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Ausgabe 09/1990

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Zwei Wege weist das Grundgesetz zum gemeinsamen deutschen Haus: Beitritt nach Artikel 23 oder Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Welcher Weg ist der bessere?
Einheit durch Beitritt
Warum am Grundgesetz rühren? – Eine neue Verfassung kann nur schlechter werden
Von Robert Leicht
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DDR-Profile (III)
Den Widrigkeiten nicht weichen
Lothar de Maizière, Vorsitzender der Ost-CDU, sieht sich als Politiker auf Abruf
Von Gerhard Spörl
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Reaktionen auf die Vereinigungs-Diskussion
Die Angst vor dem Ausverkauf
Für manche DDR-Fernsehzuschauer waren die Bilder vom deutsch-deutschen Gipfel symbolisch: „Der hochgewachsene, korpulente Kohl mit seinem gönnerhaften Selbstbewußtsein, daneben der eher schmächtige Modrow, mit sorgenvoll zerfurchter Stirn und dem protzigen Stolz: Ich komme aus einem Land, in dem Menschen Revolution gemacht haben.
Von Marlies Menge
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Drogengipfel in Cartagena
Geld statt Gewehre
Sechs Stunden lang traute sich George Bush trotz aller Warnungen ins Land der Narco-Bosse, in die kolumbianische Hafenstadt Cartagena de Indias.
Von Carl D. Goerdeler
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Nachlese: Falkland-Konflikt
Halber Durchbruch
Acht Jahre nach dem Krieg um die Malvinen oder Falklandinseln haben London und Buenos Aires wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.
Von Jörn Arfs
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Schengener Abkommen
Ein Wink mit dem Schlagbaum
Wie Eurokraten sich für den Wegfall von Grenzkontrollen schadlos halten wollten
Von Horst Bieber
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Wird die DDR ein gutes Geschäft? Die Konzernchefs sind noch unschlüssig: Der Kapitalfluß hängt jetzt von der Bonner Wirtschaftspolitik ab.
„Wer nicht dabei ist, der verliert“
Braunschweig, VW-Flugplatz, Montag morgen. „Morgens um sieben Uhr besteigt er den Firmenjet wie andere Leute die Straßenbahn“, schrieb Auto Motor Sport, das flotte Blatt für die Autonarren, über Carl Horst Hahn.
Von Nina Grunenberg
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Regierungskrise in Schweden
Durch eigene Schuld gestolpert
Auch nach Carlssons Rücktritt verdient das schwedische Modell noch kein Grabgeläute
Von Fredy Gsteisrei
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Worte der Woche
„Ich möchte betonen, daß ich nie in meinem Leben politische Entscheidungen aus egoistischen Motiven getroffen habe und daß ich mich frei von jeder Schuld im strafrechtlichen Sinne fühle.
Von zur Lage Großbritanniens
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Die Einheit, die spaltet
Mit einer Botschaft an die Deutschen, die sich auf dem Weg zur Einheit befinden, hat sich Richard von Weizsäcker zu Wort gemeldet.
Von Gunter Hofmann
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DSU-Parteitag in Leipzig
Harmonie im konservativen Dreiklang
Uraufführung im Opernhaus zu Leipzig, Bizets „Carmen“ fällt aus. Die Deutsche Soziale Union ruft zum 1. Parteitag, freier Eintritt für 1400 Geladene.
Von Christian Wernicke
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Bonner Bühne
Stasi im Westen
Vergebens wollte Burkhard Hirsch der Regierung nähere Angaben darüber entlocken, wie viele Briefe der Bundesnachrichtendienst allein im vergangenen Jahr wieder geöffnet hat.
Von Gunter Hofmann
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Zeitspiegel
Jetzt sollen die Rentenexperten sich auch noch als Vergangenheitsprüfer betätigen – denn Bonn plant, ehemaligen Stasi-Offizieren und Personen, die dem „System der Unterdrückung erheblich Vorschub geleistet“ haben, die West-Rente zu verweigern.
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Nachlese: Kommunalwahl in Bayern
Zweimal schwarz
Passau ohne CSU – das ist eine der wenigen politischen Utopien, die noch geblieben sind. Eine Woche lang konnte das Undenkbare gedacht werden, denn die CSU sollte dort nicht zur Kommunalwahl am 18.
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Vor den Wahlen in Nicaragua
„Wir haben schon gewonnen“
Die Sandinisten geben sich siegesgewiß – die Opposition hat ihre Chance schlecht genutzt
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Weltbühne
Vorbild Deutschland?
Als die Regierungschefs der zwölf EG-Länder Mitte Dezember des vergangenen Jahres das Selbstbestimmungsrecht für alle Deutschen akzeptierten, hörten nicht nur die Bewohner der Bundesrepublik und der DDR sehr genau zu.
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Neue Regierung in Delhi
Die Mühsal des Regierens
Premier V.P. Singh sammelt Punkte, doch in Indien macht sich Ernüchterung breit
Von Gabriele Venzky
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Ausländerrecht
Härte zur falschen Zeit
Hat in Bonn schon mal jemand darüber nachgedacht, ob es sinnvoll sein könnte, die Gesetzgebungsmaschine der Bundesrepublik für eine Weile anzuhalten? Alle reden von der innerdeutschen Rechtsangleichung; sie steht uns ernstlich bevor, wenn die DDR oder ihre wieder ins Leben gerufenen Länder sich nach der ersten freien Wahl entschließen, unter das Dach des Grundgesetzes zu treten.
Von Hans Schueler
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Den ehemaligen DDR-Führern werden von der eigenen Justiz schwere Verbrechen vorgeworfen. Doch nach welchen Normen sollen sie angeklagt, von welchen Richtern abgeurteilt werden?
In Sachen Honecker u.a.
Eine geniale Filmidee. Während des gesamten Prozesses sieht man nur die Gesichter der Angeklagten. Aus dem Off hört man die Stimmen des Anklägers, des Verteidigers, der Richter.
Von Nicolas Becker
- Wirtschaft
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Bank und Börse
Die Lieblinge der Investmentsparer
Es ist umstritten, woher die Bezeichnung „Renten“ für festverzinsliche Wertpapiere kommt. Vom englischen to rent sagen die einen, von der deutschen Ruhestandsrente sagen die anderen.
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Zeitschriftenverlage
Frauen fest im Griff
Mit einem neuen Blatt will Gruner + Jahr im lukrativen Anzeigengeschäft mitmischen
Von Gunhild Freese ^3^
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Säckeweise Deutsche Mark
Gepanzerte Fahrzeuge rollten am 5. Juli 1959 in großer Zahl aus dem Bundesgebiet ins Saarland. Ziel waren Banken und Sparkassen.
Von Dirk Kurbiuweit
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Bonner Kulisse
Wenn Begriffe eine Bedeutung haben, dann deutet die Begriffsverwirrung der letzten zwei Wochen darauf hin, daß die Politik der Bundesregierung alles andere als klar ist.
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Zehn Prozent in Sicht
Während die Mark auf den internationalen Devisenmärkten ihre Stabilität mit Erfolg verteidigt, wächst auf dem deutschen Rentenmarkt die Sorge vor einer Überbeanspruchung im Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Währungsunion mit der DDR.
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Blick nach Westen
Esten, Letten und Litauer drängt es hin nach Europa. „Wir haben das Recht, nach eigenem Willen unter dem europäischen Dach zu leben, von dem wir weggerissen worden sind“, sagte K.
Von Maria Huber
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Im Jahr 1972 verstaatlichte die SED fast alle verbliebenen Privatunternehmen in der DDR. Jetzt streben die Enteigneten von damals nach Wiedergutmachung. Ein Beispiel aus Ost-Berlin.
Der Fall Zeuke
Der alte Mann erzählt seine Geschichte wie einen Krimi. Im Wohnzimmer eines Ostberliner Stadtrandhäuschens läßt er Ereignisse wiedererstehen, die fünfzehn Jahre eisern verdrängt waren.
Von Vera-Maria Baehr
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Das Gebiet um Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, eignet sich nach Ansicht von F. Wilhelm Christians besonders gut für eine Industrie- und Freihandelszone in der Sowjetunion. Der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank will die Regierung in Moskau für seinen Plan gewinnen.
Auf Tuchfühlung
Das Wort vom gemeinsamen Haus Europa hat im Westen viele Deutungen und Mutmaßungen erfahren. In der westeuropäischen Öffentlichkeit sind mit der Metapher mehr Fragen als Antworten verbunden.
Von F. Wilhelm Christians
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Großbritannien
Weiter im Abseits
Die britische Regierung denkt nicht an einen vollen Beitritt zum Europäischen Währungssystem
Von Wilfried Kratz
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DDR
Erhard zwo
Was kostet die DDR? 500 Milliarden Mark vielleicht oder gar eine Billion? Egal – alle wissen, daß jede Menge Geld nötig ist, um ein zweites deutsches Wirtschaftswunder zu errichten, und daß die Milliarden vor allem aus dem Westen kommen müssen.
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Waffenexporte
Doppelmoral
Ausgerechnet Südkorea. Fünfzig Kampfflugzeuge vom Typ Tornado hat die Bundesrepublik der Regierung in Seoul in Aussicht gestellt.
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Bundesrepublik / DDR
Union der Laienspieler
Am liebsten wäre es ihm, das Ganze liefe so geheim ab „wie seinerzeit 1948“. Aber das wird wohl ein frommer Wunsch von Bundesfinanzminister Theo Waigel bleiben.
Von Bernhard Blohm
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Wolfgang Hoffmann:
Hehre Absicht – peinlicher Rückzug
Der ursprünglich anvisierte Termin – 1. Januar 1990 – ist verstrichen. Die neuen Gesetze, mit denen Bonn den illegalen Export von Know-how über ABC-Waffen bekämpfen und schärfer bestrafen wollte, sind nicht verabschiedet.
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Wirtschaftsbuch
Mythos der Harmonie
Ich ging in die Kollektivverhandlungen mit dem festen Entschluß, eine Übereinkunft zu erzielen. Aber der vereinbarte Zeitpunkt verstrich, und die Vertreter der Geschäftsleitung erschienen nicht.
Von Stefan Biedermann
- Wissen
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Erforscht und erfunden
Laßt nur die Finger von der Geburtshilfe!“ Diesen freundschaftlich gemeinten Ratschlag an Ärzte, die sich der Frauenheilkunde zuwenden wollen, hört man jetzt auch bei uns häufiger.
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DIE ZEIT nach drüben
Noch im Oktober 1989 passierte es immer wieder, daß DDR-Grenzer an den Übergangsstellen die ZEIT beschlagnahmten – als „faschistisches“ oder „militaristisches“ Druckerzeugnis.
Von Die Zeit
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Geschnüffelt
Ein Telephonanruf löste eine Lawine aus. Weil die vormalige Schweizer Justizministerin Elisabeth Kopp ihren Gatten vor einer Untersuchung gegen seine Firma warnte, muß sie sich nun als erstes helvetisches Regierungsmitglied vor Gericht verantworten.
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Verlängert
Nicht jedes Einparteiensystem führt zwangsläufig in den Ruin. Japan liefert dafür den Beweis. Unter der seit 1955 ununterbrochen regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) ist das Land zur führenden Industrie- und Finanzmacht aufgestiegen.
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Schmerzmittel
Krebskranke leiden unnötig
Folgen Deutsche und Österreicher immer noch der Devise ihres einstigen gemeinsamen „Führers“, der ihnen (unter anderem) gebot, „hart wie Kruppstahl“ zu sein? Fast sieht es so aus, denn von einer wirksamen Schmerzbekämpfung sind wir, beziehungsweise unsere Ärzte noch weit entfernt.
Von Jochen Kubitschek
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Ein Weltreich auf dem Rückzug
Der Kommunismus, der den Vielvölkerstaat der Zaren zum Leidwesen vieler Nationen siebzig Jahre konservierte, ist tot. Er hat Gorbatschows Radikalkur zur Modernisierung des Sowjetimperiums nicht überlebt.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Medizinische Erfindermesse
Tüfteln lohnt sich
Nicht immer ist der Anlaß, hergebrachte Medizintechnik zu verbessern, so dramatisch, wie er von Hans Wendl vor Jahren im Kreißsaal einer Hamburger Frauenklinik erlebt wurde.
Von Hans Harald Bräutigam
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Vorwärts & zurück
Der Bonner Fahrplan zur deutschen Einheit sieht kurze Fristen vor: deutsch-deutsche Gespräche gleich nach den DDR-Wahlen; Verhandlungen mit den vier Sieger- und Besatzungsmächten im Frühjahr und Sommer; im Herbst Besiegelung des Resultats durch die 28 anderen KSZE-Staaten bei einer Helsinki-Konferenz, die zugleich den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg beendet; im Dezember schließlich die ersten gesamtdeutschen Wahlen.
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Tierforschung
Comeback der Bären
Das Kamerateam staunte nicht schlecht: Am Stilfser Joch in Südtirol drehte es einen Film über den Naturpark, als plötzlich ein Braunbär den Gegenhang entlanglief – einer der extrem seltenen Alpenbären.
Von Lutz Reidt
- Reisen
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China
Wenn das Lächeln ins Leere geht
Vor Pekings Fassaden wehen wieder rote Tücher. Meistens sind es Spruchbänder mit den Erziehungsparolen der Regierung. Sie fordern sozialistische Prinzipientreue und sittliche Moral, Ordnung im Straßenverkehr und Pflichtbewußtsein bei der Arbeit.
Von Dorothea Hilgenberg
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Im Land der großen weißen Wolke
Neuseeland 150 Jahre nach dem Vertrag von Waitangi – auf der Suche nach der Kultur der Maoris
Von Jutta Duhm-Heitzmann
- DIE ZEIT
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Die Narren sind los
In Basel wird Fasnacht spater gefeiert als andernorts, nämlich am Montag nach Aschermittwoch Über die Sitten und Gebrauche während der tollen Tage am Rhein erzahlt Anita M.
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„Tödl. verungl., 28.9.1942“
Wie ein Hamburger Swingboy von der Gestapo in den Selbstmord getrieben wurde
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Ein Blick ins Verborgene
Daß der Betrachter hier einen Blick in private Refugien tun kann, in ein fremden Besuchern sonst unzugängliches Ambiente, macht ihn ein wenig zum Voyeur, der den Reiz des Verbotenen genießt.
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Abfall-Notstand
Neue Kippen braucht das Land
Weil die DDR keinen Giftmüll mehr abnimmt, sind in West-Berlin Arbeitsplätze in Gefahr
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en passaut
Fährschiff ahoi!
Das wichtigste an einem Schiff ist, daß es schwimmt. Dieser Satz ist durch nichts zu erschüttern. Selbst dann nicht, wenn es sich um die Yacht der Königin von England handelt.
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Die schönsten der Schönen
Fahren Sie häufig nach Berlin oder Paris, Edinburgh, Venedig oder in die USA und haben zudem wenig Zeit In solch einem Fall ist der vierte Band nach der Fernsehreihe „100 Meisterwerke“ (obwohl seit einiger Zeit schon das Ziel 1000 angepeilt ist) sicherlich genau das richtige Buch.
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U-Boot-Affäre
Vermerk mit Folgen
Angelika Beer, Bundestagsabgeordnete der Grünen, ist sich nun ganz sicher: „Der Verdacht der Strafvereitelung im Amt ist nicht etwa ausgeräumt, sondern er hat sich erhärtet.
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Eiserner Kraftakt
Wirtschaftsminister Helmut Haussmann fand mühelos Anschluß an die Linie des Kanzlers. Als ihn im Sommer vergangenen Jahres die größte Boulevardzeitung des Landes fragte, „ob wir uns die 35-Stunden-Woche leisten“ können, antwortete der frischgebackene Minister, „pauschale weitere Arbeitszeitverkürzungen sind unverantwortlich“.
Von Rainer Hupe
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Leicht angestaubt
Nun gut, einen Stahlstich von 1850, den laßt man sich in Schwarzweiß gefallen Und natürlich auch ein Luftbild von 1925. Aber beim Konzertzimmer im Schloß Sanssouci fehlt dann doch die Couleur.
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Während Moskau dabei ist, den Staaten Osteuropas ihre Souveränität zurückzugeben, spielen die USA in Mittelamerika und Teilen Südamerikas weiterhin den Großen Bruder.
Im Westen nichts Neues
Politik-Ersatz Drogenkrieg: Verpassen die USA die Chance für eine neue Politik gegenüber ihren südlichen Nachbarn?
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Florida für Einzelgänger
Florida hat mehr zu bieten als nur Sonnenschein und Badefreuden selbst im Winter: Die rund 800 Art-deco-Hauser von Miami Beach, deren Architektur vom Anfang der dreißiger Jahre heute wieder ganz en vogue ist, leuchten in frischem Pink und Türkis; Key West, wo Hemingway seine letzten Jahre verbrachte, zelebriert allabendlich bei tropischen Drinks und Jazzmusik den „schönsten Sonnenuntergang der Welt“; und von Cape Canaveral aus erobern Raketen den Weltraum So lohnt der „Sunshine State“ der USA, der als Pauschalreiseziel hierzulande zum Touristenmagnet geworden ist, auch eine individuelle Entdeckungsreise, zumal das Hotelangebot entsprechend groß ist.
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Die Fröste der Freiheit
Sollen Kunst und Kultur sich der Fürsorge des Staates anvertrauen? Die Akademie der Künste in Ost-Berlin und die Künstlerverbände der DDR rufen im Hinblick auf die Wahl am 18.
Von Ulrich Greiner
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Wo die Götter wohnen
Wenn das Photographieren einer Bergwelt über das bloße Ablichten hinausgehen solle, sagt Jürgen Winkler, dann müsse es dem Photographen gelingen, „das Geheimnisvolle und die Große des Gebirges, Einsamkeit, Wärme, Kälte und Sturm“ für den Betrachter spürbar werden zu lassen.
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Auf dem neuesten Stand
Er gehört zum Standardgepack vieler Rucksacktouristen, die durch Mexiko und dessen südliche Nachbarländer Guatemala und Belize unterwegs sind – Wolfgang Abels praktischer Reiseführer für diese Region (Wolfgang Abel: Guatemala und Belize; praktische Reiseinformationen; Oase-Verlag, Badenweiler 1990; 160 S.
Von Monika Riegler
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Lesezeichen
Ein Lesebuch hat Margrit Brohan in der Serie Piper herausgegeben: „Die Provence – Morgensegel Europas“ (Band 1075; 333 Seiten, 19,80 DM).
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Die Lords lassen bitten
The Honourable Simon Howard von Castle Howard bei York hat den erfrischendsten Beitrag geschrieben für den edlen Band „Die großen englischen Landsitze“ (Vorwort Duke of Marlborough, Photos Earl Bestley und Garry Gibbons; Collection Rolf Heyne, München 1989; 128 DM).
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Großer Hunger nach DDR-Büchern
Meinolf Meier, in der Hamburger Buchhandlung Heymann zuständig für Reisebucher, hofft auf den Frühling. „Es gibt immer noch eine derart irrsinnige Nachfrage nach DDR-Reisefuhrern, daß wir gar nicht schnell genug nachbestellen können“, sagt er.
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Österreich
Der Privatlehrer gehört dazu
Auch in den exklusiven Skiorten Lech und Zürs wird der Schnee nicht mehr frei Haus geliefert
Von Bernd Loppow
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Lermontows Werke, Honeckers Leben
Ein Streifzug durch die Buchhandlungen und die Verlagslandschaft der DDR: Es droht das Ende einer seltsamen Buchkultur
Von Dieter E. Zimmer
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Trommeln und Trance
Die Wahl der „beleza negra“ in Salvador de Bahia ist auch eine Manifestation afro-brasilianischer Geschichte
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Entzauberte Exotik
Auf den Spuren der Goldgraber“ dürfen wir schleichen. Das verheißen Reiseprospekte. Oder: „So verlassen wir die Route des Üblichen und bieten die Faszination, etwas zu tun, was nur wenigen vergönnt ist.
- Gesellschaft
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Kanaren: Heilsame Leere
Wie sich die Zeiten ändern. Da wirbt ITS (Kaufhof/Hertie-Reisen) tatsächlich mit einem Hotel, das in die Luft gesprengt wurde: In den Dünen von Maspalomas im Süden von Gran Canaria legte eine Neubauruine über zehn Jahre lang deutlich sichtbar Zeugnis ab für die Baupolitik auf der Insel.
Von Klaus J. Scheidler
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Wachsame Hüter
Insgesamt positiv gestimmt sieht die Deutsche Bundesbank der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr entgegen. Anzeichen, die auf ein Nachlassen der guten Konjunktur hindeuten, erkennen die Frankfurter Währungshüter nicht.
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Manager und Märkte
Gut 25 000 Tonnen chlorierter Kohlenwasserstoffe (CKW) wurden auf dem Verbrennungsfrachter Vesta noch im vergangenen Jahr verfeuert.
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Fernseh-Kritik
Realismus irreal
Wenn ich’s richtig sehe, waren es die Amerikaner, die den Kino-Realismus mittels ihres Simultan-Prinzips so enorm verschärft haben.
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Fernseh-Vorschau
Wir Wanderburschen
Früher einmal waren wir alle Landstreicher. Da waren wir Jäger und Sammler, da zogen wir mit unseren Fellen umher, wie die heutigen „Nichtseßhaften“ mit ihren Zeitungsbündelmatratzen umherziehen.
Von Martin Ahrends
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Dosenfutter
Paprikachips und ein Praline, dazu Erdnüsse und ein Pfefferminzbonbon, zum Nachtisch Salzstangen: Der Mund staubt, das leichte Hungergefühl grummelt weiter, der Durst steigt, die Laune sinkt – ein Königreich für ein Wurstbrot oder einen Teller Suppe.
Von Monika Putschögl
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Kurz und fündig
Gesundheitsurlaub im Sibyllenbad-Gebiet offeriert das „Hotel zum ehem. Königlich-Bayrischen Forsthaus“ (sieben Tage von 343 Mark an).
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GÜNTER GRASS
SCHREIBEN NACH AUSCHWITZ
Nachdenken über Deutschland: ein Schriftsteller zieht Bilanz aus 35 Jahren / Die Frankfurter Poetik-Vorlesung
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Festivalkreuzfahrten: Musik auf dem Meer
Meisterwerke der Klassik und der Romantik, aber auch zeitgenössische Musik stehen im Mittelpunkt der siebentägigen Sonderkreuzfahrt mit dem Schiff Odysseus der griechischen Reederei Epirotiki.
Von Rudi Stallein-Fontaine
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Choreographisches Theater in Bremen: Johann Kresniks Stück über Ulrike Meinhof
Deutschland, blutig Vaterland
Noch während der schwarz-rot-goldene Vorhang im Bremer Theater am Goetheplatz geschlossen ist, hört man wildes Hämmern auf einer Schreibmaschine.
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DAS LETZTE
Zwanzig Minuten am Sonntag abend – die Stunde der wahren Beglückung. Wolfgang Herles vom Zweiten Deutschen Fernsehen interviewte unseren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.
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Streit im Hause Gallimard
In Ewings Welt
Es stehen zum Verkauf: ein Achtel des Eiffelturms, zwölf Prozent des Louvre. Man stelle sich bloß den Aufruhr vor, das Gejammer und Gezeter vom „nationalen Ausverkauf" oder von einem Verschleudern französischen Kulturgutes.
Von Rolf Michaelis
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Tips und Trips
Die französische Hotelkette Logis de France hat für 1990 eine neue Klassifizierung ihrer Häuser eingeführt: Die 4373 Hotels der Kette wurden mit ein bis drei Kaminen bedacht.
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Deutschland geizig Vaterland
Die Kolonisatoren fahren in schweren, dunklen Limousinen vor und nehmen das herrenlose Territorium mit Maßband und Videokamera in Besitz.
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DDR-Tourismus: In Goldgräberstimmung
Eine neue, privat organisierte Fremdenverkehrsbranche formiert sich und erwartet einen nie dagewesenen Gästeansturm. Doch die Tourismuswelle schwappt in ein Land, das darauf so gut wie nicht vorbereitet ist.
Von Wolfgang Weber
- Kultur
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„... daß nirgendwo die deutschen Truppen versagten“
Die Fritz-Sänger-Stiftung wird in diesen Wochen tagen, um darüber zu beschließen, ob es auch weiterhin einen Fritz-Sänger-Preis für mutigen Journalismus geben kann.
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Zeitmosaik
Es war im vergangenen Herbst, als der Herausgeber der Walter-Benjamin-Ausgabe, Rolf Tiedemann, ein Buch mit dem Titel „Die Abrechnung“ veröffentlichte, worin er dem Chef des Suhrkamp Verlags, Siegfried Unseld, einige schwere Vorwürfe machte, und der heftigste davon war, Unseld sei ein Betrüger, denn er habe die Erben Walter Benjamins um Honorare betrogen.
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Aber Liebe dennoch
Die Tragödie des real-existierenden Sozialismus geht zu Ende: ein Abschied – in Wut und Trauer
Von Georg Hermann Hodos
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Berlinale 1990
Unsere Filme leben noch
Bilder und Fiktionen aus Madrid, Paris und Helsinki, Halbheiten aus Hollywood, verbotene Träume aus der DDR
Von Andreas Kilb
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Kunstkalender
Sorgfaltig und Stein für Stein rralte der Berliner Otto Nebel (1892-1973) seine „Kathedrale“. Der gotische Kirchenbau, den er allerdings in der Fläche zergliederte, räumlich undurchschaubar werden ließ und in magisches Hell und Dunkel setzte, war für ihn eine Idee, die er über Jahre und in einer ganzen Serie von Bildern verfolgte.
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Ein Mann, ein Werk, ein Wort
Ein Mann vor seinem Werk. Der französische Dichter Saint-Pol-Roux vor seinem Schloß, seinem Manoir in der Bretagne: acht Türme, zwei Herrschaftshäuser, in der Mitte ein kleines Bauernhaus.
Von Iris Radisch
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Diene dem Staat und diene der Wahrheit
Vordenker der Untaten
Während Rechtswissenschaft, Pädagogik, Medizin und andere Fächer sich der Erforschung ihrer Geschichte im Dritten Reich früher oder später zugewandt haben, gab es in der Philosophie bis vor kurzem nur erste Ansätze hierzu.
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BUCH IM GESPRÄCH
Sturz der Ministerin
Ausgerechnet die erste Frau in der Schweizer Regierung mußte so tief stürzen. Ausgerechnet Elisabeth Kopp, die sich auf die behäbige helvetische Machtpartei, den Freisinn, und dessen großbürgerlichen Zürcher Flügel stützen konnte.
Von Fredy Gsteiger
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Eine spielerische Etüde über das Unbehagen nach der Kultur: Angela Carters Roman „Helden und Schurken“
Wüste Zukunft
Angela Carters Buch, „Helden und Schurken“, 1969 in England erschienen, liegt zwanzig Jahre später in deutscher Übersetzung vor.
Von Elisabeth Wehrmann
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Die Wüste zum Erblühen bringen
Michael Evenari erzählt sein wechselvolles Leben als Zionist im Deutschen Reich und Naturforscher in Israel
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Harry Rowohlt: Pooh’s Corner
Das ist das, was ich die Indianereinstellung nenne. Die Indianereinstellung? Die Indianereinstellung geht so: Der Film zieht sich hin, Richard Widmark lacht irre, Henry Fonda blickt besorgt, das Drehbuch ächzt und krächzt, und dann wird es plötzlich still.
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Ausstellungen: Diego Rodriguez de Silva y Velazquez in Madrid
Der Maler und die Macht
Es beginnt in der Küche. Alles wohlgeordnet dort, frisch gespült und blank poliert. Das Licht funkelt nur so in der Messingschale und springt gleich in den heißen Tontopf, wo das Eiweiß rings um die Dotteraugen zu Schlieren gerinnt.
Von Hans-Joachim Müller
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Auch die Christen waren einmal eine Sekte
Der Weg des Paulus
Jürgen Becker, Dieter Hildebrandt: Zwei Biographien auf den Spuren des Apostels
Von Jürgen Busche
- Länderspiegel
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Colani beendet sein Engagement an der Weser
Warten auf Kolibris
Der Bremerhavener Autohändler Jörn Baecker ist auf Luigi Colani nicht mehr gut zu sprechen. Der Topdesigner hatte versprochen, Geländewagen aus Baeckers Importbeständen kostenlos mit einem exklusiven Styling zu versehen.
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Eine Stadt fühlt sich als „Opfer der Abrüstung“
Wenn die Amis gehen . . .
Sergeant Richard Shick, der von allen „Rick“ genannt wird, ist der Widerwille deutlich ins Gesicht geschrieben. An der Wache holt er uns ab, um uns mit seinem olivfarbenen Militär-VW-Bus durch die „Zweibrücken Air Base“ zu chauffieren.
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Diskussion um eine Grenzsperre am Bodensee
Der Zaun soll weg
Während im östlichen Europa die Grenzzäune fallen, verfestigt sich im Süden der Bundesrepublik ein Maschendraht: der etwa ein Kilometer lange Zaun zwischen der deutschen Stadt Konstanz am Bodensee und ihrer unmittelbaren Schweizer Nachbarin Kreuzlingen.
- Lebensart
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Kaderwelsch
Manches, was die Lebensweise hier und dort unterscheidet, spiegelt sich in sprachlichen Eigenheiten. Die einen werden lernen, was eine Steuererklärung, eine Realschule, eine Personalakte oder eine Butterfahrt ist.
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DIE ZEIT-Nr. 9-23. Februar 1990
Mein Zimmer ist jetzt Büro
Alle waren schon „drüben“ – die Verwandten, die Freunde, die Kollegen. Sie waren gerührt, gesamtdeutsch aufgewühlt und hatten sich vor allem bestätigt gefühlt.
Von Heinrich Y. Tiedemann
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Die „Stimme der DDR“ heißt wieder „Deutschlandsender“
Gewendeter Sender
Es war nicht mehr die Stimme der DDR, die in der vergangenen Woche das enttäuschende Ergebnis rapportierte, das Ministerpräsident Hans Modrow von seinem Ausflug an den Rhein nach Hause mitbrachte.
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Brief aus London
16 Uhr 50 ab Paddington
Im Dezember des vergangenen Jahres wurde Mr. Jon Prentice, seines Zeichens Unternehmensberater und Vater von vier Kindern (ein, so möchte man meinen, ganz normaler englischer Geschäftsmann also), vor Gericht geladen, weil er mit einer ungültigen Fahrkarte im Zug gesessen hatte.
Von Julia Tugendhat
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Reinheit als solche
Grün dehnt sich eine Wasserfläche vor eisig blauem Himmel – „die Naturfarben überhaupt“, sagt der Werbechef. Aus der Flut taucht komplementär-rot, „fast surreal“, eine Pyramide auf, das Markenzeichen.
Von Frank Drieschner
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Peter Norton
Mit Fehlern groß geworden
Von Ulrich SchillerFrappierend. Da steht dieser etwas schlaksig wirkende Amerikaner, angelsächsischer Typ, hellhäutig und bebrillt, der ewige Klassenbeste, ein Jüngling noch mit 46 Jahren am Buckel und 55 Millionen Dollar im Rücken, tief verwurzelt in Kalifornien, und schwärmt plötzlich für Europa: „Unsere Kinder sollen wenigstens begreifen, daß andere Menschen die Welt anders sehen als Amerikaner.
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Ist die Bonner Frauenpolitik bloß Verschwendung von Steuergeldern?
Kopflos
Die Buchhalter des Bundesrechnungshofes in Frankfurt nehmen die Politiker stets streng beim Wort. Dies führt in der Regel zu herber Kritik.
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Welt-Sicht
Leut’ gucke
Das Haus hatte eine Fassade aus gelben Klinkern und sah aus vier Fensterreihen hinaus auf die belebte Straße. Es war ein Gebäude aus der Gründerzeit, mit einigem Schnickschnack an der Front und schmalen Balkonen, die in seiner Mitte aufeinandergestapelt waren.
Von Rudolf Gerhardt
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Marlies Menge: Aus meinem Notizbuch
Am besten auswandern
Wo ist denn hier ein westdeutscher Spitz?“ rief der Mann durch den Saal in Ost-Berlin, wo die erste deutschdeutsche Ausstellung von Spitzen, Chow-Chows und Schlittenhunden stattfand.
- Tribüne
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Grundgesetz über alles
MANNHEIM. – ist es zu früh, über eine Verfassung für Deutschland nachzudenken? Wenn uns der Katarakt der Ereignisse der letzten Monate eines lehrt, dann dies: Die deutschen Fragen stellen sich früher, dramatischer, drängender, als wir es erwarten.
Von Peter Graf Kielmansegg
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Atomkraft – ja, leider!
BONN. – Wirtschaftskrise und Ökokrise der DDR sind eins, bedingen einander. Lawinenartig stürzt die Doppelkrise auch auf die Bundesrepublik zu.
Von Peter Menke-Glückert
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VOR VIERZIG JAHREN
Ein Volkswagen war auch dabei
Drei Tage und drei Nächte fuhren W. Graf Einsiedel und Jürgen v. Goerne 3008 Kilometer abwechselnd einen Volkswagen von Stockholm nach Monte Carlo.
Von Joachim Springer
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In dieser Woche hält die neugegründete SI’D der DDK in Leipzig ihren ersten Parteitag ab. Aber schon wird den Sozialdemokraten im Wahlkampf unterstellt, sie hätten sich 1946 freiwillig mit den Kommunisten zur SED verschmolzen. Das Gegenteil ist richtig: Es war eine Zwangsvereinigung von groß und klein.
Mit Zwang und Betrug
Nicht zufällig wird der Parteitag der SPD in der DDR diese Woche in Leipzig abgehalten. Die Sozialdemokratie war in Sachsen und Thüringen immer eine starke politische Kraft, und diese Tradition scheint ungebrochen.
Von Hermann Weber
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Domino in der Karibik?
NEW YORK. – Nachdem die Dominosteine in Osteuropa gefallen sind, gibt es bessere Aussichten als je zuvor, daß die antikommunistische Welle über den Atlantik hinweg auch nach Kuba schwappt und dort der 31 Jahre alten kommunistischen Herrschaft ein Ende bereitet.
Von Susan Kaufman Purcell
- unzugeordnet
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Ganz konkret unsolidarisch
Am Montag abend haben Pioniersoldaten der DDR am Brandenburger Tor begonnen, die Mauer auf breiter Front abzubauen. Ein Drahtzaun soll sie ersetzen, ein kurzlebiges Provisorium, das mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten verschwinden wird.
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Wer zahlt die Medizin?
Was darf die deutsche Einheit kosten? Die Bundesrepublik sei zu einer „völlig neuen Dimension der Hilfe bereit“, versprach Helmut Kohl ein paar Tage, nachdem sich die Mauer geöffnet hatte.