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Ausgabe 06/1992

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wolfgang Ebert
Sport mit Tradition
Das Abschießen ist eine traditionsreiche, klassische Sportart, die sich bei uns wachsender Beliebtheit erfreut. Als ideale Wildbahn gelten Vorzimmer, Hinterzimmer, Chefbüros, Hauptversammlungen, Vorstandssitzungen, Redaktionsversammlungen, Verbandstagungen, Vereinsabende.
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Als Nachfolger von Josef Duchac
Aus dem Westen nichts Neues
In der Pfalz gestürzt, vom Osten gerufen: Bernhard Vogel soll Thüringen auf die Beine helfen
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Bürgerkrieg in Somalia
Nach der Befreiung die Apokalypse
Der Schrecken in Mogadischu hat apokalyptische Ausmaße angenommen. Artilleriegeschosse, Streubomben und Flugabwehrraketen regnen auf Somalias Hauptstadt herab.
Von Bettina Gaus
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Angst herrscht im Maghreb-Staat
Zuflucht bei den Bärtigen
Nach dem Staatsstreich drängen Algeriens neue Machthaber die Islamisten in die Ecke
Von Joachim Fritz-Vannahme
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Im Wiener Bundesparlament Initiativen gegen die Neonazis
Brauner Spuk in den Alpen
Langenlois ist ein schmuckes Städtchen im Norden Wiens, mehrfach prämiert: als „grüne Wein- und Gartenstadt“ und gar als „größte Weinstadt Österreichs“.
Von Peter Pelinka
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Rückblick: Erschießung in Kuba
Zahn um Zahn
Die Geschichte wird mich freisprechen!“ Als junger Revolutionär hatte Fidel Castro den Diktator Fulgenico Batista noch vor Gericht herausgefordert.
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Botschaft zur Lage der Nation
Der Präsident im Zugzwang
Im Abseits lag das Weiße Haus, als die Redskins am Dienstag als Super-Bowl-Sieger – höchster Triumph im professionellen Football – nach Washington zurückkehrten und von einer jubeltrunkenen Menge verschlungen wurden.
Von Ulrich Schiller
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Bonner Bühne
Das Jahr der Partei
In diesen Tagen hat der Vorsitzende wieder mächtig an den Parteistrippen gezogen, in Rheinland-Pfalz ebenso wie in Baden-Württemberg und erst recht in Thüringen.
Von Carl-Christian Kaiser
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Worte der Woche
„Rechtsanwälte, Pfarrer, Lehrer, Ärzte und politische Entscheidungsträger, die mit der Staatssicherheit konspirative Gespräche geführt haben, sollen jetzt mindestens eine Runde aussetzen.
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KOLUMNE
Die Macht und der Schmutz
Das Feld der politischen Moral grenzt in Deutschland leider unmittelbar an den Schmutz. Deswegen streitet man im Falle von Grenzgängern eben erbittert über Persilscheine oder Schandflecke.
Von Klaus Härtung
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Rivalität zwischen den Wirtschaftsgiganten
Das Ende der Bescheidenheit
Alle Japaner kennen den Affen Jilo, weil er im Theater und Fernsehen so wunderbar den betrunkenen japanischen „Salaryman“, jenen arbeitswütigen Durchschnittsangestellten, nachahmen konnte.
Von Georg Blume
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Warum blockt Bonn ab?
Im Boden von Nordsomalia liegen rund 1,4 Millionen Landminen – eine tödliche Erblast des Bürgerkrieges. Tagtäglich werden Menschen von diesen heimtückischen Waffen getötet oder verstümmelt.
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Frauenpolitik in Kuwait
Eine Prinzessin mit Prinzipien
Sogar einen goldenen Schuh besitzt sie, schließlich ist sie eine Prinzessin. In der Wohnung von Rasha al-Sabah dient er freilich bloß als Aschenbecher.
Von Fredy Gsteiger
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Weltbühne
Menschliches Treibgut
Wir haben“, so schrieb die Flüchtlingshochkommissarin der Vereinten Nationen zu Weihnachten in der ZEIT, „das Jahr 1992 zum Jahr der freiwilligen Rückkehr erklärt.
Von Gabriele Venzky
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Flüchtlingspolitik als Wahlkampfthema
Das Asylrecht aus den Angeln heben
Auch vier Monate nach den Anschlägen rechtsradikaler Jugendlicher auf Asylantenheime ist die Asyldebatte immer noch nicht entschärft.
Von Hans Schueler
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Zeitspiegel
In den Details ist man sich einig, Probleme macht nur das Grundsätzliche: Die iranische Regierung will Mohammed Izvad Larijani als Botschafter nach London entsenden, die Briten werden Patrick Wogan oder Charles Drace-Francis auf den Außenposten in Teheran setzen.
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Diplomatische Beziehungen
Goliath umarmt David
Zuerst dauerte alles ganz lange. Doch dann ging es plötzlich sehr schnell. Im Januar 1950 gehörte Israel zu den ersten Ländern, welche die Volksrepublik China anerkannten.
Von Fredy Gsteiger
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Der andere Vogel
Wenn sie sich sympathisch werden, wenn Bernhard Vogel den Thüringern nicht fremd bleibt und sie ihm, dann wird das Land wohl einen richtigen Landesvater bekommen – und einen geradezu akribischen Ministerpräsidenten sowieso.
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Das atlantische Bündnis ausdehnen?
„Egal, ob das noch Nato heißt“
Zu denen, die der SPD-Vorsitzende Björn Engholm mit seiner überfallartigen Selbsternennung zum Kanzlerkandidaten kalt erwischt hat, gehört der Bewerber vom letzten Mal: Oskar Lafontaine.
Von Werner A. Perger
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Großbritannien
Abstieg eines Magnaten
Das Firmenkonglomerat des Londoner Multiunternehmers Tiny Rowland droht auseinanderzufallen
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Nachlese: Hinrichtung in Arkansas
Auge um Auge
Die amerikanischen Medien zerreißen sich das Maul über die Frage, ob Fremdgehen einen Präsidentschaftskandidaten disqualifiziere.
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Nicht mehr Frontstadt, noch nicht Hauptstadt: Berlin befindet sich im Umbruch, doch die Richtung bleibt ungewiß.
Die Mauer in den Herzen
O h Berlin, wie weit ab bist du von einer wirklichen Hauptstadt. Du bist durch politische Verhältnisse über Nacht dazu geworden, aber nicht durch Dich selbst.
Von Joachim Nawrocki
- Wirtschaft
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Rudolf Engen Was nun, Mölli?
Was nun, Mölli?
Immer wenn Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann, die Ideen ausgehen, um öffentliches Aufsehen zu erregen, wendet er sich wegen neuer Tips für PR-Aktionen an die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA).
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Fritz Vorholz:
Monopole unter Strom
Ein Portugiese in Brüsseler Dienst macht sich anheischig, eine heilige Kuh zu schlachten. Antonio Cardoso e Cunha ist bei der EG-Kommission für Energiefragen zuständig.
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Bank und Börse
Online in die Pleite
In Zeiten einer Baisse schützen auch die besten Börsenprogramme nicht vor Verlusten
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Claus Noé:
Lieber ein Runder Tisch als eine Rezession
Bundesländer und Sozialpartner könnten die Regierung zwingen, die Konzertierte Aktion wiederzubeleben
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Banken contra Bundesbank
Zank ums kurze Ende
Die Reform des deutschen Geldmarktes stößt bei den Währungshütern auf Bedenken
Von Udo Perina
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Absturzkatastrophe
Wunderwerk im Zwielicht
Am Odilienberg bei Straßburg suchten Anfang der Woche Experten noch nach der Ursache für den Absturz eines Airbus A 320 der französischen Gesellschaft Air Inter.
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Bonner Kulisse
Wie leichtfertig Bonn bei der Weitergabe von High-Tech an den Irak vorgegangen ist, hat der SPD-Abgeordnete Ernst Schwanhold in der vergangenen Woche bei der Verabschiedung der neuen Rüstungsexportkontrollen noch einmal deutlich gemacht.
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Vergebliche Abwicklung
Über die Macht der Banken wurde in der Bundesrepublik schon viel diskutiert. Aber in jüngster Zeit ist das Interesse an dem Thema erlahmt.
Von Wolfgang Zank
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Bundesbankgewinn
Unverdient
Im Kapitalismus gilt ein einfaches Prinzip: Gute Leistungen führen zum Erfolg am Markt und werden finanziell honoriert, Versagen wird bestraft.
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Ende der Rubelzeit
Die Regierung in Kiew ersetzt Geld durch Coupons – die Menschen leiden weiter
Von Maria Huber
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Ist der Industriestandort Deutschland in Gefahr? Der IG-Metall-Chef hält nichts von den Klagen der Unternehmer.
Schwachstelle High-Tech
Wieder einmal sorgen sich deutsche Unternehmensvertreter um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und reden lautstark den Industriestandort Bundesrepublik kaputt: Hohe Arbeitskosten und kurze Arbeitszeiten zwängen die Industrie zu Produktionsverlagerungen ins Ausland.
Von Franz Steinkühler
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Gatt-Verhandlungen
Der Markt versagt
Bei der Reform der europäischen Agrarpolitik muß die Ökologie im Vordergrund stehen
Von Hermann Priebe
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Nachtarbeit
Unkontrolliert
Die höchsten Richter in Karlsruhe haben das Nachtarbeitsverbot für Arbeiterinnen für verfassungswidrig erklärt. Es benachteilige diese Frauen gegenüber den männlichen Beschäftigten und weiblichen Angestellten, die bisher schon ihre Brötchen verdienen dürfen, wenn andere schlafen, erklärt das Bundesverfassungsgericht.
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Markt-Report
Stufenweise aufwärts
Die Pessimisten unter den Börsianern sind auf dem Rückzug. Immer mehr Banken raten ihren Kunden, den Anteil der Aktien an den Wertpapierdepots vorsichtig aufzustocken.
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Versicherungen
Verhoben und verschoben
Die angeschlagene Aachener und Münchener Gruppe wehrt sich mit merkwürdigen Methoden gegen den Einstieg der französischen AGF
Von Thomas Hanke
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Arbeitskampf
Um die Ehre
Der Stahlbranche geht es schlecht – bei einem Streik können beide Seiten nur verlieren
Von Heinz-Günter Kemmer
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Teure Zugpferde
Neue Sender und Programmstrukturen verschärfen den Kampf um Stars und Einschaltquoten
Von Marie-Luise Hauch-Fleck
- Wissen
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Humanethologie
Posthume Rechtfertigung
Gunst ist flüchtig. Auch Wissenschaftler erfahren das, und nicht einmal ein Nobelpreis kann das verhindern. Im Fall des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz hat dies nicht mit dem alten Erfahrungssatz zu tun, daß in der Wissenschaft die Wahrheit von heute der Irrtum von morgen sein kann, sondern mehr mit unkritischer Reflexion des Werkes und der Persönlichkeit des Forschers durch die Öffentlichkeit.
Von Hans Harald Bräutigam
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Tausend neue Schöpfungen aus den Design-Bäckereien – und kein Ende
Unser täglich Schrot
Dies ist eine winselnde Bitte um Gnade. Auf den Knien liegen wir vor den Bäckern in Stadt und Land und stammeln mit brosamenschwerer Zunge: Verschont uns! O ihr großen Teig-Modellierer, ihr mächtigen Backstuben-Manager, ihr weitsichtigen Hafer- und Vollkornstrategen, haltet ein! Wir können nicht mehr.
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Wenn die Welt sich neu ordnet
Deutschlands Standort: Die Bundesrepublik muß endlich vollwertiges Mitglied der Uno werden
Von Matthias Naß
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Erforscht und erfunden
Springende Gene (Transposonen) haben Genetiker der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore per Zufall erstmals im menschlichen Genom entdeckt (Science, Vol.
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Differenz
Je verwirrender und vielfältiger sich die Stasi-Problematik von Fall zu Fall darstellt, desto plausibler wird die Forderung: differenzieren! Aber zu unterscheiden sind nicht nur die Fälle, sondern auch die Rollen bei der Aufarbeitung der Vergangenheit.
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Wo die Wirtschaft ihr Geld verdient
Das Szenario läßt einem das Blut in den Adern gefrieren: Weil die Löhne zu hoch und die Arbeiter zu faul sind, darüber hinaus der Fiskus immer gieriger wird, verlagern ganze Heerscharen deutscher Unternehmen ihr Kapital ins Ausland.
Von Wilfried Herz
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Plagiat
Computer-Späher
Abgeschrieben haben wir alle schon einmal. Bei Klassenarbeiten in der Schule, vielleicht sogar beim schriftlichen Examen haben wir ängstlich über die Schulter unseres Nebenmannes geblickt und das nicht gleich als ehrenrühriges Verhalten empfunden.
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Vertraut
Bernhard Vogel nach Thüringen zu exportieren ist keine glänzende Idee. In Mainz wurde er abgehalftert (von Kronprinzen, die nicht einmal sein Format hatten), für Erfurt soll gerade er der Richtige sein.
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In keinem Verkehrsflugzeug kommt mehr Elektronik zum Einsatz als im Airbus A 320. Doch wie beherrschen die Piloten eine solche High-Tech-Maschine? Eine Frage, die sich nach dem dritten Absturz eines solchen Flugzeuges aufdrängt.
Wie früher die Kutscher
Sind Computer im Cockpit, gehorchen Flugzeuge dem Piloten nicht mehr bedingungslos
Von Sepp Moser
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Eher Mythos als Medizin, doch die Deutschen kuren wie die Weltmeister
„Morgens Fango, abends Tango“
Die Griechen taten es, die Römer liebten es, und die Menschen im Mittelalter übertrieben es: das Baden. Die Prototypen moderner Kurbäder entstanden im antiken Griechenland in der Nähe von Thermal- und Mineralquellen.
Von Kirsten Brodde
- Reisen
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München: Schlittschuhlaufen vor dem Nymphenburger Schloß
Walzer auf Eis
Des geht nacha bis zum April!“ insistiert der Mann mit dem Besen und blinzelt in die Sonne. Er muß die Augen schon recht zusammenkneifen, denn ein bißchen ist’s das viele Bier, das ihm das Sehen schwermacht, mehr aber das gleißende Licht, das vom Schloß her unter den kahlen Ästen durchstrahlt.
- DIE ZEIT
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Wir wollen verändern
Zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist Deutschland noch immer zerrissen. Zu der Teilung, die nun schon zwei Jahrzehnte alt ist, kommt aber etwas Schlimmeres: Wir sind als Volk hoffnungslos geworden.
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Totgesagte leben länger
Die Rekorde werden einen Ehrenplatz in den Chroniken der wichtigsten deutschen Industriebranche erhalten: Nie produzierten die Autowerker mehr Fahrzeuge, und in keinem Jahr rollten so viele neue Personenwagen auf die ohnehin überfüllten Straßen als 1991 – 4,26 Millionen Volkswagen, Fiat, Peugeot, Opel, Ford, Renault, Mercedes, Audi und BMW.
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Niemand rettete Muni
An einem Morgen im Dezember 1941 kommt ein Brief bei meiner Großmutter in der Hamburger Haynstraße 5/III an. „Ihre Abwanderung ist angeordnet“, liest die 64jährige Witwe, „Ihr Vermögen wird mit sofortiger Wirkung beschlagnahmt.
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Mecklenburg-Vorpommern
Warten auf das weiße Wunder
Auf Rügen ist es einsam zu dieser Jahreszeit. Wenn der feine Nieselregen fällt, gehört der Strand ganz allein dem einsamen Spaziergänger.
Von Olaf Baale
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Karibik
Unternehmen Charterziel
Wie die kleine Insel San Andrés zum Massenziel aufgebaut werden sollte – ein Lehrstück über die Tücken des deutschen Pauschaltourismus
Von Gesine Froese
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Entfremdete Weggenossen
Ein Herz und eine Seele sind sie schon lange nicht mehr. Das Bündnis zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaftern, dem in der deutschen Geschichte viele soziale Errungenschaften zu verdanken sind, hat in den vergangenen Jahren tiefe Risse bekommen.
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Nervensache
Also gut, um halb zehn am nächsten Morgen, noch nicht sehr ausgeschlafen, treffen wir im Frühstücksraum ein. Der größte Ansturm hungriger Gäste ist schon vorüber, was an den noch nicht abgeräumten Tischen zu sehen ist.
Von Hannelore Krollpfeiffer
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Von der Strohhütte zum Luxusdomizil
Cluburlaub, die ausgeklügeltste Form des Massentourismus, gewinnt immer mehr Anhänger
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Der EG-Haushalt für 1993 muß bis April fertig sein – Brüssel droht eine neue Finanzkrise. Für die Bundesrepublik sind ohnehin die Grenzen der Belastbarkeit erreicht.
Knallharter Streit
Wenn es ums Geld geht, dann hört auch in Brüssel die Gemütlichkeit auf. Dann kann es passieren, daß EG-Präsident Jaques Delors seine sechzehn Kommissare dazu verdonnert, ihr Wochenende für ein Seminar zum Thema „Europäische Finanzen“ zu opfern.
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Italien
Falscher Zauber
Wenn man in der Banco Popolare in dem norditalienischen Bergdorf Alagna im Sesiatal Geld umtauschen will, schaut der Bankbeamte erst einmal in der Lokalzeitung vom Vortag den Wechselkurs nach.
Von Reiner Luvken
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Wegen Schmidt nicht
KLAUS WAGENBACH: Berlin hatte eine große Anziehungskraft für Intellektuelle. Es war nicht zu übersehen, daß in der Stadt ein Krieg begonnen worden war und dort geendet hatte.
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Eine großartige Chance für Europa
Am Ende eines blutigen Jahrhunderts könnte die Alte Welt ihren Frieden finden
Von Helmut Schmidt
- Gesellschaft
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Schimpf und Schande
Urlaub erweitert den Horizont, Urlaub verbindet, Urlaub schafft Kontakte und neue Freundschaften. Wenn da nur nicht die Sache mit der Sprache wäre! Leider sind wir nicht viersprachig aufgewachsen, um uns in Frankreich, Italien oder Spanien mit der Zunge so flink verständigen zu können wie in unseren heimischen Landen.
Von Bernd Loppow
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Fernseh-Vorschau
Mutter Deutschland
Tandem ist 1991 als Auftragsproduktion des ZDF bei der Defa entstanden, „mit Sondermitteln, die der Sender zur Stützung des traditionsreichen Unternehmens zur Verfügung gestellt hatte“.
Von Martin Ahrends
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Manager und Märkte
Telekom: Angst vor der Entscheidung Bundeskartellamt: Präsident verzweifelt gesucht Benetton: Einstieg ins Sportgeschäft?
Von Marie-Luise Hauch-Fleck
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Die Berliner NS-Gedenkstätten – und eine Gedächtnislücke
Was fehlt
Je größer die Schuld, desto länger währt die Scham, der Kampf gegen das Erinnern. Es war naiv zu glauben, in Deutschland würden gleich nach der Sprengung des Nazireichs, nach dem Ende des großen Mordens, überall Stätten des Gedenkens an die Opfer errichtet.
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Skilauf unter Frühjahrssonne
Zwischen dem 21. März und dem 11. April geht es in den österreichischen Orten Wildkogel, Hochkrimml, Neukirchen am Großvenediger und Krimml auf Schneesafari.
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DAS LETZTE
Für Glück und Liebe des Herrn Tien gibt es einen guten Grund: Er hat, mitten im saukalten deutschen Winter, eine schöne Wohnung bekommen – der Student aus China ist einer von 75 Asylbewerbern, die seit kurzem in 40 Wohncontainern auf der Münchner Theresienwiese untergebracht sind.
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Kein Skandal: der Kino-Streit um „Hitlerjunge Salomon“
Ohne Oscar
Kein Drehbuchschreiber hätte die Geschichte von Schlomo Perel erfinden können. Schlomo, der deutsche Jude aus Peine, floh mit seinen Eltern und seinem Bruder 1938 nach Lodz.
Von Andreas Kilb
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Kulturhauptstadt Madrid
Eines der interessantesten Ereignisse des Jahres wird die Messe zeitgenössischer Kunst, Arco ’92, sein, die vom 13. bis zum 18.
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Fernseh-Kritik
Mord ist saukomisch
Arsen und Spitzenhäubchen“ hat es einstmals, der „Fisch namens Wanda“ kürzlich vorgeführt: Ein komischer Film, in dem es Leichen hagelt, braucht den dramatisch-aktionistischen Overkill.
Von Barbara Sichtermann
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Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen
Impressionen anläßlich eines Besuchs der Ausstellung „Jüdische Lebenswelten“ in Berlin
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Zweifelhafter Anreiz
In Spanien herrscht ein günstiges Klima für ausländische Kapitalanlagen. So investierten Ausländer von 1987 bis 1990 umgerechnet rund 130 Milliarden Mark in dem südeuropäischen Land – allen voran die Deutschen.
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Kuren in und um Budapest
Mit dem mannigfaltigen Unterhaltungs- und Kulturangebot einer Großstadt läßt sich eine Kur in Budapest verbinden. Hundertdreiundzwanzig Quellen speisen zwölf Heilbäder mit Wasser, das reich ist an Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium und Schwefel.
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Ausstellung in Bonn: Ida Applebroog
Gewalt und Kirschkuchen
Daß Gewalt so amerikanisch sei wie Kirschkuchen, ist eine amerikanische Weisheit aus den sechziger Jahren. Sie wird im Katalog der Ausstellung von Bildern Ida Applebroogs im Bonner Kunstverein zitiert und schließt eine andere, beunruhigende Erkenntnis ein: Gewalt ist heute so international wie ein Hamburger.
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Vom Plan zum Markt
Oktober 1990: Gorbatschow legt einen wenig überzeugenden Kompromißplan aus dem „500-Tage-Programm“ zur Marktwirtschaft des Wirtschaftswissenschaftlers Jawlinskij und aus einem Konkurrenzentwurf des Ministerpräsidenten Ryschkow vor.
Von Roland Götz
- Kultur
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Zeitmosaik
Wenn in einer Landeshauptstadt ein frisch renoviertes Staatstheater eingeweiht wird, dann darf man bei der Eröffnung den Intendanten gar nicht erst zu Wort kommen lassen.
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Adenauers Deutschlandpolitik
Hat der Alte gesiegt?
Ist Adenauers Deutschlandpolitik durch die Wiedervereinigung des Jahres 1990 gerechtfertigt worden? Der Historiker Arnulf Baring, der seit zwanzig Jahren vom Gegenteil überzeugt war, oder Rudolf Augstein, der schärfste publizistische Kritiker des Kanzlers, haben dies im vergangenen Jahr entweder mit Verve behauptet oder leicht resigniert eingeräumt.
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Die Deutschen aus Ost und Westmüssen versuchen, sich zusammenzubuchstabieren
Ein Vorschlag
Das Land, das man DDR genannt hat, ist vergiftet. Damit ist – für dieses Mal – nicht gemeint die Chemie- und Uran-Kriminalität der Wandlitzer Gerontokraten; damit ist eine sozialpsychologische Situation gemeint, die einem Trauma ähnelt: Wenn ernstzunehmende Leute einem versichern: „Ich habe die Einheit gewollt – aber heute verfluche ich meinen Willen“, dann darf man wohl alarmiert sein.
Von Fritz J. Raddatz
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Noch vor einem Jahr hat ihn kaum einer gekannt – jetzt feilschen die großen Theater um die Uraufführung seiner Stücke
GEISTERFAHRER
Am Würstlstand zerbeißt der Reporter die Haut einer Burenwurst. Krachend zerspritzt in seinem Mund das Fett, das er mit einem Schluck aus einem Flachmann in seinen ängstlich knurrenden Magen hinunterspült.
Von Helmut Schödel
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Rrrrrrrrrr
Der Komponist Mauricio Kagel: ein Geburtstagsfest in Köln, sein „Variété“ in Berlin
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Theater auf Tournee: Die Gruppe „Kurz und Krabbe“ spielt „Die Insel“ von Athol Fugard
Freiheit stinkt
Strände, weiß wie Alabaster, weites Land, offene Horizonte – von wegen. Die Freiheit sieht ganz anders aus. Zum Beispiel wie ein paar verdammte, dreckige Socken.
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Amerikas: Eine Koalition aus Generälen, Admirälen, Wirtschaftsverbänden, Propagandavereinen und Reichstagsmehrheit spielte Vabanque – verführt von imperialistischem Wunschdenken.
„Finis Germaniae!“
Die dummdreiste, verhängnisvolle Entscheidung für den rücksichtslosen U-Boot-Krieg
Von Wolfgang Zank
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Märchen, Legenden, Heiligenleben, Zaubersprüche
Welche Schuhe tragen Tote?
Wer Einblick in russisches Denken und Fühlen gewinnen will, tut gut daran, sich nicht nur mit Geschichte, Literatur und Philosophie, sondern auch mit dem Volksglauben zu befassen.
Von Andrej Siniawskij
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Die deutsch-deutsche Literatur-Selbstzerfleischung – aus kühler Distanz
Ein Falschspiel nur
Eine gespenstische Szene: Je unübersehbarer die Literatur aus der Öffentlichkeit verschwindet, desto hektischer wird öffentlich über Literatur gestritten.
Von Reinhard Baumgart
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Kino: „Der Schätzer“
Durch die Wüste
Nomaden und Voyeure: die seltsame Welt des kanadischen Regisseurs Atom Egoyan
Von Robin Detje
- Länderspiegel
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Berlin
Keiner will der Spielverderber sein
Hintergedanken zum Wettlauf der Hauptstadt um die Qualifikation für Olympia 2000
Von Günter Matthes
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Sie schlafen ein oder verblöden
„Gegenüber den Polit-Ossis Duchac, Gomolka und Günther Krause, deren politische Vergangenheit die der glanzlosen Opportunisten war, ist er ein Monument an Widerstandskraft gewesen, und es spricht für ihn, daß er gerade darauf nicht beharrt.
Von Professor für Neuere Geschichte an der Uni Stuttgart
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Niedersachsen
Gastrecht verwirkt
Ausländer raus“ – der Schlachtruf, mit dem der aus Österreich stammende Neonaziführer Karl Polacek jahrelang zur Jagd auf Türken und Asylbewerber geblasen hat, trifft ihn nun als Bumerang.
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Schleswig-Holstein
Das traurige Wort von der Zumutbarkeit
Die rebellischen Asylbewerber wollen die Kirche auch nach neunzig Tagen nicht räumen
Von Ulrich Stock
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Schleswig-Holstein
Anklage flott entgleist
Die Welt ist wieder in Ordnung und der Richter Manfred Selbmann auch. Vergessen sind seine harschen Brokdorf-Urteile, vergessen auch das Flugblatt, auf dem die „Soligruppe R & K“ dem Gericht „jegliche Legitimation“ abspricht.
Von Moritz Döbler
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Hamburg
Wer zahlt schon gern Steuern?
Ein als langer Prozeß geplantes Gerichtsverfahren ist unerwartet nach nur viereinhalb Verhandlungstagen mit den Plädoyers in die Zielgerade gegangen: ein mildes Urteil für den ehemaligen Leiter des Finanzamtes Hamburg-Elbufer, Siegfried Röhlig.
Von Viola Roggenkamp
- Lebensart
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Werbekampagne für eine Ordensgemeinschaft
Jungs, die gut drauf sind
Mit „social marketing“ machen sich die Kapuziner von Bocholt auf die Suche nach neuen Brüdern
Von Roland Kirbach
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Geschichten ohne Menschen
Wanne auf der Weide
Die Weide hatte genug Kühe. Die Kühe sind weg, und nichts steht da mehr herum. Umwuchert von Grasgeringel und abgeplatztem Emaille, macht sich die Badewanne mittendrin immer unauffälliger.
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Der erste Ostdeutsche als Kommentator in den „Tagesthemen“
Ein neues Gesicht
Ein wenig zitterte seine Stimme noch. Was er aber zu sagen hatte, in eindringlichen, klaren Worten, ließ aufhorchen. Christoph Singelnstein, erst seit wenigen Wochen Chefredakteur von Radio Brandenburg und erster ostdeutscher Kommentator in den Tagesthemen, wagte sich – in Sachen Manfred Stolpe – auf die „Gratwanderung zwischen Kirche und Stasi“.
Von Rainer Frenkel
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Heiße Preise, kalte Füße
Als am 15. Januar die republikanische Garde bei der Wiedereröffnung der Opernbibliothek zum Trommelfeuer ansetzte und mehrere tausend Tulpen ihre Köpfe den Gästen des Kulturministers Jack Lang zuneigten, war von der angeblich seit Monaten schon grassierenden Unmutslaune wenig zu spüren.
Von Barbara Ungeheuer
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ALLTAGSSACHEN
Man nimmt sie ja wie ein rohes Ei in die Hand. Alles daran so hauchdünn, so fein, so durchsichtig, so filigran, so unheimlich zerbrechlich. Doch wer sanft mit ihr umgeht, den erwartet mit ihr, mit der Glühbirne, ein tausendstündiges Glück.
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Macht Volksmusik dick?
Satte Töne aus dem Bauch
Fernsehunterhalter Dieter Thomas Heck macht, wie wir mit Entsetzen hören, „Schulden für den deutschen Schlager“; welscher Pop nimmt ihm die Butter vom Brot.
Von Martin Halter
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Zeitlese
Nun ist es gefunden, das Wort, das bei der Treuhandanstalt die ungeliebte Abwicklung ablösen soll, ausgewählt unter mehr als tausendvierhundert Mitbewerbern wie Strukturanpassung oder Abgreifen.
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Sergej Ignatow
Artist im Westen, ratlos
Sein Leben ist Jonglieren – der Star aus der Manege des Moskauer Staatszirkus sucht einen neuen Anfang
Von Rolf Kunkel
- Leserbriefe
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Schlangen vor den Staatsläden, Wurst in privaten Geschäften. Angst vor dem Hunger und Streben nach Profit – die Strukturen der Sowjetwirtschaft zerbrechen, doch im Chaos formiert sich der Markt. Entfesselte Direktoren, Spekulanten und Pionierunternehmer machen die neue Revolution.
Handeln ohne Plan
St. Petersburg – eine Fünf-Millionen-Metropole auf dem Weg in den Kapitalismus
Von Kuno Kruse
- Tribüne
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Wenn Worte zu Taten werden
DÜSSELDORF. – Hätte unser Bundespräsident die Deutschen doch bloß nicht zu mehr Zivilcourage aufgerufen. Jetzt haben wir den Salat! Seit Weizsäckers Rede anläßlich der Heine-Preis-Verleihung (es war Freitag, der 13.
Von Jens Prüss
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Gefahr für eine einmalige Stadt
JERUSALEM. – Ich bin kein Philosoph. Ich bin Realist. Das plötzliche Eindringen jüdischer Siedler in Jerusalems Stadtteil Silwan mag legal sein, ist jedoch unmoralisch und widerspricht dem gesunden Menschenverstand.
Von Teddy Kollek
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„Jetzt ist Mama dran“
MANILA. – Oberflächlich betrachtet ließ sich der Krieg der Witwen, der jetzt mit dem Verzicht der philippinischen Präsidentin auf die Wiederwahl ein Ende fand, als Konfrontation der Klassen darstellen: auf der einen Seite Corazon Cojuangco Aquino, Blaustrumpf und Erbin eines Zucker-Imperiums; auf der anderen Seite Imelda Romualdez Marcos, arm geboren, die sich ihren Weg an die Spitze über Schönheitswettbewerbe erkämpfen mußte.
Von Jessica Hagedorn
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BUCH IM GESPRÄCH
Dank an die Stasi
Etliche Tarnnamen geistern durch die „RAF-Stasi-Connection“. Über den der „schönen Frau“ sind Michael Müller, Andreas Kanonenberg und der Rowohlt Verlag fürs erste gestolpert.
Von Klaus Pokatzky
- unzugeordnet
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Den Albanern geht es so schlecht wie keinem anderen Volk auf dem Kontinent. Es herrschen Chaos und Anarchie. Die Menschen frieren – sie wollen weg: „Hier kann man nur noch sterben.“
Klinisch tot
Als der Zug in den Bahnhof rollt, wird sofort klar, daß die Kartenverkäuferin recht behalten würde. „Die Fahrt ist schrecklich“, hatte sie gesagt und sich lange geziert, bevor sie eine Fahrkarte über den Schalter schob.
Von Dirk Kurbjuweit
- Zeitläufe
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Der Erfolg der Islamischen Heilsfront in Algerien hat hierzulande neue Ängste vor dem islamischen Fundamentalismus geschürt. Doch es gibt frappierend parallele Entwicklungen im Christentum und Judentum
Der neue Radikalismus der Weltreligionen
Weltpolitisch betrachtet bedeuteten die achtziger Jahre nicht allein das Endspiel des Kalten Krieges (mit bekanntem Ausgang), sondern auch die Rückkehr des Religiösen in die Politik.
Von Otto Kalischeuer