• Ausgabe 02/1991

    Ausgabe 02/1991

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Verhärtete Fronten nach den Wahlen in Serbien und Montenegro

    Titos Staatsgebilde zerbricht

    Die innenpolitische Redakteurin der slowenischen Zeitung Delo in Ljubljana bemühte sich angestrengt, ein Mißverständnis westlicher Agenturen aufzuklären.

    Von Johannes Grotzky

  • Die Bastion Albanien öffnet sich

    Aus Stalins Schatten getreten

    Als Ismail Kadaré Ende Oktober seine Heimat verließ, stellte er resigniert fest: „Ich hatte gedacht, aus Alia könnte ein albanischer Gorbatschow werden.

    Von Jörn Arfs

  • Einheit auf kleiner Flamme

    Ein paar Tage vor der Schlußrunde ihrer Koalitionsverhandlungen machen CDU, CSU und FDP nicht den Eindruck, daß sie ihrer Aufgabe gewachsen sind.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Weltbühne

    Himmlischer Frieden

    Die Rituale der leninistischen Parteidiktatur, im Osten und in der Mitte Europas von einem noch unbeholfenen Parlamentarismus abgelöst, sind im kommunistischen Fernen Osten nach wie vor noch lebendig.

    Von Matthias Naß

  • Worte der Woche

    „Die großen politischen Entscheidungen über die Einheit Deutschlands und die gemeinsame Zukunft der Völker Europas sind in den beiden Vorjahren gefallen.

    Von Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland

  • Rückblick: Parteitag der KPF

    Lauter Leninisten

    Frankreichs Kommunisten, die einst die stärkste der Parteien stellten, sind gesellschaftlich wie politisch zur Randgröße geschrumpft.

  • In Südafrika verhandelt Präsident de Klerk mit der Befreiungsbewegung ANC über ein Ende der Apartheid

    Keine Angst vor der Zukunft

    Schwarze und Weiße müssen zusammenarbeiten – Ein ZEIT-Gespräch mit Nelson Mandela

  • Wolfgang Ebert

    Im Stau bei Hof

    Im Bonner Sylvestertrubel schnappt man so manche Wortfetzen auf... „Wenn Schäuble uns beizeiten doch nur einen Ton gesagt hätte, dann wäre meine Firma jetzt nicht auf den kompletten Bratsche-Solo-Einspielungen de Maizières sitzengeblieben .

  • Ben Witter

    Angetippt

    Armes Deutschland.“ Historiker sollten endlich versuchen, die Entstehungsgeschichte dieser grämlichen Redensart zu entlarven; Heimatforscher und patriotische Vereinigungen haben anscheinend versagt.

  • Ein Bündnis ohne Alternative

    Lange schon ist vergessen, daß sich CDU/CSU und FDP sehr weit auseinandergelebt hatten: Im Frühjahr 1988 türmten sich in der Koalition scheinbar unüberwindbare Probleme auf.

    Von Peter Siebenmorgen

  • Zeitspiegel

    Wie soll sich ein frommer Moslem verhalten, wenn ihm ein westlicher Bekannter „Fröhliche Weihnachten“ wünscht? Der in unseren Breiten längst zur weltlichen Formel herabgesunkene Gruß bedeutet für die saudischen Tugend- und Glaubenswächter in Saudi-Arabien eine ernsthafte religiöse Anfechtung, der ein guter Moslem widerstehen muß.

  • Ein Jahr nach dem Sturz des Diktators Nicolae Ceauşescu

    Fluch auf Fluch

    Bukarest, im Januar Das Kreischen der Räder schneidet ins Ohr. Dumpfe, monotone Schwellenschläge. Verschlierte Leuchten tauchen das Abteil in gelbes Zwielicht.

    Von Bartholomäus Grill

  • Der ehemalige Staatschef der DDR hinter den Mauern eines sowjetischen Militärhospitals

    Ein langes Leben mit der Lüge

    Aus dem schier Unverständlichen des Zusammenbruchs der sozialistischen Gesellschaft wächst zugleich der Aufbruch in eine neue Welt.

    Von Joachim Nawrocki

  • Nachlese: Machtkampf in Somalia

    Gesinnungswandel

    Diktatur und Demokratie trennt häufig nur eine Maschinengewehrsalve. Siad Barre, seit 21 Jahren Gewaltherrscher über Somalia, konnte den Lärm der Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen bereits in seinem Präsidentenpalast in Mogadischu hören, als er seine Liebe zum Parlamentarismus entdeckte.

  • Bonner Bühne

    Gaben zum neuen Jahr

    Im feiertagsstillen Bonn kramen wir noch einmal in unserer Weihnachts- und Neujahrspost, im weitesten Sinne. Denn außer den vielen guten Wünschen, die wir erwidern, ist auch ein Stapel Papier mit Bilanzen gekommen – und manche freundliche Gabe.

    Von Carl-Christian Kaiser

  • Vergangenheitsbewältigung in Chile

    Der General unter Beschuß

    Über die Plaza de la Constitución hallt das Klacken von Stiefelabsätzen. Eine Abteilung Carabineros marschiert im Gleichschritt.

  • Wirtschaft
  • Spekulation

    Millionensegen aus dem Antiquariat

    Historische Wertpapiere zu sammeln ist ein teures Hobby geworden. Liebhaber in Amerika, Großbritannien, Frankreich und vor allem in Deutschland zahlen zum Teil horrende Preise für alte Aktien und Obligationen, für die es weder Zinsen noch ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung gibt, und die man daher höchstens einrahmen und an die Wand hängen kann.

    Von Nikolaus Piper

  • Pharmaindustrie

    Pech für die Glückskinder

    Auch Pharmamanager mögen ungern bittere Pillen schlucken. Seit dem 1. Januar liefern Firmen wie Bayer oder Boehringer nicht mehr ihr komplettes Arzneimittelprogramm in die ehemalige DDR, denn sie hadern mit Norbert Blüm: Alle anderen Branchen dürfen drüben hübsch verdienen, nur nicht die eigene.

  • Bonner Kulisse

    Der SPD-Finanzpolitiker Joachim Poß prophezeit dem Bundesfinanzminister Theo Waigel eine schwere Schlappe. Der Grund: die geplante Autobahnabgabe.

    Von Wolfgang Hoffmann

  • Liquidität ist Trumpf

    Die letzten Börsentage vor dem Jahreswechsel waren in der Bundesrepublik von den politischen Risiken überschattet, die sowohl vom Golfkonflikt als auch von der Entwicklung in der Sowjetunion ausgehen.

  • Fritz Vorolz:

    Was wird am Golf verteidigt?

    Sprechen demnächst die Waffen? Längst wird mit Worten ein Nervenkrieg geführt. Der amerikanische Verteidigungsminister Richard Cheney beteuert, seine Truppen in Saudi-Arabien seien einsatzbereit; er droht mit einem absolut zerstörerischen Schlag, zumal wenn der Irak Massenvernichtungsmittel einsetzen sollte.

  • Bank und Börse

    Nur die Barzahler bekommen Rabatt

    Bunt präsentieren sich die Eingangstüren von Hotels und Restaurants, Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistungsbetrieben: Kreditkartensignets, etwa von Eurocard, Visa, American Express und Diners Club, sind gut für das Image und signalisieren dem Kunden, daß er auch mit Plastikgeld willkommen ist.

  • Matsushita übernimmt Universal

    Wie im Kino

    Kino ist perfekte Illusion – denkt der Fan, der an der Kasse Schlange steht, um stundenweise in eine Traumwelt abzutauchen. Er gruselt sich ehrlich, wenn Dracula in den blütenweißen Hals einer zarten Schönen beißt, ist gerührt, wenn drei Männer aufopferungsvoll ein fremdes Baby umsorgen, und weint mit, wenn ein Märchenprinz sein gefallenes Aschenbrödel in eine sündenfreie Zukunft entführt.

  • Wissen
  • Macht und Markt allein tun’s nicht

    In unserer Zeit, in der die Macht und nicht der Geist im Zentrum steht, hat man sich so daran gewöhnt, militärisches Potential und ökonomische Potenz als die entscheidenden Faktoren anzusehen, daß die Bedeutung von Geist und Kultur in den Hintergrund getreten ist.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Armut im Wohlstand

    Seit langem schon funktioniert in der alten Bundesrepublik ein Subsidiaritätsprinzip besonderer Art: Für Wohlstand, wirtschaftlichen Fortschritt und Zukunftsoptimismus zeichnet die Bundesregierung verantwortlich; Armut und Obdachlosigkeit werden von Wohlfahrtsverbänden und Stadtkämmerern verwaltet.

  • Erforscht und erfunden

    Alkoholabhängige Piloten sind leider keine Seltenheit. Nach Angaben der Münchener Medizinischen Wochenschrift (Nr. 49/90, S.

  • Kein Anschluß

    Die Monopolkommission hat recht, wenn sie die bisherige Langsamkeit der Bundespost kritisiert, mit der diese den Aufbau von Telephon- und Telefaxverbindungen zwischen Standorten in der früheren DDR und dem Westen betreibt.

  • Alternative Energie

    Kaum beachtete Erdwärme

    Die ehemalige DDR war wirklich kein Musterland des Umweltschutzes, und die östliche Technik wird mehr verspottet als gelobt.

    Von Christopher Schrader

  • Mukoviszidose / Gentechnik

    Verstopfte Kanäle

    Der Kuß auf die Stirn des erkrankten Kindes schmeckt salzig. Mit diesem einfachen Verfahren haben die ehrwürdigen Schwestern am Hofe des spanischen Königs eine Krankheit diagnostiziert, die im Mittelalter mit Dämonen und Hexen in Verbindung gebracht wurde.

    Von H.h. Bräutigam

  • Warnrufe

    Es wäre von unseren Nachbarn viel verlangt, daß auch sie für die Kosten der Einheit aufkommen. Wenn die vor Wirtschaftskraft strotzende Bundesrepublik ihre schwächeren Partner in der Europäischen Gemeinschaft zur Kasse bittet, dann muß das Ressentiments wecken.

  • Zu spät für die Vernunft?

    Ist es Selbstbetrug zu glauben, daß eine friedliche Lösung am Golf noch immer möglich sei? Gewiß, die Zeichen deuten auf Krieg.

    Von Christoph Bertram

  • DIE ZEIT
  • Zauber und Zerstörung

    Merian-Hefte über „Die fünf neuen Länder“ schüren die Lust, den noch immer fremden Teil Deutschlands zu entdecken

  • Türen, die keine mehr sind

    Türe auf, Türe zu. Da versteckt sich jemand, da poltert wer herein, da drückt einer leise die Klinke und steht plötzlich mitten im Raum.

  • Mit dem Abriß der Galata-Brücke stirbt ein Stück altes Istanbul

    Das Teehaus zwischen den Kontinenten

    Ihre Tage sind gezählt: Die vor dem Ersten Weltkrieg von deutschen Ingenieuren errichtete Galata-Brücke soll in Kürze abgerissen werden.

    Von Otmar Steinbicker

  • Salzburger Land

    Versuchung in Leogang

    Erst hat der Leoganger Pfarrer nicht glauben wollen, daß der Schneider Thomerl tatsächlich Wetter machen könne. Als dann aber am Leonharditag 1890 der Hagel im Pfarrgarten alles Kraut zerschlug, ringsum aber nichts, da hat der fromme Mann den Thomerl rasch ein zweites Mal getauft.

  • Die Projekte nicht aufs Spiel setzen

    Reimar Lüst zieht Bilanz – ZEIT- Gespräch mit dem ersten deutschen Chef der Europäischen Weltraumorganisation

  • Gesellschaft
  • Noch lächelt Buddha

    Das verschlafene Laos ist auf den Ansturm des Massentourismus nicht vorbereitet

    Von Jürgen Dauth

  • In der Zwickmühle

    In der Bundesrepublik haben zusätzlich zur Golfkrise die neuesten Daten über den voraussichtlichen Bruttokreditbedarf der öffentlichen Hand die Stimmung beeinflußt.

  • Manager und Märkte

    Bis zum Herbst 1989 war es vollkommen klar, wer in den Betrieben der ehemaligen DDR die Macht hatte: die Partei – und zwar in Gestalt des für Wirtschaftsfragen zuständigen Politbüro-Mitglieds Günter Mittag, des örtlichen SED-Sekretärs, des Kombinatsdirektors und meist auch des Chefs der Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL).

  • Fernseh Vorschau

    Fin de siècle

    Freistil ist ein Kulturmagazin, wie ich es mir immer gewünscht habe: ohne Moderation, aber mit einem großen Bogen, der sich in den Beiträgen herstellt beziehungsweise im Hirn des Betrachters.

    Von Ndr, Rb, Ffb

  • Wandern in Cornwall

    Wer weiß, wo man hinschauen muß, erkennt die gewachsenen Strukturen der Umwelt, ebenso wie die gefährdeten oder schon zerstörten.

    Von Heiko Zentgraf

  • Was, der ist immer noch da?

    Über das Bauen in der DDR und die Architektur, über die Architekten und was ihnen nun bevorsteht und über Berlin – ein Gespräch mit Bruno Flierl

    Von Manfred Sack

  • Shakespeare in Hamburg

    Tralala

    Mann, was sind wir jung & dynamisch. Du kommst beim bloßen Zuschau’n ins Schwitzen. Schon die Yamaha PM 3000. Wie deren Getucker ins Blut geht.

  • München: Herzmanovsky-Orlando-Uraufführung

    Ausgestopfter Unfug

    Es geht schon damit los, daß Herr von Nichts mit seiner vermeintlichen Schwester Hasenpöpelchen soupiert (mit Mandrillgesäßen zum Dessert); sodann steht „eine splitternackete Fräuln“ im Papierkorb des weiland Fürsten Metternich, und man bricht auf ins Königreich Neapel, nicht ohne eine guttural jodelnde Steiermark zu passieren, nasalen Erbadeligen vors Lorgnetterl und fatalen Puffmamsellen halbwegs zwischen die Beine zu geraten und sich bei alledem „in eine europäische Darmverschlingung ersten Rang es zu verhaspeln“.

  • Woody Allen läßt grüßen

    Brenda Landry hat in ihrem Büro an der Wall Street schon so manche Nacht durchgearbeitet. Amerikanischen Investoren ist die Bankanalystin durch ihre Anlegertips in Fernsehsendungen und Wirtschaftsmagazinen bekannt.

    Von Irene Mayer-List

  • Ich treibe die Teufel aus

    HUPPERT: Nein, mit meiner Arbeit hatte das nichts zu tun. Die Psychoanalyse ist eine Methode zur Selbsterfahrung. Ich habe das gemacht, um mit dem Leben besser fertig zu werden.

  • Fernseh-Kritik

    Jede Menge Moral

    Geschichten mit Moral sind wenig beliebt, weil die Moral gern erstickt, was die Geschichte verspricht. Stories leben vom Geheimnis, mithin von Spannung; Moralen neigen zur Eindeutigkeit, also zur Langeweile.

    Von Barbara Sichtermann

  • DAS LETZTE

    Die letzten Wochen waren hart. Wir suchten und suchten. Anfangs waren wir sicher, es in der taz zu finden. Was wir auch lasen, ob titanic, Emma oder Freitag, überall fanden wir den hoffnungsvollen Satz: „Was hier nicht steht, steht in der taz.

    Von Sehenswerte Filme

  • Theater in Berlin und München: Ibsen und Specht

    Wolf und Hase

    Herr Borkman, ein bankrotter Bankdirektor und Vater eines Einzelkindes namens Erhart, ist nach drei Jahren Untersuchungshaft und fünf Jahren Gefängnis ein einsamer Wolf.

    Von Helmut Schädel

  • Fernflüge: Vor der Rückreise bestätigen

    Flug SQ 25 und SQ 26 Frankfurt--Singapur-Frankfurt: In Spalte sieben des Flugtickets tauchen unter dem Begriff „Status“ die zwei Buchstaben „OK“ auf.

    Von Rainer Schauer

  • Winterurlaub an der Nordseeküste

    Eine „Kurzreise zum Kennenlernen“ der ostfriesischen Insel Norderney kostet beispielsweise mit vier Übernachtungen (samt Frühstück) in Privatunterkünften, Pensionen oder Hotels zwischen 156 und 364 Mark; die Kurkarte, ein Saunabesuch, eine Stadtführung und der Besuch des Fischerhausmuseums sind darin enthalten.

  • Ein Nachruf auf Deutschlands populärsten Kritiker

    Luft

    Wie fange ich an? Das ist eine Frage, an der viele Kritiken schon im ersten Absatz kläglich verenden. Sie brechen zusammen unter der Last eines bleischweren Gedankens.

  • Feierfreudige Eidgenossen

    Anders als vor 25 Jahren, als die Jubiläumsfestivitäten auf wenige Orte beschränkt waren, wird 1991 überall im Land gefeiert: mit 700-Jahr-Feiern der Gründung der Eidgenossenschaft gedacht.

  • Mächtige Maus

    Amerikaner sind generöse Menschen und immer bereit, ihre besten Erfindungen mit der ganzen Welt zu teilen. Was verdanken wir ihnen nicht alles, das unser Leben erst so richtig lebenswert gemacht hat: Jeans und Jazz, Cola und Comics.

  • Kinder- und Jugendbücher
  • Der Ritter mit dem Kuschel-Zitteraal

    Nun sei man doch schon so ein großer Junge, so ein großes Mädchen, da brauche man doch keine Angst mehr zu haben, da brauchen Mama und Papa doch nicht mehr den ganzen Abend lang das Licht im Flur brennen zu lassen.

  • Fremde Nähe

    Schon in der Schule konnte ich sie nie ausstehen – diese Erzählungen aus fernen Ländern, mit ihren endlosen Naturbeschreibungen und exotischen Bräuchen, die man stocklangweilig fand, aber nichts sagen durfte, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, phantasielos oder zu wenig einfühlsam zu sein.

  • Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt LUCHS 52 vor

    LUCHS 52

    Manche Tierkinder machen sichs besonders leicht: kleine Pinguine, kleine Biber, kleine Pferde, kleine Schimpansen. Sie sind unwiderstehlich streichelweich, weil sie auch als Erwachsene nichts von ihrem Charme verlieren.

  • Dr. Rabes Geheimtip

    Der Knirps mit den Hamsterbacken und den tomatenroten Haaren heißt Malte. Er ist drei, hat Mama, Papa und ein Meerschweinchen.

  • Kultur
  • Zeitmosaik

    Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit, wird Kapital kühn.

  • 700 Jahre Eidgenossenschaft:

    Falsche oder andere Schweiz

    Helvetias Zukunftsvision – ein Alptraum: Tausende von Vierzigtonnern brummen durch den achtspurigen Gotthardtunnel, der Kanton Uri ist eine einzige Tankstelle, die Südschweiz eine einzige Pension für wohlhabende EG-Rentner, das Wallis unter Wasser nach dem Bau eines riesigen Stausees (der Energie-Export ist eine der wenigen Einnahmequellen), der Kanton Aargau, im Volksmund „Atomgau“, eine einzige Atommülldeponie (auch das bringt Geld).

    Von Dante Andrea Franzetti

  • Satan lernt beten

    Die Macht Allahs kennt keine Grenzen: Salman Rushdie ist ein gläubiger Moslem geworden

    Von Iris Radisch

  • Patrick McGraths „Groteske“

    Perversion

    Ist das nicht eine Groteske – ein Mann, der sich in einen dahinvegetierenden Krüppel verwandelt hat?“ fragt der Ich-Erzähler in Patrick McGraths Romandebüt „Groteske“ (aus dem Englischen von Brigitte Walitzek; S.

    Von Norbert Schachtsiek-Freitag

  • Der Sekretär des Todes

    Von allen Geschichten, die man sich über John Berger, den mißratenen, aufs französische Festland entlaufenen Sohn der englischen Kunstkritik, erzählt, ist diese wohl die schönste: Als Berger 1972 für seinen schamlosen (Selbst-) Befreiungsroman „G“ plötzlich und unerwartet den Booker-price erhielt, gab es einen hinreißenden Eklat.

    Von Thomas Assheuer

  • Günther Eichbergers „Gemischter Chor“

    Slapstick

    Es sind noch Lieder zu grölen jenseits der Bewußtseinsschwelle...“ Diese musikalische Ermunterung ist dem Autor Motivation und Befehl zugleich: ,,.

    Von Gerald Schmickl

  • Der Traum im Tellereisen

    Erinnerung an den Dichter Peter Huchel – am Ende der Akademie der Künste der DDR

    Von Hans Dieter Zimmermann

  • Länderspiegel
  • Mit einer wirtschaftspolitischen Roßkur wollen die Präsidenten von Mexiko, Brasilien und Argentinien ihre Länder sanieren. Doch so wie Gorbatschow in Moskau drohen sie am Widerstand von Beamtenapparat und privilegierten Klassen zu scheitern.

    Perestrojka in Lateinamerika

    Mehr als an Auslandsschulden leiden die Staaten Südamerikas an Filz und Korruption

    Von Carl D. Goerdelei

  • Verwundete Stadt

    Ausgerechnet Berlin! Wenn es mit rechten Dingen zuginge, müßte Groß-Berlin längst begraben sein unter einer monumentalen Halde von grauen Photodöschen – das tragische Ende einer Möchtegern-Hauptstadt, untergegangen wie schon einmal in Feuer und Blitz, diesmal der Photographen.

  • Tierschutz

    Zuviel des Guten

    Haben die schöne Augen!“ Obwohl es Winter ist, stehen zwanzig Nordsee-Urlauber am Wasserbecken der Seehund-Aufzuchtstation im schleswig-holsteinischen Friedrichskoog.

  • Nahverkehr der Bundesbahn

    Signal auf grün

    Es ist kurz vor 15 Uhr. Auf einem Nebengleis im Bahnhof Bad Vilbel – knapp zehn Kilometer vom Römer im Frankfurt entfernt – wartet der Triebwagen mit tuckerndem Diesel auf die Fahrgäste, die mit der S-Bahn aus Frankfurt kommen.

    Von Carsten Jens

  • Fremdenhaß

    Schiefe Blicke, feindliche Parolen

    Sind Ausländer wieder einmal Sündenböcke? – Ein Plädoyer für die „anderen“ Deutschen

    Von Agostino Portera

  • Begräbnis im Hause Thurn und Taxis

    Bitten ohn’ Unterlaß

    So, wie er gelebt hatte, wurde Johannes Fürst von Thurn und Taxis, Fürst zu Bauchau und Fürst von Krotoszyn, Herzog zu Wörth und Donaustauf, Erbgeneralpostmeister und Ehrenritter des Souveränen Malteserordens, Träger des Ordens der Rautenkrone und des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland zu Grabe getragen: weitgehend unter Ausschluß des Volkes.

  • Öko-Landwirte gegen Agrarproduktion

    Aufstand der Bauern

    In der abgelegenen Ortschaft Körbecke im verträumten Westfalen-Kreis Höxter bestellt Josef Jacobi seinen vom Vater geerbten 55-Hektar-Hof.

  • Lebensart
  • Ben Witter

    Nebbich

  • Rhetorik als Leistungssport: Wenn der Delegierte für Korinthenpudding mit dem Delegierten für Schokoladenpudding die Klingen kreuzt...

    Weltmeisterschaft der scharfen Zungen

    Alle Jahre wieder messen sich die studentischen Debattierclubs zwischen Glasgow und Sydney in der Kunst der Rede

    Von Reiner Luyken

  • Fremde Leute

    Über die „Angst vor Deutschland“, hat man jetzt oft lesen können und liest und hört es immer wieder. Wovor Angst? Vor den Menschen in diesem Land? Aber das sind ja wir.

    Von Martin Abrends

  • Garnison Wilnsdorf

    Zerrissen ist die russische Seele

    Im Korridor putzt ein Soldat seine Stiefel. Der Cremegeruch hängt in der kleinen Wohnung – acht Quadratmeter für die ganze Offiziersfamilie.

    Von Alexander Furman

  • Warenwelt 2000

    John J. Terhune lebt auf Arizonas Wüstenplateau nahe der mexikanischen Grenze. Er ist ein pensionierter Elektrotechniker, der immer noch einen beträchtlichen Teil seiner Zeit damit verbringt, an arbeitssparenden Geräten herumzubasteln.

  • Im Vorruhestand

    Ende einer Karriere

    Mir ist zumute, als wäre ich in ein Loch gefallen. Ich komme mir vor wie amputiert, seit man mich in den Vorruhestand geschickt hat.

  • Edward de Bonos Weltzentrum für schöpferische Intuition

    Denken im Garten Eden

    Was kann eine Telephongesellschaft tun, wenn sie in die roten Zahlen gerät, weil ihre Kunden zum billigen Einheitstarif von öffentlichen Apparaten aus endlose Gespräche führen? Sie ruft den Kreativitätsforscher Edward de Bono an.

    Von Klaus Thiele-Dohrmann

  • Einfach rausschmeißen, die „roten Richter“ der alten DDR, verlangten die einen. Quatsch! riefen die anderen: Soll der Rechtsstaat mit einem Stillstand starten?

    Es dampft der Wunsch nach Gerechtigkeit

    Gute Nerven braucht ein jeder am Gericht in Halle: die alten Richter für die Warteschleife, die neuen für die Aktenberge

    Von Klemens Polatschek

  • Zeitlese

    Zugegeben, seit NDR 3 neue Hörer zu gewinnen versucht, sind auch wir, die tapfersten Freunde des dritten Hörfunkprogramms, kurz vorm endgültigen Wechsel zu „Klassik Radio“.

  • Michael Roemer

    ...und niemand wollte lachen

    Inzwischen hätte Roemer allen Grund, ein breites Lächeln der Zufriedenheit aufzusetzen. Denn dem 62jährigen gebürtigen Berliner ist passiert, was nur wenige Künstler erleben dürfen: Er ist rehabilitiert.

    Von Vera Graaf

  • Niemand kann den Opfern helfen

    Ärzte am Golf: Im Falle eines Krieges sind die Möglichkeiten medizinischer Versorgung minimal

  • unzugeordnet
  • Der Boom, der aus dem Osten kam

    Zusätzliche Nachfrage aus den fünf krisengeschüttelten Bundesländern hält die westdeutsche Wirtschaft in Schwung

    Von Klaus-Peter Schmid

  • Zeitläufe
  • BUCH IM GESPRÄCH

    Tod im Hospital

    Krimiliebhaber werden vermutlich enttäuscht das Buch aus der Hand legen, dessen Titel eine spannende Lektüre zu versprechen schien: „Tatort Krankenhaus“, da durfte man ja einiges erwarten.

  • Wer liebt noch New York?

    NEW YORK. – Bevor wir uns mit dem Thema Mord und Totschlag in New York und der augenblicklichen Debatte darüber befassen, ob die Stadt dem Untergang geweiht ist, wollen wir ein bißchen Statistik betreiben: New York City hat 830 000 Einwohner, die von der Sozialhilfe leben; das entspricht etwa der Einwohnerzahl der elftgrößten Stadt Amerikas.

    Von John Leo

  • Blitz gegen Bagdad

    Sofort müsse eine Herbstoffensive gegen Bagdad vorbereitet werden, telegraphierte Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg am 27.

  • Arkadien und Kaserne

    Anfang und Ende des „Dritten Reiches“ werden durch Potsdam markiert. Als Auftakt war der „Tag von Potsdam“ gedacht, die feierliche Eröffnung des nicht mehr ganz frei gewählten Reichstags in der Garnisonkirche am 21.

    Von Dietrich Schwarzkopf

  • Potsdam, du Schöne

    Wie alle Photographien in diesem schön gedruckten, sorgfältig komponierten, klug kommentierten Bildband zeigt auch diese „Die königliche Residenzstadt Potsdam“, als sie noch als ein städtisches Idyll empfunden werden konnte.

    Von Manfred Sack

  • Ich komme mir vor wie eine Geisel

    BOGOTA/Kolumbien. – Das Telephon kann jederzeit klingeln, aber meist ist es spät in der Nacht. Sie teilen dir mit, daß sie dich im Auge haben.

    Von Rafael Santos

  • Krieg darf wieder gedacht werden

    Zweitens: Bush will Frieden. Zwar hätte er lieber einen schnellen, kleinen, gerechten Krieg zur Bestrafung des Übeltäters, ein kapitalerer Noriega, ausgestopft im Jagdzimmer des Weißen Hauses.

    Von Günther Nenning

  • VOR VIERZIG JAHREN

    Es stand in den Sternen

    Über das Jahr 1951 wissen die Politiker noch nichts, aber die Astrologen wissen viel: vor allem, daß es keinen europäischen Krieg bringt –.