Die Metapher ist schnell zur Hand: Gold verliert immer mehr Glanz, ist die vorherrschende Meinung, nachdem der Preis immer neue Tiefstwerte erreichte. Wie immer sich die Notierungen kurzfristig entwickeln werden, die Basisdaten versprechen nichts Gutes. Angesichts der hohen Zinsen am Kapitalmarkt haben Anleger gegenwärtig bessere Alternativen. Die Nachfrage der Verarbeiter ist ebenfalls gering.

Obendrein sprechen die Probleme der UdSSR dafür, daß Gold billiger wird, denn das Land, selbst großer Goldproduzent, könnte mit dem gelben Metall Teile seiner Auslandsschulden tilgen.

Die Goldminen Südafrikas haben daraus schon ihre Konsequenzen gezogen. Allein in der vergangenen Woche kündigten drei von ihnen die Entlassung von rund 9000 Beschäftigten an mit entsprechenden sozialen Folgen für die zumeist schwarzen Arbeiter. Mehr als Fatalismus bleibt auch den Minen-Managern nicht: „Unsere Industrie hat in diesem Jahrhundert schon mehrere solcher Krisen erlebt und überlebt.“ hp