Wissen

Erforscht und erfunden

Schaufensterkrankheit heißt ein Leiden, weil die Betroffenen oft wegen Schmerzen in den Beinen stehenbleiben müssen und so den Eindruck erwecken, als interessiere sie jedes Schaufenster.

Ornithologie: Unscheinbarer Winzling

Die Entdeckung neuer Wirbeltierarten gilt als große Rarität. Aber erst kürzlich wurde, erstmals nach 28 Jahren, wieder eine neue Walart beschrieben (ZEIT Nr. 201991).

+ Weitere Artikel anzeigen

DIE ZEIT

Ein Gesetz für die mündige Bürgerin

Am besten wäre: streichen. Streichen wir den Paragraphen 218, denn er hat in seiner ganzen jämmerlichen Geschichte noch niemals seinen Zweck erfüllt.

Hoyerswerda in den Köpfen

Vor der Asyldebatte: Der Terror gegen Ausländer ist ein Anschlag auf unseren Verfassungsstaat

Worte der Woche

„Mich erinnert das Denkmal weniger an Lenin als an die ständige Gefahr, unkontrollierte Machtansprüche, von welcher Seite auch immer, willfährig hinzunehmen.

Zeitspiegel

Am 10. Mai 1982 wurde im Falkland-Krieg der britische Zerstörer Sheffield von einer argentinischen Rakete getroffen und sank.

Der Mandarin der Krone

Er gibt sich zwar gern – auch das gehört zu seinem berechnenden Charme – als Amateur, der ein bißchen in der Politik mitmischt.

In Jugoslawien hatten die Westeuropäer mit ihren Vermittlungsbemühungen bislang wenig Erfolg. Wäre ein militärisches Engagement sinnvoll gewesen?: Eine strategische Schnapsidee

Seit der Zerfall des Vielvölkerstaats Jugoslawien militärische Dimensionen angenommen hat und sich aufgestauter Haß und übersteigerter Nationalismus in einem brutalen Bürgerkrieg entladen, stellt sich den übrigen europäischen Mächten nicht mehr so sehr die Frage, ob – und wenn ja, wie – sie in diesen Konflikt eingreifen sollen, sondern ob sie nicht durch einen vorbeugenden militärischen Einsatz die Tragödie hätten verhindern können.

Lob der kleinen Schritte

Der Krise auf dem Balkan widmete Hans-Dietrich Genscher in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung nur wenig Raum. Knappe Absätze eher deklamatorischer Art: Der Militäreinsatz als Mittel der Politik müsse unzulässig bleiben, gewaltsamen Gebietserwerb werde Deutschland „niemals anerkennen“, und: „Man kann Staaten nicht mit Gewalt zusammenhalten.

Streit um Kreditgarantien für Israel: Abfuhr vom amerikanischen Freund

Ob er sich blutige Hände holen wolle? Ob er bereit sei, die Gefahr von Pogromen in der Sowjetunion zu akzeptieren? Höllenqualen für seine Seele hielt eine Gruppe jüdischer Lobbyisten dem Abgeordneten vor Augen, falls er Präsident Bush unterstütze, der eine Kreditgarantie für Israel hinauszögern will.

Ein halbes Jahr nach dem Golfkrieg: Alles ist anders – wie immer

Wann immer in der großen weiten Welt etwas passiert, das den Lauf der Geschichte verändert, stellen die Kinder Israels die Frage: Ist es gut für die Juden? Oder ist es schlecht für die Juden? So wurde auch der Putsch in Moskau unter diesem Gesichtspunkt betrachtet.

Großbritannien im Vorwahlfieber: Der gute John und die bösen Tories

Zu Margaret Thatchers Zeiten wäre so etwas undenkbar gewesen: Die Anwältin der „viktorianischen Werte“ hätte „die“ nicht über die Schwelle von Downing Street 10 treten lassen, protestierte ein konservativer Verband, der sich um die Stellung der Familie in der Gesellschaft sorgt.

Der Traum vom allmählichen Zusammenwachsen der beiden Deutschland währte nicht lange. Im letzten Teil ihrer Serie beschreibt Nina Grunenberg, wie es dem Moralisten Lothar de Maiziere im Umgang mit den Bonner Realpolitikern erging.: Der kurze Weg zum langen Abschied

Als Lothar de Maizière im Oktober 1989 der Vorsitz der Ost-CDU angetragen wurde, klärte er die Gedanken und Gefühle, die über ihn hereinstürzten, in einem langen nächtlichen Gespräch mit seiner Frau Ilse.

Wo sind die Schuldigen?

Wer ist schuld an der DDR-Misere? Die einen sagen: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, ihr DDR-Bürger wart ja alle Mitläufer.

Weltbühne: Friede für Afghanistan?

Afghanistan hat einmal die Welt bewegt. Immerhin glaubten die Amerikaner, und nicht nur sie, hier würde ein Bollwerk gegen den Kommunismus verteidigt.

Bonner Bühne: Nachfolger aus dem Hut

Kaum haben Lothar de Maiziere als CDU-Vize und Vorsitzender der Programmkommission sowie Klaus Reichenbach als sächsischer Parteichef und Mitglied des Bundespräsidiums auf ihre Ämter, um das mindeste zu sagen, verzichtet, zaubert der große Zampano die Nachfolger aus dem Hut.

Pappnasensteuer

„Es wird sich als geschichtlicher Irrtum erweisen, das dem demokratischen Sozialismus zugrundeliegende Ideal – die Zusammenfügung von Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität – als überholt abtun zu wollen .

„Rette sich wer kann“

Erleichterung und Abschiedsschmerz halten einander die Waage, wenn die Rote Armee ein Dorf verläßt

Baden-Württemberg: Bomben zu Barschränken

Schrotthändler Jürgen Möck schwärmt noch heute von der Ladung, die sechs große Lastwagen der Bundeswehr im Herbst letzten Jahres bei ihm abluden: „Die waren bis zum Rand gefüllt.

Überfälliger Kompromiß

Eines muß man Bundesarbeitsminister Norbert Blüm lassen: Für sein Konzept einer Pflegeversicherung streitet er tapfer, auch wenn ihm langsam die Felle davonschwimmen.

Wohin geht die Post ab?

An derart starken Tobak mußte sich Klaus Zumwinkel, seit Januar 1990 Chef des Gelben Riesen, erst gewöhnen: „Die Bürgerpost, bereits durch die sogenannte Postreform à la Schwarz-Schilling stark gefährdet, wird jetzt vom eigenen Vorstand regelrecht zur Pannenpost herabgewirtschaftet“, tönte der für seine drastischen Worte bekannte Vorsitzende der Postgewerkschaft, Kurt van Haaren, Ende Juli.

Thomas Hanke:: Abschied von der Mark

Nur wenige haben damit gerechnet, manche glauben es noch immer nicht: Während Osteuropa in einem nationalistischen Rausch versinkt, der bis nach Katalonien und nach Schottland ausstrahlt, findet die gute alte Europäische Gemeinschaft die Kraft, eine Wirtschafts- und Währungsunion aufzubauen.

Bonner Kulisse

Märchenstunde im Bundestag mit Bundeskanzler Helmut Kohl: Obwohl er nun schon neun lange Jahre regiert, kann er sich noch immer nicht von der „Erblast“ seiner sozial-liberalen Vorgänger frei machen.

Japan: Zu schön

Die Japaner können es nicht lassen. Vor geraumer Zeit erfuhren wir, daß die vier führenden Finanzhäuser Nomura, Daiwa, Nikko und Yamaichi für Spekulationsverluste ihrer großen Kunden eingestanden waren und ihnen alles in allem 1,6 Milliarden Mark „rückvergütet“ hatten.

Weltbank: Zu straff

Den Spitzenposten der Weltbank hätten andere möglichst geräuschlos übernommen. Lewis Preston zog es vor, die Tür einzutreten: Der neue Chef kam, drei senior vice-presidents mußten gehen.

Wirtschaftsverbände: Zu stur

Bisher bemängelten Manager und Verbandsfunktionäre die staatliche Umweltpolitik, weil sie angeblich die Wirtschaft in ein unsinniges Korsett zwänge.

Rüstungsexporte: Schwarze Liste

Raj Thamotheram, Geschäftsführer der renommierten Londoner Saferworld-Stiftung scheute sich nicht, den britischen Premierminister John Major und den französischen Staatspräsidenten François Mitterrand als „Schwafler“ zu bezeichnen.

Rudolf Engen: Trabis aus Bonn

„Heute kein Problem mehr“, sagt Direktionsassistent Dr. Günter P., als er mit den kreativen Kollegen aus der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) nach Feierabend zusammensitzt.

RaststättenafFäre: Wenig schmeichelhaft

Kurz vor dem Beitritt zur Bundesrepublik hatte der ehemalige DDR-Verkehrsminister Horst Gibtner Konzessionen für 41 Tank- und Raststätten an den ostdeutschen Autobahnen vergeben – gegen den Rat aus Bonn.

Markt-Report: Weiter im Schongang

Die Mehrzahl der Kreditinstitute scheint weiterhin der Meinung zu sein, daß sich kurzfristig sowohl bei den deutschen Aktien als auch bei den festverzinslichen Papieren nicht viel ändern wird.

Gebremster Schwung

Die konjunkturelle Schwächephase in den westlichen Partnerländern der Bundesrepublik ist nach den Erkenntnissen der Bundesbank noch nicht überwunden.

+ Weitere Artikel anzeigen