DIE ZEIT

35 × 52

Vor 35 Jahren, im März 1953, saßen in Hamburg fünf Frauen beisammen und überlegten, wie sie den Flüchtlingen helfen könnten, die aus der DDR in die Bundesrepublik strömten.

Blockiert

Friedenssuche in Nahost, das ist eine schier endlose, unheilvolle Geschichte. Schamirs Reise nach Washington – just zu einem Zeitpunkt, da die Amerikaner nach einem neuen Präsidenten suchen, da in Westjordanien wie im Gazastreifen der helle Aufruhr lodert – kann die Aussichten auf einen Frieden nicht fördern.

Chefgespräche

Wer nun wohin zuerst reisen sollte, Michail Gorbatschow nach Bonn oder Helmut Kohl nach Moskau, war lange Zeit eine Frage des Protokolls wie der Politik.

Scherben gekittet

Für einen richtigen Koalitionskrach ist offenbar kein Porzellan zu schade...................................................

Amerikanischer Vorwahlkampf: Alle fordern mehr Fleiß und Einsatz

Es lebt noch, das andere, das alte Amerika. In Chicago, Nordseite, künden keine gleißenden Glasfassaden vom postindustriellen Zeitalter, hier fehlt die teppichgedämpfte Geschäftigkeit der Dienstleistungsgesellschaft, weiße Kragen werden hier schnell schmutzig.

Zeitspiegel

Beim gerade zustandegekommenen deutschdeutschen Energieverbund wird ein weiterer Schritt anvisiert. Der Unterzeichnung des kommerziellen Vertrags über den künftigen Stromverbund zwischen der Bundesrepublik, West-Berlin und der DDR in der vergangenen Woche sollen demnächst, abermals auf rein kommerzieller Grundlage, Verhandlungen über die Lieferung von Fernwärme aus Ostberliner Heizkraftwerken in den westlichen Teil der Stadt folgen.

Die schrecklichen Tage von Sumgait

Das Nationalitätenproblem macht Gorbatschow immer mehr zu schaffen. Kann er die Minderheiten in der Sowjetunion unter Kontrolle halten?

Wolfgang Ebert: Mühlstein

Nicht den Kopf hängen lassen, Boris“, versuchte Harry, der ehemalige Berater etlicher US-Administrationen, seinen tief deprimierten russischen Kollegen aufzumuntern, der jetzt zum Beraterkreis Gorbatschows gehört.

Ein Schlag ins Wasser

In 61 Städten wurden 92 Wohnungen durchsucht. Lediglich vier Anhänger der rechtsextremistischen „Bewegung“ sind vorläufig festgenommen worden.

Gorbatschows Mission in Jugoslawien

Nach den Deklarationen von Belgrad 1955 und Moskau 1956 zur Überwindung der Spaltung zwischen beiden Ländern schreibt nun eine neue Erklärung die Prinzipien der Unabhängigkeit und Nicht-Einmischung fort.

Italien: Das beliebte Krisenspiel

Eigentlich hätten die italienischen Christdemokraten den im Februar nur vertagten Rücktritt ihres glücklosen Regierungschefs Goria am 18.

„Vorreiter Ungarn“

Am 10. März wurde in Budapest ein Kultur- und Informationszentrum der Bundesrepublik eröffnet. Die bis dahin einzige Einrichtung dieser Art besteht seit 1979 in Bukarest.

Strafvollzug: Familienknast ade?

Niedersachsens Justizminister Walter Remmers plant, einige kleine Gefängnisse des Landes zu schließen. Seit er seine Absicht Ende Januar auf einer Pressekonferenz vorstellte, gibt es Proteste.

Blick in den Abgrund

Die tageszeitung ist eine saubere Zeitung. Die Herzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind rein. Hier erzieht man sich gegenseitig zu pädagogisch wertvollen Menschen, das Redaktionsspielzeug ist aus Holz von glücklichen Bäumen, zum Nachtisch gibt es garantiert gewaltfrei geerntete Apfelsinen.

Großer Knall – kleine Wirkung

Das Urteil der Gewerkschaften steht fest. Entweder zeuge der Vorschlag Oskar Lafontaines, die Arbeitslosigkeit durch Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich zu bekämpfen, von „einer geradezu peinlichen Unkenntnis von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen und dem bisherigen Verhalten der Gewerkschaften bei Tarifverhandlungen oder einer bewußt falsch dargestellten Sachlage bisheriger Tarifpolitik in der Bundesrepublik“.

Medizin mit Nebenwirkung

Auf alles hatte Norbert Blüm gefaßt sein müssen. Streiks und Sternfahrten der Taxifahrer, die um ihre Einnahmen aus Krankenscheinfahrten bangen; Flugblätter und Plakate in Apotheken und Arztpraxen, auf denen Patienten Angst vor den Folgen der „Billigmedizin“ eingeflößt wird; laute Klagen von Pharmaindustrie, Krankenhäusern und Heilmittelherstellern darüber, daß die geplante Reform des Gesundheitswesens ganze Zweige des Medizinbetriebes ruinieren werde.

Umweltschutz: Allianz

Im Bonner Bundestag tagt seit Monaten eine Enquete-Kommission namens „Schutz der Erdatmosphäre“. Derzeit müht sie sich, Produktion und Verbrauch der Chemikalie Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) statistisch zu erfassen.

Bonner Kulisse

Gar nicht gut zu sprechen ist die FDP-Bundestagsfraktion auf Bundesbaubehörde und Bundestagsverwaltung. Der Grund: Der Umzug aus dem Bundeshaus ins benachbarte Tulpenfeld gestaltet sich weit schwieriger als erwartet, und in ihren jetzigen Räumen können die Liberalen nicht bleiben, da demnächst im Zuge der Bauarbeiten die Versorgungsleitungen gekappt werden.

Nikolaus Piper:: Das Dilemma der DDR-Wirtschaft

In der DDR gärt es wieder. Die Festnahmen jugendlicher Demonstranten in Ost-Berlin, die Abschiebung der Regimekritiker Stephan Krawczyk und Freya Klier haben die Balance zwischen den Wünschen der Bevölkerung und den Ansprüchen der Partei im Arbeiter- und Bauernstaat nachhaltig gestört.

Steuerreform: Theaterdonner

Kommende Woche wird es ernst, da steht der Gesetzentwurf für die Steuerreform auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Es wird höchste Zeit, daß der Bürger erfährt, was auf ihn zukommt.

Bundespost: Zugzwang

Einen Krach mit den Gewerkschaften kann Postminister Christian Schwarz-Schilling eigentlich gar nicht gebrauchen. Er kämpft wegen seiner Reformpläne sowieso schon an allen Fronten.

Angst vor den Freunden

Die Diskussion um die Thesen Lafontaines, wonach Lohnverzicht mehr Arbeitsplätze schafft, ist längst nicht mehr auf seine Person beschränkt.

Ein starkes Stück Arbeit

Wenn Professor Gernot Born, Rektor der Universität Duisburg, Anfang April nach Japan reist, wird er außer Physikerkollegen auf ausdrücklichen Wunsch seiner Stadtväter auch ein Industrieunternehmen besuchen: die Shimadzu Corp.

Rudolf Engen: Ferien an der Ruhr

Immer wenn die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vorüber ist, werden in der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) die neuesten Touristikdaten zu Konzepten für den Europa-Tourismus des Jahres 2000 verarbeitet.

Indien: Deutsche kehren zurück

In den Außenbezirken von Bangalore herrscht das übliche Gedränge: Lastkraftwagen, Omnibusse, Taxis, Dreiradtransporter und Ochsenkarren sind ineinander verteilt.

Zeit und Geld: Einblicke ins Unverbindliche

Welcher Aktionär möchte nicht „vor und hinter die Kulissen der Börse“ blicken? Autor Ulrich Fritsch, im Nebenberuf Geschäftsführer des Arbeitskreises Aktie in Düsseldorf, hat das in seinem neuen Buch „Vor und hinter den Kulissen der Börse“ getan und verspricht „ein wertvolles Vademecum für Investoren und solche, die es werden wollen“.

Markt-Report: Immer neue Anläufe

Noch immer gilt an der Börse: Die wirtschaftliche Lage ist besser als die Stimmung. Aber so langsam gehen inländische Anleger, vor allem Versicherungen, daran, ihre abgeschmolzenen Aktienbestände vorsichtig wieder aufzufüllen.

MANAGER UND MÄRKTE

Ein gutes Jahr hat es gedauert, bis Hans Matthöfer erstmals ins Detail gehen konnte. Der Chef der Beteiligungsgesellschaft für Gemein Wirtschaft (BGAG) hatte als Verkäufer der gewerkschaftseigenen Volksfürsorge (Vofü) bislang nur unverbindliche Gespräche mit einzelnen Interessenten geführt – so auch im Herbst vergangenen Jahres mit Helmut Guthardt, dem Chef der DG-Bank.

Spikes und Bleikugel

ZEIT: Die Verkehrsminister der Europäischen Gemeinschaft (EG) haben kürzlich über die strittige Liberalisierung des Güterfernverkehrs auf der Straße beraten, sind aber wieder einmal nicht einig geworden.

ZEITRAFFER

In der Europäischen Gemeinschaft wurde 1987 jede dritte Kilowattstunde (kWh) Strom aus Kernenergie erzeugt. Sieben der zwölf EG-Länder nutzen Kernenergie.

Die unsichtbare Ware

Deutsche Softwarehäuser profitieren nur wenig vom Riesengeschäft mit Computerprogrammen

Ein Leben nur für die Arbeit?

Vor Übertreibungen und falschen Alternativen sollte man sich hüten in der derzeitigen Diskussion um den Schutz des Sonntags.

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