Wirtschaft

+ Weitere Artikel anzeigen

DIE ZEIT

Südfrankreich: Schatten über dem Sonnenland

Die Werftarbeiter der Region sind freilich ganz anderer Ansicht. In La Ciotat sind 300 Menschen gerade dabei, ihren letzten Auftrag, das für Mexiko bestimmte Containerschiff Monterrey, fertigzubauen.

Die Parteien an der Kasse

Mitunter erfährt der Begriff der parlamentarischen Immunität eine sehr merkwürdige Auslegung. Jedenfalls gibt es einige Bereiche, in denen sich die Parlamentarier gegenüber jeder Kritik als schlechthin immun erweisen.

Geld macht Sinn

In Freiburg schlafen sie schon in Turnhallen. 250 000 Studienanfänger werden sich in den nächsten Wochen immatrikulieren. So viele waren es noch nie.

Tiefschläge

Knapp vier Wochen vor der Präsidentschaftswahl wissen die Amerikaner noch immer nicht, was eigentlich der Gegenstand ihres Votums sein soll.

Vom Balkan bis zum Baltikum

Vom Norden der Sowjetunion bis zum Süden Jugoslawiens wogen die Fahnen nationaler Emotionen und die Massen sozialer Revolten.

Zensurfolge

Wieder einmal waren im westdeutschen Fernsehen die grauen Männer der Staatssicherheit beim Rempeln und Prügeln zu sehen. Wieder einmal war die „häßliche“ DDR erste Meldung unserer Nachrichten.

Wer wird Vorsitzender der CSU?: Ein Aufrechter wartet auf sein Amt

Innerlich hat er sich schon entschieden. Und selbst wenn Max Streibl, der designierte neue bayerische Ministerpräsident, darauf ausgehen sollte, die Nachfolge von Franz Josef Strauß auch an der Spitze der CSU anzustreben, würde Theo Waigel wohl gegen ihn antreten – nicht anders als gegen Gerold Tandler, der seine Ambitionen noch nicht begraben hat.

Worte der Woche

„Es gibt kein Abonnement auf die Ewigkeit, und es gehört nicht einmal viel Phantasie dazu, sich die Erde unbelebt vorzustellen, von Staub bedeckt, den kalte Winde vor sich hertreiben.

Zeitspiegel

Weniger militärbeflissen, dafür aber volksnäher als manches bundesdeutsche Länderkabinett zeigt sich die kommunistische Regierung der Sowjetrepublik Estland.

Ein Müder im Vatikan

„Habt keine Angst! Reißt weit die Türen auf für Christus! öffnet seiner rettenden Macht die Grenzen der Staaten, der wirtschaftlichen und politischen Systeme, die weiten Bereiche der Kultur, der Zivilisation und des Fortschritts! Habt keine Angst!“ Mit diesen Sätzen machte er auch sich selbst Mut, dieser Karol Wojtyla, der sich am Abend jenes 14.

Sonderfall Deutschland

Von Zeit zu Zeit wird in der Bundesrepublik Deutschland die Frage nach der gleichberechtigten Stellung dieses deutschen Staates gegenüber seinen Verbündeten gestellt.

Tiefflüge der Bundeswehr: Zwei Kringel – vorerst

Ende voriger Woche mußten die Jetpiloten der Bundeswehr zwei schwarze Kringel auf ihre am Oberschenkel befestigten Tiefflugkarten malen: den einen um das Kreiskrankenhaus im Landkreis Darmstadt-Dieburg, den anderen um das Wohngrundstück des Professors Sauerwein gleich nebenan in Modautal-Lützelbach.

Wolfgang Ebert: Abwehr! Abwehr!

Minister: Wie das so üblich ist. Sonst bleibt sie an einem kleben wie Fliegenpapier. Mir ist jetzt übrigens klar, warum der Wörner bei der Amtsübergabe so komisch gegrinst hat.

Fragen aus Amerika: Ob unser Geist noch weht?

Im Frühjahr erhielten eine Reihe von deutschen Schriftstellern und Wissenschaftlern einen Brief von Steven Muller, dem Präsidenten der Johns Hopkins University in Baltimore, die die Schirmherrschaft über Gerald Livingstons American Institute for Contemporary German Studies übernommen hat.

Kurzportrait: Abgang eines Realisten

Ich bin jetzt fast 19 Jahre Ministerpräsident der ČSSR. In diesem Monat werde ich 64 Jahre alt. Ich bitte Sie deshalb, mich vom Amt des Ministerpräsidenten der ČSSR und der Mitgliedschaft im Präsidium der tschechoslowakischen KP zu entbinden und den Eintritt in den Ruhestand zu ermöglichen.

Nachlese: Die Mauer des Gastes

Erich Honecker ist bei seinem ersten Besuch in Spanien mit jenem protokollarischen Pomp empfangen worden, den wohl nur noch eine parlamentarische Monarchie für hohe Staatsvisiten aufbietet: Fahnenappell im Hof des Prado-Palastes, donnernder Salut und farbenprächtiger Aufmarsch der königlichen Kavallerie.

Weltbühne: Die Rückkehr der Seuchen

Die Debatte über die Ausbreitung von Aids überdeckt im Norden, daß der Süden der Welt von anderen Seuchen sehr viel mehr geplagt wird.

Bonner Bühne: Über Genscher nichts Neues

Wahrscheinlich werden wir nie den Verdacht los, wir wüßten noch immer nicht alles über Hans-Dietrich Genscher und es gäbe ein alles erklärendes Geheimnis, das wir nur ergründen müssen.

Fließband-Pflege

Zwei Uhr nachts im Städtischen Krankenhaus Wedau in Duisburg. In der neurologischen Abteilung, Zimmer 117, stöhnt ein alter Mann.

Unruhen in Jugoslawien: Aufruhr gegen die Zentrale

Die Sendezeit der abendlichen Nachrichten im jugoslawischen Fernsehen hat sich in den letzten Tagen fast verdoppelt. Knapp eine Stunde flimmert nun „Einheimisches“ über den Bildschirm.

Streit um Solidarność: Ein bißchen Hoffnung bleibt

Zur Zeit von Solidarność kursierten Postkarten, die den Verlauf der polnischen Nachkriegsgeschichte als Fieberkurve in einem imaginären Koordinatenkreuz darstellten: Kurzen Phasen erkämpfter Freiheiten folgten jeweils längere Perioden der Repression, doch insgesamt ergab sich eine aufsteigende Linie der Liberalisierung, da der Volkszorn die kommunistische Macht immer wieder zu Zugeständnissen zwang.

Unruhen in Algerien: Aufstand der Hoffnungslosen

Zur Gebetsstunde kreist drohend ein Hubschrauber über der Moschee: Die algerische Armee überwacht die unruhigen Gläubigen. Zur Mittagsstunde stürmen Jugendliche ein Kommissariat in Algiers Kleineleute-Viertel Bab-el-Oued und zerren mit Seilen das Denkmal des „Soldaten der Befreiung“ vom Sockel.

Vom Leben in einer Polizeistadt: Nach der Schule in die Zelle

Was ihrem Sohn Martin kürzlich auf dem Nachhauseweg von der Schule passiert ist, konnte die Krankenschwester Eveline Schwartz zuerst kaum glauben: Wie ein Stück Vieh sei der achtzehnjährige Gymnasiast zum Polizeigewahrsam in die Moabiter Kruppstraße transportiert und dort über Nacht festgehalten worden.

Das seltsame Jubiläum der Frauenkirche: So ungefähr 500 Jahre

Ein halbes Jahrtausend Frauenkirche, was hätte das für ein Fest werden können! Die Münchner Fremdenverkehrsdirektorin Gabriele Weishäupl hatte sich alles schon so schön ausgemalt: Minnesänger und Moriskentänzer bevölkern den Marienplatz.

Ein Mann – eine Stimme: Der Wahlfälscher im Landtag

Seit zwölf Jahren heißt der Ministerpräsident von Niedersachsen Ernst Albrecht. Seit der Landtagswahl 1986 aber hat seine Regierungskoalition im Parlament nur einen Sitz mehr als die Opposition: 78 Abgeordnete von CDU und FDP gegen 77 der SPD und der Grünen.

Aus einem Prozeß wegen Judenmord: „Denen ist halt langweilig geworden“

Es ist nicht sehr angenehm gewesen, herzukommen“, sagt Izchak Birnbaum in einer Verhandlungspause mit gepreßter Stimme. Im Schwurgerichtssaal 600 des Landgerichtes Nürnberg Fürth – der Saal, in dem die NS-Kriegsverbrecherprozesse stattfanden – muß sich der 66jährige Jude und gebürtige Pole, der heute in Israel lebt, als Zeuge wieder jene Ereignisse ins Gedächtnis zurückrufen, die seiner Familie das Leben kosteten.

Schwarzwald-Streich: Kein Wasser fürs Akw

Es schien ein Tribunal pro und contra Atomstrom zu werden. Die Auseinandersetzung wurde erregt geführt, selbstverständlich ging es um die Zukunft unserer Kinder, auf beiden Seiten.

Crashtest bestanden

Entschlossenes Handeln und eine Portion Glück brachten die Welt über den Börsenkrach

Bonner Kulisse

Wirtschaftsminister Martin Bangemann hat bis zuletzt versucht, einen Sparplan des Bonner Haushaltsausschusses zu torpedieren, jedoch vergeblich.

Rainer Hupe:: Schwarzes Gold im Ausverkauf

Geht ein Kapitel der Wirtschaftsgeschichte zu Ende? Versinkt eine der einst mächtigsten Bastionen im internationalen ökonomischen Konkurrenzkampf endgültig in der totalen Bedeutungslosigkeit? Die Zeichen stehen schlecht für die Opec.

Verkehrspolitik: Verfahren

Die Autoindustrie meint es ernst. Erst kassierte sie wegen ihrer niveaulosen Anzeigenkampagne gegen die geplante Mineralölsteuererhöhung bereits einen Rüffel der gewiß nicht autofeindlichen Bonner Regierung.

Strafzölle: Verrechnet

Die Eurokraten in Brüssel haben einen brisanten Fall auf dem Tisch. Auf Antrag einiger weniger Elektronik-Konzerne leiteten sie im vergangenen Jahr ein Anti-Dumping-Verfahren gegen japanische Chip-Produzenten ein.

Flucht aus der Aktie

Wenige Sekunden nach dem Start zum olympischen Finale im Lauf über 1500 Meter der Männer kündigt der Kommentator der amerikanischen Fernsehgesellschaft NBC eine kurze Unterbrechung an.

China: Fadenscheinige Geschäfte

Der Kaufrausch kommt im Diplomatenviertel, in der Gasse zwischen Jianguo-Hotel und „Freundschaftsladen“, in dem Staatsmanufakturen Kitsch aus Jade, Cloisonné und lackiertem Holz anpreisen.

Erdölmarkt: Schock für die Scheiche

Mit dem Ausdruck des „äußersten Erstaunens und Bedauerns“ hat Kuwait zu der Verfügung der britischen Regierung Stellung genommen, das Ölscheichtum müsse seine Beteiligung von 21,6 Prozent am Ölkonzern British Petroleum (BP) auf 9,9 Prozent abbauen.

+ Weitere Artikel anzeigen