Die Hoffnung auf friedliche Olympische Spiele in Seoul könnte sich als trügerisch erweisen. Mit einem brisanten Geständnis ließen die südkoreanischen Gastgeber die Diplomatentochter Kim Hyon Hui aus dem Norden vor die Presse treten. Im persönlichen Auftrag von Kim Jong II, dem Sohn und designierten Nachfolger von Nordkoreas Potentaten Kim II Sung, habe sie die Bombe in der südkoreanischen Boeing 707 versteckt, die am 29. November vor der Küste Burmas explodierte und 115 Menschen in den Tod

Terror als Tradition: Schon 1968 griffen bewaffnete Nordkoreaner den Präsidentensitz in Seoul an; 1983 starben bei einem Anschlag in Rangun 17 Mitglieder einer Delegation des südkoreanischen Präsidenten. Das menschenverachtende Regime in Pyöngyang ist drauf und dran, sich aus der Gemeinschaft der zivilisierten Nationen herauszubomben: Die Amerikaner führen sie auf der Liste der Nationen, die den Terrorismus-unterstützen; die Japaner denken an Handelssanktionen. Was aber, wenn in Pyöngyang die Sicherungen vollends durchbrennen? Dann könnte mehr als nur der olympische Friede in Gefahr geraten. riß.

M. N.