• Ausgabe 01/1988

    Ausgabe 01/1988

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • In Kürze

    Noch die Emanzipation eines genuin europäischen Jazz hatte zum Katalysator den amerikanischen: die Aufkündigung verbindlicher Konventionen durch den Free Jazz.

  • „Ich brauche immer einen Halt“

    Die persönlichen Konflikte des Medienreferenten Reiner Pfeiffer/Von Ben Witter

  • Hilferufe aus dem Hungerland

    Dunkel und bedrohlich heben sich die Flugzeuge gegen den ersten roten Streifen am eritreischen Morgenhimmel ab. Zwei Hercules-Maschinen, den 18-Tonnen-Bauch gefüllt mit Mehl aus England, warten auf Starterlaubnis.

    Von Michael Stührenberg

  • Der Klassenfeind wird noch gebraucht

    Aber die DDR ist uns im vergangenen Jahr ein Stück nähergerückt / Von Marlies Menge

  • Ein kleines Wunder für die Deutschen

    Das Rekordjahr 1987: Über eine Million „Werktätige“ besuchten die Bundesrepublik/Von Carl-Christian Kaiser

  • Ein Präsident fürs Prinzipielle

    Wie Richard von Weizsäcker Abstand von den Realpolitikern sucht und ihnen doch auch Tribut zollt

  • Worte des Jahres

    „Die Hetzjagd auf den lebenden Uwe Barschel, bei der es nicht um Wahrheit ging, sondern um ,Fertigmachen‘ – die Hetzjagd war schlimm.

    Von Vorsitzender der Cducsu-Bundestagsfraktion

  • Wolfgang Ebert

    Lauter Volltreffer

    Ferner hatten wir nie den geringsten Zweifel, daß es Präsident Mubarak in Kairo gelingen würde, den Irak und den Iran so zu versöhnen, daß sie sogar ihre Konsonanten K und N miteinander tauschen würden.

  • Wirtschaft
  • Unabhängig in die Pleite

    Die Selbständigkeit brachte Ghana kein Glück: der wirtschaftliche Niedergang bis zum Ende der siebziger Jahre

  • Bundespost

    Wenig Lust zur Reform

    Warum sich die Beteiligten mit der Liberalisierung des Fernmeldewesens so schwer tun

    Von Wemhard Möschel

  • MANAGER UND MÄRKTE

    Weiter aufsteigen kann er nun wohl nicht mehr: Alfred Herrhausen, das steht schon im alten Jahr fest, wird vom März 1988 an alleiniger Vorstandssprecher der Deutschen Bank sein und damit ganz oben auf der Karriereleiter stehen.

  • Stahlindustrie

    Noch eine Galgenfrist

    Europas Minister vertagten die Entscheidung über eine Neuordnung des Marktes

  • Auch nach dem Methanolskandal sind die Qualitätskontrollen für italienischen Wein nicht verbessert worden

    Vergessene Vorsätze

    Ein uraltes italienisches Glücksspiel heißt La Morra. Zwei Spieler stehen einander gegenüber, strecken wie auf Kommando beliebig viele Finger der rechten Hand aus und sagen zur gleichen Zeit eine Zahl zwischen zwei und zehn an.

    Von Eckhard Supp

  • Bonner Kulisse

    Den Kommentar des Jahres sprach Bundeskanzler Helmut Kohl, nachdem ihm die fünf Professoren des Sachverständigenrats das Jahresgutachten 1987/88 überbracht hatten.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Datenschutz

    Alles unter Kontrolle?

    Der Passus ist kurz, doch seine Folgen werden gravierend sein. Ganze elf Zeilen mißt in dem zwanzigseitigen Konzept, das Bundesarbeitsminister Norbert Blüm kürzlich für die Reform des Gesundheitswesens vorgestellt hat, ein Abschnitt mit dem Titel: „Mehr Transparenz über Kosten und Leistungen schaffen.

  • Italien

    Mit Subventionen in den Ruin

    Wir haben unseren Teil schon gegeben“, riefen die 77 000 Streikenden der italienischen Stahlgruppe Finsider erbost. Seit zwei Wochen protestieren sie gegen den Abbau von weiteren 25 000 Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten drei Jahre.

    Von Friedhelm Gröteke

  • Der Vorschlag der Experten

    Die Mehrheit der Kommission spricht sich dafür aus, das Fernmeldenetz und den Telephondienst im staatlichen Monopol zu belassen.

  • Alternativbetrieb

    Ein leises Servus

    Noch immer geht die Wende um. Nicht nur in der Politik, die sich seit fünf Jahren geistig-moralisch runderneuert, nicht nur in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, in der neuerdings erst der stolz zur Schau getragene Kaschmirpullover zeigt, daß einer etwas leistet.

  • Der Wellenzähler

    Ein großer Häuptling hatte einen sehr geschickten und klugen Verwalter. Der führte dem Häuptling die Geschäfte, so daß dieser unbesorgt mit anderen Häuptlingen über die wichtigen Dinge des Lebens reden konnte.

    Von Bernhard Blohm

  • Per astra

    Lenz: Ich habe eine empirische Untersuchung durchgeführt und mich da insbesondere auf die längerfristigen Zyklen von Jupiter und Saturn konzentriert.

  • Bank und Börse

    Weltweit leuchten rote Zahlen

    Der japanische und der britische Aktienmarkt kamen bisher am besten durch den Crash

  • Wolfgang Hoffmann:

    Kernschmelze des Vertrauens

    Der Skandal um die Hanauer Atomfirma Transnuklear macht deutlich, daß die Entsorgung unserer Atomkraftwerke ein ungelöstes Problem bleibt.

  • Zeit und Geld

    Zweiter Markt für Kleine

    Um kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt zu erleichtern, schlägt der baden-württembergische Wirtschaftsminister Martin Herzog einen zweiten Börsenmarkt vor.

  • Markt-Report

    Nur gezielte Käufe

    Die Mehrzahl der deutschen Börsianer hat das Jahr 1987 in dem Glauben beendet, auf dem Aktienmarkt das Schlimmste hinter sich zu haben.

    Von K. W.

  • Weltwirtschaft

    Ein rätselhafter Pakt

    Lang hat es gedauert, am Ende kam sie doch noch – die Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben größten Industrienationen über ihre künftige wirtschafts- und währungspolitische Zusammenarbeit.

  • Wissen
  • Wenn all unsere Fundamente zerbrechen

    Zuweilen enthüllt sich in Banalitäten die Signatur eines Zeitalters. „Heavy Metal“, „Einstürzende Neubauten“, „Erste Allgemeine Verunsicherung“ – diese Namen kurrenter Rock- und Popgruppen spiegeln ein gehöriges Stück heutigen Lebensgefühls wider.

  • Bedeutete die große Epoche der Moderne. ... die letzte Erneuerung Europas?

    Aussichten auf Europa

    Wenn sich die Kommunikationsgesellschaf auf ihre geistigen Traditionen besinnt, ist eine Renaissance der europäischen Kultur möglich

  • Verbraucht

    Menschen lügen sich die Wirklichkeit so zurecht, daß sie nicht mehr schmerzt als unbedingt nötig. An diese Binsenweisheit erinnert uns die neue Sprachprägung „verbrauchende Forschung“.

  • Erforscht und erfunden

    Flammen im Weltraum verhalten sich anders als hienieden, denn infolge der Schwerelosigkeit gibt es kein „leichteres“ erhitztes Gas, das aufsteigt und so durch Konvektion für Sauerstoffnachschub von unten sorgt.

  • Das Mitgefühl und der Spiegel

    Was Selbsterkenntnis, Einfühlungsvermögen und Kultur entwicklungspsychologisch verbindet

    Von Franz Mechsner

  • Peinlich

    Der Westdeutsche Rundfunk hätte doch, wie offenbar ursprünglich geplant, einen letzten Frühschoppen veranstalten können, bei dem zwei Teilnehmer, die der Meinung sind, Höfer müsse sofort abtreten, ihre Argumente austauschen mit zwei anderen, die finden, daß annähernd vierzig Jahre angewandter Demokratie jene häßlichen Sünden aufwiegen, deren er angeklagt wird.

  • Nach Moskau

    Er hat es geschafft. Die Einladung zum Besuch im Kreml, ein Gespräch mit Generalsekretär Gorbatschow inklusive, wurde Franz Josef Strauß pünktlich zur Bescherung am Heiligabend auf den Gabentisch gelegt.

    Von N. G.

  • Reisen
  • Ohne Zweifel

    Anthonis van Dyck hat ihn gemalt: Jacques le Roy. Heute kennt diesen Mann niemand mehr, aber damals, in den ersten Jahrzehnten des 17.

    Von Benedikt Erenz

  • Eine Krankheit, nicht mehr

    Jahreswechsel: Wir schreiben das Jahr 8 nach Aids. Vor sieben Jahren wurde zum ersten Mal in der Bundesrepublik bei einem Patienten eine Immunschwäche diagnostiziert, die damals niemand kannte.

    Von Susanne Mayer

  • DIE ZEIT
  • Innenansichten vom biederen Massenmörder

    Selbstzeugnisse eines „Euthanasie“-Arztes, eines Anatomieprofessors und eines Diplomaten / Ausgewählt und kommentiert von Gabriele Goettle

  • Leise hören wir das alte Lied

    Ein Beispiel dafür, daß die einst kritiklose Begeisterung für den Dollarspender Fremdenverkehr einer nüchternen Betrachtung gewichen ist, war auf dem Rednerpult zu finden, ein junger Thai, der „alternative“ Touren durch sein Land anbietet.

  • 90 Sachen, 120 Tonnen

    Schauplatz Townsville an der Ostküste von Queensland. Ganz langsam setzt sich unser Koloß in Bewegung. 120 Tonnen schwer, 16 Achsen, fast 60 Meter lang.

    Von Peer Schmidt-Walther

  • Vom Handkuß zum Hummer

    Für seinen Auftritt hat Helfried Geißler Arbeitskleidung gewählt. Makellos weiß der Hemdkragen, die Krawatte dezent gestreift, gedeckt der Anzug und dazu diese Frisur, makellos im Sitz.

    Von Hanns-Bruno Kammertons

  • Katastrophenangst hat Konjunktur

    Prognosen, das galt auch im Jahr 1987, sind gerade im Bereich der Wirtschaft ein kompliziertes Geschäft. „Frage fünf Ökonomen“, so erkannte der Amerikaner Edgar R.

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Kanone am Fellhorn

    In Oberstdorf ist eingetreten, worauf die Gemeinde seit langem ungeduldig gewartet hat. Kältetemperaturen unter null Grad haben sie in die Lage versetzt, ihre neue Beschneiungsanlage in Betrieb zu nehmen.

    Von Klaus Betz

  • Gesellschaft
  • Fernseh- Vorschau

    Die Mitläufer

    Erwin Leisers 1985 entstandener Film „Die Mitläufer“ ist keine Neugestaltung des Materials, mit dem er 1960 „Mein Kampf“ zu einem bewegenden Dokument montierte.

    Von Anne Frederiksen

  • Schallplatten

    Eine Reverenz vor der keineswegs minderwertigen Kunst des Swing, der die auf Abschottung bedachte E-Musik zu beschleunigter Symbiose drängte – durch Darius Milhaud („La création du Monde“) und Igor Strawinsky („Ebony Concerto“) als den stilgewandten Europäern, durch die Amerikaner George Gershwin („Rhapsody in Bitte“ – Originalversion) und Leonard Bernstein („Prelude, Fugue & Riffs“), die fern von der abendländischen Tradition intuitiv mit „schwarzer“ Musik verwuchsen.

    Von Manfred Sack

  • Trier: Therme entdeckt

    Trier, mit architektonischen Zeugnissen aus der Römerzeit reichlich gesegnet, kann sich jetzt einer weiteren archäologischen Sehenswürdigkeit rühmen: Bei Bauarbeiten wurde eine dritte umfangreiche Bäderanlage entdeckt.

    Von Rob Kieffer

  • Pünktlich zur Sonne

    Ein beliebter Bestandteil von Pauschalreisen – soweit sie aus den Städten heraus und in die Natur führen – sind Sonnenauf- und -untergänge.

    Von Rosemarie Noack

  • Safari im Schnee: Tagelang langlaufen

    Zwischen 19 und 32 Kilometer sind pro Tag während einer Langlaufsafari im Schwarzwald zu bewältigen, die von der Kurverwaltung in 7821 Grafenhausen organisiert wird.

  • Selten ist so viel über „die Medien“ geredet worden wie 1987. Ob neue Kommerzsender, ob „Schriftsteller-taz“, ob Barschel/Springer-Affäre – immer wieder ging es darum, wie Presse, Funk und Fernsehen Öffentlichkeit herstellen oder aber zerstören. Eine Diskussion ist in Gang gekommen, die auch den Blick zurücklenkt in die Epoche, in der bürgerliche Öffentlichkeit „erfunden“ und erstritten wurde: in das Zeitalter der Aufklärung.

    IDEAL EINER VOLLKOMMNEN ZEITUNG

    Schon lange habe ich die Idee mit mir herumgetragen, ein Blatt für das Volk zu schreiben, das wirklich von dem Volke gelesen würde, und eben dadurch den ausgebreitetsten Nutzen stiftete.

  • Theater: Urs Troller inszeniert Lessings „Minna von Barnhelm“ in Bochum – und Andrea Breth Alan Ayckbourn

    Lessings Prinz von Homburg

    Schöne Bescherung an der Ruhr. Zu Weihnachten brachte auch das Schauspielhaus Bochum noch rasch zwei Inszenierungen heraus. Im Großen Haus inszeniert Andrea Breth „Schöne Bescherungen“ („Season’s Greetings“) des englischen Dramatikers Alan Ayckbourn.

    Von Rolf Michaelis

  • Ärger mit Kreuzfahrtpreis

    So viele Traumschiffe, wie es mittlerweile für die gleichnamige Fernsehserie gab, so viele unterschiedliche Preise gibt es häufig für ein und dieselbe Kreuzfahrt auf einem dieser Schiffe.

  • Niederlande: 1988 wird das Jahr der Museen

    Ein Königreich ist auf Imagesuche. In Holland wird laut darüber diskutiert, ob man denn immer noch an den überholten Klischees von Drehorgeln und Tulpen, von Windmühlen und Käsemädchen festhalten müsse.

    Von Siggi Weidemann

  • Kultur
  • Rainer Maria Rilke

    In Kürze

    Ekkehard Joost: „Europas Jazz 196O 1980" Noch die Emanzipation eines genuin europäischen Jazz hatte zum Katalysator den amerikanischen: die Aufkündigung verbindlicher Konventionen durch den Free Jazz.

    Von Manuela Reichart

  • Zeitmosaik

    Das Theatergebäude steht in Flammen. Die Hitze macht es unmöglich, näher heranzugehen. Die Feuerwehrpferde scheuen, zerren am Geschirr.

  • Fragen Sie Frau Ingvelde!

    Ab heute neu im Feuilleton: Die ZEIT-Kulturtherapeutin steht Rede, gibt Antwort

  • Golem in New York

    Der Rebbe einer Gemeinde von Chassidim, die allesamt Überlebende des Holocaust sind, bittet einen Besucher, einen assimilierten Juden aus New York, ihm die Pistole aus seiner Hosentasche zu geben.

    Von Susanne Schlötelburg

  • Kunstkalender

    Calouste Gulbenkian, der berühmte „Mister five percent“ (so genannt, weil er je eineinviertel Prozent der Aktien der vier großen Erdölgesellschaften besaß), war ein Kunstsammler mit ganz eigenem Geschmack.

  • Vier Wege aus Prag

    Zur Wiederveröffentlichung von Hans Natoneks Roman „Kinder einer Stadt“/Von Karl-Markus Gauß

  • Das erschütternde Ergebnis einer Geschichte des Alters

    „Am besten wär’s, euch zeitig totzuschlagen“

    In früheren Jahrhunderten wurden die Alten verspottet, verachtet, verhöhnt und schlecht behandelt

    Von Esther Knorr-Anders

  • Der Traum vom Alptraum

    Was haben wir in den letzten Jahren nicht alles gesehen an kühnen Versuchen, Gott und die Welt und die Kunst in gewaltigen Themen-Ausstattungen zusammenzudenken und sichtbar zu machen: da gab es das Gesamtkunstwerk, die Staufer, die Preußen, die Welfen, die Geburt der abstrakten und die der phantastischen Kunst, die Wechselwirkungen von Musik und Kunst: jedes Thema ein Kosmos, eine endlose, phantastische Weite zwischen Mythologie und Kunst, Geschichte und Literatur, Philosophie und Psychologie; jedes Thema in der Ausstellungsrealität auch zwangsläufig unvollendet, fragmentarisch.

    Von Petra Kipphoff

  • Beton mit Rüschen

    Das Nikolaiviertel und andere historische Bauplätze in Ost-Berlin: Glanz für eine 750jährige Hauptstadt

    Von Manfred Sack

  • Fernsehkritik

    Ziel ohne Weg: Auf der Suche nach Andrej Tarkowskij

    Landschaften, die man aus berühmten Filmen kennt, haben einen ganz eigenen Reiz. Zum Beispiel die Toskana. Da gibt es Berge, Felder, Bäche, einsame Gehöfte, Wolken, die über den einsame ziehen und das malerische Städtchen Bagno Vignoni.

  • Die Macht der Oper

    HENNE: In Ihrem Büro einer von der Feuerwehr, dann so ein Riese vom Opernchor, als ich durchs Schauspielfoyer schlich. „Los, sing ein hohes C oder verpiß dich!“ brüllte er und erwischte mich noch mit seinem Gummischwert.

    Von Andres Müry

  • Länderspiegel
  • Kleinstadtpolitik

    Filziges aus dem Allgäu

    Von politischem Anstand ist in letzter Zeit viel die Rede in der schwäbisch-bayerischen 38 000-Einwohner-Stadt Memmingen, einer ehemals Freien Reichsstadt am Rande des Allgäus.

    Von Klaus Wittmann

  • Kritische Ärzte gewinnen Terrain in der Standes-Organisation

    Liste Gesundheit

    Mit „einer Stimme“ will die deutsche Ärzteschaft nach außen sprechen. Doch dies gelingt immer weniger. Konservative Standespolitiker müssen sich zunehmend mit oppositionellen, kritischen Kollegen in den eigenen Reihen auseinandersetzen.

  • Lebensart
  • Evelyn Hamann

    Kein Spleen hat sie je verfolgt

    Nur eine Verabredung mit Jane Fonda war noch komplizierter gewesen. Dabei kam die immerhin aus dem fernen Hollywood, während Evelyn Hamann gleich um die Ecke wohnt.

    Von Armgard Seegers

  • vor Augen, wenn sie in die Vereinigten Staaten reisen

    Im Land der guten Onkel

    Wer mitten im Berliner Winter – einer Jahreszeit, da der Himmel über der ummauerten Stadt zu einem unbeweglichen grauen Betondach wird – zu einer längeren Reise nach Kalifornien aufbricht, wird von seinen Freunden als Deserteur angesehen.

    Von Peter Schneider

  • Kasparow Sieger im Schach-Marathon

    Viermal das letzte Wort

    König g hoch 2 – mit einem sanften Königsschritt beendete Garry Kasparow nicht nur die letzte atemberaubende Partie des Wettkampfes um die Weltmeisterschaft gegen den Herausforderer Karpow in Sevilla, er zog gleichzeitig den Schlußstrich unter ein dreijähriges zermürbendes Schachmarathon, durch das er sich in vier Wettkämpfen und 120 Partien hindurchquälen mußte, bevor er sich jetzt drei Jahre lang auf den Weltneisterlorbeeren ausruhen oder – was bei ihm wahrscheinlicher ist – austoben darf.

  • Homöopathie und Medizin

    Appell an die Ärzte

    Homöopathische Methoden in der Behandlung von Krankheiten breiten sich aus. Die „klassischen Mediziner wollen in der Regel davon nichts wissen.

  • Immer wieder Volkszählung; heute:

    Die Nacht zum 25. Mai

    Die intimen Verhältnisse eines Lehrers – und was dem Bügermeister dazu einfällt

  • Umberto Eco: Streichholzbriefe

    Schwester Speiche, Bruder Lastzug

    Im Mittelalter waren die Menschen naiv und leichtgläubig, wie uns die Handbücher lehren. Sie waren zum Beispiel unfähig, die Dinge als das zu sehen, was sie sind.

  • Zeitlese

    In Mutlangen sind es vierunddreißig, in Heilbronn fünfundzwanzig und in Neu-Ulm zehn. Nein, nicht von Raketen ist in dem ausführlichen Bericht der Stuttgarter Zeitung die Rede, sondern von – Gänsen.