Das größte Gräberfeld der Hinkelstein-Gruppe ist bei Ausgrabungen in Trebur (Kreis Groß-Gerau) in Hessen entdeckt worden. Wie die Zeitschrift Ur- und Fruhzeit (Heft 2, 1990) berichtet, handelt es sich dabei um mehr als achtzig Bestattungen aus der Zeit um 4800 vor Christus. Der exotisch klingende Begriff Hinkelstein-Gruppe hat nichts mit den aus den Asterix-und-Obelix-Heften bekannten Hinkelsteinen zu tun. Statt dessen erinnert er an den ersten Fundort dieser jungsteinzeitlichen Kulturstufe bei Monsheim im Gewann Hinkelstein (Rheinland-Pfalz). Eine Besonderheit der Hinkelstein-Bestattungen sind Speisebeigaben in Form von Rinderrippen, die man bedeutenden Persönlichkeiten mit ins Grab gab. Sie belegen den Glauben an ein Weiterleben im Jenseits. E.P.

Die Holzlagerung ist nach den Sturmschäden vom März ein massives Problem, denn über fünfzig Millionen Kubikmeter Holz müssen für zwei bis fünf Jahre qualitätserhaltend gelagert werden. Üblicherweise wird die Naßkonservierung durch Berieseln oder Ablagern in Gewässern gewählt, doch der Aufwand dafür ist hoch. Eine Alternative könnte eine optimierte Trockenlagerung sein. Hiermit hat die Fürst zu Solms Lich’sche Forstverwaltung in Hessen „überraschend gute Erfahrungen“ gemacht. Die Optimierung ist allerdings eine Gratwanderung: Einerseits soll das Stammholz rasch trocknen, um Pilzbefall und dadurch bedingte Verfärbungen zu vermeiden, andererseits kann schnelles Trocknen unerwünschte Rißbildungen hervorrufen. Hamburger Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft sowie der Universitätsinstitute für Holztechnologie und -biologie wollen nun in einer dreijährigen Studie optimale Bedingungen für eine Trockenlagerung bei Fichten-, Kiefern-, Lärchen- und Douglasienholz herausfinden. HST