Die Bonner Grünen, haben eine neue Fraktionsspitze gewählt, doch geklärt haben sie nichts. Keine Spur jedenfalls von Neuanfang.

Die „Neue Mitte“ wollte nach oben. An der Idee war richtig, daß „Realos“ und „Fundis“ das grüne Projekt lähmen; alleine konnten und wußten sie in Bonn nicht weiter. Ein Sechser-Paket stand zur Wahl, im Ensemble zu haben oder gar nicht, dessen Kopf Antje Vollmer sein sollte. Doch kann man schwerlich mit einem Block Blöcke auflösen. Es kann auch nicht gutgehen, wenn ausgegrenzt wird, wer nicht zur „Mitte“ gehört – diesmal von Grünen.

In einer kuriosen Notgemeinschaft haben also „Fundis“ und „Realos“ den neuen Machtanspruch abgewehrt. Zu einer chaotischen Wahl kam eine Melange – Regula Schmidt-Bott, Christa Vennegeerts und Helmut Lippelt – an die Spitze: Jedes Lager ist jetzt wieder vertreten, nach bekanntem Muster. Die Grünen haben so alles beim alten belassen.

Die Krise der Grünen beginnt eben nicht im Parlament, sie ist dort auch nicht zu lösen. Sie müssen hoffen, daß ihre Wähler weiterhin beide Augen zudrücken. Schade, daß ihnen die Puste ausgeht, denn gebraucht werden sie – im Prinzip.

gho