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Ausgabe 11/1990

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wolfgang Ebert
Vorsicht Ausrutscher!
„Der optimale Ausrutscher müßte wie im Märchen vom tapferen Schneiderlein sieben auf einen Streich treffen: die Steuerzahler hier, die DDR-Bürger drüben, die Polen, die Holländer, die Tierschützer, die Frauen und die Börse in Tokio.
Von Wolfgang Ebert
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Israels Siedlungspolitik
Ein Hafen
Die Freundschaft zwischen Israel und den Vereinigten Staaten steht wieder einmal auf dem Prüfstand. In Jerusalem beharrt Regierungschef Schamir darauf, daß die bereits begonnene Einwanderung von Hunderttausenden sowjetischer Juden eines großen Israels bedarf.
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Wiedervereinigung
Nicht auf die Schwäche setzen
Ein sowjetischer Journalist über die deutsch-deutsche Debatte in der Bundesrepublik
Von Alexander Furman
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Bonner Bühne
Freund und Feind
Heiner Geißler war wieder einer der ersten, die im Streit um Polens Westgrenze eine politisch eindeutige Garantieerklärung verlangten.
Von Gunter Hofmann
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Lettland wählt einen neuen Sowjet
Aus dem Imperium in die Freiheit
Auf der Berliner Mauer, gleich hinter dem Reichstag, stand lange eine Inschrift: „Latviju Latviešem!“ – „Lettland den Letten!“ Dainis Ivans, Vorsitzender der Lettischen Volksfront Tautas fronte, hätte sich die Losung am liebsten aus dem grauen Beton herausgemeißelt.
Von Marianna Butenschön
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Frankreich
Eine Nation im Fauteuil
Frankreich schaut zu. Die Revolution findet anderswo statt, weit weg auf einer Weltbühne jenseits von Elbe und Oder. Die ersehnte Revolte wird derweil brav im Saal inszeniert.
Von Joachim Fritz-Vannahme
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Kambodscha findet keinen Frieden. Alle Bemühungen, den Bürgerkrieg zu beenden – zuletzt vergangene Woche in Jakarta –, blieben ohne Ergebnis.
Die Heimkehr des kleinen Prinzen
In einer großen Staubwolke rollt ein Konvoi aus sieben japanischen Geländewagen über die ausgedörrte Ebene des Grenzgebietes zwischen Kambodscha und Thailand.
Von Michael Sontheimer
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Worte der Woche
„Wenn die Bundesrepublik eine Erweiterung der Thematik wünscht, so werden wir die Entschädigung von mehr als einer Million polnischer Bürger verlangen, die Zwangsarbeiter waren.
Von Siegerin der nicaraguanischen Präsidentschaftswahlen
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Zensur
Kein Glasnost in Nahost
Seit fast sechs Monaten schmachtet der Nahost-Reporter des britischen Observer, Farzad Bazoft, in den Verliesen des Irak. Diese Woche begann sein „Gerichtsverfahren“; Bazoft droht die Todesstrafe, weil er über eine Großexplosion mit Hunderten von Toten in einer Waffenfabrik recherchierte.
Von Fredy Gsteiger
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Nachlese: Großbritannien
Tief gesunken
Es hätte für die Thatcher-Regierung nicht schlimmer kommen können: Ausgerechnet jetzt, da sie in ihrer wohl tiefsten Krise steckt, will mit Peter Walker der letzte Repräsentant des liberalkonservativen Parteiflügels das Kabinett verlassen.
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Weltbühne
Lakai des Präsidenten
In Washington hat der letzte große Prozeß gegen einen der Hauptakteure im Iran-Contra-Skandal, den ehemaligen Sicherheitsberater Präsident Reagans, Admiral a.
Von Ulrich Schiller
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Zeitspiegel
Der Kanadier Laurence Peter ist der Vater des bekannten „Peter-Prinzips“: Angestellte werden befördert, bis sie jene Hierarchiestufe erreichen, auf der sie ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen sind.
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Ergebnisloses Treffen zwischen Bush und Kaifu
Japan als neues Feindbild
Die Einladung kam einer Vorladung gleich – und der Gast kam ohne Geschenke. Ob ihm ein Treffen am 2. März passe, fragte George Bush den japanischen Ministerpräsidenten Toshiki Kaifu, der zu nächtlicher Stunde auf den Anruf aus Washington gewartet hatte.
Von Matthias Naß
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Nachlese: Geplantes RAF-Attentat
Konzept: Mord
Drei Monate nach dem tödlichen Bombenanschlag auf Alfred Herrhausen, den Chef der Deutschen Bank, sollte Bundesernährungsminister Ignaz Kiechle das nächste Opfer der Roten Armee Fraktion werden.
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DDR-Profile (VI)
Ein anders Andersdenkender
Am zentralen Runden Tisch im Konferenzzentrum von Schloß Niederschönhausen macht sich Wehmut breit. Am kommenden Montag wird die letzte Sitzung sein, dann werden allenfalls noch einige Arbeitsgruppen bleiben.
Von Joachim Nawrocki
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Vor den Volkskammerwahlen
Die Schau in den Fenstern
Der Ostberliner Straßenbahnfahrer hat neben seiner Kurbel gut sichtbar eine weiße Plastiktüte, auf der groß „SPD“ steht. Der Mann, der vor einem HO-Laden Pfandflaschen sortiert, hat sich drei weiße Buchstaben auf seine Schirmmütze geklebt: „CDU“.
Von Marlies Menge
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Der SPD-Ehrenvorsitzende im DDR-Wahlkampf
Ein heiterer Patriot
Willy Brandt ist viel unterwegs in der „bisherigen DDR“, wie er im Vorgriff trocken und selbstverständlich sagt. Einiges von dem, was da zusammenwächst, ist ihm noch neu.
Von Gerhard Spöi-1
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Wenn ein Land klein ist, müssen seine Firmen international agieren. Von der Weltweite, die der Schweizer Nestle-Konzern zeigt; sind deutsche Unternehmen noch weit entfernt.
Verpflegung en gros
Helmut Maucher ist 62 Jahre alt und als Delegierter des Verwaltungsrats der Nestlé AG der maßgebende Mann des Konzerns – der größten Firma der Schweiz, des größten Lebensmittelkonzerns der Welt.
Von Nina Grunenberg
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War die Politik der kleinen Schritte falsch gewesen? Haben all jene geirrt, die den Menschen in der DDR im Rahmen der Zweistaatlichkeit helfen wollten?
Was heißt hier Wendehals?
Bildkräftige Schlagworte, mit denen sich Menschen charakterisieren und abstempeln lassen, verleiten zu ausgiebiger Anwendung.
Von Jürgen Schmude
- Wirtschaft
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Oswald von Nell-Breuning
Streitbar, direkt, souverän
Oswald von Nell-Breuning, Angehöriger des Jesuitenordens und emeritierter Professor an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, war nie ein Mann, der sich gern feiern ließ und erst recht nicht in seinem biblischen Alter.
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Großbritannien
Nervös
Das Pfund Sterling ist wieder einmal auf dem Weg nach unten. Inflationsängste lasten auf der Währung. Das hohe Defizit in der Leistungsbilanz bessert sich nur langsam.
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DDR/Bundesrepublik
Der Kuchen wird verteilt
Ungehindert von einem Wettbewerbsgesetz sichern sich die Konzerne in der DDR Marktanteile
Von Gunhild Freese
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Der Fall Opel
So glatt und problemlos, wie Rolf Breuer glauben machen will, lief die Sache keineswegs. Breuer ist Chef des Betriebsrates im Opel-Werk Bochum.
Von Heinz Blüthmann
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Bonner Kulisse
Entweder ist Umweltminister Klaus Töpfer ein verhinderter Schriftsteller, oder er leidet an Unterbeschäftigung. Nach Angaben seines Pressereferats erreichten den CDU-Politiker im vergangenen Jahr fast 300 000 Anfragen, und „bei mehr als 10 000 Bürgern griff er selbst zur Feder und gab auch zu kritischen Fragen und Meinungen eine ganz persönliche Antwort“.
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Gunhild Lütge:
Anstoß zum Fortschritt
Gewerkschafter und Umweltschützer haben sich längst daran gewöhnt: Meistens steht zunächst die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Spiel, geht es um Forderungen, Technik und Produkte mehr menschen- und umweltfreundlich zu gestalten.
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Unternehmensteuern
Realistisch
Beim Thema „Reform der Unternehmensteuern“ erhitzen sich die Gemüter. Die Gewinne sind höher denn je, sagen die einen, da gibt es keinen Entlastungsbedarf.
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Abschied vom alten Trott
Technischer Fortschritt und die 35-Stunden-Woche machen flexible Arbeitszeitmodelle unvermeidlich
Von Erika Martens
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Markt-Report
Stahl ist gefragt
Der Zinsschub in der Bundesrepublik, die Diskussionen über das voraussichtliche Umtauschverhältnis der Ost-Mark in die Deutsche Mark und nicht zuletzt die Gefahren, die von der überhitzten Börse in Tokio ausgehen können – das sind alles Faktoren, die in den vergangenen Wochen den deutschen Aktienmarkt in Mitleidenschaft gezogen haben.
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Börsenspiel
Mut zum Risiko belohnt
Stürmisch wie das Wetter verlief im vergangenen Monat auch die Entwicklung an den Weltbörsen. Mit nicht unerwarteten, gleichwohl dramatischen Verlustsprüngen traf es die japanische Börse besonders heftig.
Von Reinhold Rombach
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Störfall in der Atomgemeinde
Der französische Reaktorbetreiber EDF gibt erstmals schwerwiegende Sicherheitsmängel zu
Von Rene Brunner
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Gute und schlechte Visionen
Die Vereinigung mit der DDR kurbelt die Wirtschaft in der Bundesrepublik an, aber die Gefahr steigender Preise wächst
Von Klaus-Peter Schmid
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Europäische Gemeinschaft
Kuhhandel in der Grauzone
Frankreichs Europaministerin Edith Cresson lief Anfang der Woche zu Hochform auf. In einem gedrängt vollen Saal des Brüsseler EG-Ratsgebaudes klärte sie die internationale Presse über Frankreichs Abwehrkampf gegen die japanischen Autohersteller auf.
Von Thomas Hanke
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Bayerische Raiffeisen-Zentralbank
Leichtes Geld
Von Karl-Heinz Büschemann
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Die alte Garde sahnt ab
Jan Antosik, Sprecher der Obersten Kontrollkammer (NIK), hegt keinen Zweifel.
Von Janusz Tycner
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Arbeitslose
Verschärft
Die letzten beißen wieder einmal die Hunde: In diesem Fall sind es Arbeitslose, die schlecht qualifiziert sind und daher ohnehin geringe Chancen auf einen Job haben.
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DDR / Bundesrepublik
„Und wieviel kostest du?“
Sonneberg ist endlich wieder ein Fleck auf der Landkarte. Jahrzehntelang war die südlichste Kreisstadt der DDR, die fast wie eine Exklave nach Oberfranken hineinragt, auf den DDR-Karten getilgt, einfach nicht vorhanden.
Von Roland Kirbach
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Schleswig-Holstein
Immer zur Verfügung
Es sieht ganz danach aus, als werde die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel um eine weitere Affäre aus dem Erbe der alten CDU-Regierung Uwe Barschel reicher.
Von Wolfgang Hoffmann
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Zeitliches aus der Provinz
Von der Ehre des Pfennigs
Kleinigkeiten können einem großen Geist gestohlen bleiben, hieß es sinngemäß einmal im alten Rom, oder auf gut lateinisch: Minima non curat praetor.
Von Rudolf Gerhardt
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Groß in Fahrt
Schräge Geschäfte von Mitarbeitern der DG Bank sind nichts Neues. Schon als 1981 Beamte des Bundeskriminalamtes einen illegalen Ring deutscher Rentenhändler hochgehen ließen, hatte ein Angestellter der DG Bank seine Finger im Spiel.
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Industriemüll
Spiel mit den Grenzen
Als sich im Dezember des vergangenen Jahres die Staatschefs der Bundesrepublik, Frankreichs und der Schweiz in der Humanistenstadt Basel trafen, sollte es nicht nur beim Phototermin bleiben.
Von Martin Forter und Horand Knaup
- Wissen
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Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor dem Export tödlicher Vorbilder
Aus den Fehlern der Reichen lernen
Es gab Zeiten, da waren die Direktoren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch voller Optimismus. „Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000“, hieß das ehrgeizige Ziel, das zwar immer wieder verkündet, dennoch von Fachleuten für unerreichbar gehalten wurde.
Von John Maurice und Hans Harald Bräutigam
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Der Preis der Einheit
Alle sind sie für die Einheit, aber von Opfern für dieses Ziel wollen nur wenige etwas wissen. Das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, das Resultat einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (siehe Seite 3).
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Die Crux mit dem Risiko
Fast täglich konfrontieren uns die Medien mit Meldungen über Umweltgefahren: seien es drohende Klimaänderungen, das Ozonloch, Tankerunfälle, Pannen und Mängel in Kernkraftwerken oder belastete Nahrungsmittel.
Von Hans Schuh
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An der Grenze
Viel Lärm um nichts? Oder des Widerspenstigen Zähmung? Das innenpolitische Drama um die endgültige Anerkennung der polnischen Westgrenze könnte als Rüpelspiel (mit dem Kanzler in der Hauptrolle) abgetan werden – hätte es nicht verheerenden außenpolitischen Schaden angerichtet.
Von Robert Leicht
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Erst warten, dann wägen
Vorbei die Zeiten, da westliche Journalisten einer positiven Nachricht aus der Sowjetunion mit tiefstem Mißtrauen begegneten.
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Nicht die Chance verpatzen
Auf dem Weg zur deutschen Einheit haben wir schon viel Porzellan zerschlagen
Von Helmut Schmidt
- DIE ZEIT
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Reise - Lexikon
AIRBUMP und AIRBORNE sind aufregende Ereignisse. Jeder, der schon geflogen ist, hat zumindest die Bekanntschaft eines von beiden gemacht.
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Ansturm auf Asiens Flughäfen
Der Brauch des britischen Geschäftsmagazins Business Traveller, die Reiseerfahrungen seiner Leser auszuwerten, sorgt in Singapur alljährlich für Entzücken: Regelmäßig kürt die vielfliegende Leserschaft der Gazette den dortigen Flughafen Changi zum besten der Welt: „Changi bietet das großzügigste Raumangebot, einen rundum reibungslosen Betrieb und zügige Gepäckabfertigung“, lobten die Befragten auch im Vorjahr wieder einmütig.
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Die Nase voll
In Ostthüringen wehren sich die Bürger gegen die Gülle von 175 000 Schweinen
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Michigan
Das zweite Leben von Motown
An einem Samstag auf dem Detroit River Der Vergnugungsdampfer ist ausgebucht, man hat sich chicken mit Reis und Salat vom Buffet geholt, dann Obstsalat und Kuchen.
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Nach jahrelangem Streit hat die Bonner Koalition sich verständigt: Nun sollen zunächst die beiden deutschen Parlamente den Polen sichere Grenzen versprechen
Zäher Abschied von einer fixen Idee
Redlich, offen und ehrlich – so gedachte Helmut Kohl zu erklären, warum er in der Diskussion über die polnische Westgrenze sogar noch draufgesattelt hat.
Von Gunter Hofmann
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Kein Anhängsel der Lufthansa
ZEIT: Neuesten Informationen zufolge will sich die Lufthansa mit 26 Prozent an der Interflug beteiligen.....................
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Rabatt für späte Gäste?
Wer erst sehr spät abends in sein Hotel kommt, hofft mitunter auf einen günstigeren Preis für die Übernachtung. Bei den meisten Hotelketten beißt der späte Gast allerdings auf Granit.
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Nur Balsam für das Ego
Jetzt sind die ehrgeizigen Deutschen am Ziel. Endlich dürfen auch sie einen kompletten Airbus bauen und der ganzen Welt zeigen, wozu sie fähig sind.
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Nicaragua nach den Wahlen
Dona Violeta sammelt die Macht
Nicaraguas künftige Präsidentin baut auf ihre Familie und verhandelt mit den Sandinisten
Von Willi Gennund
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Tote Seelen ’90
Moskau im Jahre 5 der Perestrojka: leere Läden, volle Theater, neue Bücher, Angst vor dem Putsch
Von Peter Urban
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Montagsdemo in New York
New York ist eine schnelle Stadt; wer da kein Telefax im Auto hat, zählt nicht. Mit eben der Geschwindigkeit führt man dort gerade ein Lehrstück auf, was – zum Beispiel – den DDR-Verlagen demnächst blühen mag.
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Bald wird das Vaterland einig sein – nur: Welche Nationalhymne gilt dann?
Deutsches Lippengewoge
Auch an dieser Stelle wollen wir unser Scherflein dazu beitragen, daß zusammenwachst, was zusammengehört. Es geht um die nationalen Symbole, für die wir konstatieren können, daß die deutsche Einheit bereits nahezu komplett ist.
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Die Dolomiti-Superski-Region setzt auf „Garantieschnee“
Berge unter Beschuß
Franz, der Product-Manager, der die Ware „Winterurlaub in den Dolomiten“ verkauft, ist ein überaus moderner Mensch. „Du mußt einfach bloß ’ne milchig gefärbte Brille aufsetzen“, empfiehlt er, während er inmitten grüner Almwiesen auf einem Schneeband zu Tale wedelt, „’ne milchig getönte Sonnenbrille, und schon schaut alles so weiß aus wie gewohnt.
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Heimliche Zocker
Das ist Chefsache“, bestimmte der Verwaltungsrat der Deutschen Genossenschaftsbank am Freitag voriger Woche. Und so setzte sich Helmut Guthardt am folgenden Dienstag ins Flugzeug nach Paris.
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Vom Fjord zum Fjell
An der Rezeption des „Nystuen Hoyfjellshotel“ steht ein gewaltiger Bär, genannt „Little Pekka“. Seine Nase ist etwas beschädigt – ein Tourist habe da mal seine Zigarette drangehalten.
Von Brigitte Macher
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Neue Musik in Heidelberg
Flehen der Klageweiber
Tote müssen beweint werden“, schreibt Myriam Marbe und erzahlt von den uralten überlieferten Ritualen und Bräuchen der Folklore Rumäniens.
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Knipsen und Kilometer fressen
Psssst! Man ist auf der Pirsch und im Begriff, das Dorf ohne viel Lärm zu umzingeln. Vor den runden strohgedeckten Lehmhütten spielen kleine Kinder im Sand, Hühner scharren, schwarz gewandete Frauen tragen Wassergefäße auf ihren halbverschleierten Köpfen.
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Kein schöner Thema weit und breit
Christoph Hein, Stefan Heym und Christa Wolf, Günter Grass und Martin Walser: Schriftsteller in Ost und West bündeln ihre Aufsätze, Reden und Gespräche zur deutschen Frage
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Kleider für den Sommer ’90
Design ist aus der Mode
Etwas stimmt nicht mehr im Land des schönen Scheins. Auf den Modemessen sieht man neuerdings viele mißmutige Gesichter. Den einst gefeierten Designerstars geht es an den Kragen; Künstler seien sie, warf man ihnen vor, die im Elfenbeinturm leben, Traumtänzer, die immer gleich ihre Seele über den Laufsteg flattern lassen.
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Vivian, Wiebke und was dann?
Orkan folgt Orkan: Kein Beweis für den Treibhauseffekt, doch vielleicht ein Vorgeschmack
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Einheit? Ja, aber bitte billig!
Finden Sie heraus, wie opferbereit die Bürger der Bundesrepublik für die deutsche Einheit sind! Diese Aufgabe wurde am 9. Februar 1990 dem Institut für Demoskopie Allensbach von Gerd Bucerius gestellt.
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Im Schatten großer Bäume
Von Kenias Küste ins Hinterland – auf roten Straßen zu den grünen Hügeln / Von Luis Murschetz
Von Luis Murschetz
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Nein, Dan(ke)
Daß die Reisenden schon 12.30 Uhr am Hotel in ihre Busse verladen wurden und dann doch erst 15.15 Uhr starteten – davon reden wir schon gar nicht mehr, das machen sie schon lange so mit uns Entmündigten.
- Gesellschaft
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. . . und so reisten die Westdeutschen
Sie wächst und wächst — die Reiselust der Deutschen. 32 6 Millionen fuhren im vergangenen Jahr für mehr als fünf Tage in Urlaub.
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Sehenswerte Filme
„Verbrechen und andere Kleinigkeiten“ von Woody Allen. „Der Rosen-Krieg“ von Danny DeVito. „Schwarzer Regen“ von Shohei Imamura.
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So wollen die Ostdeutschen reisen...
Über fünf Millionen DDR-Bürger planen für 1990 eine längere Urlaubsreise in die Bundesrepublik. Trotzdem bleibt, wie eine jetzt veröffentlichte Studie prophezeit, das eigene Land noch das beliebteste Ferienziel.
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Manager und Märkte
DDR: Großbank im Eigenbau Sowjetunion: Öffnung in Kaliningrad RTLplus: Zuviel Sex im Programm
Von Nikolaus Piper
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A la carte
Wind und Wetter haben wieder einmal den Fahrplan durcheinandergewirbelt. Für den Intercity wird „Verspätung im Stundentakt“ gemeldet.
Von Marco Finetti
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Frauen unterwegs: Ohne Mann aufs Boot
Mehrtägige Fahrten auf einem Hausboot offeriert beispielsweise der Verein Frauen unterwegs und Frauen Reisen (Potsdamer Straße 139, 1000 Berlin 30, Tel.
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Rechtsradikalismus
Draufhauen und totschweigen
Der 22jährige Robert Weiß behauptet, auf dem Ersten Lübecker Polizeirevier mißhandelt worden zu sein. Was sich am 2. Dezember vergangenen Jahres auf der Wache in der Mengstraße abgespielt haben soll, beschreibt er in einem Gedächtnisprotokoll so: „Beamter Y riß derart an den Haaren, daß meine rechte Flanke frei wurde, in die der Beamte X mehrmals hineintrat.
Von Hans-Ulrich Stoldt
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Die Statthalter werden gestürzt
Es war nur ein kleiner Verkehrsunfall; doch er endete mit Totalschaden – für die Partei. Es geschah kurz nach dem Jahreswechsel in der ukrainischen Stadt Tschernigow.
Von Maria Huber
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Intercity in die DDR
Wenn am 27. Mai der Sommerfahrplan in Kraft tritt, soll es nicht nur eine große Anzahl zusätzlicher Zugverbindungen in die DDR und nach Berlin geben, erstmals will die Bundesbahn auch eine IC- und fünf InterRegio-Verbindungen ins Nachbarland einrichten.
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Fernseh-Kritik
Nichts zu sagen
Man hat sich nichts zu sagen. Wenn das keine Sache ist, eine Sendung draus zu machen Talk-Shows leben von den Welten, die zwischen, beispielsweise, Admiral Dieter Wellershoff und Künstlermuse Elke Koska liegen.
Von Barbara Sichtermann
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Kino: „Kleine Vera“ von Wassilij Pitschul
Zum Beispiel Vera
Am Anfang zieht eine Industriestadt vorbei. Hallen und Schlote, Häuser aus Beton, Hallen, Häuser, Schlote. Im Presseheft zu „Kleine Vera“ steht, die Stadt heiße Schdanow und liege am Asowschen Meer.
Von Andreas Kilb
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Volontärs-Ausbildung
Eine Hängepartie
Der eine bekam seine Artikel immer so ins Blatt, wie er sie in der ersten Fassung schrieb, und selten gab es Kritik oder Anregungen; dem anderen wurden die Ausbildungstage wegen Personalmangels gestrichen; ein dritter mußte anderthalb Monate nach Ausbildungsbeginn vier Wochen lang ein Ressort leiten.
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„Die Klage der Kaiserin“: Pina Bauschs erster Film
Regen - Tänze
Natürlich kein Film – auch wenn Pina Bauschs erster „Film“ vom 8. März an „bundesweit“ in den Kinos „startet“. Schon die Renommiersprache der Produzenten und Verleiher ist einem Werk fremd, das auf dem eigenen Blick beharrt, das sich modischen Sehgewohnheiten verweigert, das keine Story erzählt, sondern den Titel ernst nimmt: Klage.
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Wohnungsvermittler für die DDR
Biete: Datscha im Grünen
Das Studium der Kunstgeschichte hat Gunnar Kleinecke abgebrochen, weil es mit dem wirklichen Leben zuwenig zu tun hatte. Von seiner jetzigen Aufgabe kann er das nicht mehr sagen: Als Chef der „ersten Mitwohnzentrale“ lernt er jede Menge Leute kennen.
Von Dorothea Hilgenberg
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DAS LETZTE
Vorige Woche haben wir endlich mal wieder gern im stern gelesen – im stern, der vormals unser absolutes Lieblingsmagazin war.
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Im Netz der Nomenklatura
Genosse Idiatulin, Parteisekretär für Ideologie in Kasan, zeigte in seinem Büro mit einem langen, weißen Stock auf die Landkarte.
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Warnende Zeichen
Ressentiments gegen Japan gehören mittlerweile schon fast zum guten Ton. Nicht nur den Amerikanern, sondern auch den Europäern sind die asiatischen Musterschüler des Kapitalismus zunehmend unheimlich.
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Fernseh- Vorschau
Wer dazugehört
Deutsch“ ist ein Sammelbegriff; es gab nie ein Stammesvolk wie die Franken in Frankreich, die Angeln in England, sondern nur ein Konglomerat von Stämmen, die sich von ihren Nachbarn abgrenzen wollten.
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Wahnbild Nation
Mit der nahen „Wiedervereinigung“ wird auch das deutsch-nationale Geschwätz wieder laut
Von Reinhard Merkel
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Revolution in Wolgograd
Vier Kandidaten suchen ihre Wahler. Das große Kulturhaus des Wolgograder Aluminiumwerks steht leer Blumen und Mikrophone sind aufgebaut Doch das Auditorium fehlt.
- Kultur
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". . . als ob man das Meer peitschte"
Vor 36 Jahren klagte Franz Böhm, damals stellvertretender Vorsitzender des Wiedergutmachungsausschus
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Darüber spricht man nicht
In eurer Mitte zu weilen Wo soviel edle Gemüter mir Mit Liebe entgegenheulen Diese Verse von einem v
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Zeit zum Hören
Wenngleich sich das Ohr ein bißchen straubt: kein Zweifel, daß da ein Gitarrist am Werk ist. Er heißt Hans Reichel. Man kennt seine unbändige Entdeckerlust schon lange, seine musikalische Neugier, man hat erfahren, daß er Gitarren umzubauen liebt, ihnen manchmal befremdlich klingende Saiten aufzieht, daß er eine andere (sofern man sie noch Gitarre nennen kann) so gebaut hat, wie es ihm ein besonders schönes, kostbares Stuck Holz nahegelegt hat, das er in einem japanischen Warenhaus entdeckt hatte.
Von Manfred Sack
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Stimme einer Stimmung
Auf einer Tagung von Germanisten in der Europaischen Akademie von West Berlin haben Sie 1988 gefordert, die Kulturpolitik der DDR müsse sich ändern.
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Zeitmosaik
Dies ist ein Kurzest-Gedicht des polnischen Dichters Ryszard Krynicki in der Übersetzung von Karl Dedecius aus dem neuen Heft der von Michael Kruger herausgegebenen Zeitschrift für Literatur Akzente, das neuerer Poesie aus Polen, Ungarn und Slowenien gewidmet ist Krynicki wurde 1943 in Österreich geboren, wohnt in Posen und lebt zur Zeit als Stipendiat der Robert Bosch Stiftung am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt.
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Helga Königsdorfs Roman „Ungelegener Befund“
Schuld und Söhne
Wer keine Lust hat, auf die Probleme der eigenen Vergangenheit gestoßen zu werden, sollte das Buch nicht lesen. Ohnehin dürfte die kathartische Wirkung von Büchern minimal sein, spätestens die Aufklärung hat die Vergeblichkeit solcher Versuche demonstriert.
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Die deutsche Nation – doch noch mehr als nur ein leeres Wort
Seit Erfurt ist alles anders
Nun haben wieder die kühlen Analytiker, die nüchternen Datenverarbeiter das Wort. Sie müssen das Treffen von Erfurt auf seinen Stellenwert in der Innen- und Außenpolitik untersuchen, Erfolg und Mißerfolg abwägen.
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Ausstellung in Köln: Gerhard Richters „Atlas“
Das visuelle Laboratorium
So unvorbereitet man auch auf das Werk Gerhard Richters treffen mag – im Museum Ludwig in Köln ist es fast unmöglich, nicht von ihm gefesselt zu werden: Bereits im Treppenaufgang trifft der Besucher auf eine zum Klassiker bundesdeutscher Gegenwartskunst gewordene Gemälde-Folge, 48 Schwarzweißportraits berühmter Männer, entstanden nach lapidaren Lexikonphotos, im deutschen Pavillon der venezianischen Biennale 1972 zum erstenmal gezeigt.
Von Ursula Bode
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Kunstkalender
Ich und die Stadt“ heißt eines der frühen Gemälde des Expressionisten Ludwig Meidner, in dem die Häuser über dem Selbstbildnis des Malers zusammenstürzen.
Von Barbara Gaehtgens
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Entspannung durch Wiedervereinigung
Die Vereinigung Deutschlands dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Anläßlich des vierzigsten Jubiläums der beiden deutschen Staaten hätte das niemand zu prophezeien gewagt.
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Claus B. Schröders Roman „An J. – Briefe ohne Umschlag“
Wie alles ist
Presse, Rundfunk und Fernsehen haben in den letzten Wochen ausführlich und genüßlich über die „marode DDR-Wirtschaft“ berichtet, über stinkende Fabriken und verkommene Landschaften, über schrottreife Autos und schlechte Straßen, über umweltbelastete Regionen und verfallene Städte.
Von Claus B. Schröder
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„Zeuse in eigener Sache": Du Erinnerungen Gustav Justs
Die Durchsteller
Kennengelernt habe ich Gustav Just 1989.
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Stefan Heyms Roman „5 Tage im Juni“, gelesen im Februar 1990
Endlich! Jetzt noch?
Papier! Papier! Zeitungen! Flugblätter! Programme! Statute! Keine Zeit für Literatur. Wer doch zu Büchern kommt, will aus dem ganzen Rummel fort.
Von Stefan Hevm
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BUCH IM GESPRÄCH
Hoffnung auf die Intellektuellen
Mit „China im Umbruch“ wird erstmals einer der führenden Köpfe der chinesischen Demokratiebewegung in deutscher Sprache vorgestellt.
Von Thomas Heberer
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Schweig, Männla!
Herbert Achternbusch zeigte uns „Plattling“, einen Ort in Niederbayern, an der Eisenbahnlinie nach Passau. Wir waren mit Franz Xaver Kroetz in „Oberösterreich“ und haben in Felix Mitterers Stücken Tirol fürchten gelernt.
Von Helmut Schödel
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Was DDR-Bürger denken
Da wachste uff...
Die sich die Bonner Politiker die Zukunft der DDR vorstellen, weiß in der Bundesrepublik jeder; sie verkünden es täglich. Wie sich die DDR-Bürger selbst ihre Zukunft wünschen, weiß in der Bundesrepublik kaum jemand.
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VOR VIERZIG JAHREN
1950: Frankreich vergißt Europa
Der letzte Sonntag war ein Tag der Volkstrauer im doppelten Sinne: um die Toten zweier Weltkriege und um die Saar. Diese Saartrauer kann man uns so wenig verwehren wie die Totenklage.
Von Ernst Friedlaender
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Von Lieb’ und Haß in Bett und Staat
Hans Magnus Enzensbergers „Romantische Frau“ und Christoph Heins „Ritter der Tafelrunde“ in Kassel
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Schonungsloser fragen
Dieses Buch ist ein erregendes Zeitdokument. Die Qual des Sicherinnerns hat seine literarische Struktur geprägt. Abgrundtiefe Enttäuschung, Schmerz und Blut sind mit diesen Erinnerungen verbunden, sie entziehen sich einer literarischen Wertung.
Von Regine Scheer
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Wir wußten, es würde kommen
Literatur in der DDR: Sie sollte den Bewohnern des kleinen Landes zeigen, was sie nicht erlebten
Von Werner Liersch
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Am Beispiel einer Verlagsfusion exemplifiziert: Die Geschichte der Weimarer Republik
Eine vorbereitende Machtübernahme
Wie eine als Kampfpodium verstandene, antirepublikanische Plattform zusammengezimmert wurde
Von Fritz J. Raddatz
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Kurt Schumacher war der erste Sozialdemokrat, der nach 1945 die volle Tradition des deutschen Sozialismus aufgriff, die „linke“ einschließlich Marxismus, die „rechte“ einschließlich des damals hochgradig unzeitgemäßen Bekenntnisses zum unamputierten Reich der Deutschen. Mit seinem unzeitgemäßen gesamtdeutschen Kurs führte Schumacher die SPD unerbittlich in ihre tiefste Wahlniederlage. Gleich nach seinem Tod erfolgte die Korrektur auf exklusiven Westkurs. Mit hochintelligenter Geschwindigkeit dreht sich die SPD nun wieder von west- auf gesamtdeutsch.
Nationale Sozialdemokratie
Franz Schönhuber läßt wieder von sich hören. In mehreren Reden sagte er kürzlich unter anderem: „Deutschland hat als Staat niemals aufgehört zu existieren.
Von Günther Nenning
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Volker Brauns „Texte in zeitlicher Folge“
Bodenlose Sätze
Handlich in Format und Umfang (250 Seten), zweckmäßig in der Ausstattung präsentiert sich diese Edition der Braunschen „Texte in zeitlicher Folge“; neun Bände soll sie umfassen.
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Aus der Traum
Es ist ja kein Zufall gewesen, daß die Kolonisatoren die Zauberer, Sänger der Stämme umgebracht habe
Von Karin Hirdina
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Die Staatliche Galerie Moritzburg Halle
Im Brautzimmer das Kostbarste
Gott, Welt, Seele, Einzelmensch, Pflanze, Tier und Weltzweck ... nichts, was Christian Wolff ungedacht gelassen hätte. Seine allerhand „vernünftigen Gedanken“ hatten dem gerade 28jährigen Philosophen eine komfortable Professorenstelle in Halle eingetragen.
Von Hans-Joachim Müller
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Alles zu spät
iHort weg!
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Geld oder Ehre
Die staatliche Druckgenehmigung des Ministeriums für Kultur ist weggefallen und mit ihr die als „Empfehlungen" getarnte ideologische Zensur.
Von Dorothea von Törne
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Fritz Rudolf Fries’ Roman
Zwischen den Stühlen
Es muß Fritz Rudolf Fries so zugesetzt haben, in der Verfilmung seines Romans „Das Luftschiff“ die von ihm geschaffene Stannebein-Familie leibhaftig auferstehen zu sehen, daß er diesen bisher wohl wichtigsten seiner Romane gleich noch einmal schrieb, das Füllhorn seiner Einfälle und Visionen über das bereits bekannte Figurenensemble ausschüttete, dabei aber keine Nachbildung des „Luftschiffs“ vorlegte, sondern etwas bemerkenswert Neues, wobei die Schauplätze dem Leser vertraut sind.
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Was wird, weiß niemand:Außerordentlicher Schriftstellerkongreß in Ost-Berlin
Drei Tage im März
Dieses Mal waren die Schriftsteller unter sich. Und das werden sie nun wohl bleiben: auf sich allein gestellt. Niemand ist mehr für sie da: kein Staat, keine Stasi, keine Partei, kein Buchminister, keine Zensur.
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Klaus von Dohnanyis „Brief an die Deutschen Demokratischen Revolutionäre"
Vademecum vom West-Onkel
Dies ist die Stunde der West Onkel.
- Länderspiegel
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Alltag eines Kranfahrers
Ganz oben
Berthold Huth kommt täglich in den Himmel. Das ist sein Job: als Kranfahrer beim Bau des höchsten Hochhauses Europas, des Frankfurter Messeturms.
Von Walter Wüllenweber
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Das Kernkraftwerk Biblis hält den Rekord in Störfällen
Immer kaputt
Mit 75 meldepflichtigen Störfällen im Jahr 1989 hat das Kernkraftwerk Biblis bundesweit einen neuen Rekord aufgestellt. Die Zahlen stammen vom Bonner Umweltministerium sowie aus den Monatsmeldungen der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE).
Von Bernhard Lutz
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In 250 Schulen zeigt ein badisches Theater die Großchemie von der besten Seite. In Göttingen kam es zum Störfall: Kritik von Lehrern und Schülern
Der diskrete Charme der Industrie
Vorhang auf, Chemie für’s Volk. Die Frau: „Also ehrlich, Herr Doktor, ich muß ja amtlich den Mund halten, aber ganz privat, ich habe auch Angst vor der Chemie.
Von Frank Drieschner
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Schüler gegen Meiereien
Milch ins Glas
„Die Einwegverpackungsflut von unseren Schulen zu verbannen ist unser erklärtes Ziel“, steht auf einem Flugblatt der „Schülerinnenkammer Hamburg“.
Von Walter Wällenweber
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Pro Familia
Vor dem Einsturz
Wenn die Bamberger Bürger Liebeskummer haben, Krach in der Beziehungskiste oder Probleme mit der Familienplanung, dann bleibt ihnen – nach dem Willen der Stadtväter – nur der Gang zum Erzbischöflichen Seelsorgeamt.
Von Susanne \
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Windkraft
Tüftler in Not
Mit „Glück zu“ wurde in vorindustrieller Zeit der Müller im Dorf gegrüßt, das Geräusch der knarrenden Flügelkreuze seiner Mühle gehörte zum beschaulichen Leben.
Von Heidemarie Blankenstein
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„Globe-Theatre“
Ein närrisch Ding im Angebot
Ach, wenn der Narr nur wüßte. Unschuldig tritt er an die Rampe und erzählt: „Als ich noch ein Dreikäsehoch war, / Mit Heho, mit Regen und Wind, / War so ’n närrisch Ding nur zum Spielen da, / Denn der Regen, der regnet jeglichen Tag.
Von Christian Thomas
- Lebensart
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Klassenkampf war Klassenziel im einheitlichen sozialistischen Bildungssystem. Viele Pädagogen aus Margot Honeckers Lehrerbildungsstätten tun sich jetzt schwer.
Nicht so richtig anders
Die lila Strähnen waren raus aus den Haaren von Margot Honecker, als sie vor dem Untersuchungsausschuß der DDR-Regierung saß.
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Carl Djerassi
Die Lust an der Verführung
Wie heißt noch gleich die Piazza vor dem Dom in Florenz? Carl Djerassi will es wissen, jetzt. Ein Reiseführer ist nicht aufzufinden, drei kunsthistorische Wälzer werden der Besucherin mit einem entschuldigenden Lächeln in die Hand gedrückt – „nur dies noch, dann können wir die Künstlerkolonie besichtigen“ –, und sie blättert konfus zwischen Inhaltsverzeichnis und Index hin und her.
Von Dorothee Nolte
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Es ist genug
Den Satz „Wir werden zu alt“, den höre sie schon sehr oft. „Doch wenn es ein konkreter Fall ist, hängen die Leute doch am Leben.
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Eugen Drewermann: Offener Brief an den Erzbischof
Sprechen in Sachen Gottes von oben herab
Der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann, Privatdozent an der katholisch-theologischen Fakultat in Paderborn, muß nach dem Erscheinen seines jüngsten Buches über den geistlichen Stand („Kleriker – Psychogramm eines Ideals“, vgl.
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Kaderwelsch
DerBegriff Dialektik, ein ursprünglich philosophischer Begriff, mußte vor allem zur Legitimation sogenannter nichtantagonistischer Widersprüche herhalten, der angeblich einzigen noch existenten Widersprüche im Sozialismus, die grundsätzlich produktiv und lösbar seien.
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Über das Leben im Schatten einer Kopfbedeckung
Hut auf
Dies vorweg, ich habe schon Hut getragen, lange bevor sich Udo Lindenberg, Drafi Deutscher oder Harald Juhnke das Ding mit der breiten Krempe aufs Haupt stülpten, um erkannt zu werden.
Von Gerhard Seehase
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Seit Frauen im Parlament sitzen, bleiben die Schwierigkeiten nicht aus. Zum Beispiel: Ein Kind will zur Mutter Abgeordneten. Ein Fall, wie er sich jüngst in Hamburg ereignete...
Mama drin, Kind draußen
Das Kind einer Abgeordneten will nicht, wie die Mutter will. Das Kind will nicht, wie abgemacht, bei seinem Freund schlafen.
Von Helga Wullweber
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Ben Witter
Nebbich
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Die Raubtiere von Wall Street
Ende der Habgier?
Jets für Hunde, Butler im Büro – die Kritik an den Exzessen der US-Firmenkultur wächst
Von Barbara Ungeheuer
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Zeitlese
Einsicht und Diplomatie haben schließlich gesiegt. Der Streit um den Zuschuß des Landes Baden-Württemberg an die Privatuniversität Witten-Herdecke (vergleiche Zeit Nr.
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Österreich ist schockiert. Der Nachrichtendienst liefert Privatfirmen Dossiers über einfache Bürger. Der Heeresnachrichtendienst arbeitet im Auftrag des Pentagon.
Kleines Land, viele Schnüffler
Die Bombe detonierte so ganz nebenbei in der Sitzung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses über einen der vielen Skandale, die in den letzten Monaten in Wien aufgeflogen sind: Anton Schulz, Leiter der dem Innenministerium untergeordneten Staatspolizei (Stapo), berichtete in Zusammenhang mit dem Noricum-Waffenskandal – mehrere ehemalige Minister müssen wegen illegaler Waffenexporte an die Golfkriegstaaten Prozesse fürchten – von Dienstleistungen besonderer Art.
Von Peter Pelinka
- Tribüne
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Abrüstung für die Sprache
Der verbale Barock der ehemaligen Parteipresse und die Sprachdiktate aus dem Hause Honecker/Herrmann treffen uns nicht mehr.
Von Karlheinz Lohs
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Ratschlag für Grenzgänger
Wir sind alle gesund, der Bedarf an Südfrüchten hat sich nach sechs Monaten auf ein normales Maß reduziert. Im Supermarkt bekomme ich keine Beklemmungen mehr und schimpfe bereits, wenn meine Diät-Margarine gerade vergriffen ist.
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Die Narben werden bleiben
HAMBURG. – DDR -identität? Was ist das, fragt man sich hier.................................................................