Der schlechteste Regulator der Natur ist der Mensch mit seinem Gewehr.“ Das steht auf Seite acht dieses Buches im Zusammenhang mit dem sich auf wunderbare Weise selbst regulierenden Leben und Sterben im Fischteich.

Kennen Sie übrigens den Unterschied zwischen einem See und einem Teich?

Ich kann mir vorstellen, daß es Kindern ab zehn Spaß macht, aus diesem Buch ein Frage- und Antwort-Spiel zu machen, das im Familienkreis gespielt werden kann, und zwar über Jahre, ohne daß Langeweile aufkommt. Wer alle Fragen beantworten kann, weiß nur einen winzigen Teil über das milliardenfache Leben, das uns umgibt, Aber er weiß garantiert mehr als die meisten.

Dröschers Buch ist phänomenal. Auf nur 170 Seiten, den Index nicht einbezogen, wird eine derartige Fülle von Kenntnissen vermittelt, daß man aus dem Staunen nicht herauskommt. Deshalb vor allem, weil dieses Wissen nicht lexikalisch angeboten wird, sondern anekdotisch in zahllosen kleinen Geschichten. Drescher ist das Kunststück gelungen, darüber hinaus den Inhalt zweifach so zu kategorisieren, daß man Gesuchtes „spielend“ wiederfindet. Einmal werden zwölf Lebensbereiche mit ihren wesentlichen Bewohnern geschildert, anschließend eine zoologische Systematik und schließlich ein alphabetisches Verzeichnis.

Die hervorragenden Illustrationen, die Schautafeln, die sämtliche Tiere innerhalb ihres spezifischen Lebensraums zeigen, werden durch graphische Schemendarstellung gestützt. Beispiel: Die Salzwassermenge aller Meere und Ozeane füllt einen Swimmingpool. An dessen Rand stehen zwei Zehnliter-Eimer. Sie symbolisieren die Süßwassermenge aller Seen dieser Erde. Daneben ein Kindereimerchen: in dieser Relation steht das Wasser aller Flüsse und Bäche auf unserem Planeten.

Das ist meisterhaft, denn es prägt sich spielerisch ein, wie alles andere in dieser Wundertüte von Buch.

Was wiegt eine Nachtigall? 28 Gramm. Wie viele verschiedene Strophen kann sie singen? Zweihundertfünfzig! Wer hat Motive ihrer Lieder verwendet? Beethoven in der Pastorale. Wieder nichts gewußt? Macht nichts, mit der Zeit wird das schon werden. Dieses ist nämlich kein Buch für den Schrank.