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Ausgabe 13/1991

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Nach dem Unions-Referendum
Ein Votum ohne Wert
Die Wahl wäre ihnen nicht schwergefallen, den beiden frisch Vermählten: gegen Gorbatschows Union, für die Direktwahl des russischen Präsidenten durch das Volk, also für Jelzin.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Aber Religion und Tradition stehen Reformen entgegen.
Fest gefügt steht das Haus Saud
Der Sieg hat die saudische Monarchie gestärkt und ein Nationalbewußtsein geschaffen
Von Fredy Gsteiger
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Der künftige SPD-Vorsitzende und seine Personalentscheidungen
Führung auf die sanfte Tour
Björn Engholm muß seine politische Autorität bald noch kräftiger unter Beweis stellen
Von Werner A. Perger
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Freiheit für Kanarienvögel? Wir sind aus gutem Grund dagegen.
Nachruf auf Hansi
Als Hansi starb, weinten wir Kinder bitterlich. Wir hatten unseren Kanarienvogel sehr geliebt. Seinen Leichnam setzten wir in einem Schuhkarton, aber unter großer Anteilnahme bei.
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Frankreichs Rolle in der Welt
Ein Sieger ohne Illusionen
François Mitterrand nutzt den Erfolg im Golfkrieg zu einer neuen Außenpolitik
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Rückblick: Sechs von Birmingham
Irische Sündenböcke
Die sechs Iren hielt es nicht länger auf den Bänken des Londoner Schwurgerichts Old Bailey. Sie sprangen auf, winkten ins Publikum und schüttelten die vielen Hände, die ihnen entgegengestreckt wurden.
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Nach der Mission von James Baker
Amerika als Katalysator
Am 20. Juli 1990 machte ein ausländischer Militärattache, mit dem Auto unterwegs von Kuwait-Stadt nach Bagdad, eine aufregende Beobachtung: Im südlichen Irak kamen ihm Hunderte von Militärfahrzeugen mit Mannschaften, Waffen und Gerät entgegen.
Von Ulrich Schiller
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Worte der Woche
„Ob wir es wollen oder nicht: Diese Leute waren unsere Verbündeten. Sie verfolgten unsere Politik und handelten im Rahmen der Gesetze, die zur Zeit ihres Regierens gültig waren.
Von mit Syrien
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Weltbühne
Menschen und Nationen
Eine Ausnahme, und eine besonders heikle dazu: Bisher fanden die Jahreskonferenzen der Deutsch-Englischen Gesellschaft, wenn die Deutschen als Ausrichter an der Reihe waren, stets in Königswinter statt, dem verträumten Städtchen am rechten Rheinufer, dem diese Veranstaltung ihren traditionsträchtigen Namen verdankt.
Von Robert Leicht
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Bonner Bühne
Herr Kollege Honecker
Auf dem Wege zur deutschen Teilung haben Sie schlicht versagt: die einen, weil sie kleinmütig waren und an den Auftrag der Geschichte nicht glaubten, und die anderen, weil sie sich aus ganz anderen Gründen mit der deutschen Teilung abgefunden hatten.
Von Gunter Hofmann
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Wolfgang Ebert
Immer im Dienst
Unter den hochrangigen Bonner Staatsdienern herrscht eine verheerende Stimmung. Davon bekam ich eine kleine Kostprobe, als ich ganz zufällig bei Staatssekretär Gumpel vorbeischaute.
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Nachlese: Parlamentswahl in Finnland
Ein Denkzettel
So drastisch hatten sich selbst die Pessimisten in der rot-blauen Regierung aus Sozialdemokraten und Konservativen den Wahlausgang nicht ausgemalt.
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Ohne parteipolitische Rangeleien
Ein Wachwechsel in aller Stille
Als neuer Verfassungsschutz-Präsident ist Eckart Werthebach für ganz Deutschland zuständig
Von Carl-Christian Kaisei
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Zeitspiegel
Nun haben auch die Chinesen ihr Herz für Rußland entdeckt: Sie kündigten eine umfangreiche Hilfslieferung an. Getreide, Fleisch, Tee und Zigaretten im Wert von 730 Millionen Dollar sollen in den nächsten zwei Monaten die Versorgungsmängel in der Sowjetunion lindern helfen.
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Eine Flasche Rotwein mit Nobi
Als ich zum ersten Mal zum Bundestagsfriseur kam, fragte er: „Wie immer?“ Fünfeinhalb Jahre schnitt er mir dann die Haare, immer gleich, ohne Messerschnitt, Fön und unsichtbares Haarnetz – das Ganze für zuletzt dreizehn fünfzig.
Von Klaus-Peter Schmid
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Die Gefahren schierer Größe
Wo hätte es das in der modernen Geschichte der europäischen Demokratien gegeben: Alle obersten Organe eines Staates ziehen aus freien Stücken um, mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel – Präsident, Regierung, Parlament, zweite Kammer, Politiker und Beamten? Nur Gründe von historischer Triebkraft könnten ein solches einmaliges Manöver in Gang setzen.
Von Robert Leicht
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Die Deutschen an die Front?
Anmerkungen zur weltpolitischen Rolle des geeinten Deutschland am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts
Von Theo Sommer
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Der Coup von Beelitz
Letzter Dienst für den Genossen
Verdutzt waren sie alle von Erich Honeckers Republikflucht am Mittwoch der vergangenen Woche. Bundeskanzler Kohl redete in der Haushaltsdebatte Oppositionsführer Hans-Jochen Vogel geistesabwesend mit „Herr Kollege Honecker“ an; Honeckers Anwälte Nicolas Becker und Wolfgang Ziegler erhielten bei einem Routinebesuch im sowjetischen Militärkrankenhaus Beelitz die Mitteilung, ihr Mandant sei nicht mehr anwesend; und Berlins Justiz, die einen am 1.
Von Joachim Nawrocki
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Ist die Abrüstung am Ende?
Blei an den Füßen
Es ist fast zum Verzweifeln. Eben noch schien es, als sei der Kalte Krieg endgültig vorbei, als wären Abrüstungsvereinbarungen zwischen Washington und Moskau, der Nato und den Mitgliedern des Warschauer Paktes nur noch eine reine Formsache – erreichbar, gerade weil in der neuen Ost-West-Harmonie eigentlich nicht mehr nötig.
Von Christoph Bertram
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Nach den Demonstrationen in Belgrad
Die Früchte des Protestes
In Jugoslawien keimt neue Hoffnung für eine friedliche Lösung des Nationalitätenstreits
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Als Signal der Hoffnung
Für Berlin – weil sonst die politische Klasse ihre Glaubwürdigkeit verspielt
Von Karl-Heinz Janßen
- Wirtschaft
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Zusammenbruch einer Volkswirtschaft
„Hier herrscht nur nackte Armut“
Sieben lange Monate hat der 22jährige Touristenführer Waleed darauf gewartet, daß endlich wieder ein Besucher nach Umm Qeis im Norden Jordaniens kommt.
Von Dirk Kurbjuweit
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Brennpunkt Leipzig
Die Mutter aller Messen
Ohne massive finanzielle Hilfe aus Bonn droht der traditionellen Industrieschau das Aus
Von Nikolaus Piper
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Krise im Osten – Tarifabschluß im Westen
Auf schmalem Grat
Auch die Arbeitnehmer in der Ex-DDR profitieren von den Lohnerhöhungen in der alten Bundesrepublik
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Zeitliches aus Italien
Kuckucksei des Kolumbus
Christoph Kolumbus entdeckte Amerika 1492 zwar im Dienste Spaniens, doch die Genueser halten ihn für einen der Ihren: Die Vorfahren sollen aus dem genuesisch besetzten Korsika stammen, Kolumbus verbrachte seine Jugend in der italienischen Hafenstadt.
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Daimler-Benz
Neue Ehrlichkeit
Verzweifelt wehrt sich das Management gegen den Imageverlust durch Rüstungsgeschäfte
Von Heinz Blüthmann und Karl-Heinz Büschemann
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Schuldenerlaß für Polen
Vorbild für die Ärmsten
Was bislang noch keinem Entwicklungsland gelungen ist, hat Polen erreicht: den Erlaß eines großen Teils seiner Auslandsschulden.
Von Erika Martens
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Bonner Kulisse
Hartnäckig wie kein anderer leugnet Bundesfinanzminister Theo Waigel den Bruch von Wahlversprechen – und das nicht nur bei den Steuererhöhungen zur Finanzierung der deutschen Einheit.
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Späte Abrechnung
Es war ein gezielter Dolchstoß. Doch anders als in Deutschlands unseliger Geschichte, als die Schuldigen an der militärischen Katastrophe des Ersten Weltkriegs eine Dolchstoßlegende erfanden, wird mit dem Hieb von Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl in den Rücken von Helmut Kohl eine Legendenbildung verhindert: Das wirtschaftliche Desaster in der ehemaligen DDR ist nicht allein das Ergebnis jahrzehntelanger Kommando- und Mißwirtschaft, wie der Bundeskanzler und seine Mitregenten den Bürgern im Osten und Westen des vereinigten Deutschland einreden möchten.
Von Wilfried Herz
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Die Stimmung in der Ex-DDR ist noch schlechter als die Lage: Auch wer seinen Arbeitsplatz nicht verloren hat, schätzt die Zukunft düster ein. Am Beispiel einer Ostberliner Familie berichtet die ZEIT regelmäßig über die Erfahrungen und Erwartungen der neuen Bundesbürger.
Mehr Lohn – mehr Angst
Problem Lebenshaltungskosten: Petra und Andreas Bartel fürchten eine massive Mieterhöhung
Von Peter Christ
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Manche sind gleicher
Manche Politiker sollten sich an Jürgen Möllemann und Hans-Jochen Vogel ein Beispiel nehmen: Der FDP-Wirtschaftsminister und der SPD-Vorsitzende lehnten eine Offerte des Bonner Oberbürgermeisters Hans Daniels ab, der ihnen eine Netzkarte für Busse und Bahnen der Stadt Bonn schenken wollte – Wert rund tausend Mark.
Von Wolfgang Hoffmann
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Namibia
Neues Denken
Das Land hat nach der Unabhängigkeit bessere Chancen als die meisten anderen Staaten Afrikas
Von Jürgen Duenbostel
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Christian Tenbrock:
Die Macht der Masse
Amerika bleibt die Nummer eins. Der Krieg am Golf mag als spastische Zuckung einer ins Straucheln geratenen Großmacht begonnen haben – geendet hat er mit dem Sieg einer Nation, die in kollektivem Überschwang dabei ist, ihre Selbstzweifel zu überwinden und das in Vietnam verlorene Selbstvertrauen wiederzugewinnen.
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Bank und Börse
Der Charme der Dynamik
Lebensversicherer schrauben die Vertrags summen mit zweifelhaften Methoden hoch
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Rudolf Engen
Schönes häßliches Deutschland
„Die Japaner lernen Fremdsprachen, aber kaum jemand in der Welt lernt Japanisch. Deshalb kommen die Japaner an alle Erfindungen heran, aber kaum jemand kommt an die japanischen Erfindungen heran.
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Dieter Spethmann
Ein ungeliebter Star
Mißt man die beiden Spitzenmanager am finanziellen Erfolg ihrer Unternehmen, dann landet Dieter Spethmann einen deutlichen Punktsieg über Herbert Gienow.
Von Heinz-Günter Kemmer
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Markt-Report
Wachsende Unsicherheit
Die Friedens-Hausse, die unmittelbar nach dem Golfkrieg die internationalen Aktienmärkte beflügelt hatte, ist vorüber. Jetzt herrscht wieder der graue Alltag.
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Fritz Vorholz:
Kernkraft als Schicksal?
Es war nicht anders zu erwarten: Erst sicherten sich die Stromgiganten RWE, Bayernwerk und PreussenElektra gegen den erbitterten Widerstand der DDR-Kommunen die Vorherrschaft in der ostdeutschen Elektrizitätswirtschaft.
- Wissen
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Behandlung am Abgrund
Um es gleich vorweg zu sagen: Die „Zeit des Erwachens", so der Titel des vom Rowohlt Verlag herausgebrachten Buches des englischen Nervenarztes Oliver Sacks, gerät für den Leser zu einer etwas mühevollen, aber sehr lohnenden Lektüre.
Von Hans Harald Bräutigam
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Erforscht und erfunden
Eine starke HIV-2-Verbreitung hat die Frankfurter Virologin Helga Rübsamen-Waigmann in Indien festgestellt (Lancet, Bd. 370 v.
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Weder Blut noch Organe lassen sich beliebig von Mensch zu Mensch übertragen, weil unser Immunsystem zwischen „eigen“ und „fremd“ unterscheiden kann, dank typischer Gewebekennzeichen. Diese individuellen Merkmale spielen jedoch nicht nur bei Transplantationen eine wichtige Rolle, sondern auch bei vielen Autoimmunerkrankungen wie Arthritis und Hautentzündungen, bei Allergien und sogar Krebs.
Die Macht der Kennung
Mit einer Harnröhren-Entzündung fing es an. Die Infektion erwies sich als resistent gegen die zunächst verschriebenen Antibiotika – und der Patient ahnte bereits aus früherer leidvoller Erfahrung, was auf ihn zukam: Drei Wochen nach Ausbruch der Entzündung wurde sein Hals steif; Glieder und Muskeln schwollen an, begleitet von nahezu unerträglichen Schmerzen.
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Denker, Träumer - und Rosinen im Bauch
Gott sei Dank liegen die Schweinekoteletts beim Metzger sauber geschnitten hinter Glas.
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Die Balkanisierung des Balkans
Jugoslawien zerbricht: Nach dem Kommunismus flammen die nationalen Konflikte wieder auf
Von Hansjakob Stehle
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Kunststoffe / Umwelt
Stärke macht schwach
Das Mißgeschick kennt jeder: Auf dem Heimweg aus dem Supermarkt reißt die überladene Einkaufstüte. Künftig könnten allerdings Plastikmaterialien nicht nur versehentlich reißen, sondern sich sogar programmgemäß in Luft auflösen.
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Aufbegehren
Genau ein Jahr nach den ersten freien Wahlen in der DDR marschieren die Ostdeutschen aufs neue. Sie sind verschreckt, verbittert, verzagt.
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Almosen geben – oder helfen?
In Afrika wütet die Hungersnot, doch Spenden sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein
Von Bartholomäus Grill
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Ästhetik des Wachstums
Nach welchen Gesetzen verzweigt und verästelt sich ein Baum, legt eine Blüte ihre Blätter an? Welche
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Quelle für Wissensdurstige
Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß ich jemals ein Nachschlagewerk für Maschinenbauer, aufschlagen, geschweige denn lesen würde.
Von Thomas von Randow
- Reisen
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Wein, wie Homer ihn trank
Ikarus und sein Vater Dädalus waren Gefangene des Königs Menos. Um aus dessen Labyrinth zu fliehen, baute sich Ikarus Flügel, mit deren Hilfe er der Sonne und Freiheit entgegenfliegen wollte.
Von Alexander Gruenewald
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Ratlos unter Fachwerkdächern
Wernigerode am Harz: Eine schöne alte Stadt muß neue Wege im Tourismus finden
Von Rainer Schauer
- DIE ZEIT
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„Wir haben auf Reform gesetzt, nicht auf Revolution“
Die Kirche im Sozialismus: Ein ZEIT-Forum über die Rolle der Protestanten unter der SED-Diktatur
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In Rom verliebt
Reiseführer über oder durch Rom gibt’s tonnenweise, schöne Literatur über Rom, von Goethe bis Wolf-Dieter Brinkmann, füllt Bibliotheken.
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Bachs „Johannes"- und „Matthäus-Passion'
Ästhetik und sonst nichts?
Es fällt nicht leicht, noch einmal jene Dame zu begreifen, die bei einer Aufführung eines Passionsor
Von Heinz Josef Herbort
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Deutsch-deutsche Sprechblasen
Da maule noch einer, unsere Autoren wären zu lahm, zu ichbezogen oder provinziell, um mit den großen Schritten der jüngsten vaterländischen Geschichte gehörig Schritt zu halten.
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Der rasende Schriftsteller
Thorsten Becker war eine Ausnahme unter den jüngeren deutschen Schriftstellern, die in den achtziger Jahren von sich reden machten.
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vom vom ... zum zum
Das Auge, wenn es liest, läßt sich nicht bremsen.
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Kuba
Krumme Gassen, stille Patios
Diese verdammten Katzen!“ Der Alte stemmt sich aus dem Schaukelstuhl im Schatten der Mauer und fuchtelt drohend mit dem Strohhut.
Von Carl D. Goerdelei
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Die Ehre der Satisfaktionsfähigen
Am 27. Mai 1861 trafen sich bei Potsdam zwei Männer zu einem Pistolenduell: der Berliner Stadtgerichtsrat Karl Twesten und der Chef des preußischen Militärkabinetts, Generalmajor Edwin Freiherr von Manteuffel.
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Kino: Hal Hartleys Filmdebüt „Verdacht auf Liebe“
Ohne Worte
Sind Sie Priester oder was?“ Nein, ein Priester ist Josh Hutton (Robert Burke) nicht, auch wenn er so aussieht in seinem schwarzen hochgeknöpften Anzug, mit seiner schwarzen Ledertasche.
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Der Gesang des Engels
Ich habe ihn nicht gekannt, und doch stelle ich mir vor, daß Jan Skácel ein guter Mensch gewesen ist. Der Mann, der so herzergreifende und verstandesklare, so zarte und harte Gedichte geschrieben hat, der muß einiges gewußt haben vom Los des Menschen.
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Lockung und Zwang
Lange Jahre war die Vorstellung vorherrschend, daß die Machteroberung der NSDAP in erster Linie auf die Massenar- beitslosigkeit seit 1930 zurückzuführen sei.
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Heimspiel im Bus
Es hat schon sein Gutes, daß im Rundfahrtenbus neben dem Fahrersitz immer ein Platz frei bleibt – für eine Begleitperson mit Mikrophon.
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Beethovens „Missa"
Einen Schritt weiter
Ganz unterschiedlich in Herkunft und Anschauung, hatten gleichwohl drei unserer großen Dirigenten seinerzeit ihre Darstellung eines „verfremdetes Meisterwerks" (Theodor W.
Von Peter Fuhrmann
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Elegant in den Verlust der Macht gefügt
Beim Untergang der Titanic war die Zahl der britischen Adeligen unter den Opfern bemerkenswert klein. In den Rettungsbooten saßen sie allerdings auch nicht.
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Ein grüner Garten im Atlantik
An diesem Februarmorgen scheint Roscoff, die alte Korsarenstadt, noch nicht richtig wach zu sein. Es ist kurz nach acht Uhr.
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Photographiertes Schreiben
Geld erleichtert den Zustand der Freiheit, verbürgt ihn aber nicht Wenn das ausgerechnet eine Schweizerin sagt, läßt es aufhorchen.
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Vor einem Jahr wurde Namibia unabhängig. Die innere Aussöhnung des Landes könnte zu einem Leitbild für Südafrika werden.
,,Wir sind kein Bananenstaat!“
Vom Guerilla-Chef zum Staatsoberhaupt: Ein ZEIT-Gespräch mit Namibias Präsidenten Sam Nujoma
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25 Jahre mußte das Hauptwerk eines im Exil gestorbenen großen deutschen Historikers und Schriftstellers auf seine Wiederentdeckung warten. Seine Bücher und Biographie sind Dokumente europäischer Kulturgeschichte.
Die Heimholung des Ernst Kantorowicz
Als Ernst Hartwig Kantorowicz 1963 achtundsechzigjährig in Princeton starb, stellte Marion Gräfin Dönhoff – über ihren Zürcher Lehrer Edgar Salin mit Kantorowicz bekannt – in einem knappen Nekrolog bedauernd und melancholisch fest: „Deutschland“ habe diesen nach den USA emigrierten „großen, gefeierten Schriftsteller und Wissenschaftler“ offenbar so „total verloren, daß heute nur noch die ältere Generation seinen Namen kennt“ (ZEIT vom 27.
Von Horst Fuhrmann
- Gesellschaft
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Frieden für die Kinder der Steine?
Sie kommt aus der Kirche, und auf ihren Wangen leuchtet noch das Rot der inbrünstigen Beterin. Die seelige Mirjam von Jesus dem Gekreuzigten, deren Gebeine in der Kirche des Karmeliterklosters zu Bethlehem liegen, hat ihr Mut und Hoffnung eingegeben.
Von Michael Schwellen
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Manager und Märkte
Marketing: Frommer Schwur MBB: Seltsame Logik Telekom: Radikaler Farbwechsel
Von Marie-Luise Hauch-Fleck
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Neue Flugtickets – bitte nicht knicken
Vielflieger hatten es vielleicht schon einmal in der Hand: In den USA statten einige Gesellschaften Fluggäste bereits seit längerem mit einem Stück Kanon aus, dessen Rückseite die bahnbrechende Neuheit auf dem Flugscheinsektor birgt – in einem Magnetstreifen sind alle wichtigen Daten gespeichert.
Von Klaus I. Scheidler
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Über den Kulturbetrieb und seinen Hang zum Unerheblichen
Das Werk, sonst nichts
Deutschland ist ja nicht nur ein reiches Land, und es erfreut sich eines gewissen Ansehens nicht nur der Waffentechnik wegen, die es generös exportiert.
Von Ulrich Greiner
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Mark unter Druck
Die Notenbanken haben mit ihren Dollarverkäufen den Anstieg der amerikanischen Währung nicht bremsen können. Unbeeindruckt von ihren Interventionen kletterte der Kurs des „Greenback“ auf einen Wert, den er zuletzt im August 1990 hatte.
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Boppard am Rhein: Parkhaus gegen Römerwall
Urlauber schätzen Boppard wegen seiner Weinlokale, wegen der Freizeitmöglichkeiten im Loreleytal zwischen Rhein und Hunsrück und nicht zuletzt wegen seiner Sehenswürdigkeiten, zu denen auch zahlreiche archäologische Funde aus der Römerzeit gehören.
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Fern von Disneyland
Stadtkinder haben selten die Gelegenheit, mit „echten" Tieren in Berührung zu kommen: Juttas Hund, Fannys Meerschweinchen oder die Katzen von Frau Sarstedt sind allesamt Kreaturen tierischer Provenienz, die wir uns zurechtgekuschelt haben.
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Zwischen allen Fronten
Es gibt Geschichten werden, es gibt aber auch Wahrheiten, die durch ein Körnchen Fiktion erst wirklich wahr werden.
Von Rosina Wäliscbmiller
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Ausstellung in Schleswig: Russische Theater-Kunst
Fürstliche Schätze
Kein Stück ist überflüssig. Keines uninteressant. Auch Widersprüche amüsieren in dieser Kollektion, die unter dem Titel „Die russische Avantgarde und die Bühne 1890-1930“ im Schleswiger Schloß Gottorf zu sehen ist.
Von Rene Drommert
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Die Wahrheit über Prinz Eisenherz
Ritter? Die Kerle mit den Flammenschwertern? Sahen aus wie Arnold Schwarzenegger. Mußten sich mit Robotern und Außerirdischen herumschlagen. Mittelalter? Irgendwo zwischen Steinzeit und dem Krieg der Sterne. Muß echt aufregend gewesen sein.
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Fernseh-Kritik
Traktat in Weiß
Gibt man Kindern ein Stück Papier und fordert sie auf, ein Haus mit Garten drauf zu tuschen, so malen sie ein Haus, einen Baum, einen Gartenzaun und ein paar Blümlein, die ihre Köpfe durch die Latten stecken.
Von Barbara Sichtermann
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Alptraum im Sommercamp
Im Spiegel des anderen
1958, ein Ferienlager in den Schären vor Schwedens Küste, ein Sommer voll erholsamer Muße, Sport und Kameradschaft - doch nicht eine Sekunde darf der Leser dieses Klischee genießen.
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GÜNTER GRASS
Das geschändete Bild
Acht Meter breit, annähernd vier Meter hoch mißt die Leinwand. In der dargestellten Räumlichkeit gehen Innen- und Außenraum ineinander über.
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Fernseh-Vorschau (II)
Dicke Luft
Ein Vater kommt abhanden; er kommt in der Woche spät nach Hause und geht am Sonntag regelmäßig angeln. Wenigstens zum Angeln will der Sohn Speedi mit, aber sein älterer Bruder Anatol („Anni“) klärt ihn auf, daß er bei dieser Angelei nichts zu suchen habe.
Von Martin Ahrends
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Fernseh-Vorschau (I)
Allerhand Geigen
Milena Jesenská war eine stämmige Dame mit slawischen Augen. Auf den Photos aus den dreißiger Jahren sieht sie aus wie eine tschechische Oberzollinspektorin: streng, beleibt, mit Seele.
Von Iris Radisch
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Nicht nur die süd-, auch die nordamerikanischen Urwälder sind bedroht: Für ein Staudammsystem, an dem deutsche Firmen mit einem Wasserstoffprojekt beteiligt sind, sollen riesige Waldflächen im kanadischen Quebec vernichtet werden.
Land für Strom?
Auch die „alternative Energiequelle“ Wasserstoff wird enorme ökologische Kosten haben
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No smoking
Raucher haben es schwer. Wir reden hier nicht vom Gelegenheitstäter, der sich hin und wieder nach einem opulenten Diner zu Kaffee und Digestif einen Zigarillo anzündet.
Von Kornelia Dietrich
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DAS LETZTE
Was gibt’s? Nichts. Der Mond ist aufgegangen, die Cebit ist vorüber, die irakische Luftwaffe hat Flugverbot, und wir haben kein Thema.
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Zu Gast bei Wladimir
Es war einmal ein fast verlassenes Bauerndorf in der Ukraine. Jetzt ist eine kleine Siedlung für Urlauber daraus geworden, und Intourist-Reisen bietet in diesem Sommer Ferien auf dem russischen Lande an.
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Schutz vor Cholera?
Weder eine Schutzimpfung noch irgendwelche Tabletten schützen zuverlässig vor einer Infektion. Von einer Impfung mit abgetöteten Choleraerregern profitiert nur knapp die Hälfte der Geimpften.
Von Hans Harald Bräutigam
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Ein Haus in Jaffa – und zwei Eigentümer
Die Schlüssel zu Palästina
Noch Jahrzehnte nach ihrem Unabhängigkeitskrieg 1948/49 behaupteten die Israelis, daß die meisten arabischen Palästinenser ihre Heimat freiwillig verlassen hatten.
Von Robert Fisk
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Dr. Rabes Geheimtip
Mein Gott, schon wieder brasilianischer Regenwald! Vielleicht wird das Problem bald ebenso aus den Unterrichtsprojekten, Schlagzeilen und Kommentaren verschwinden, wie es bereits den Themen Atomkraft, Flußverschmutzung oder Asbest ergangen ist.
- Kinder- und Jugendbücher
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Euch gibt es gar nicht
Weil die kleine Ida die physikalische Eigenschaft von Daunenfedern grob unterschätzt, trennt sie mit einer Schere ihr Kopfkissen auf, um den Inhalt genauer zu untersuchen.
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Sprachverwirrbuch eines Außdärers
Kein X für ein U
Na, wie gehts uns denn?" Milde lächelnd neigt sich der Kopf des Arztes zum Patienten, der riesenhafte Körper des Vaters über das hoch erfreut grinsende Baby. Gut gehts.
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Nachwuchs für Holmes
Es gibt keine Abenteuer mehr. Wo früher verwegene Banden auf Trümmergrundstücken ihre geheimen Quartiere hatten, wachen jetzt fürsorgliche Mütter über die Schritte und Tritte ihrer Kleinen auf genormten Spielplätzen.
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Traum von Vielen
Was tun, wenn man „echte Mondstiefel mit Kaugummigeruch" haben möchte, wenn man schon immer nach ein
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Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt LUCHS 55 vor
LUCHS 55
Wer würde Lieder wie „Der Kuckuck und der Esel" oder „Auf unsrer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe" nicht für Volkslieder halten? Ihre einfache, eingängige Sprachmelodie suggeriert die anonyme Herkunft aus der Volkspoesie.
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Lustvoller Umweltschutz
Unglaublich einfach
Es ist ganz einfach. Du gehst in die Stadt, einkaufen, wie immer. Schleppst Tüten.
- Kultur
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Der Sänger und sein Widergänger
Was sind das für Zeiten, wo die Besprechung eines Gedichtbändchens uns augenblicklich in so prosaisc
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Ein denkender David
Wie kann man ein Held sein und dennoch ein Verlierer? Wie die Tapferkeit und Zivilcourage bewahren inmitten einer zusammenbrechenden Welt, die nichts als Hoffnung auf einen altmodisch würdigen Untergang verspricht? Das ist die Frage, die sich der polnische, der europäische Regisseur Wajda in seinen Filmen stellt.
Von Karsten Witte
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Lachend zu Tode stürzen
Die Koloraturen kollern ins tiefe Tal, ins tiiefe und jagen den Bergen Schauer über ihre Rücken, in Schuberts Lied vom Hirten auf dem Felsen. Die Sehnsucht nagt an ihm, sein Liebchen ist so ferne, im tiefen Tal, im tiiefen.
Von Franz Haas
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Europa im Transit
Eine neue Halbjahresschrift Transit erscheint im Frankfurter Verlag Neue Kritik. Der Titel bedeutet wohl weniger Durchfahrt und Durchfuhr als vielmehr Übergang von einem Stadium ins andere.
Von Harry Pross
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Fünf neue Bundesländer, fünf neue Provinzen. Die Folge: Eine unheimliche Vermehrung der
Monster
Von Plauen her stach schnaufend der Zug mit der Dampflok, vor deren Schlot über Kreuz zwei DDR-Wimpel flatterten, in den ersten Bahnhof im Westen.
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Zeitmosaik
Im Streit um die 700-Jahr-Feier der Schweiz hat sich nun auch Max Frisch zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief (abgedruckt in der Zürcher WochenZeitung) an den Chef-Organisator des Jubeljahres, Marco Solari, der ihn zum offiziellen Festakt „700 Jahre Eidgenossenschaft“ eingeladen hatte, erklärte er jetzt seinen Entschluß, sich den Festivitäten zu verweigern, vor allem mit der jahrzehntelangen Überwachung durch die Schweizer Behörden, der er wie viele seiner Landsleute ausgesetzt war: Auf Tausenden von Karteikarten (Fichen) hat die Schweizer Bundespolizei alle Aktivitäten kritischer Staatsbürger festgehalten und gesammelt.
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Rauschen in Meuselwitz
Er ist „ein Dichter". Franz Fühmann rühmte ihn zu Recht.
Von Martin Lüdke
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Luftholen in den Dörfern
Am Anfang verschlug die Verwirrung dem Fremden fast die Sprache: „Pommes mit Ketchup. Nur eine Mark vierzig. RundumdieUhr Und: „Sie essen Geld, nach immer neuen Rezepten.
Von Michael Kohtes
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Die Opfer kamen in den Himmel
Bald nachdem Kolumbus an einem bis dahin unbekannten Kontinent gelandet war (den er für Indien hielt), sprach man in Europa von der „Neuen Welt".
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Der Schamane im Computer
Die Musikbranche, sagen Edek Bartz und Wolfgang Kos, gleiche einem großen Rost. Vieles finde Halt in dem dichten Geflecht der Sparten, Stile und Szenen.
Von Claus Spahn
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Verwerfungen unter der autoritären Kruste
Seit der Veröffentlichung seiner bahnbrechenden Studie über „Max Weber und die deutsche Politik" im Jahre 1959, die auch heute noch als sein bekanntestes und bedeutendstes Werk gilt, hat der Düsseldorfer Historiker Wolfgang J.
Von Richard J. Evans
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Träume eines Geistersehers
Unter den Funktionären schweigen die Musen. Als die politischen „Flitterwochen" und der kurze Sommer der Euphorie vorüber waren, als ihm der eisige „Parteigeheimrat" Johannes R.
Von Thomas Assheuer
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Noch ein Triumph geistiger Armut bei der deutschen Einheit: bürokratisches Hickhack um das noch immer nicht eröffnete Goethe-Institut in Moskau. Betrogene Hoffnungen der Sowjets – und eine kleinmütige Bundesregierung. Das alte Elend: deutsche Kulturpolitik im Ausland.
Kultur-Zwerg im Moskauer Goethe-Bunker
Schäbig, schäbig............................................................................................................
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Schon komisch, das Leben
Jawoll! Solche Sätze erwarten wir auch noch aus dem Nachlaß von Henry de Montherlant: „Die Frauen bewundern heimlich, wenn man sie von oben herab behandelt.
Von Rolf Michaelis
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Glauben Sie an irgend etwas?
Moskau 1918 – 19 – 22 – 24. Ein paar junge Leute treiben durch die Stadt „wie Zeitungsfetzen“. Teils revolutionäre, teils bourgeoise Subjekte: Wladimir, der Ich-Erzähler, der an der Universität ein wenig Geschichte privatdoziert, sein Bruder Sergej, Bolschewik und kommissarischer Mitverwalter der Arbeiter- und Bauernmacht, Olga, die das Haus ihrer in den Westen entwichenen „Ahnen“ hütet, die aus Langeweile, aus Liebe – so genau läßt sich das nicht unterscheiden – ein bißchen Revolution macht und sonst gar nichts.
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Philharmonische Tantiemen
Münchner Musik-rechner
Ein Satz wie ein Peitschenhieb: „Dieses Spiel ist jetzt aus!“ Solche klaren und entschiedenen Worte sind selten von einem Politiker zu hören.
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Abschiedsbilder
Und das alles, die ziehenden Wolken, die Pappeln am Stadtrand, Jahrzehnte früher, und doch zieht es durch die Brust, als sei es gerade gewesen .
Von Paul Kersten
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Philosoph im Blindflug
Der Ausstoß des Bielefelder Soziologen Niklas Luhmann an Schriften und Büchern ist enorm.
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Ai, waih, waih!
In einem Interview mit Kurt Eissler, dem Archivar der Psychoanalyse, behauptete Wilhelm Reich, der Freud aus nächster Nähe kannte, „daß Freud eigentlich kein Jude sein wollte".
Von Bernd Nitzschke
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Textkörperkontakte
Vor einigen Jahren versprach es noch einen beträchtlichen intellektuellen Distinktionsgewinn, bei jeder Gelegenheit kryptische Sätze französischer Philosophen in einschlägige Debatten einzustreuen.
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Noch ein Historikerstreit
Furore gemacht hat der englische, seit 1979 in den USA lehrende Historiker Geoff Eley zu Beginn der
Von Heinrich August Winkler
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Die Liebesverschmelzung
Es lassen sich schwerlich zwei unterschiedlichere Romane denken als die beiden umwerfend guten, mit denen der Brite John Berger in dieser Saison sein deutsches Publikum überrascht.
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Idylle und Nationalpathos
Eine heile Welt, so scheint es. Der vorliegende Band führt das kaiserliche Deutschland um die Jahrhundertwende als farbenprächtiges Schauspiel vor.
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BUCH IM GESPRÄCH
Gespenstisches Kaleidoskop
Rolf Schneiders Methode wirkt einfach, ist aber hochkompliziert, vergleichbar Max Ernsts „Histoire naturelle“ – Collagen der Wirklichkeit.
Von Fritz J. Raddatz
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Hohe Kunst des Scheiterns
David Grossman will in seinem Roman erzählen, was nicht zu erzählen ist: den Holocaust
Von Hajo Steinert
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Die reaktionäre Modernität
Ein nützliches, gar wichtiges Buch. Ein gutes leider nicht. Man kennt solche scheinbaren Widersprüche.
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Kino: Volker Schlöndorff verfilmt Max Frisch
Die Fälschung
Vor fünfzehn Jahren, in einer anderen, engeren Zeit, war „Homo Faber“ unser Unterrichtsstoff. Die Geschichte, die Max Frisch so kunstvoll zerstückelt und verschachtelt hatte, bastelten wir mühevoll wieder zusammen.
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Krümelspuren des Alltags
Öffentlicher Druck und private Bedrängnis sind die beiden Pole, zwischen denen das Leben im Römischen Imperium wogt.
Von Christa Dericum
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Die hundertköpfige Frau
Wir wollen nicht mehr die Fülle, wir wollen die Leere. Wir wollen den neuen Stil, ruft, diesmal mit dem alten Namen des Richters Samuel bedacht, Ernst Jandl, seit Jahren als Friederike Mayröckers unentbehrlichster „Ohrenbeichtvater" bekannt.
Von Verena Auffermann
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Eine jüdische Commedia dell’arte
Ein Dorf: „Euter füllen sich mit Milch, Trauben schwollen vor Saft, auf den Schultern der großen Kälber, die für den Transport ins Schlachthaus bestimmt waren, wuchs erstklassiges Fleisch heran“, aber es ist nicht irgendein Dorf, sondern eines, von dem erzählt wird in einer zarten Mischung aus „Tee und Oliven, Rußland und Erez Israel“.
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Die "Proteste" und die "Schejnen"
Die Welt des Schtetls ist untergegangen. Selbst die Erinnerung an die jüdische Kleinstadtgemeinde im Osten verblaßt allmählich.
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Sauergewelltes Dauerkraut
Vier Namen vorneweg: Hammett, Chandler, Spade und Marlowe.
Von Robin Detje
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Ausstellung in Berlin: Anselm Kiefer
Der Alchemist, der Erlöser
Durchs Paradies haben sich schwere Pflüge gegraben. Oder waren es Panzer, die den Garten Eden so elend zerwühlten? Vom Segen ist nichts mehr zu sehen.
Von Hans-Joachim Müller
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Die Jahre des Lichts
Ausgerechnet Godard hat das Vorwort zu diesem Buch geschrieben, Godard, der von Truffaut die Abreibung seines Lebens empfing, Godard, das „Arschloch auf seinem Sockel", der „Scheißtyp, Bluffer, Lackaffe". Dafür muß man ihn schon wieder bewundern.
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Die Augen auf der Mauerspalte
Dringt ein in euch selbst, dort werdet ihr eure Ruhe finden. Sagen die einen. Und das ist nicht wahr Die anderen sagen: tretet heraus und suchet die Zerstreuung, euer Glück wieder: und das ist nicht wahr. Das erste Opfer des Lebens ist die Wahrheit.
- Länderspiegel
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Marx bleibt Marx
Eine ungewöhnliche Entscheidung fällten die Stadtverordneten der mecklenburgischen Kleinstadt Grevesmühlen. Bei ihnen soll es auch weiterhin eine Karl-Marx-Straße geben.
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Nicht erwünscht
Nichts als schöne Worte. Noch vor wenigen Tagen flötete der Chefdramaturg des Gewandhausorchesters Leipzig, ihm sei „jede Hilfe und jedes gesponserte Konzert recht“ (ZEIT 12/91).
Von Eckhard Roelcke
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Bielefeld
Wen die Provinz ehrt
Ernie, der Flitzer, nahm gewissermaßen die Übergabe des „Kleinen Stehenden mit Schatten“ vorweg, als er sich zu Beginn der Feier auf der Empore der Bielefelder Stadthalle zeigte – so, wie die Natur ihn schuf.
Von Cornelia Filter
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Häßliche Bratwurst
Die Nürnberger Altstadtfreunde, bislang sind sie vor allem für gemütvolle Rundgänge durch die mittelalterlichen Gäßchen der Stadt zuständig, fühlen sich aus ihrer Beschaulichkeit gerissen.
Von Dietmar Bruckner
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Leisnig/Sachsen
Als die Skins kamen
Ein beschauliches Städtchen im Sächsischen, das ist der erste Eindruck, den der Besucher von Leisnig erhält. Ein paar Kneipen, unten im Tal die verwitterte Bahnstation, an der die D-Züge vorbeidonnern.
Von Oliver Berlau
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Berlin
Lobby für den Grünen Pfeil
Eigentlich gibt es ihn gar nicht mehr. Das kleine Schild mit dem grünen Pfeil, das bißchen Extrafreiheit aus der alten DDR, fiel der deutschen Einheit zum Opfer.
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Hardheim/Mosbach
Getreten, geschlagen
Josef B. hatte Schwierigkeiten, sich die Socken anzuziehen. Dafür setzte es einen Faustschlag ans Kinn. Berta R. wurden schon mal die Ohren umgedreht, wenn sie nicht spurte.
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Verheddert
„Ich sah mich allen Ernstes als Mittelsmann zwischen Staat und Schriftstellern, Literaten und Politikern, habe aber wieder erfahren müssen: ‚Wer der Herren zween dient, kriegt es mit der Herren zween zu tun.
Von Verfassungssckutzpräsident
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Heimatlos
Beim Wegfahren lese ich in der Zeitung, daß es jemanden gibt, der Heim-Weh hat. Ich sehe den vor mir, wie er im Schmuddelpullover die alte Farbe von der alten Tür brennt, sagt: Willst du einen Spritzkuchen, ich hab’ meinen heute schon.
Von Nadja Klinger
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Von Rostock bis Chemnitz
Das „Wir“ klingt fremd
Seit gut einem Jahr gibt es einen innerdeutschen Zeitungsmarkt; die deutschen Zeitungen heißen nicht mehr nach ihrer Ost- oder Westherkunft, und sie versuchen, sich über die einstige Grenze hin auszubreiten.
- Lebensart
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Neun Tage lang war unser Autor, brasilianischer Journalist, gefangen bei der Republikanischen Garde im Irak. Sein Bericht korrigiert die Klischees.
Der muß einfach weg
Er war ein schmaler, fast schüchterner junger Mann, der Dolmetscher der gefürchteten Geheimpolizei Saddam Husseins. Er wartete, bis sein Offizier, ein finster blickender Mittdreißiger, das Kasino eines Luftwaffenstützpunktes im südlichen Bagdad verließ, dann zitierte er mit leiser, gebrochener Stimme T.
Von William Waack
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Langsam heilt die tiefe Narbe
Der Pächter der Toiletten im Untergeschoß des Bahnhofs Friedrichstraße lächelt verhalten triumphierend: „Eine Toilette muß nicht unbedingt nach – hm, Toilette riechen, sach ick immer.
Von Radolf Ungar
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Wucher Tricks und Schliche
Wer wird denn gleich räumen?
Das Starkstromkabel hing wie eine Affenschaukel quer durch die Küche; herausgerissene Steckdosen, faustgroße Wandlöcher, ein altersschwaches Telephon, heruntergerissene Seidentapeten, Schimmel im Bad.
Von Swantje Strieder
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Die Gartenlaube
Im unteren Moselthale in der Nähe von Winningen und auf den seitlich gelegenen Höhen der Eifel und des Hunsrück hat man eine nachahmenswerte Einrichtung getroffen, um Verunglückten, Verwundeten und plötzlich Erkrankten auch in den kleinsten und entlegensten Orten sofort die erste Hilfe zu bringen und nach Eintreffen des Arztes die nothwendigsten Arzneimittel sogleich zur Stelle zu haben.
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Natur nicht pur
Vereint, nicht egalisiert: Wie groß der Unterschied zwischen West und Ost im Lebensstandard tatsächlich ist, wollen wir an einigen Beispielen zeigen.
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Ela Bhatt
Solidarität, Macht und Geld
Wäre sie ein indischer Mann, so hätte sie zumindest einen Privatsekretär, und sei es nur, um die Bedeutung der eigenen Persönlichkeit hervorzukehren.
Von Gabriele Venzky
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Zeitlese
Sonst sind sie knallharte Konkurrentinnen am Markt, jetzt haben sie sich zu einer ungewöhnlichen Aktion zusammengetan. Bild der Frau, Brigitte, Cosmopolitan, Elle, Emma, Freundin, Für Dich, Für Sie, Journal für die Frau, Marie Claire, Maxi und Prima.
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Heimkehrer
Nie wieder Wüste
Schon zum drittenmal versucht es der Soldat: 001 für Amerika und dann die Nummer. Die Kameraden, die vor der Telephonzelle Schlange stehen, werden unruhig.
Von Fredy Gsteiger
- Leserbriefe
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Multinationale Konzerne
Gemischte Gefühle
Der Geschäftsführer des Berliner Gillette-Werks hatte leichtes Spiel. Als er die Belegschaft dazu bringen wollte, auch samstags regelmäßig zu arbeiten, damit neue, teure Maschinen besser ausgelastet würden, griff er zu einem simplen Trick.
Von Ehrfried Siewers, Buchholz
- Tribüne
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VOR VIERZIG JAHREN
Diplomatisches Haarspalten
In der zurückliegenden Epoche autoritärer Staatsführung haben wir uns so daran gewöhnt, politische Entschlüsse und Maßnahmen als vollendete Tatsachen vorgesetzt zu bekommen, daß uns das gemeinsame Auffinden, vielmehr Aushandeln eines politischen Kompromisses oder auch nur die Vorbereitung einer entsprechenden Konferenz höchst merkwürdig erscheint.
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Über den eigenen Schatten springen
BERLIN. – Der totale Rückzug der sowjetischen Truppen vom Gebiet der ehemaligen DDR ist der bisher sichtbarste Ausdruck der gravierenden militärischen Veränderungen auf unserem Kontinent.
Von Oswald Schneidratus
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Das Volk steht gegen den Diktator
LONDON. – Die Menschen im Irak rebellieren öffentlich gegen Saddam Hussein und sein Regime. Der Einsatz ihres Lebens ist ihre Stimme gegen den Diktator.
Von Ahmed Chalabi