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  • Ausgabe 38/1991

    Ausgabe 38/1991

    Artikelübersicht

    Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.

  • Politik
  • Macht zum eigenen Vorteil

    Hamburg war immer stolz auf sein ehrenamtliches Parlament, das in Artikel 13 seiner Verfassung verankert ist. Die Abgeordneten der „Bürgerschaft“ – so heißt das Parlament in Hamburg zur Kennzeichnung der Ehrenamtlichkeit – leben demnach von ihrem neben dem Mandat weitergeführten Beruf und können deshalb nur eine „Aufwandsentschädigung“ beanspruchen.

    Von Hans Herbert von Arnim

  • Überfällig

    Fast sollte man die Moskauer August-Putschisten für den Friedensnobelpreis vorschlagen. Denn durch ihr klägliches Scheitern haben sie den Drohapparat der Sowjetunion ausgehebelt, nach innen wie nach außen.

  • Ben Witter: Angetippt

    In stiller Andacht

    Schon wieder und wie oft wohl noch, das Trauerthema KZ. Diesmal wird aber nur nachgetragen und vorausgeblickt. Die Konzentrationslager „Großdeutschlands“ von 1943 bis 1945 sind schwarz auf weiß in einen Lageplan eingestrichelt worden.

  • Wolfgang Ebert

    Schalckhaft

    Um allen über mich kursierenden Gerüchten die Spitze zu brechen, versichere ich hiermit an Eides Statt, daß ich einen Mann namens Schalck-Golodkowski nie persönlich gekannt, diesen Namen erst aus den Medien erfahren habe und ihn bis heute nicht mal richtig aussprechen kann.

  • KOLUMNE

    Das gesprochene Wort

    Es gilt das gesprochene Wort“ – so steht es üblicherweise auf den vorab verteilten Redetexten von Politikern. Aber gerade das gesprochene Wort gilt merkwürdigerweise nicht viel.

    Von Klaus Härtung

  • Worte der Woche

    „Egal, wie man zu Lenin steht, ob man ihn liebt oder nicht, das Museum darf man nicht zerstören. Das wäre doch nur eine Wiederholung der Fehler der Bolschewiken, einfach eine Seite der Geschichte herauszureißen.

    Von ehemaliger polnischer Premierminister

  • Das Jahr nach der Wiedervereinigung hat viele Ostdeutsche in Resignation gestürzt. Auch im Westen scheinen manche der verlorengegangenen „System-Alternative“ nachzutrauern. ZEIT-Autor Richard Schröder zeichnet die Irrtümer nach, die zu diesem doppelten Einigungsschock geführt haben.

    Was war verkehrt an diesem Sozialismus?

    Versorgung um den Preis der Freiheit – ein schmählicher Gesellschaftsvertrag

    Von Richard Schröder

  • Ost-West-Spannungen in der CDU

    Abschied vom kleinen Kanzler

    Er spreizte sich nicht. Er war kein Populist, hemdsärmelig schon gar nicht. Es gäbe Menschen in Jeans und Menschen im Anzug, sagte Lothar de Maizière und ließ nicht zu, daß man ihn ohne Jackett photographierte.

    Von Christoph Dieckmann

  • Aufräumen unter den Erblasten

    Die junge Frau von Helmut Kohl

    Frauenministerin Angela Merkel ist als Stellvertreterin des CDU-Vorsitzenden im Gespräch

    Von Margrit Gerste

  • Nachlese: Referendum in Mazedonien

    Souveräne Provinz

    Jubel auf dem Tito-Platz in Skopje, Zehntausende feierten ein erfolgreiches Referendum: 95 Prozent der mazedonischen Wähler hatten am vergangenen Sonntag für die Selbständigkeit und Souveränität dieser jugoslawischen Teilrepublik gestimmt.

  • Weltbühne

    Wind aus dem Osten

    Als die Regierungschefs der zwölf EG-Staaten vor kaum zwei Jahren das Selbstbestimmungsrecht für alle Deutschen akzeptierten, hörten jenseits der Pyrenäen die Katalanen und Basken sehr aufmerksam zu.

    Von Volker Mauersberger

  • Zeitspiegel

    Die Herzlichkeit, mit der Carl-Dieter Spranger diese Woche in Sanaa empfangen wurde, hat gute Gründe: Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit war das erste Kabinettsmitglied eines westlichen Landes, das den Jemen nach dessen Freundschaftsbekundungen für Saddam Hussein während des Golfkrieges besuchte.

  • Schweden vor der Reichstagswahl

    Ein Modell wird ausgemustert

    Einst waren in Europas Musterland alle Sozialdemokraten, jetzt will es keiner mehr sein

    Von Fredy Gsteiger

  • Der Bürgerkrieg zwischen Serben und Kroaten gewinnt an Schärfe. Die EG vermittelt aber greift nicht ein. Was soll sie tun? Was muß sie unterlassen?

    Europas jugoslawische Zwickmühle

    Die Illusion einer neuen Weltordnung ist schneller geplatzt, als sie in Umlauf gesetzt werden konnte. Zwar ist der Kalte Krieg vorbei.

    Von Robert Leicht

  • Im Nacken

    Keine Talkshow ohne Honeckers einstigen Devisenbeschaffer, den Stasi-Obristen Alexander Schalck-Golodkowski. Keine CSU-Versammlung ohne Aufregung über den Neu-Tegernseer Alt-Fleischhändler.

  • Vorschau auf den politischen Herbst

    Keiner will genickt haben

    Vogel hatte moniert, die alten Seilschaften in den neuen Bundesländern seien nach wie vor aktiv und dieser Vorwurf werde dort auch gegenüber der Union erhoben.

    Von Gunter Hofmann

  • Bonner Bühne

    Schalck im Turm

    Natürlich war das ein Knüller, den Sat 1 sich mit dem Auftritt von Alexander Schalck-Golodkowski in Talk im Turm gesichert hat, und gewiß hat der Privatsender sich das was kosten lassen.

    Von Werner A. Perger

  • Kleinlich

    Worte und Taten – in der Europäischen Gemeinschaft klaffen sie allzuoft auseinander. Was hat die EG den Reformländern in Mittel- und Osteuropa nicht alles versprochen? Von Beistand und nachbarschaftlicher Fürsorge war die Rede, Kredite und Handelsvorteile wurden zugesagt.

  • Rückblick: Verfassungsmodell für Südafrika

    Abschied von der Allmacht

    Rezept für eine Katastrophe“, schimpften die einen, „Rezept für eine Revolution“, wetterten die anderen. Sowohl die Befreiungsbewegung Afrikanischer Nationalkongreß (ANC) als auch die Ultras der Konservativen Partei verdammten den Entwurf für eine neue südafrikanische Verfassung, den die regierende Nationalpartei (NP) in Bloemfontein vorgelegt hatte.

  • In Miami steht der gestürzte Diktator Manuel Noriega wegen Rauschgifthandels vor Gericht. Der Prozeß gegen den Mann aus Panama könnte ein dunkles Kapitel der amerikanischen Außenpolitik erhellen.

    Die Asse des Agenten

    Da sitzt er nun, der ehemalige maximo jefe Panamas, klein, das vernarbte Gesicht in Akten vergraben, nur selten aufmerksame, mitunter feindselige Blicke auf die Zuschauer werfend.

    Von Michael Schwellen

  • Wirtschaft
  • Europäische Währungsunion

    Kritisch

    Die Geburt der einheitlichen europäischen Währung kommt in eine heikle Phase. Bis Dezember soll der Vertrag über die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion unterschriftsreif sein, doch ist noch nicht geklärt, welche Anforderungen ein Mitglied erfüllen muß.

  • Alte Bundesländer

    Egoistisch

    Die Überraschung kommt erst noch: Spätestens zum Jahresende wird offenkundig werden, daß die ostdeutschen Länder ihr Geld gar nicht unter die Leute bringen können.

  • Thomas Hanke:

    Gläubiger in der Pflicht

    Die Umwandlung der Sowjetunion in eine dezentralisierte Marktwirtschaft beginnt mit einer herben Enttäuschung: Das zerfallende Reich kann seine Auslandsschulden nicht mehr bezahlen.

  • Bonner Kulisse

    Wenn Alexander Schalck-Golodkowski nicht doch noch das Weite sucht, wie die Bundestagsabgeordnete Ingrid Köppe vom Bündnis 90/Grüne befürchtet, wird Bundeskanzler Helmut Kohl noch häufiger in Wut geraten – so wie vergangene Woche im Bundestag, als Ingrid Köppe den geballten Unmut des Regierungschefs zu spüren bekam.

  • Energiesparen

    Weniger bringt mehr

    Die amerikanischen Stromversorger sind auf dem besten Wege, die traditionellen Grundregeln erfolgreicher Geschäftspolitik über den Haufen zu werfen: Sie wollen weniger von ihrem Produkt absetzen, um mehr zu verdienen.

    Von Uwe Leprich

  • Mark-Report

    Bankaktien unter Druck

    Seit dem Mini-Crash vom 19. August bewegen sich die Aktienkurse seitwärts. Die Umsätze sind sehr gering. Auch die leicht gesunkenen Zinsen haben die Kauflust nicht belebt.

  • Kampf um Kalorien

    Trümmerfrauen, Kohlenklau, Zigarettenwährung, Währungsreform: Das Elend der Nachkriegszeit hat sich tief ins kollektive Bewußtsein der Deutschen eingegraben.

    Von Wolfgang Zank

  • Treuhandanstalt

    Zwischen Baum und Borke

    Wolfram Krause, der einzige Ostdeutsche im Vorstand, trägt noch an seiner Vergangenheit

    Von Peter Christ

  • Nur wenige Spitzenmanager haben so viel Einfluß wie der Chef der Allianz – eine Bilanz nach zwanzig Jahren

    „Wir sind von Haus aus bescheiden“

    ZEIT-Gespräch mit Wolfgang Schieren über die Macht des größten deutschen Versicherungskonzerns

  • Weltwirtschaft

    Von Fernost nach Mexiko

    Die nordamerikanische Freihandelszone wird ein Trumpf im Wettbewerb gegen die Asiaten

    Von Rüdiger Dornbusch

  • Neue Bundesländer

    Verbautes Wunder

    Wir haben uns ja schon an allerlei Investitionshemmnisse gewöhnt, die verhindern, daß der Aufschwung den deutschen Osten mit jener ungestümen marktwirtschaftlichen Kraft ins Rollen bringt, von der die Urenkel Ludwig Erhards uns, vor allem den bundesdeutschen Neubürgern, solange vorgeschwärmt haben.

    Von Peter Christ

  • Jenseits aller Theorien

    Erfolgreich experimentieren die Stadtväter von Wenzhou mit neuen ökonomischen Modellen

    Von Lukas Schwarzachei

  • Ob Zigaretten, T-Shirts oder Kaviar, an den ostdeutschen Grenzen blüht der Schmuggel. Abhilfe ist nicht in Sicht.

    Marlboro, Marki und Mafiosi

    Die ostdeutschen Grenzer können die illegalen Händler aus Polen nicht aufhalten

    Von Michael Sontheimer

  • Die Rache der Natur

    Eure Hoheiten mögen versichert sein, daß es auf dem weiten Erdenrund kein zweites Land geben kann, welches diese Gegenden an Fruchtbarkeit, Milde der Jahreszeiten und am Überfluß guten und heilsamen Wassers übertrifft“, schrieb Christoph Kolumbus an die spanischen Herrscher über die Entdeckung der Neuen Welt.

  • Börsenspiel

    Riskanter Rettungsversuch

    Tim Schmiel, Börsenexperte der Düsseldorfer Westfalenbank, fühlt sich „wie ein Schachspieler, der nicht weiß, ob der nächste Zug die Rettung oder das Schachmatt bringt“.

    Von Reinhold Rombach

  • Wissen
  • Evolution / Informatik

    Rechnen nach Darwins Prinzipien

    Wie aus den ersten Einzellern die komplexe Welt der heutigen Lebewesen entstanden ist, bleibt weiterhin eine der großen naturwissenschaftlichen Fragen.

    Von Christoph Drösser

  • Rußland als Rettung

    Die Erneuerung der sowjetischen Konkursmasse kann von der größten Republik ausgehen

    Von Christian Schmidt-Häuer

  • Anmerkungen zum Charité-Skandel und Doping in der DDR

    Wider westliche Heuchelei

    Stellen Sie sich einmal vor, der Westen wäre in eine ähnlich tiefe Krise geschlittert wie der Osten und dem bundesdeutschen Medizinbetrieb stünde ein ähnlich radikaler Umbruch ins Haus wie jenem in den neuen Bundesländern.

    Von Hans Harald Bräutigam

  • Gibt es neben der Erbinformation noch einen übergeordneten Code?

    Die zelluläre Erinnerung

    Zellen sind die Grundbausteine des Lebens. Doch was in ihnen sorgt dafür, daß etwa aus einer befruchteten Eizelle ein äußerst komplexes Wesen wie der Mensch entsteht? Da ist einerseits die Desoxyribonucleinsäure (DNA) als Träger der Erbinformation und statisches Element in den Lebensfunktionen.

    Von Manfred Reitz

  • Freitod alter Menschen

    Lebensrettung um jeden Preis?

    Der Freitod als heroische Impulshandlung, als letzter Weg aus einer verzweifelten Situation, findet mehr in Romanen als in der Wirklichkeit statt.

    Von H.h. Bräutigam

  • Der lackierte Kampfhund

    Zwei Daten über den Zustand unserer Demokratie, In Frankfurt werden in den nächsten Tagen 1,5 Millionen Besucher auf der Internationalen Automobil-Ausstellung erwartet.

    Von Norbert Kostede

  • DIE ZEIT
  • Die Garde verliert Ort um Ort

    Osijek, im September Über die Brücke peitschen Schüsse. Hinter Sandsäcken kauern drei kroatische Gardisten. Die Augen fest zusammengekniffen, feuert einer aus einem Maschinengewehr auf die andere Seite.

  • Ein Weg voller Dornen

    Nach dem Auftakt im Haag: Die Friedenskonferenz für Jugoslawien vor hohen Hürden

    Von Werner A. Perger

  • REIHE REVISION

    Julien Benda – sein Name ist weniger bekannt als der Name seines bekanntesten Buches: „La trahison des clercs“ („Der Verrat der Intellektuellen“).

  • Noch wird Rushdie gejagt, schon sind iranische Verlage in Frankfurt

    Buchmessen-Schande

    Wie heißt der Veranstalter? „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“. Plötzlich enthüllt sich sein wahrer Charakter: Die Börse muß stimmen.

  • Auf Salz gebaut

    Das Herz Bad Reichenhalls schlägt alle siebzehn Sekunden mit einem hellen Glockenton. Siebzehn Sekunden – so lange dauert eine Umdrehung der beiden dreizehn Meter hohen Wasserräder, die aus den Tiefen des Lattengebirges eine bis zu 25prozentige Salzsole zutage fördern.

    Von Kai A. Struthoff

  • Vom Winde verweht

    Getrieben von seinem Hang zur Selbstdarstellung, dramatisierte Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann nachträglich den Entscheidungsprozeß über den Subventionsabbau: „Ich hatte mich schon erkundigt, ob der Bundespräsident am Tag nach der Kabinettssitzung in Bonn ist, damit ich ihm mein Rücktrittsschreiben überreichen kann.

  • Milovan Djilas war Kommunist, ehe er zum Ketzer wurde. Als jugoslawischer Vizepräsident zog er nach 1945 die Grenze zwischen Kroatien und Serbien. Angesichts des Auseinanderplatzens der Vielvölkerstaaten Jugoslawien und Sowjetunion beschleichen ihn bange Gefühle.

    „Mißtrauen und Haß sind zu groß“

    Der Ruhm des Milovan Djilas stützt sich auf eine außergewöhnliche Laufbahn. Im Zweiten Weltkrieg war er ein führender Kommunist und Partisanenheld Jugoslawiens.

    Von Dusko Doder

  • Die Aufpasser paßten nicht auf

    Bis zu seiner Pleite nutzte Werner K. Rey die Leichtfertigkeit führender deutscher Banker

  • Durch Böhmens Wälder

    Einsam sitzt Karl H. in seinem hellen Häuschen aus Fichtenholz mitten in der Stille des Hochwalds. Keine Straße ist zu sehen, nur ein breiter Wanderweg.

    Von Fred Fettner

  • Was ist rechts?

    Es gibt Fragen, die klingen so simpel, daß man kaum wagt, sie zu stellen. Was zum Beispiel ist „möglichst weit rechts"? Gemeint ist hier nicht die Politik, sondern der Straßenverkehr.

  • Dieses vertrauliche Du

    Mitte der siebziger Jahre begegnete ich Gunnar aus Göteborg, einem Lehrer. Gunnar sagte: Unser Direktor, Folke, der ist ja Kommunist. Nun gut, aber wieso Folke, das ist doch ein Vorname? Ja, und das war es eben.

  • EG-Armutsprogramm

    Keine falsche Scham

    Vom schmalen Budget für die Bedürftigen profitieren auch reiche deutsche Kommunen

  • Vor allem auf chemischem Wege werden bösartige Wucherungen ausgelöst. Viele Erkrankungen sind vermeidbar durch vernünftigere Ernährung, Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuß, durch mehr Sexualhygiene.

    Suche nach den Krebsursachen

    Für ihre Forschungen über die Krebsentstehung durch Umweltchemikalien erhielten vier Wissenschaftler den Körber-Preis

  • Die Bosse: Im Urlaub hemmungslos

    Manager und Führungskräfte sind im Urlaub andere Menschen. Egal wie arbeitswütig und konservativ sie im Berufsleben auch sein mögen, auf Ferienreisen verlieren sie ihre Hemmungen und sind insgesamt gelöster – das gilt auch für das Sexualleben.

    Von Leonard Hill

  • Am vorigen Wochenende hat Lothar de Maiziere sich von der Politik verabschiedet In einer Serie von Artikeln zeichnet Nina Grunenberg den Weg des letzten Ministerpräsidenten der DDR nach: ein Ungeliebter in Bonn.

    Salut für einen politischen Selbstmörder

    Der Fall des Lothar de Maizière: ein Beispiel für den Zwiespalt in der Einheit

  • Weiterhin freie Fahrt auf Autobahnen? Umweltminister Klaus Töpfer hat nun Angst vor der eigenen Courage.

    Skandale und Posse

    Seit Jahren schon kämpfen deutsche Politiker um ein Paradies: um die weltweit letzte Nische für Schnellfahrer. In den siebziger Jahren verteidigte die sozialliberale Koalition in Bonn das Privileg.

  • Algerien

    Sonne, Sand und Stille

    Wie ein Geophysiker, der an der Pariser Sorbonne promoviert hat, sieht der knapp vierzigjährige Abdelkader Hiri wirklich nicht aus.

    Von Hans Harald Bräutigam

  • Metroliner – Konkurrenz zum Jet

    Als wirtschaftliche und schnelle Alternative zum Flugzeug erlebt die Bahn in den USA eine Renaissance. Wettbewerbsfähig sind vor allem die mehr als zweihundert Stundenkilometer schnellen „Metroliner“ und die superschnellen „Express-Metroliner“, die beispielsweise die „Rennstrecke“ von Washington D.

  • Im Geisterhaus

    Leben und schreiben in der Leere des Exils – Aufzeichnungen eines chinesischen Dichters und Dissidenten

  • Gesellschaft
  • Bettgeschichten

    Es könnte so gemütlich sein, so kuschelig bequem. Sich dehnen, strecken, richtig rekeln und sorgenfrei in jeden neuen Urlaubstag hineinschlafen.

    Von Monika Putschögl

  • Manager und Märkte

    Bauer Verlag: Zeitschrift fürs Herz Deutsche Aerospace: Angebot ohne Reiz Klaus Birkel: Comeback mit Nudeln

  • Billig durch die USA

    Unter der Rubrik „Automobile Transport Companies“ sind in den Gelben Seiten jeder größeren amerikanischen Stadt Agenturen aufgelistet, die zwischen Fahrer und Autobesitzer vermitteln.

    Von Imke Sturm

  • In Bremen wurde das Neue Museum Weserburg eröffnet

    Das allzu große Wohlbefinden

    Ein Museum ganz neuen Typs ist da entstanden, einmalig in Europa, heißt es. Ein Museum der Sammler und nicht der Kunsthistoriker, ein Museum zum Wohlfühlen und ein Ort, an dem von der Kunst Verschreckte wieder versöhnt werden sollen.

    Von Elke von Radziewsky

  • Herbsttouren auf Schusters Rappen

    In Baiersbronn im Schwarzwald werden in der Zeit vom 22. September bis zum 19. Oktober Wanderwochen offeriert. Das Pauschalangebot der Kurverwaltung (Freudenstädter Straße 36, 7292 Baiersbronn, Tel.

  • Reisetips für das Baltikum

    Wer ins Baltikum reisen will, muß sein Visum nicht mehr zwingend bei der Botschaft der UdSSR in Bonn oder bei den Konsulaten beantragen.

  • Fernseh-Vorschau

    Erwartungen vom unteren Rande

    Ein britischer Spielfilm von 1988. Buchautor und Regisseur ist Mike Leigh, der, wie er sagt, dabei bleiben will, „Filme über das außergewöhnliche Leben gewöhnlicher Leute“ zu machen.

    Von Martin Ahrends

  • Fernseh-Kritik

    Das Auge vor den Tönen

    Korrekt wurde dieses Sechzig-Minuten-Stück als „Musikfilm“ vorgestellt, und gut war sein Schöpfer Dietmar N. Schmidt beraten, die Zeichnung seines Dvořák-Portraits ganz Melos und Rhythmik zu überantworten.

    Von Barbara Sichtermann

  • Ausflüge mit Abwechslung

    Zwischen acht und vierzig Personen können beim „Abschied mit Tränen“ im „Landhotel Rückerhof“ dabeisein. Dieses dreitägige Programm verspricht eine Menge Abwechslung, beispielsweise während der „Waldschrat-Rallye“ oder beim „Butterschlagen für die Kannenbäcker-Brotzeit“.

  • DAS LETZTE

    Haben Sie noch Ihre Milz? Ihre Nieren? Ihr Herz (nicht das auf dem rechten Fleck, sondern das auf der linken Seite)? Sind Sie sich Ihrer Sache auch ganz sicher? Oder kommen Sie vielleicht gerade vom Urlaub in Österreich zurück, wo Sie in einen tödlichen Unfall verwickelt waren? Dann sollten Ihre Hinterbliebenen Sie rasch und bevor sowieso alles eins ist, an den entsprechenden Stellen öffnen und nachschauen lassen, ob noch alles an seinem Platz ist.

  • Aufbruch am Guadalquivir

    Zum Kolumbus-Jahr 1992 richtet Spanien in der andalusischen Hauptstadt Sevilla die Expo aus

    Von Rosemarie Noack

  • Die gute Gesellschaft

    Gleichheit, soziale Sicherheit, Frauenemanzipation: Warum das „schwedische Modell“ immer noch funktioniert und fasziniert – und allenfalls an seinem eigenen Erfolg zu scheitern droht

    Von Wolfgang Gekmann

  • Positive Signale

    Zwar lag das Auftragsniveau in den fünf neuen Bundesländern im Juni immer noch um fast 25 Prozent niedriger als im Durchschnitt des zweiten Halbjahres 1990.

  • Kultur
  • Zeit zum Hören

    Darin werden sie sich einig sein: „Ganz kommt man um Wettbewerbe heute nicht herum“, sagt Ulrike-Anima Mathe, aber sie schränkt auch ein: „Im Grunde halte ich Wettbewerbe für etwas, das dem Wesen der Musik widerspricht – das kann doch nichts über wirkliche Inhalte aussagen.

    Von Heinz Josef Herbort

  • Kino: „Robin Hood“ und die Folgen

    Überall Helden!

    Als der Spiegel kam, war alles vorbei. Da wußten wir ein für allemal, wer Kevin Costner ist: der „Sympathiebolzen des Jahres“ mit den „flottesten Segelohren Hollywoods seit Clark Gable“, in der Rolle des „Helden der Handarbeit mit Schwert und Bogen“ glänzend, und zwar als „Hotzenplotz für Greenpeace-Freunde“.

    Von Robin Detje

  • Zeitmosaik

    Alles im Leben läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schlechten Filmen. Oder doch? In Venedig jedenfalls, auf der achtundvierzigsten „Internationalen Schau der kinematographischen Kunst“ (Originaltitel), geht es allen prächtig, abgesehen von ein paar Filmkritikern; aber auf die kommt es, wenn das Kino sich selber feiern will, sowieso nicht mehr an.

  • In Berlin wird in dieser Woche die größte Rembrandt-Ausstellung des Jahrhunderts eröffnet. Im Alten Museum, zum ersten Mal Schauplatz einer gesamtdeutsch-internationalen kunsthistorischen Anstrengung, werden 74 Gemälde und 39 Zeichnungen und Radierungen unter dem Titel „Der Meister und seine Werkstatt“ gezeigt. Die Probleme und Debatten, die sich hinter dieser Formulierung verbergen, diskutiert der Hamburger Kunsthistoriker Martin Warnke.

    Rembrandt – einsames Genie oder rüder Zeitgenosse?

    Es muß eine besondere Bewandtnis haben, wenn eine große Ausstellung eines Künstlers nicht durch ein Jubiläum, durch einen runden Todestag oder Geburtstag veranlaßt wird.

    Von Martin Warnke

  • Ein Dokument der modernen reduzierten Seelenstimmung

    Schweizer Schmollen

    Das „Gerichtsitzen über die Schweiz“ fand schon an manch unwirtlichem Orte statt – im „wonnigen und sonnigen“, aber engen Städtchen Seldwyla oder in Robert Walsers Zöglingsinstitut Benjamenta, wo man lernte, das Leben zu verfehlen.

    Von Gabriele Killen

  • Ruhiggestellt

    Am 20. Juli 1960 ging die neunundvierzigjährige Maria Theresia Wilhelm, geschiedene Gantenbein, von Grabs im sanktgallischen Rheintal nach Buchs, um ein paar Schuhe zu kaufen.

    Von Erich Hackl

  • Ein Engel kommt nach Babylon

    Die erste Geschichte handelt von einem Mann, der mit einer Kamera von Ort zu Ort reist, um Bilder aufzunehmen: von Städten, Landschaften, Meeren, Flüssen, Häusern und Menschen.

    Von Andreas Kilb

  • Herma Kennels Lebensbericht: „Alleingang“

    Falscher Dampfer

    Ein Tagebuch zunächst. Beobachtungen auf dem Bau. Um 6.55 Uhr beginnt’s. Umziehen, Arbeitskleidung anlegen. Auf der Hälfte des Buchs ist es früher Nachmittag, halb drei.

  • Zwischen den Welten

    Über die Schriftstellerin Hilde Spiel und ihre Schwierigkeiten, eine Heimat zu finden

    Von Marcel Reich-Ranicki

  • Mehr als ein Roman über den Kennedy-Mord: Don DeLillos „Sieben Sekunden“

    Oswald und die anderen

    Er wächst in der Bronx auf, ein vaterloses Kind mit einer ewig nörgelnden Mutter. Ein dropout, der viel liest und sich ein eindrucksvolles Halbwissen aneignet, dem aber zeitlebens der Ruch der feuchten Kellerwohnungen anhaften wird, das Stigma des ewigen Versagers.

    Von Martin Hielscher

  • Alison Luries früher Roman

    Kopfweh

    lison Lurie erzählt Geschichten, die das Leben nur deshalb nicht schreibt, weil das Leben eben kein amerikanischer Schriftsteller ist.

  • BBC-Satire 1940/44

    Mutterwitz

    Vor fünfzig Jahren wurde sie kreiert: Frau Wernicke, eine satirische Sendung der BBC, die bis 1944 ausgestrahlt wurde und sich, trotz aller Verbote, einer wachsenden Hörerschaft in Nazideutschland erfreute.

  • Das Theater ist ein Piratenschiff

    Gert Voss, geboren am 10. Oktober 1941 in Schanghai, ist heute der wahrscheinlich erfolgreichste Schauspieler seiner Generation.

    Von Klaus Dermutz

  • Der Fall Dr. Oskar Vogt: ein Kapitel deutscher Geschichte

    Amandas Pfirsich

    Ein starker Titel, das schon. Fast so gut wie „Hitlers Hund“ oder „Stalins Stiefel“. Gerade jetzt, da überall die Lenin-Leiber und Lenin-Köpfe von den Sockeln stürzen, ist ein Roman mit dem Titel „Lenins Hirn“ bestens plaziert.

    Von Ulrich Greiner

  • Neue Versuche über Walter Benjamin

    Passage im Spagat

    Pierre Missac, der Walter Benjamin noch persönlich kennengelernt hatte, als dieser in Paris am Fragment gebliebenen „Passagenwerk“ arbeitete, hat große Verdienste um die Rettung und Überlieferung des in der Pariser Nationalbibliothek versteckten Nachlasses Benjamins.

    Von Klaus Modick

  • Kino: „Switch“ – ein modernes Märchen von Blake Edwards

    Ruckediguh – Schweiß ist im Schuh

    Unergründlich sind die Geheimnisse des Himmels und die Abgründe der Hölle. Aber eines ist doch ziemlich wahrscheinlich: Aus einem irdischen Langweiler wird niemals ein interessanter Engel.

  • Das Feuchtwanger-Haus in Los Angeles

    Auroras Zukunft unter den Engeln

    Als Ludwig Marcuse 1939 die letzte Station seines Exils in Los Angeles erreichte, erschien ihm die Stadt zwischen Wüste und Ozean als „eine über die Erde sich ausbreitende Formlosigkeit“.

    Von Elisabeth Wehrmann

  • Làszló Garaczis Prosa

    Recht westlich

    lastik? „Es kommt vor, daß der Mensch – zu seiner Unterhaltung – ein Paket verbrauchter ungarischer Spielkarten in die Hand nimmt, in der Mitte die Aufschrift: Plastik.

  • Die drei Tage von Moskau

    Da war jemand in der Oper, im „Boris Godunow“, und wundert sich am folgenden Tag: Welche Ähnlichkeit! Welche Übereinstimmung nicht allein im Schauplatz, sondern auch in den Rollen und Motiven, bei den Bojaren, beim Zar, beim Volk.

    Von Karl Markus Michel

  • Der Chinese des Denkens

    Wer war Walter Benjamin? Auch fünfzig Jahre nach seinem Selbstmord in den Pyrenäen ist man der Beantwortung dieser Frage nicht wesentlich nähergekommen.

    Von Hans-Martin Lohmann

  • Voluminöses Nachschlagewerk

    Patriotisch

    Nicht das Ende des Zweiten Weltkrieges oder der Fall der Berliner Mauer ist für die meisten der über fünfzigjährigen US-Bürger das bislang wichtigste politische Ereignis, sondern die Ermordung John F.

  • Ach, unsere arme alte Revolution

    Fällt im Kreise debattierender Leser der Name Adolf Endler, folgt regelmäßig Schweigen. Obwohl – erst zögerlich, dann mit Nachdruck – die Literaturkritik seine Verse und den verknarzten selbstironischen Humor, den höheren Blödsinn seiner collagierten Prosa lobte, ist er immer noch zu entdecken.

    Von Wilhelm Pauli

  • Zum hundertsten Geburtstag Carl Jacob Burckhardts

    Ein großer Fabulierer

    Carl Jacob Burckhardt (1891 bis 1974) ist eine Schweizer Legende – und nicht nur dort. Am 10. September hat sich sein Geburtstag zum hundertsten Mal gejährt, und zur gleichen Zeit fallen Schatten auf sein Bild.

    Von Jost Dülffer

  • Forschung statt Entschädigung? Wie VW versucht, seine Geschichte zu entsorgen

    Warten auf Herrn Mommsen

    Beim Frühstück las ich es in der Bonner Welt: Der VW-Konzern will seine ehemaligen Zwangsarbeiter nicht entschädigen. Eine Stunde später kommt mit der Post eine Pressemitteilung aus Wolfsburg: „Belegschaftsaktien zu Vorzugsbedingungen“ – für die heutigen VW-Arbeiter wird es beim Kauf von VW-Anteilen einen Rabatt von bis zu 500 Mark geben.

    Von Otto Köhler

  • Otto Dix im Jahr seines 100. Geburtstags: Eine Ausstellung in Stuttgart

    Der Jasager

    Was gäbe es noch zu malen, nachdem er nun alles gemalt hat? Das gemeine Leben hat er gemalt und den gemeinen Tod. Das Neugeborene mit der abgeklemmten Nabelschnur und die verstümmelte Leiche.

    Von Hans-Joachim Müller

  • Im Labyrinth der Sinne

    Das Licht aller Dinge

    André Chastel, durch zahlreiche Publikationen als Renaissance-Forscher ausgewiesen, hat den wohl wichtigsten Beitrag zur Leonardo-Literatur der letzten Jahre geschrieben.

  • Zum Tode des großen Kinoträumers Frank Capra

    Die Kraft des Wunders

    Nun ist sie endgültig abgeschlossen, Hollywoods Glanzzeit. Mit Frank Capra starb der letzte Altmeister des Kinos, einer jener Hollywood Professionals, die den klassischen Stil der amerikanischen Filmerzählung Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre geschaffen und immer wieder neu geprägt haben.

    Von Norbert Grob

  • Länderspiegel
  • Zurechtfrisieren

    „Es fiel ja keiner raus aus dem Netz, das ein Entwicklungs- und Auffangnetz zugleich war. Der Staat war nährende Mutter und strafender Vater.

    Von Bürgerrechtler

  • Mecklenburg-Vorpommern

    Das wird für uns die Lebensader

    Wenn die Brücke wieder nach „Doems“ führt, sind der Überfahrt keine Grenzen gesetzt

  • Nordrhein- Westfalen

    Goldene Zeiten für Schnüffler

    Darf ein Arbeitnehmer, der krank geschrieben ist, zu Hause Schubkarren schieben?

    Von Breschnjew, Chruschtschow, Stalin, Lenin. Und wann schlüpft Gorbi aus Jelzin?

  • Lebensart
  • Junge Juden in Deutschland

    Gefillte Fisch mit Pepsi

    Sag niemals, daß du Jude bist!" flüsterte meine Mutter eindringlich an meinem ersten Schultag. Ich klammerte mich an meine Schultüte. Mit sechs Jahren wußte ich natürlich noch nicht, was es damit in Deutschland auf sich hatte: Jude zu sein.

    Von Thomas Feibel

  • Buchenwald

    Ein geteilter Totenwald?

    Buchenwald 1991. Ich besuche dieses ehemalige KZ und Gulag zum erstenmal, seit wir 1950 daraus entlassen wurden.

    Von Werner Kleinhardt

  • HORST VETTEN: Zufallige Reportagen

    Wo das stärkste Bier der Welt fließt

    Unter Bierdimpfln, Schickerbrüdern und Suffköppen gilt als unbestritten, daß die Tagräusche die schönsten sind.

  • Die Würze liegt im Horn

    Kim traf mit seinem langen Dolch die Halsschlagader so genau, daß das Ren augenblicklich tot war. Das Blut schien in den Uferkieseln zu versickern, verfärbte aber den Bach weiter unten in ein hellrotes Gewässer.

  • Fahrschule für Fortgeschrittene (Schluß)

    Höflichkeit

    Stellen wir die scheinbar rhetorische Frage praktisch: Wo wird Geschwindigkeit zu einer Frage der Hö

    Von Ein Taxifahrer: „ich denke gar nicht daran, die

  • Die Stadt des Tagebuchs

    Unterwegs im Apennin der Toskana. Aus dem Autoradio dröhnt rauchiger „italienischer" Blues, der den Takt vorgibt.

    Von Michael Langer

  • Für Ende September ist die erste Lesung eines neuen, gesamtdeutschen Gesetzes zum Schwangerschaftsabbruch geplant Mindestens drei Entwürfe werden dem Parlament vorliegen: die Fristenregelung mit (FDP) und ohne Beratungspflicht (SPD) und ein Indikationsmodell der CDU. Rita Süssmuth, Vorsitzende der Frauen-Union und Parlamentspräsidentin, hat, gegen die Minderheit ihrer Partei, eigene Vorstellungen von der Reform.

    Frauen entscheiden - wer denn sonst?

    Der Deutsche Bundestag ist aufgefordert, bis zum 31. Dezember 1992 eine einheitliche Regelung zum Schutz des ungeborenen Lebens und zur Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten zu treffen.

    Von Rita Süssmuth

  • Schragen mit Tücken

    Ich arbeite als Industrieübersetzerin. Ich bin Philologin, verstehe also etwas von Syntax und unregelmäßigen Deklinationen. Im Russischen. Aber das hilft leider auch nicht immer. Denn ich übersetze Technik. Und die hat ihre Tücken.

  • Von Oben-West nach Unten-Ost

    Wer davon überzeugt war, unter einem Kommunismus sowjetischer Prägung nicht leben zu können, verließ die sowjetische Besatzungszone bis 1949, vor Gründung der DDR.

  • Neues vom Kampf gegen die sexistische Sprache, diesmal aus den USA

    Haie, freßt Männer!

    Glückliche Frauen in Deutschland, glückliche auch in Frankreich, Italien oder Spanien.

  • Nationalitäten auf der Suche nach der ruhmreichen Vergangenheit

    Der Heldenklau

    Wie Familien, wie die Menschen schlechthin legen auch Staaten und Völker Wert auf gute Herkunft. Wo der Mangel an ruhmreicher Vergangenheit schmerzlich empfunden wird, bemüht man sich deshalb, Zeugen und Zeugnisse für alte Größe ausfindig zu machen.

    Von Rudolf Kreutzer

  • ALLTAGSSACHEN

    Unsere Tennis Champions, nach Sieg (respektive Niederlage) mit ihrem Schlägerwerkzeug vor Augen, dac

  • Barbara Thalheim

    Sehnsucht nach dem Kaputten

    Wie im Westen" Ärger gehabt: „Das Buh dröhnte aus 6000 Mündern, besonders von Frauen Diese Aufregung

    Von Marlies Menge

  • Zeitlese

    Rudolf M schrieb uns einen offenen Brief.

  • Porträts der Solidarität

    Trotzdem gelacht

    Eine Begegnung mit der jugoslawischen Journalistin und Schriftstellerin Slavenka Drakulic wirkt ähnlich stimulierend wie ein Glas Pommery. Sie fliegt ein, natürlich.

  • Tribüne
  • Eine Stimme für Afrika

    KÖLN. – Seit vielen Jahren wird in unserem Nachbaikontinent Afrika eine stille Tragödie zur Normalität. Wir nehmen sie neben den publizitätsträchtigen Katastrophen kaum wahr, weil sie so schleichend ist.

    Von Rupert Neudeck

  • Keine Angst vor dem ,,Staat im Staate“

    BONN. – Die Wehrpflicht hierzulande ist ein durchaus legitimes Kind des Kalten Krieges. Der aber ist vorbei. Weil die primäre Begründung für die Beibehaltung einer großen Bundeswehr, die unmittelbare Bedrohung, fehlt, hat sich die Bundesrepublik bereit erklärt, ihre Streitkräfte bis Ende 1994 auf 370 000 Soldaten zu reduzieren.

  • VOR VIERZIG JAHREN

    „Friederike, Friederike“

    Als ich zwei Tage nach der Welfen-Hochzeit auf der Straße Hannover-Göttingen einen Arbeiter, es mag auch ein Bauer gewesen sein, fragte, ob dies die richtige Abzweigung zur Marienburg sei, sagte er: „Ja, fahren Sie nur dort den Berg herauf, und wenn Sie sich beeilen, dann können Sie auch noch die Friederike sehen.

    Von Marion Gräfin Dönhoff

  • Weshalb geht es nur um Männer?

    WIEN. – Die Forderung Florian Gersters, künftig jeden jungen Mann zu einem Pflichtdienst für die Gesellschaft heranzuziehen, führt in die Irre.

    Von Joachim Jung

  • Als Preußen am Scheidewege stand...

    Die Affäre Klement 1718/20: Phantasien eines Betrügers oder eine österreichisch-sächsische Provokation?

  • unzugeordnet
  • Süchtig nach Super

    Milliarden fließen in Forschung und Entwicklung. Doch das Auto der Zukunft läßt auf sich warten.

    Von Kuno Kruse

  • Die entfesselte Republik

    Mühsam versucht Lettland, sich aus der totalen Abhängigkeit von der Sowjetunion zu lösen

    Von Thomas Kleine-Brockhoff

  • Zeitläufe
  • Sinn für Maß und Mitte

    So wie die Collage sich als eigenständiges Kunstwerk erweisen kann, mag die Aufsatzsammlung zum stringent sich entfaltenden Buch führen, wenn die einzelnen Beiträge aufs Ganze hin überarbeitet und miteinander „verfugt“ werden.

    Von Hermann Glaser

  • BUCH IM GESPRÄCH

    Verpaßte Wende

    War das Ende der DDR bereits in ihrem Anfang vorgezeichnet? Gab es irgendwann im Laufe ihrer vierzigjährigen Geschichte Möglichkeiten, die Weichen anders zu stellen, die Kluft zwischen hehrem Anspruch und trister Wirklichkeit zu schließen? Diese Fragen haben uns beschäftigt, seit der SED-Staat, der sich gern mit dem Euphemismus „realsozialistisch“ schmückte, kläglich zusammengebrochen ist.

    Von Volker Ullrich

  • Philosophie-Lexikon

    Tiefenscharf

    Seit einigen Jahren erfreut sich die Philosophie auch außerhalb der Universitäten einer erstaunlichen Nachfrage. Sie wird von vielen als ein Angebot für den Umgang mit diversen Sinnkrisen erfahren.

  • Zwangsarbeit von Roma und Sinti im „Dritten Reich“

    Verweigerte Entschädigung

    Das falsche Wort“ haben die Autorinnen Melanie Spitta und Katrin Seybold 1987 ihren Film über die „Wiedergutmachung“ für deutsche Sinti genannt.

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