entgegen allen Erwartungen hat er das Verhandlungspaket, das er noch auf dem Island-Gipfel vor sechs Monaten so fest verpackt hatte, wieder aufgeschnürt: Ein Abkommen über die Mittelstreckenraketen rückt in greifbare Nähe.

  • Ausgabe 1987/12

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    • Untergang

      Herald of Free Enterprise“ – der Name des Unglücksschiffes hat nach der Katastrophe von Zeebrügge einen makabren Unterton bekommen.

    • Kohl klammert aus

      Helmut Kohl wieder Bundeskanzler: da hebt keiner mehr den Kopf. Die Bestätigung des Regierungschefs durch die christlich-liberale Bundestagsmehrheit ist nachgerade zum Gegenteil einer Neuigkeit geworden, weil seit dem Herbst letzten Jahres alles darauf zulief.

  • Ausgabe 1987/13

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    • Thema: Natur

      Er hatte nichts von alledem, was einen Showmaster auszeichnet, keinen Witz, keine Wortgewandtheit, keine Ausstrahlung. Näselnd, unmelodiös, eher leiernd trug er den Text zu seinen Tierfilmen vor – und war doch einer der beliebtesten Stars auf deutschen Bildschirmen.

    • Provinz im Proporz

      Einig wie seit Jahren nicht bescheinigen sich die deutschen Länderregierungschefs: Es ist vollbracht; die deutsche Medienlandschaft hat ihre deutschen öffentlich-rechtlicher und privater vollbracht; wissen nun, daß sie leben können.

  • Ausgabe 1987/14

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    • Das Eis bricht

      Die Supermächte reden über vielerlei Themen: Abrüstung, Regionalkonflikte in der Dritten Welt, Umweltfragen; die Amerikaner verringern den Sanktionsdruck auf die Sowjetunion; die neue Kremlführung gibt sich milder im Umgang mit Dissidenten.

    • Ampel auf Rot

      Das Bundesverfassungsgericht ist dem größten Steuerzahler der Bundesrepublik in den Arm gefallen: Daimler-Benz darf die im Main-Tauber-Kreis bei Boxberg geplante Automobil-Teststrecke – jedenfalls vorerst – nicht bauen.

  • Ausgabe 1987/15

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    • Gleißend

      Armer Vincent! Paul Gauguin hat ihn porträtiert, wie er seine Sonnenblumen malt: Er arbeitet mit zusammengekniffenen Augen, so sehr blendet ihn das gleißende Gelb der Blütenblätter.

    • Reifeprüfung

      Welchen erwachsenen Bildungsbürger kommt in diesen Tagen nicht der blasse Neid an, wenn er an die eigene Schulzeit zurückdenkt? In Hamburg, Hannover und bald wohl auch im Süden der Republik treten die Pennäler vom 13.

  • Ausgabe 1987/16

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    • Glaubenskrieg

      Schüsse und Schlägereien, Gebete und Geschrei haben den Papst auf seiner Reise durch Chile begleitet. Die Unterdrückten erwarteten von Johannes Paul II.

    • Niemals normal

      Geschichte ist nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart. Was wir sind und haben, ist Gewordenes. So wächst das vermeintlich Abgeschlossene in unsere Zeit hinein.

  • Ausgabe 1987/17

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    • Ein Korb zu Ostern

      Das Spiel wäre wohl doch eine Nummer zu groß gewesen: Berlin feiert seinen 750. Geburtstag – Erich Honecker kommt zur Eröffnungsfeier nach West-Berlin, Eberhard Diepgen reist zum Staatsakt in den Osten der geteilten Stadt.

    • Müll über alles

      Wertvoll im ökonomischen Sinne ist sie nicht, die alte, einmalige Ölschiefergrube Messel nahe Darmstadt; was Wissenschaftler hier an fast einmalig gut erhaltenen Fossilien, an kostbaren Zeugen der Erdgeschichte, seit Jahren ausgraben, läßt sich in Mark und Pfennig nicht berechnen.

  • Ausgabe 1987/18

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    • Heikler Antrag

      Nie zuvor hat ein Ansinnen die Europäische Gemeinschaft so in Verlegenheit gebracht wie jetzt der türkische Antrag auf Mitgliedschaft.

    • Mauer und Einheit: Zeit zum Umdenken

      Welch eine Stadt, dieses Berlin, das jetzt seinen 750. Geburtstag feiert. Es gibt wohl keine andere Metropole, die die Geschichte in wechselvoller Folge so hoch hinaufgetragen und dann wieder so tief hinabgestürzt hat – tief hinab in unbekannte Abgründe.

  • Ausgabe 1987/19

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    • Auf dem Rückweg zur Vernunft

      Die zweite deutsche Republik beruht in ihrer politischen und sozialen Struktur auf historischer Einsicht. Die demokratischen Parteien legten nach 1945 ihre ideologischen Scheuklappen ab, die sie in den Weimarer Jahren auch dann noch gegeneinander hatten kämpfen lassen, als die Übermacht der Republikfeinde bereits offenkundig war.

    • Staat im Visier

      Im Endspurt geht es kaum noch um den reinen Zensus und die saubere Statistik. Längst ist die Auseinandersetzung um die Volkszählung zum Schaukampf entartet.

  • Ausgabe 1987/20

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    • Die Reifeprüfung steht noch bevor

      Zweieinhalb Tage fochten die Vertreter der Grünen-Flügel auf ihrer Bundeskonferenz in Duisburg gegeneinander, als müßten sie die Steigerungsformel „Gegner – Feind – Parteifreund“ noch einmal in den eigenen Reihen bestätigen.

    • Mit Zögern ist es nicht getan

      Man muß sich die Situation in Europa während der ersten Jahre nach Kriegsende ins Gedächtnis rufen, um zu ermessen, wie meilenweit entfernt wir heute von jenem Ausgangspunkt sind.

  • Ausgabe 1987/21

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    • Altlasten

      Die Vergangenheit holt die Völker immer wieder ein – nicht nur die Deutschen. Klaus Barbie bringt ungewollt auch das Gewissen der Franzosen zum Schlagen (siehe Seite 11).

    • Der dritte Anlauf

      Es wurde Zeit. Die Schmerzgrenze war erreicht. Die Abgeordneten des Unterhauses kamen kaum noch zu den Parlamentssitzungen, und wenn, dann begannen sie einander anzuschreien, so daß der Speaker oft Mühe hatte, um Gehör für das Wort eines Volksvertreters nachzusuchen.