Von der Arbeitslosenhilfe bis zum Zahnersatz – Sparen heißt die Devise, mit der bundesdeutsche Politiker beim Wähler hausieren gehen. Doch auf halbem Wege zwischen A und Z steht P: wie Prassen und Parteien. Während mancher Arme in der Republik den Gürtel bis zur Schmerzgrenze enger schnallt, setzen die administrativen Bäuche der fünf großen Parteien weiter Speck an.

Außer bei der FDP verschlingen Personal- und Verwaltungskosten aller Parteien immer mehr Geld. Nur die SPD war 1986 in der Lage, den eigenen Apparat mit den Beiträgen ihrer Genossen zu finanzieren. Für ihre politische Tätigkeit saugen die Parteien Honig aus vielen öffentlichen Töpfen: Steuervorteile für Mitglieds-Obolus und Spenden, Subventionen mittels Wahlkampfkosten-Erstattung und Chancenausgleich. Summa summarum eine halbe Milliarde Mark jährlich.

Alle predigen dem Wähler das Fasten, nach dem Motto, daß erstens gespart und zweitens beim anderen damit begonnen werden, muß. Wer jedoch zwischen Etatloch und Schuldenberg redlich nach Auswegen suchen will, sollte den ersten Schritt in der eigenen Parteizentrale wagen. fcw