Autoseller

Der Anteil japanischer Automarken am Neuwagengeschäft in den alten Bundesländern zeigt Schwächetendenzen: Für die ersten sieben Monate im vergangenen Jahr betrug er noch 15,3 Prozent, im selben Zeitraum dieses Jahres rutschte er auf 13,3 Prozent ab. Doch daraus darf nicht der Schluß gezogen werden, daß die Japaner weniger Autos verkauft hätten – im Gegenteil. Von Januar bis Juli 1990 setzten sie 281 000 Neu wagen ab und im gleichen Zeitraum dieses Jahres nahezu 326 000. Daß die fernöstlichen Automobilproduzenten dennoch Boden verloren, ist dem beispiellosen Boom auf dem deutschen Markt zuzuschreiben, der auch im Juli „zu einem noch nie dagewesenen Rekord führte“, wie das Kraftfahrt-Bundesamt über die Neuzulassungen berichtet.

Ein Drittel mehr fabrikfrische Autos erstmals auf den Straßen – das ist das erstaunliche Vergleichsresultat der jeweils ersten sieben Monate 1990 und 1991. Nur die Modelle, die in diesem Zeitraum mehr als 33,1 Prozent (Wachstum des gesamten Marktes) zulegten, habe ihre Position verbessern können. Von den Bestsellern in der Tabelle schafften das lediglich fünf Typen. Am erfolgreichsten davon waren der neue Audi 100 und die renovierten Kleinwagen VW Polo und Opel Corsa. Von den traditionellen Spitzenreitern VW Golf und Opel Kadett sind solche Plusraten nicht mehr zu erwarten gewesen, da beides auslaufende Modelle sind, die im Herbst völlig neu herauskommmen.