Oh, was für eine Ehre, der Chef persönlich“, begrüßte der Bonner Reisebüroleiter Klinke seinen Kunden, „wo soll’s denn diesmal hingehen?“

„Egal“, murmelte der Kunde, „Hauptsache, man hört dort nichts von Nukem und der Finanzlücke...“

„Also, da hätten wir zum Beispiel eine Kreuzfahrt zu bieten“, sagte Klinke.

„Nein, nur eine Kurzreise, sonst tanzt mir die Bande doch auf dem Kabinettstisch Rock ’n’ Roll.“

„Ich hab’s: Ihr Traumziel ist Moskau! Moskau ist gerade sehr ‚in‘. Da hätten wir ein attraktives Angebot: drei Tage Moskau, inklusive Gorbatschow und Bolschoi-Ballett. Sie müssen aber sofort zugreifen. Unser interessanter Anreise-Vorschlag: Landung à la Rust auf dem Roten Platz oder à la Strauß im Nebel. Oder, was ganz Apartes, mit dem Fallschirm vor Michails und Raissas Schlafzimmerfenster mit anschließendem gemeinsamen Frühstück. Wäre das nichts?“

„Geht leider nicht. Ich erwarte die Herrschaften nämlich meinerseits in Bonn, da kommen sie womöglich, wenn ich gerade in Moskau bin.“

„Jammerschade. Ihr Freund, Herr Strauß, kam übrigens erst kürzlich hellauf begeistert von dort zurück.“