An den deutschen Aktienmärkten hat sich das Klima weiter verbessert. Im März registrierten die Indices neue Jahreshöchststän-, de. Dafür sorgen Wachstumsprognosen, die sich für die Bundesrepublik zwischen 1,5 und 2 Prozent im Jahre 1988 zu stabilisieren scheinen; dafür sorgen auch der nur noch gering schwankende Dollar und vor allem die Daten der Handelsbilanz der Vereinigten Staaten, die für Februar besser ausgefallen sind, als in den Börsensälen erwartet worden war.

Die Folgen des Crash zeigen sich im wesentlichen nur noch im Fernbleiben der spekulativ eingestellten Bankenkundschaft. Die soliden Anleger zeigen dagegen an der Aktienanlage wachsendes Interesse. Gekauft wird jedoch nicht um jeden Preis. Außerdem bemüht man sich weiter, nach Möglichkeit auch einmal Gewinne zu realisieren. Das wird von den Banken begrüßt – nicht nur wegen der damit verbundenen Provisionseinnahmen, sondern mehr noch wegen der dadurch entstehenden gesunden Marktverfassung. Sie stellt nämlich sicher, daß bei niedrigeren Notierungen auch wieder gekauft werden kann.

Ausschüttende Aktienfonds scheinen sich derzeit verstärkt für Papiere der Großchemie zu interessieren. Dies wegen der bevorstehenden Dividendenzahlungen, die nicht nur eine gute Rendite garantieren, sondern auch Geld in die Kasse bringen für die eigenen Jahresausschüttungen.

Relativ reserviert ist das Verhalten gegenüber Bankaktien. Die bisherigen Bilanzpressekonferenzen der Institute ließ die Anschaffung ihrer Aktien nicht gerade als zwingend erscheinen. K. W.