Immer wenn unsere freie Marktwirtschaft nicht so läuft wie gewohnt, richten sich in Büros, Betrieben und ganzen Branchen erwartungsvolle Blicke auf den Staat. Die fünf Feinde eines stetigen, gewinnorientierten Wachstums (die Konkurrenz, der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter) geben keine Ruhe. Es muß etwas geschehen.

In der Europäischen Management- und Marketing -Agentur (Emma) macht die Direktion jetzt Kassensturz und stellt fest: „Die letzten zwölf Monate waren eine Katastrophe.“

„Wieso?“ fragt Direktionsassistent Dr. Günter P., der in diesem Winter viel an Heizöl und an Winterurlaubskosten eingespart hat.

„Nichts als Hiobsbotschaften“, erklärt die Direktion. „Der Sommer 1987 war naßkalt. Der deutsche Bierdurst ging von 146,5 auf 144 Liter pro Kopf zurück. Der grüne Winter hat die Skiliftbranche an den Rand des Abgrunds gebracht. Der Dollarverfall trifft unsere Volkswirtschaft entlang der Schmerzgrenze. Und bei Textilien ist wegen der verrückten Wetterlage das Ende der Fahnenstange in Sicht.“

„Was sollen wir tun?“ fragt Günter P. „Förderungsmittel beantragen“, erklärt die Direktion.

„Wollen wir Subventionen haben, weil wir besonders fortschrittlich sind? Für Zukunftsinvestitionen wie Schnelle Brüter, Airbusse und Supercomputer? Oder weil wir strukturschwach sind und Stützen brauchen? Wie die Landwirtschaft, die Eisenbahn, der Schiffsbau und der Stahl?“

„Beides“, bestimmt die Direktion ohne Zögern.