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Ausgabe 20/1991

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Rückblick: Verhandlungen über Nordirland
Aller Anfang ist schwer
Nun reden sie also: Seit vergangener Woche wird in Belfast über die Zukunft Nordirlands verhandelt. Der britische Nordirlandminister Peter Brooke traf die Delegationen der nordirischen Parteien zu Einzelgesprächen, um sich Klarheit über Ablauf und Inhalt des mehrstufigen Verhandlungsprozesses zu verschaffen.
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Die Spanier kommen
Einen Tag lang war Helmut Kohl mit seinem spanischen Gastgeber Felipe Gonzales durch die Kraterlandschaft von Lanzarote gefahren, hatte die braungetönten „Feuerberge“ der Kanaren-Insel besucht und in der Residenz „La Mareta“ auf den windumtosten Atlantik geblickt.
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Übersiedler im vereinten Deutschland
Reisen ohne Wiederkehr
Manchmal verliert Steffen Günther im Gespräch die Orientierung. Dann spricht er zwar von „hier“, von seinem neuen Alltag als Installateur in Würselen, diesem verschlafenen Städtchen nördlich von Aachen.
Von Christian Wemicke
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François Mitterrand regiert seit zehn Jahren
Vom Präsidenten zum Patriarchen
Frankreichs Staatschef erwies sich als beweglicher Traditionalist mit viel Geschick und wenig Größe
Von Joachim Fritz-Vannahme
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Sturm im bayerischen Maßkrug
Das Aufbegehren der CSU gegen Helmut Kohl verrät mehr Ohnmacht als Richtungssinn
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Am Ende das Chaos
Bangladesch, ein hoffnungslos überbevölkertes und armes Land, zeigt der Welt auf dramatische Weise, wo die Grenzen des Wachstums liegen.
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Bonner Bühne
Wie im richtigen Leben
Hans-Dietrich Genscher, so war kürzlich zu lesen, „äußerte sich in einem Gespräch mit einer Illustrierten, das vom Auswärtigen Amt verbreitet, aber dann nicht von der Zeitschrift veröffentlicht wurde .
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Nach der Sturmflut
Ein Land geht unter
Acht Stunden lang wütete der Wirbelsturm im Südosten Bangladeschs mit einer Zerstörungskraft, die zehnmal größer war als die der Atombombe von Hiroshima.
Von Gabriele Venzky
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Kommunalwahlen in England und Wales
Zweideutige Botschaft
Am Rande einer Jahrestagung des internationalen Währungsfonds in Washington begegnete der damalige Schatzkanzler John Major auf einer Cocktailparty einer Astrologin.
Von Jürgen Krönig
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Aussöhnung zwischen Griechen und Türken?
Hoffnung für die geteilte Insel
An die Todesopfer wird ständig erinnert. Auf einer Blechtafel vor dem Hauptquartier der Friedenstruppen der Vereinten Nationen (Unficyp) stehen die Namen der Blauhelm-Soldaten, die hier ihr Leben verloren haben.
Von Fredy Gsteiger
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Worte der Woche
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Entscheiden muß die Politik
Die Verfassung kann kein Regierungsprogramm sein, sie bestimmt nur die Regeln für den demokratischen Meinungsstreit
Von Peter Graf Kielmannsegg
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Ben Witter
Angetippt
Berlin ist schon immer eine großmäulige Baustelle gewesen, was mußte nicht ständig noch breiter und tiefer, schneller, höher und beispielhafter werden.
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Nachlese: Kriegsverbrecher in Großbritannien
Ein dunkles Kapitel
Zum ersten Mal in der britischen Geschichte bediente sich eine konservative Regierung des verfassungsrechtlichen Instruments des „Parliament Act“ von 1911, um eine Entscheidung des Oberhauses zu widerrufen.
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Zeitspiegel
Manfred Gerlach, heute einfaches FDP-Mitglied, muß sich derzeit Anträgen auf Parteiausschluß erwehren. Sein Kampf um den Status quo fällt ihm schwer, dazu saß der wohl prominenteste DDR-Liberale und persönliche Honecker-Freund zu lange in zu hohen Ämtern der realsozialistischen Diktatur.
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Vom Partisanen zum patriotischen Präsidenten
Der Kroate, der die Krise will
Franjo Tudjman schürt die Revolution gegen Serbiens Hegemoniestreben über Jugoslawien
Von Michael Schwelien
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Unruhen in Bratislava
Sehnsucht nach dem starken Mann
Die Slowaken erzürnt die klammheimliche Entmachtung ihres Ministerpräsidenten Vladimir Mečiar
Von Helga Hirsch
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Aufbau einer Verwaltung in den neuen Bundesländern
Von Null auf hohe Touren
Wer kann schon Deiche bauen, wenn ihm das Wasser bis zum Halse steht und die Wellen immer höher schlagen? Für Jan Ullrich Ellrodt stellt sich die Frage täglich.
Von Gisela Dachs
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In den vergangenen Tagen häuften sich Meldungen, nach denen türkische Soldaten die Hilfe für die kurdischen Flüchtlinge an der Grenze zum Irak massiv behinderten. Robert Fisk, Nahost-Korrespondent der britischen Zeitung „The Independent“, prangerte die Willkür an und wurde aus der Türkei ausgewiesen.
Nachts kam die Spezial-Einheit
An der Wand über dem Schreibtisch des Polizeiinspektors Hasan Luru hing ein großes Portrait von Mustafa Kemal Atatürk, dem Vater der modernen Türkei.
Von Robert Fisk
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Wolfgang Ebert
Bayerische Schmankerln
Ein Frühstück wurde kürzlich dadurch berühmt, daß es nicht stattfand. Dazu offiziell eingeladen hatte Helmut Kohl die CSU-Herren Waigel und Streibl, doch kurzerhand wurden die beiden Bayern wieder ausgeladen, weil Kohl der Appetit auf dieses „Frühstück zu dritt“ vergangen war und er ein „Breakfast for one“ vorzog.
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KOLUMNE
Signal nach Osten
Soll Bonn Regierungssitz bleiben, oder soll Berlin es werden? Die Frage ist neu, kaum ein Jahr alt. Denn zuvor war klar: Die Hauptstadt Deutschlands war Berlin, und wenn Deutschland wieder existiert, wird Berlin wieder Hauptstadt sein.
Von Richard Schröder
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Weltbühne
Krieg und Frieden
Keiner kann gewinnen. Dies haben die Kombattanden im angolanischen Bürgerkrieg nun offenbar eingesehen. Sechzehn Jahre kämpften, zwei Jahre verhandelten sie.
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Streben nach Unabhängigkeit in Lettland und Litauen
„Probleme, aber keine Katastrophe“
Was die Sowjetunion erwartet – ein Stimmungsbericht aus Moskau und dem Baltikum
Von Marion Gräfin Dönhoff
- Wirtschaft
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Bonner Kulisse
Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann muß sich mit einer Erblast plagen, die ihm der langjährige Staatssekretär Otto Schlecht hinterlassen hat.
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Deregulierung
Die Dosis muß stimmen
Für die Anhänger der reinen Lehre ist die Lösung einfach. „Mehr Markt schafft mehr Wohlstand“, propagierte schon vor Jahren der Kronberger Kreis, ein Zusammenschluß ordoliberaler Wirtschaftsprofessoren, den Abbau staatlicher Regeln.
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Nur für starke Nerven
Dollar-Depots sind nicht jedermanns Sache. Für Nervenschwache empfehlen sie sich gar nicht. Bis vor zehn Tagen schien der Greenback, ausgelöst durch den erfolgreichen militärischen Abschluß des Golfkrieges, immer höher zu steigen.
Von Reinhold Rombach
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Ostdeutschland
Abschied von der reinen Lehre
Ein Mann vernichtet seinen Arbeitsplatz. Er greift zum Schraubenschlüssel, zwängt ihn über eine Mutter am Fuß der Maschine und drückt.
Von Dirk Kurbjuweit
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Wirtschaftsbuch
Besser nichts wissen
Unbedarfte Laien, so sollte man meinen, haben es an der Börse besonders schwer. Sie wissen meistens nicht einmal, was ein Kurs-Gewinn-Verhältnis ist und kaufen ihre Aktien oft zum unmöglichsten Zeitpunkt.
Von Udo Perina
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Die Wettbewerbsfähigkeit der USA (III)
Mississippi Blues
Ländliche Idylle im amerikanischen Dorf Mayersville: Hinter dem zehn Meter hohen Deich, der sie vor der Frühjahrsflut des mächtigen Mississippi schützt, verstecken sich fünf Dutzend Häuser unter großen Bäumen.
Von Christian Tenbrock
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Neue Bundesländer
Ein teures Prinzip
Weil Bonn sich für eine Rückgabe des enteigneten Besitzes entschieden hat, droht eine Kostenlawine
Von Marie-Luise Hauch-Fleck
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Markt-Report
Falsche Hoffnungen
Der Deutsche Aktienindex (Dax) bewegt sich zwar seit einiger Zeit in unmittelbarer Nähe seines bisherigen Jahreshöchststandes.
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Pflegeversich erung
Das Netz wird dichter
Wenn Bundesarbeitsminister Norbert Blüm etwas anpackt, dann gibt es Ärger. Seine Ideen provozieren, und das ist gewiß kein Nachteil.
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Wirtschaftskrise in Großbritannien
Ungläubige Wähler
Die Engländer mißtrauen den Versprechen ihrer Regierung, der Aufschwung stünde unmittelbar bevor
Von Wilfried Kratz
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Europa
Noch rennen die Windhunde nicht
Erst mit dem Start in den Gemeinsamen Markt wird sich die wirtschaftliche Dynamik voll entfalten
Von Klaus-Peter Schmid
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Kernkraftwerke
Zehn Jahre sind kein Dogma
Über die Fristen für den Ausstieg aus der Atomenergie wollen die Sozialdemokraten mit sich reden lassen
Von Wolfgang Hoffmann
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Heinz Blüthmann:
Alptraum in der Alten Welt
Ein Schreckensszenario: Die großen Automobilhersteller der Alten Welt, in der vor mehr als einem Jahrhundert der pferdelose Wagen erfunden wurde, geraten auf die Verliererstraße.
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Die verkaufte Moral
Immer mehr Banken beruhigen mit zweifelhaften Ethikfonds das schlechte Gewissen ihrer Kunden
Von Udo Perina
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Seit Jahren ist die Dänische Krone fest an die D-Mark gebunden. Faktisch hat Kopenhagen einen Teil seiner Souveränität an die Bundesbank in Frankfurt abgetreten – und das wirkt bis in den Alltag.
Magnet Deutschland
Dänemark muß sich immer mehr an die Verhältnisse in der Bundesrepublik anpassen
Von Wolfgang Zank
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Joachim Nawrocki:
Die Sechzig-Milliarden-Legende
Es kommt gewiß nicht alle Tage vor, daß eine SPD-Politikerin einen CSU-Minister munitioniert. Als Bundeskanzler Helmut Kohl sich dafür aussprach, den Regierungssitz in zehn bis fünfzehn Jahren nach Berlin zu verlegen, da erklärte Bundesfinanzminister Theo Waigel lakonisch, er hätte dafür kein Geld.
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Handel mit China
Der Gulag als Devisenquelle
Die chinesische Regierung hat ihre politischen Gefangenen als Devisenquelle entdeckt. Gezielt werden Gefängnisse und Arbeitslager der Volksrepublik für die Produktion von Exportgütern genutzt.
Von Henrik Bork
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RWE
Den Koloß auf Trab gebracht
Vorstandschef Friedhelm Gieske hat den Stromkonzern zielstrebig diversifiziert
- Wissen
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Mikrotechnik
Pfiffige Winzlinge
Prägen „intelligente“ Systeme, die messen, auswerten und reagieren können, die künftige Industrieproduktion?
Von Gero von Randow
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Erforscht und erfunden
Die Supernova 1987A, die vor vier Jahren in der Großen Magellanschen Wolke aufgetreten ist und hienieden einigen Wirbel verursacht hat, gibt den Astronomen neue Rätsel auf.
Von Hans Schuh
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Götzen des Marktes
Hat sich mit dem ruhmlosen Ende des Kommunismus auch der Traum vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ verflüchtigt? Selbstgefällige Festredner, die am Grab des Realsozialismus die Siegesfanfaren der alleinseligmachenden Marktwirtschaft blasen, lassen keinen Zweifel daran.
Von Hansjakob Stehle
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Ein Riß geht durch Deutschland
Ewig ist es die gleiche Melodie. Diese Nordlichter haben doch versagt... Ich bin die devote Haltung dieser Kameraden gegenüber der FDP jetzt einfach satt.
Von Gunter Hofmann
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Verschrottet
Pershing II und SS-20 – diese beiden Typen von Mittelstreckenraketen symbolisierten den letzten Höhepunkt des Kalten Krieges.
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Fertig filetiert
Mit der Entdeckung einer neuen Walart hatte wohl kaum noch jemand gerechnet. 28 Jahre lag die letzte Neubeschreibung – die eines Schnabelwals – zurück.
Von Julie Möller-Buchner
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Die Lasten wachsen
Es steigen kräftig die Steuern, die Beiträge zur Sozialversicherung und nun auch die Löhne. Die deutsche Volkswirtschaft, die in den nächsten Jahren die Vereinigung zu bewältigen hat, mutet sich viel zu.
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Herzschlag
Wenn das Herz des amerikanischen Präsidenten flattert, zittert die Nation. „Nur kluge und weitsichtige Athleten – eine kleine Riege“ – seien den Belastungen des Amtes gewachsen, behauptete einst Woodrow Wilson.
- Reisen
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Keine Spur von Understatement
Geschäftsreisen sind nicht zum Vergnügen da. Wohl deshalb steht Englands jüngstes Kongreßzentrum ausgerechnet im Stadtzentrum von Birmingham.
Von Henrik Bork
- DIE ZEIT
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Griechenland
Kreta frisch gestrichen
Stavros räumt die ersten Stühle auf die Terrasse, die noch gefegt werden muß, und gibt zum Willkommen einen Ouzo aus: „Wir haben schon gedacht, in diesem Jahr kommt keiner mehr“, sagt er, „und jetzt plötzlich sind sie doch auf einmal da.
Von Claudia Diemai
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Zeitmosaik
Ein seltsames Gefühl ist in der Welt der Poesie entstanden: das Verzagen; ihr gegenüber die vielschreiberische Kühnheit des Romanciers.
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Nicht nur die Alhambra
Sicher, es muß sich auch reimen: Quien no ha visto Granada, no ha visto nada, sagen Granadas Bewohner von ihrer Stadt. Doch es ist nicht nur der Reim oder spanischer Lokalpatriotismus, auch Reisende aller Zeiten haben der Stadt höchste Attribute verliehen und schmeichelnde Vergleiche gezogen: Für den einen war Granada ein zweites Rom, für den anderen die herrlichste Stadt Andalusiens, für den dritten schlicht das Paradies Spaniens.
Von Heinrich Adams
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Waren an der Müritz
Herbert verstaubt im Keller
Keine Wehmut, nur ein knapper Blick zurück: „Ein Urlaub in Klink war eine kleine Kostbarkeit.“ Gerd Schröter denkt seit dem 1.
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en passant
Eine Nacht in Weimar
Goethe erging es besser. „Der Besuch in Weimar umschlang mich mit schönen Verhältnissen“, lobte er nach seiner ersten Bekanntschaft mit der Residenzstadt.
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Wider das Alte Denken
Peter Glotz hat den Sextanten zur Seite gelegt und die Brücke des Tankers unwiderruflich verlassen. Er hat die Rolle gewechselt und präsentiert sich nun als Kassandra.
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Börsenverein und Kerr-Preis: der wahre Skandal
Schöne Demokraten!
Zum Verständnis: die Jury des Alfred-Kerr-Preises einigt sich jeweils im Frühjahr, worauf sie in den kommenden zwölf Monaten ihr Augenmerk richten will.
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Wenn Frau will, steht alles still
An genüßlich ausgedachten Horrorszenen fehlt es nicht. Tausende von mutterlosen Familien, die vor dem Fernsehapparat verdrossen aus Büchsen löffeln; Warenhäuser, deren Abteilungsleiter händeringend zwischen Kundenstrom und müßigen Verkäuferinnen pendeln; Büros, in denen gereizte Bosse an der unvertrauten Mechanik der Kaffeemaschine hebeln und das Archiv, auf der Suche nach einem Dossier, auf Monate hinaus verwüsten.
Von Margrit Sprecher
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Hamburg hat die Wahl: Alle sind dafür, daß alles besser wird
Wahl-Sprüche
Fiele doch jede Wahl so leicht wie jene, vor die der betr. Mensch sich behördlicherseits durch Schriftstücke gestellt sieht, die an Frau/Herrn adressiert sind.
Von Bernhard Wördehoff
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Ungarn
Eine halbe Sache
Der Lack ist ab in Ferencváros. Hier, im neunten Bezirk von Budapest, wohnt keiner freiwillig. Die Straßenzüge sind heruntergekommen, von den braunen Häuserblocks rieselt der Putz, und die Autoabgase von der sechsspurigen Donau-Uferstraße mischen sich mit dem Dreck aus den Schloten der nahen Maschinenfabriken.
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Zu Fuß von Tübingen nach Ulm
„Eine hinreißende wildschöne Aussicht“
Als angehender Pfarrer ganz der praktischen Aufklärung verpflichtet, wollte der Tübinger Theologiestudent Friedrich August Köhler auf eigenen Beinen stehen, aus eigener Kraft vorankommen.
Von Friedemann Schmoll
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Frankreich
Selbstmord auf Raten
Der Bankier liebt die Provokation, aber auch die Diskretion. „Die französischen Geldhäuser haben eine ausgeprägte Neigung zum Selbstmord“, sagt er, die Füße auf dem Schreibtisch und den Finger auf der Pausentaste des Aufnahmegeräts.
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Großbritannien
Eigenständig im Kanal
Alles dort ist ein wenig seltsam: Die ausgesprochen wohlgenährten Möwen erinnern in ihren Ausmaßen an Gänse, die Schafböcke haben vier statt der üblichen zwei Hörner, dafür fehlt den Katzen der Schwanz.
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Traumwandler im All
Probleme mit dem Shuttle, Mißwirtschaft, Zweifel am Sinn der bemannten Raumfahrt – die Nasa ist vom Symbol des Fortschritts zur nationalen Peinlichkeit geworden
- Gesellschaft
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Marokko: Trekking-Tour durch den Atlas
Den Namen des Weges, „Grande Traversée des Atlas Marocains“ (GTAM) – „Große Durchquerung der marokkanischen Atlasgebirge“, darf man nicht wörtlich nehmen, denn die Tour wird eben erst entwickelt.
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Schlaflos
Ein Beutelchen Nüsse? Ein Drink? Unsere Stewardessen sind noch ganz frisch und knitterfrei. Wir nicht. Wir haben unseren weißen Tropenstrand bis zur allerletzten Sekunde ausgenutzt.
Von Roland F. Karl
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Kino: Zwei Filme von Marco Risi
Überleben in Palermo
Im Morgengrauen, nach einer langen, ereignisreichen Nacht. Die Tore des Polizeipräsidiums öffnen sich. Drei Wagen rasen mit Blaulicht durch die leeren Straßen der Stadt, die Bucht hinauf, lassen endlose Betonvorstädte hinter sich, um schließlich nach Bellolampo zu gelangen, einer der größten Müllkippen Siziliens.
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Manager und Märkte
Computerindustrie: Trojanisches Pferd in Brüssel Handel: Osten schlägt Westen Informationstechnik: Fehlschaltung beim Amt?
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Reisen für die Schönheit
Mit Thermal-Sauerstoffbädern und Reduktionskost sollen die Gäste von Bad König auf Trab und in Form gebracht werden. Die 21tägige „Regenerationskur“ im Odenwald, betitelt „Zurück zum Ich“, kostet 1900 Mark und schließt die Unterkunft in einer Pension und sämtliche Anwendungen ein.
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Ich bin der Idiot
SCHUMACHER: Ich schreie ununterbrochen. Wenn auf der anderen Seite ein Eckball gegeben wird, schreie ich, spiel kurz, spiel lang, weiter links, mehr zur Mitte, obwohl ich ganz genau weiß, es hört mich keiner.
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Fernseh-Kritik
Eigentlich Biblis
Ein bißchen seltsam ist sie schon, die Inbrunst, mit der die Deutschen daran festhalten, daß sie es seien, auf die alle Welt es abgesehen hat.
Von Barbara Sichtermann
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Mehr Kosten als Nutzen
Die europäische Raumfahrtagentur Esa, in der dreizehn Staaten zusammengeschlossen sind, hat 1987 drei langfristige Großprojekte beschlossen, die den deutschen Steuerzahler in den nächsten zehn Jahren etwa dreißig Milliarden Mark kosten werden: die Entwicklung der schubstarken Rakete Ariane 5, des Shuttle-ähnlichen Raumgleiters Hermes und der Raumstation Columbus.
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Kurswechsel
Für viele sind sie ein Skandal: hohe Militärausgaben der Entwicklungsländer. Die exportierenden Industriestaaten und die herrschenden Eliten in der Dritten Welt haben es freilich jahrzehntelang geschafft, ihre Waffengeschäfte aus der Diskussion auszublenden.
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Hotels entdecken den Umweltschutz
Umweltfibel statt Bibel, konkrete Ratschläge statt Gebet: In den Nachtschränken der Hotels von Ramada International liegen neuerdings hundertseitige Broschüren, die dazu beitragen sollen, das Überleben des Planeten Erde zu sichern.
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Die DDR, die Russen und wir – ein Nachtrag
Das Flugzeug, das wartete
Am 29. April 1945 – in der Nacht zuvor war unser letzter frei gewählter Reichskanzler unter seiner Hauptstadt im allerengsten Kreis zum heiligen Stand der Ehe angetreten –, am 29.
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Finnland mit der Fähre
Wer nach Schweden, Norwegen oder Finnland will, muß auf die Fähre. Die Überfahrtpreise differieren erheblich – je nach Route, Wochentag und Abfahrtszeit.
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Fernseh- Vorschau
Der Schneid der Väter
Was ist Schneid? Entschiedenheit, Härte, klare Charakterzüge – und eine gewisse Messerschärfe im Gesicht. Schneidige Leute sind faszinierend und auch ein bißchen komisch.
Von Martin Ahrends
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Auf die Erde geholt
Als sich die Nasa-Pannen im vergangenen Jahr häuften, wurde es selbst dem sonst unbeirrbar optimistischen US-Vizepräsidenten Dan Quayle zuviel: Er setzte eine „unabhängige“ zwölfköpfige Kommission ein, die sich 120 Tage lang mit der Nasa, ihrer Arbeitsweise und ihrer Zielsetzung befassen sollte.
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Ausstellung in Hamburg: Christian Boltanski
Schwerelos
Er sagt, es gebe nur ganz wenige Themen in der Kunst. Und zu ihnen gehöre der Tod. Und der Tod, sagt er, sei vielleicht, was wirklich zähle.
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DAS LETZTE
Jede Zeitung (also auch diese) hat einen Redakteur für besondere Aufgaben und Themen: Papst, Pille, Kondome, Möllemann. Aber jede Redaktion hat einen Urlaubsplan.
- Kinder- und Jugendbücher
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Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt LUCHS 56 vor
LUCHS 56
Ein alter Mann erzählt eine Geschichte. Über einen Jungen aus einer längst vergangenen Zeit, aus einer gänzlich anderen Welt.
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Große Geschichten für Kleine
Ich bin ein Brief
Und was macht Joram? Ist er immer noch so neugierig? Und träumt so viel?“ Wer nicht lesen und schreiben kann, bekommt keine Briefe.
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Michael Endes märchenhaftes Lehrstück
Wenn Eltern widersprechen
Lenchen, die eigentlich Helena heißt, hat ein Problem. Sie ist ein ungemein liebenswürdiges kleines Mädchen, aber nur, solange ihre Eltern das tun, was sie von ihnen verlangt.
Von Kristian Lutze
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Pappbilderbuch für Kinder und Kenner
Ansichten vom süßen Brei
Ähnliches läßt sich von den Pappbilderbüchern sagen: Obwohl sie jeder schon in der Hand hatte, scheint sich niemand Gedanken über ihre ästhetische Gestaltung zu machen.
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Dr. Rabes Geheimtip
Wer ist Dr. Rabe? Ein Wissenschaftler auf bibliophilen Abwegen? Ein Schnüffler in überquellenden Regalen? Ein Agent des unbekannten Buches? Wer Dr.
- Kultur
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Die Internationale Jugendbibliothek in München: ein Trauerspiel deutschen Provinzgeistes
Tiefschlaf im Bücherkerker
Wenig Freude am hundertsten Geburtstag von Jella Lepman, der Gründerin einer großartigen, leider heruntergewirtschafteten Bücherei
Von Brigitte Jakobeit
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Gernhardt klassisch
Klare Sache: „Die da lesen, soll man rühren, / weiter sowie höher führen.“ Und die andern? „Und die andern, wir, die schreiben, / sollten auf dem Teppich bleiben.
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JÜRGEN HABERMAS
Die andere Zerstörung der Vernunft
Über die Defizite der deutschen Vereinigung und über die Rolle der intellektuellen Kritik. Aus der Niederschrift eines Gesprächs
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Charms, deutsch von Charms
Der russische Dichter Daniil Charms, geboren 1905 in St. Petersburg, verhungert 1942 im Leningrader Kerker, schrieb in den Jahren der Stalin-Diktatur, das heißt zeitlebens, ohne Aussicht, je nur eine Zeile gedruckt zu sehen.
Von Peter Urban
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Das Buch, das in Frankreich heftige Debatten provozierte: Hervé Guiberts Aids-Roman „Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat“
Das Leben. Die Liebe. Der Tod
Muzil, der Philosoph, der Freund, der sterben wird und das weiß, liegt im Krankenhaus und sagt: „Man denkt immer, es gebe über diese Art von Situation etwas zu sagen, und jetzt gibt es überhaupt nichts zu sagen.
Von Raimund Hoghe
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Essays von Libuše Moníková
Gefesseltes Denken
Schloß, Aleph, Wunschtorte? So locken Zaubersprüche mit den undurchdringlichen Rätseln ihrer Sprache. Es ist aber nichts weiter als ein genaues Inhaltsverzeichnis des Essaybandes.
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Ein Schicksal nach 1945
Furchtbare Justiz
Unverfroren definierten sie im Nachkriegsdeutschland wieder Standesmoral, Staatstreue und Beamteneigenschaft nach ihren Vorstellungen.
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BUCH IM GESPRÄCH
Linke Weltfremdheit
Die Debatte um die deutsche Einheit und – in verquerer Dialektik – unsere Haltung zum Golfkrieg (damit zu Israel) hat viele ungewöhnliche Töne von vielen ungewöhnlichen Intellektuellen hervorgebracht; als jüngsten Beitrag den so honorigen wie differenzierten FAZ-Artikel von Peter Schneider, der traurig verblüfft konstatiert: „Zu meinem Erstaunen stellte ich [.
Von Fritz J. Raddatz
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Stadtgeschichte als Kulturgeschichte
Suche nach Urbanität
Vor fünfzehn Jahren veröffentlichte der New Yorker Soziologe und Kulturhistoriker Richard Sennett sein inzwischen vielerorts gerühmtes Buch „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens“.
Von Peter Reichel
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Theater im Zelt im Schloßhof im Tal auf dem Hügel bei Wuppertal: „Man spielt nicht mit der Liebe“
Holz’ Weg
Armin Holz ist kein Phantom. Es gibt ihn wirklich. 1988, da war er noch Regieschüler an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule, hat er in einem Gewächshaus „Bunbury“ von Oscar Wilde eingerichtet und ist von der Lokalpresse grausam verrissen worden.
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Geheimnisse
Den letzten Satz dieses Buchs merkt man sich: „Aller ernsthafte Wagemut kommt von Innen heraus.“ Das ist das Arbeits-, das Lebensresümee der großen Südstaaten-Autorin, die von sich sagt, sie habe ein behütetes, aber dennoch waghalsiges Leben geführt.
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Im Heiligtum von Hellerau
Ein neuer Anlauf, das berühmte Experiment im Norden von Dresden zu bewahren – und nach achtzig Jahren fortzusetzen
Von Manfred Sack
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Wie der Futurismus vom Faschismus verstoßen wurde: Peter Demetz’ Dokumentation
Gespenster
Der Stoff, aus dem dieses Buch gemacht wurde, ist weit aufregender, als es in der hundertfünfzig Seiten langen, mit nüchterner Gelassenheit und detaillierter Faktenkenntnis geschriebenen Abhandlung des Literaturwissenschaftlers Peter Demetz oft den Anschein hat.
- Länderspiegel
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Nordrhein- Westfalen
Verführte Männer
Kölns Homosexuelle haben Heimvorteil. Die vom Arbeitskreis Schwule Geschichte Kölns vorbereitete Ausstellung „,Verführte‘ Männer“, eine Dokumentation über „Das Leben der Kölner Homosexuellen im Dritten Reich“, setzt auf den Wiedererkennungseffekt.
Von Irene Meichsner
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Niedersachsen
Wer mitdenkt, kriegt Ärger
Seine Schüler schätzen Dierk Dierking als einen Schuldirektor, „der fair ist und sich immer für unsere Belange eingesetzt hat“.
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Baden-Württemberg
Ohne Furcht, nicht ohne Tadel
Los Angeles – Acapulco – Cuernevaca – Mexiko-City: Stationen einer Flucht, die ihr Ende in der Stuttgarter Olgastraße vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts findet.
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Strickende Oberförster
„In der alten DDR wurde man nach Paragraph 249 wegen Arbeitslosigkeit bestraft und als Asozialer etikettiert. Heute trifft die Arbeitslosigkeit plötzlich Millionen.
Von Grüne
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Bremen / Hamburg / Niedersachsen
Von Misthaufen und Mottenkugeln
Plattdeutsches Theater zwischen Waterkant und Westfalen: Derb und deftig, nur in Hamburg etwas feiner
Von Heinrich Thies
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Nordrhein- Westfalen
Ein Traum in grün
Wenn die roten Fahnen wehen, wird geschossen. In Schlangen, einem Nest im Lippischen, weiß das jedes Kind. Rotweiße Schlagbäume, Warntafeln und die Fahnen sind für die Menschen am Rande des riesigen Truppenübungsplatzes Senne ein Teil ihres Alltags – genau wie der Lärm.
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Nordrhein- Westfalen
Du Chef? Du Arbeit?
Im Auto essen, schlafen, warten: Polnische Touristen auf Job suche am Niederrhein
Von Roland Kirbach
- Lebensart
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Die Kennedys und das Opfer
Ins Licht gezerrt
Vor zwei Jahren, im Fall des „Central Park Jogger“, folgten die US-Medien noch einem ungeschriebenen Gesetz: Wer auch immer diese nächtliche Rennerin sein mochte, die da von einem „Wolfsrudel“ von Teenagern überfallen und vergewaltigt worden war – sie wurde namentlich nicht genannt.
Von Vera Graaf
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Danielle Mitterrand
Mutter der Kurden
Zerrupft wie die Kinderschar, die sie umzingelt, sind die gelben Feldblümchen in ihrer Hand. Die zierliche Frau beugt sich vor, ein bärtiger Kurde küßt ihre Wangen.
Von Barbara Ungeheuer
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Am 12. Mai ist Muttertag
Bin ich denn an allem schuld?
Blöde Mama!“ schreit das kleine Ungeheuer, das ich vor zehn Jahren geboren habe. Sie sieht mich wütend an, mit trotzig vorgeschobener Unterlippe und energisch wippenden Rattenschwänzen.
Von Erentraud Hömberg
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VOR 100 JAHREN
Die Gartenlaube
Still gestanden! Richt Euch!“ – Das einst in den Tagen des aktiven Dienstes so unzählige Male vernommene Kommando übt auch heute noch unter den Reservisten, die sich mit ihren Militärpapieren zu der vorgeschriebenen Kontrolversammlung eingefunden haben, seine zwingende Wirkung, stramm klappen die Absätze zusammen, ob sie nun an derben Bauernstiefeln oder eleganten Lackschuhen sitzen.
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Der Bayerische Rundfunk startet ein neues Radioprogramm
Jede Viertelstunde Weltgeschehen
Vorbild CNN – seit Anfang dieser Woche bringt „B5 aktuell“ nichts als Nachrichten
Von Klemens Polatschek
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Gedenktafeln kaschieren Taten und Täter
...die hier „starben“
Mehr als 10 000 Menschen – Kranke und Behinderte – wurden 1941 in die Gaskammer von Hadamar geschickt. Sie gingen, wie die Mörder höhnisch vermerkten, „durch den Kamin“.
Von Ernst Klee
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Zeitlese
Einheit und Einheit sind zweierlei. Wer Einheitstaumel und Realität vergleicht, macht nicht nur rein ökonomisch manche Differenz aus.
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Gute Nacht
Europa im Bett
Unsere Liebe kennt keine Grenzen, und nichts kann uns trennen. Und doch ist für mich als eine mit einem Deutschen verheiratete Französin nichts selbstverständlich.
Von Anne-Marie Schweighöfer-Falquet
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Noch im Mei will die FDP ihren Entwurf für ein neues Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch ins Parlament einbringen.
Beraten – aber wie?
Wir haben eine Menge gelernt in den fünfzehn Jahren, die seit der Reform des Paragraphen 218 verstrichen sind: Das Strafrecht verhindert Schwangerschaftsabbruch nicht; das Gesetz ist obendrein viel zu kompliziert – noch immer ist vielen unklar, wo was wie genau geregelt ist.
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Im Streit zweier alter und ohnmächtiger Männer spiegelt sich ein großer Teil der Geschichte der einst so genannten DDR
War die DDR zu retten?
Warum Wolfgang Harich und Walter Janka scheiterten und einander seitdem hassen
Von Rudolf Walter Leonhardt
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Brief aus Oz
Känguruhs und andere liebe Kerle
Charles Darwin beklagte einst ein dahinsterbendes Australien. In seinem 1845 erschienenen Expeditionsbericht über die Forschungsreise auf der H.
Von Elisabeth Kaiser
- Tribüne
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Kluge Waffen, dumme Menschen
Technologischer Fortschritt fällt leichter als die Reformierung der Gesellschaft
Von Daniel Bell
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Die Verlage bleiben in Ketten
Der Westen muß Osteuropas Buchproduktion auf die Beine helfen / Peter B. Kaufman
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Wir müssen die Natur entlohnen
BERLIN. – Alle sind für den Umweltschutz. Aber in der direkten Konfrontation zwischen ökonomischen Interessen und ökologischer Rücksicht bleibt die Natur zumeist zweiter Sieger.
Von Hans Immler
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VOR VIERZIG JAHREN
Frischer Wind aus Straßburg
Es weht ein frischer Wind in Straßburg! Fast könnte man meinen, der Abschluß des Schuman-Planes habe das Vorstellungsvermögen und die Tatkraft der bisher nicht sonderlich einfallsreichen Straßburger Versammlung neu beflügelt.
- unzugeordnet
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Korrektur mit Maß
Warum so grantelig? Nachdem ihr Tarifabschluß Sonntagnacht unter Dach und Fach war, konnten sich Walter Riester von der IG Metall und sein Kontrahent Dieter Hundt vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall nur mühsam ein Lächeln abringen.
Von Dirk Kurbjuweit
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Nummer eins beim Nehmen
Es ist Matthias Kleinen anzumerken, daß ihm solche Neugier unangenehm ist: Die Frage, wie viele Millionen Mark der größte deutsche Konzern Daimler-Benz jedes Jahr vom Staat bekommt, würde er – so scheint es – am liebsten ignorieren.
Von Karl-Heinz Büschemann
- Zeitläufe
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Am Tage von Fatima
Ein Schuß traf ins Weiße. Blutig rot verfärbte sich die Soutane des Papstes, während er in sich zusammensank. Es geschah am 13.