Am Mittwoch ging in Hannover die größte Spielzeugmesse der Welt zu Ende. Ach, Irrtum? Es war in Wahrheit die größte Industriemesse der Welt? Wie auch immer: Gespielt wurde trotzdem, und zwar nicht zu knapp. Fast jeder Aussteller hatte eine kleine Überraschung für seine Gäste. Der Stahlkonzern Hoesch zum Beispiel machte den Besuchern seines Messestandes die große Freude, mit einem fernlenkbaren Minitruck über einen Rundkurs fahren zu dürfen. Wie da die Augen glänzten. Gleich gegenüber konnte man nach Herzenslust mit einem Minibagger spielen. Eine tolle Sache, was sich da so alles bewegen kann. Und Baggerführer war ohnehin immer der Traumberuf, bis man dann Manager werden mußte.

Richtig spannend ging es bei Thyssen zu. Stand doch da tatsächlich eine Carrera-Bahn für den kleinen Rennfahrer im großen Geschäftsmann. Jacke aus und dann mit Karacho durch die Kurven. Das schönste dabei: keine Kinder in der Nähe, die immer mitspielen wollen, aber alles verkehrt machen.

Klöckner hatte die feine Idee, Scherenschnitte von seinen Gästen schneiden zu lassen, vollautomatisch und aus Metall, ein unvergeßliches und ewig haltbares Andenken. Und war es nicht ein prima Gefühl, an einem der Stände mit einem Schlagbohrer durch Beton dringen zu dürfen, als wäre dies Butter? Das machen Manager zwar sonst nie, dafür haben sie ihre Leute, aber auf der Messe sieht es ja niemand. So war es denn ein Riesenspaß, in diesem Jahr nach Hannover zu fahren. Und nebenbei wurden sogar Geschäfte gemacht. dk