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Ausgabe 08/1992

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Rückblick: Regierung in Thüringen
Zaghafter Anfang
Da stürzt ein Ministerpräsident über seinen Versuch einer kleinen Kabinettsreform – und seinem Nachfolger fällt zum Neuanfang kaum mehr ein, als just diesen Plan zu verwirklichen: Bernhard Vogel, aus dem Westen nach Erfurt transferierter Kanzlerfreund und CDU-Politiker, degradierte die Parteierneuerin und bisherige Kultusministerin Christine Lieberknecht auf einen Außenposten, ins Thüringer Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten.
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Vergangenheitsbewältigung
Nazi-Anklage gegen Stasi-General
Am Ende des ersten Verhandlungstages bietet sich ein makabres Schauspiel: Erich Mielke hockt, vornübergebeugt, in seinem schußsicheren Glaskasten.
Von Rainer Frenkel
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Großbritannien im Vorwahlkampf
Dem Rausch folgt der Kater
Nach dem Boom der Thatcher-Jahre: Zukunftsangst und Politikverdruß im Königreich
Von Jürgen Krönig
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Das Ende der Finnlandisierung
Ein zahmer Bär als Nachbar
Ihr Parfüm riecht schwer, süß und sozialistisch. Maja kommt aus Estland. Ein bißchen plump, vor allem aber schüchtern nähert sie sich den Männern in der „Fizz-Bar“ an Helsinkis Mannerheimintje.
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Nach neuen Anschlägen
Madrid wehrt sich
Die Empörung über das jüngste Autobomben-Attentat der Eta in Madrid ist groß. Viele Spanier fühlen sich an die nervöse Umbruchszeit nach dem Tode Francos erinnert.
Von Volker Mauersberger
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Weltbühne
Die neuen Barbaren
Für die Römer war das Mittelmeer ein mare nostrum ihres Imperiums, für uns Europäer wurde es zum Rio Grande an der Bruchstelle zwischen Nord und Süd.
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Brüske Abweisung
Schon wieder hat ein Europäer das Brüsseler Nato-Hauptquartier in Panik versetzt. Warschaus neuer Verteidigungsminister Jan Parys, Verfechter der Anlehnung Polens an die westliche Militärallianz, fragte bei den politischen Gremien des Bündnisses an, ob und wie polnische Truppen in einem europäischen Krisenfall in die Nato-Planung einbezogen werden könnten.
Von Janusz Tycner
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Streit um die Hanauer Plutonium-Fabrik
Das Spiel der eingeübten Griffe
Die Joschka-Fans in den Frankfurter Szene-Kneipen hielten den Atem an. Ein halbes Jahr lang konnten sie dem politischen Schwergewicht begeistert zujubeln.
Von Norbert Kostede
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Nach vielen Jahren an Genschers Seite
Ein Diplomat, der lieber zuspitzt
Als Botschafter kann Konrad Seitz sein industriepolitisches Credo weniger gut verbreiten
Von Gunter Hofmann
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Strandgut der Spekulation
Ein Fallbeispiel aus dem Ural: Was aus der Hilfe für das Gebiet Swerdlowsk wird
Von Maria Huber
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Worte der Woche
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Wolfgang Ebert
Rein oder raus
Täglich melden die Zeitungen, daß dieser oder jener Kulturschaffende seinen Austritt erklärt, natürlich unter lautem Protest.
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Die ehrgeizigen Pläne des Berliner Hochschulsenators drohen an rechtlichen Hindernissen zu scheitern
Der Platzkampf der Eliten
An der Humboldt-Universität sollen neu berufene Historiker die alten verdrängen
Von Sabine Etzold
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Zeitspiegel
Die eigennützige Botschaft des republikanischen Rechtsaußen Patrick Buchanan im Vorwahlkampf um die US-Präsidentschaft macht Schule.
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Am vorigen Wochenende sollten die Proletarier den Aufstand proben. Doch noch folgen die Moskauer Massen nicht den Parolen der Reformgegner.
Der Feind in der Kulisse
Die wahre Gefahr droht Boris Jelzin nicht von der Straße, sondern von den Widersachern im alten Apparat
Von Christian Schmidt-Häuer
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Nachlese: Flüchtlinge aus Haiti
Zurück in die Hölle
Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten fühlt sich hintergangen. Die Richter fragen die Regierung in Washington, ob sie dem Gericht Informationen vorenthalten habe, als es einer Repatriierung geflüchteter Haitianer zustimmte.
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Dementi aus dem Kanzleramt
Das Scharmützel um Süssmuth
Eine Ehrenerklärung wie die Helmut Kohls für Rita Süssmuth möchte man nicht geschenkt haben. „Der Bundeskanzler hat Frau Süssmuth mit zur Bundestagspräsidentin vorgeschlagen“, sagte Regierungssprecher Dieter Vogel.
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Bonner Bühne
Kanzler und Kandidaten
Das Beispiel Klose macht Schule. Die Sozialdemokraten waren zwar keineswegs begeistert, wie ihr Bonner Fraktionsvorsitzender dem Kieler Parteivorsitzenden nahezu drei Jahre vor der Bundestagswahl – und zwei Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein – die Erklärung abzwang, er stehe als Kanzlerkandidat zur Verfügung.
Von Werner A. Perger
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Das Herz des Heiligen Landes
MA’ALEH ADUMIM. – Die Gemeinschaft der Juden in den besiedelten Gebieten ist beträchtlich größer und besser verwurzelt, als in der Welt behauptet wird.
Von Ben Tzion Greenberger
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Gesucht: ein Siegertyp
Unter den fünf Kandidaten zeichnet sich noch niemand ab, der die Wähler in den Bann schlägt
Von Dieter Buhl
- Wirtschaft
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Markt-Report
Umstrittene Favoriten
Für die Börsianer rückt das Jahr 1993 immer stärker ins Blickfeld. Nach einer Stagnation in diesem Jahr sollen die Unternehmensgewinne dann wieder um rund zehn Prozent zulegen.
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Wirtschaftspolitik
Getroffen
Bumerangeffekt nennt man das: Ein Vorwurf, der einen anderen treffen sollte, fällt schmerzhaft auf den Urheber zurück. Jahrelang wurde die Bundesregierung nicht müde, dem Rest der Europäischen Gemeinschaft die Vorzüge einer soliden Finanzpolitik ans Herz zu legen: Sparsamkeit falle zwar schwer, mache sich aber bald durch niedrige Zinsen und gebändigte Inflation bezahlt.
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Börsenpiel
Blitzstart mit Bauwerten
Mit einer gehörigen Portion Vorsicht sind die Teilnehmer des diesjährigen ZEIT-Börsenspiels in die neue Runde gestartet. Die Anlageexperten der Südwestdeutschen Genossenschafts-Zentralbank und der österreichischen Bank Austria behielten dreißig Prozent ihres Startkapitals (100 000 Mark) als sichere Barreserve in der Kasse, die Vorjahressiegerin Elisabeth Höller aus der Schweiz sogar vierzig Prozent.
Von Reinhold Rombach
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Ein Zauberwort ist in aller Munde – Jean management“ soll die europäische Autobranche wieder fit machen: Aber was steckt dahinter?
Schlank und rank
Deutschlands Automobilmanager möchten noch in diesem Jahr beweisen, daß sie sich vor ihren japanischen Konkurrenten nicht zu verstecken brauchen – in ihren vor der Vollendung stehenden neuen Werken.
Von Hans Otto Eglau
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Ein Pakt für die Einheit
Die Zahl von über drei Millionen Arbeitslosen im Januar hat Unruhe ausgelöst; sie ist aber irreführend und täuscht über den Ernst der Lage hinweg, weil sie die hohe verdeckte Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern nicht enthält.
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Betriebswirtschaft
Über die Grenzen
Deutsche Hochschulen machen Ernst mit der europäischen Integration: Nicht nur private Universitäten, sondern vor allem auch staatliche Fachhochschulen tun sich mit neuen Studiengängen hervor, deren Teilnehmer mehrere Semester an französischen, britischen oder spanischen Schulen studieren.
Von Uwe Jean Heuser
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Europäische Gemeinschaft
Flirt mit dem Staat
EG-Kommissar Martin Bangemann forciert die Industriepolitik und legt sich mit den Brüsseler Wettbewerbshütern an – ein ZEIT-Gespräch
Von Klaus-Peter Schmid
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Südamerika
Auf der Hut
Die großen Tiere kamen mit dem Flugzeug, die kleinen blieben draußen im Zoo des Hotels „Tropical“, als am Montag dieser Woche die Chefs der Amazonas-Pakt-Staaten in Manaus zusammentrafen.
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co op-Skandal
Endspiel vor Gericht
Das Verfahren gegen die Manager wird zum größten deutschen Wirtschaftsprozeß
Von Gunhild Freese
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Zwischen Bonn und Paris
Martin Bangemann tauschte im Januar 1988 den Posten des Bundeswirtschaftsministers mit dem eines EG-Kommissars. Er ist zuständig für den Binnenmarkt und die gewerbliche Wirtschaft.
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Indien
Der Widerstand formiert sich
Soziale Unruhen könnten das wirtschaftliche Reformprogramm zum Scheitern bringen
Von Gabriele Venzky
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Banken
Pikant
Freier Wettbewerb ist für deutsche Bankiers keine leere Parole: Er ist das Grundprinzip ihres Handelns. Jedenfalls versichern sie das stets hoch und heilig.
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Musterprozeß
Schieflage am Golf
Muß die Bundesregierung für das von der EG verhängte Irak-Embargo Schadenersatz zahlen?
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Telekom
Vor der Zerreißprobe
Die Spitzenpolitiker sind sich längst einig: Die staatliche Telekom, mit rund fünfzig Milliarden Mark Umsatz drittgrößte Fernmeldegesellschaft der Welt, soll endlich privatisiert werden.
Von Gunhild Lütge
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Wilfried Herz:
Stunde der Spiegelfechter
Das hat Europa nicht verdient. Mit seinem Argument, die Mehrwertsteuer in der Bundesrepublik müsse aus Gründen der Brüsseler Räson erhöht werden, erweist Bundesfinanzminister Theo Waigel dem europäischen Einigungsprozeß einen Bärendienst.
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Entwicklungshilfe
Einsichtig
Schier unermüdlich reist der Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Carl-Dieter Spranger, in die Länder der Dritten Welt, um ihnen eine frohe Botschaft zu verkünden: Trotz der Probleme im Osten würden sie nicht vergessen, die Gelder flössen auch zukünftig wie bisher.
- Wissen
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Das Loch über unseren Häuptern
Bisher schien das Glück den Ignoranten hold zu sein. Das Ozonloch war weit weg, über Australien, Neuseeland und Südchile – eine abstrakte Bedrohung, ans andere Ende der Welt verdrängt.
Von Fritz Vorholz
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Wenn ein Fehler aus dem andern folgt
Der deutsche Einigungsprozeß hätte, als epochale Herausforderung, die Bonner Politik über ihr konventionelles Niveau heben können.
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Erforscht und erfunden
Das Liga-Verfahren macht’s möglich. Mit der vom Kernforschungszentrum in Karlsruhe entwickelten Kombination von Röntgentiefenlithographie, Galvanoforschung und Abformtechniken mit Kunststoffen werden kostengünstig Mikrobauteile hergestellt, die künftig die Umwelt-, Kommunikations- und Medizintechnik verbessern könnten.
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Auf dem Boden bleiben
Der amerikanische Vizepräsident Quayle hat am vergangenen Wochenende in München die bis vor wenigen Jahren auch in der Bundesrepublik aktive, seither flügellahm gewordene Schar von SDI-Anhängern neu ermuntert.
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Ein neues Modell setzt sich durch: eigenes Blut wiederverwenden statt fremdes Blut empfangen
Spende in eigener Sache
Wer bei Recycling lediglich an Papier, Metall oder Glas denkt, den hält Wolfgang Schleinzer für einfallslos. Dem Chefarzt der Abteilung Anästhesiologie, Intensiv- und Transfusionsmedizin in der Hamburger Spezialklinik für Knochen- und Gelenkchirurgie fällt sofort etwas anderes ein: Blut.
Von Kirsten Brodde
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Astrophysik
Explosion im All
Die Astronomen werden den 23. Februar 1987 noch lange nicht vergessen. An diesem Tag explodierte in der Großen Magellanschen Wolke ein bislang kaum beachteter Stern.
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Lösung
Spiegelverkehrte Welt: Die Amerikaner drohen mit dem Abzug ihrer Truppen aus der Alten Welt, falls die EG-Europäer nicht ihre landwirtschaftlichen Subventionen kappen und so der Gatt-Runde zum Erfolg verhelfen; die Russen wollen Deutschland planmäßig verlassen, verlangen von der Bundesregierung aber 10,5 Milliarden Nachschlag für ihre Liegenschaften.
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Rätsel
Ein nicht geringer Teil des Nachrichtenaufkommens dieser Tage galt dem Fräuleinwunder aus Neubrandenburg. Drei Großmeisterinnen der geschwinden Fortbewegung gaben der Welt ein biologisches Rätsel auf.
- DIE ZEIT
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Pfusch mit Chancen
Der Bäckermeister Julius Louven aus Kempen-St. Hubert könnte mit einer Kreation berühmt werden, die nichts mit seinem eigentlichen Fach zu tun hat.
Von Dirk Kurbjuweit
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Salzburger Land
Heilige Ruhe
Werfenweng macht sein Wintergeschäft mit unbeschädigter Natur, Gemütlichkeit und einem Skigebiet ohne Wartezeiten
Von Rainer Schauer
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Korsika: Die Bildersammlung des Musée Fesch in Ajaccio
Von Napoleons Onkel
Gelassen blickt Kardinal Fesch von seinem Sockel herab auf das Treiben in der Altstadtstraße, die seinen Namen trägt. Wer sich von ihm nicht abschrecken läßt und den klassizistischen Palast hinter seinem Rücken betritt, wird überrascht: Hier in Korsikas Hauptstadt Ajaccio befindet sich seit 1852 eine der beeindruckendsten Sammlungen italienischer Tafelbilder vom 14.
Von Karl W. Biehusen
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KOLUMNE
Bitte um Pardon
Ich möchte mich entschuldigen. Zuerst bei meinen neuen Mitbürgern aus den alten Bundesländern. Ich ich nicht aus der DDR abgehauen, ich auch nicht an den Wahlen teilgenommen, also habe ich das System stabilisiert.
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Südamerika
Eine fast unmögliche Reise
Von Paramaribo über Groningen, Bethlehem, Calcutta und Hamburg nach Georgetown / Von Carl D. Goerdeler
Von Carl D. Goerdeler
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„Ella vegn! Sie kommt!“
Bis zu jenem 1. Februar, als die Lawine zu Tale fuhr, das Dorf niederwalzte und alles mit weißem Beton zuschüttete, wohnten 370 Menschen in Görmec, im Südosten der Türkei.
Von Thomas Kleine-Brockhoff
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Warnung vor den Torpedos
Ein Riß zieht sich quer durch alle Parteien. Der baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel fällt dem Bundeskanzler und CDU-Chef Helmut Kohl in den Rücken.
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Bogenschießen zur Entspannung
Im „Sport-Schloß Velen“ im Münsterland (Tel. 02863/20 30) weiß man, wie man Konzentrationstiefs bei Tagungen zu Leibe rückt.
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„Eine Art von Arbeitsteilung“
ZEIT: Herr Stolpe, mit Ihrem in Teilen veröffentlichten Rechenschaftsbericht wollten Sie, wie wir es verstehen, ein Gespräch, auch ein selbstkritisches Gespräch in Gang bringen.
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Kulturgeschichte mit Witz
Vier Autoren machten aus dieser Erkenntnis ein Buch und würzten es mit Witz und einer Prise Humor – Dietrich Kreide, Lerke von Saalfeld, Ula Stöckl, Alfred Hürmer: „Streifzüge durch die deutsche Kulturgeschichte“ (Falken-Verlag, Niedernhausen/Ts.
Von Esther Knorr-Anders
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Leukämie in der Elbmarsch
„Ja, worauf wartet Ihr denn noch?“
Während die Wissenschaft sich streitet, wächst unter den Bürgern die Angst vor der Atomenergie
Von Moritz Döbler
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Wiedersehen an der Spree
Beim Titel denkt man unwillkürlich: Auweia, Stulle mit Schmalz. Aber schwer von Gefühl ist der Band gerade nicht. Davor bewahrt ihn schon die Berliner Nüchternheit seiner Autoren, der eine (West) aus Wilmersdorf, der andere (Ost) vom Prenzlauer Berg.
Von Carl-Christian Kaiser
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Wer unter den Bedingungen eines Terrorregimes verfolgten Menschen helfen will, muß sich den Spielregeln der Unterdrücker anpassen. Das lehren uns die Stasi-Affären. Unvergleichlich teuflischer ging es im SS-Staat zu: Die Retter wurden zu Herren über Leben und Tod.
Wer mit dem Teufel handelt...
Menschlichkeit im Holocaust: Die bitteren Erfahrungen des Berthold Beitz in Ostgalizien 1941-44
Von Thomas Sandkühlei
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Augenblicke unterwegs
In Tokios Vergnügungsviertel Shinjuku, vorbei an den grellen Fratzen der Werbung, schleppt eine Frau eine Last auf ihrem Rücken, niederdrückend wie die Last des Lebens selbst.
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Ein Grandhotel in St. Petersburg
Den Managern aus Schweden fiel ein Geschenk in den Schoß, das sie sich für Geld nicht hätten kaufen können: Aus Leningrad wurde wieder St.
Von Rosemarie Noack
- Gesellschaft
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Neuseeland billig per Bus
Aufbruchstimmung jeden Mittwoch und Sonntag in Nelson, im Nordwesten der Südinsel Neuseelands. Die Stadt ist Ausgangsort einer Bustour speziell für Reisende mit schmalem Geldbeutel, jugendliche Rucksacktouristen zumeist, englisch backpackers genannt.
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Manager und Märkte
Daimler-Benz: Reuter später in Pension Walter Bau: Zweiter Anlauf zur Börse TUI: Bittere Pille selbst gedreht
Von Heinz Blüthmann
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Preisverfall
In einer Zeit, in der die meisten Konjunkturdaten nach unten weisen, verbreitet das HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung verhaltenen Optimismus: Der Welthandel werde 1992 real um fünf Prozent wachsen.
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Wodka auf leeren Magen
Eine Dame fragt man nicht nach ihrem Alter. Auch Fürst Wladimir Swjatoslawitsch schweigt sich darüber aus, obwohl er es doch wissen müßte.
Von Johannes Groschupf
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Stahlkonzerne
Lautloser Kurswechsel
Der Hoesch-Vorstand hat seinen Widerstand gegen die Fusion mit Krupp aufgegeben
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Ägypten in Turin
Mumien kennt jeder. Aber die alten Ägypter balsamierten nicht nur Menschen ein, sondern auch Tiere, die ihnen als heilig galten: Krokodile und Paviane, Vögel und Fische und – Katzen.
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Mit dem eigenen Auto durch die USA
Wer die imposanten Landschaften, die Nationalparks und die endlosen Weiten des riesigen Kontinents erleben will, braucht einen fahrbaren Untersatz.
Von Gisela Hoschek
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Mit der Segelyacht durch die Karibik
Unter Segelsportlern gilt die Karibik als ideales Gebiet. Ob man jedoch besser mit einem erfahrenen Skipper an Bord seinen Törn unternimmt oder ob man sich allein aufs Wasser wagt, hängt von den eigenen Segelerfahrungen ab.
Von Norbert M. Königstein
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Notlage
Nie weiß, wer in fremden Federn schlafen muß, was ihn wirklich erwartet. Es bleibt immer ein Vabanquespiel, bis der Fahrensmann erst vorsichtig blinzelnd, dann mit einem beherzten Stoß die Tür geöffnet hat.
Von Monika Putschögl
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Von Hannibal bis Erzherzog Johann
Über meinem Kopf hörte ich die Lawine ein Vaterunserlang vorüberrauschen, die durch ihre Schwere mich nur um so schmerzlicher an die eisige Kluftwand andrückte.
Von Gerald Lehner
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Einer der letzten Universal-Gelehrten
Edgar Salin wurde vor hundert Jahren in Frankfurt, in der Stadt Goethes, geboren. Zu einer Zeit also, da der Dichter im Bewußtsein der Bürger noch durchaus präsent gewesen ist.
Von Marion Gräfin Dönhoff
- Kultur
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Zeitmosaik
Auch zu Beginn des Abends hatte man Intensitäten fixiert. So in der Sonate für Viola und Klavier von Dmitri Schostakowitsch, die an diesem Abend in der Fassung für Violoncello und Klavier erklang.
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Dieser Schrei ist ein Traum
aus jemandem herausschreit; die hochexpressiven Vielton-Akkorde, die schmerzen und zugleich süchtig machen; die gehämmerten Ostinati, die sich reibenden Linien, die abrupten Wechsel.
Von Heinz Josef Herbort
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Fernseh-Kritik
Halbgott Specht
Unser Lehrer Doktor Specht / liebt das weibliche Geschlecht“, dichten die unbotmäßigen Schüler des Wilhelm-Busch-Gymnasiums zu Celle.
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Premiere an der Berliner Schaubühne: Luc Bondy inszeniert den „Schlußchor“ von Botho Strauß
Mit Symbolen schläft man nicht
Einen Adler vögeln! – was für ein Satz (und was für ein Gedanke)! In „Bernard und Bianca im Känguruhland“, einem neueren Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios, gibt es ein paar atemberaubende Szenen, die immerhin davon erzählen, wieviel Lust und Ekstase darin liegen können, einen Adler zu reiten.
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Ich zeichne das Gesicht der Zeit
Noch vor wenigen Jahren war Joseph Roth ein zwar geschätzter und verehrter, aber scheinbar hoffnungslos antiquierter Autor. Seine Romane und Erzählungen wurden noch immer gelesen, und seine Biographie war vielen wie eine liebenswerte Legende in Erinnerung – die Geschichte eines Mannes ohne Zuhause, die Geschichte eines galizischen Juden, den es durch halb Europa trieb, auf einer ebenso aussichtslosen wie beklemmenden Flucht, der er kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs erlag.
Von Hanns-Josef Ortheil
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Fernseh- Vorschau
Keine Panik
What a wonderful world – ach, die Amerikaner und ihr naiver Blick auf die Welt! Als bliebe sie auf immer das Weib, das genommen und erobert werden will.
Von Martin Abrends
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In Frankreich heftig diskutiert: Louis Dumonts Mutmaßungen über die „deutsche Ideologie“
Im holistischen Nest
Wenige Jahrzehnte später machten die Franzosen Revolution und waren in den Augen manches konservativen Peripatetikers offensichtlich übergeschnappt; und mit der nun anhebenden Ära der Massenbewegungen wurde der Nationalcharakter im Auf und Ab der internationalen Wechseldiskurse eine Größe, mit der gerechnet wurde.
Von Franziska Augstein
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Flugmenschen, Fluchtmenschen
Die sieben Menschen in eleganten Anzügen benehmen sich seltsam. Weit verteilt auf der großen Tanzfläche, bewegen sie sich in schönster Harmonie, kreiseln um sich selber, kreisen umeinander, jagen auf der Kreis-Linie entlang, die schwarz auf das Quadrat des rotbraunen Bodens gezeichnet ist – und segeln plötzlich durch die Luft.
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Ute Lempers Liederabend
Mißglückter Hochsprung
Klack, klackklackklack, klack-klack – die Rhythmen der Kameraverschlüsse verschieben die Betonungen des ersten Liedes, ein Spalier von Photographen lehnt am Bühnenrand, Scheinwerfer und Filmkameras benützen die teuren Plätze als billige Statisterie – Ute Lemper singt.
Von Konrad Heidkamp
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Die Nervenprobe der Saison: Warten auf Peymanns „Macbeth“
Shakespeareverschiebung
Es könnte ein herrlicher Tag sein: Das Wetter ist mild, die Lindenbäume blühen, und Wien, die schöne, die fürchterliche Stadt, liegt weit drunten im Tale.
Von Benjamin Henrichs
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Die Zusammenführung der Akademien in Berlin wird zur Springprozession ohne Ende
Flohzirkus der Künste
Die symbolischsten Dinge sind immer die schwierigsten. Wie man einen Stock mit einem Stück Stoff von hier nach dort schafft, wäre weiter keine Frage; aber wer die Fahne vorantragen darf – da gehen die Leidenschaften hoch.
Von Dieter E. Zimmer
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Kino: „Das Wunderkind Tate“ von und mit Jodie Foster
Es ist nur ein Hackbraten, Jane
Vergeßlichkeit ist schrecklich genug, die totale Erinnerung aber ist die absolute Hölle. Wer alles weiß und nichts vergißt, kennt kein Wenn und Aber – und schon gar kein Vielleicht.
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Goldener Flitter, stumme Qual
„Frida Kahlo“: das Leben der mexikanischen Malerin als choreographisches Theater
Von Eckhard Roelcke
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DAS LETZTE
Hier wäre nun eigentlich der Ort, um ein klärendes Wort in einem wissenschaftlichen Streitfall zu sprechen: Können drei verschiedene weibliche Wesen einen identischen Urin haben (Theorie Prof.
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Die Erfindung des Buchdrucks
Geburt der Neuzeit?
Nein, es gab keinen Urknall, als die moderne Welt entstanden sein soll. Es ging so leise zu, daß niemand so recht aufblickte und alles scheinbar so weiterlief wie bisher.
Von Walter van Rossum
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Was bleibt einem Schriftsteller, der unter Stasi-Verdacht geriet, anderes übrig, als zu sagen:
Ich gestehe! Ich verlange!
Katastrophale Nachrichten haben mich so oft übers Telephon erreicht, daß ich einiges gewohnt bin, aber hätte ich gewußt, was mich am letzten Montag des vergangenen Oktobers erwartete, ich hätte, statt den Hörer abzuheben, besser meinen Koffer gepackt und dieses freundliche Land für drei, vier Monate verlassen.
- Länderspiegel
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Bremen
Frisches Make-up
Eine „Elitekommission von Eierköpfen, die unkontrolliert und undurchsichtig sich irgendwas ausdenkt“ wollte Bremens SPD-Chef Horst Isola nicht haben.
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Sachsen
Gelungener Versuch
Eineinhalb Stunden lang hat Gerd Halfar gesprochen. Der Richter am Dresdner Bezirksgericht hat gerade zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt (ein Jahr auf Bewährung) und zu Geldbußen.
Von Rainer Frenkel
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Hessen
Thetan gegen CDU
Gerne wäre er der neue Märtyrer: Thomas Röder, Zahnarzt und prominentes Mitglied der sogenannten Scientology-Kirche. Schon in der Jungen Union galt er als möglicher Aufsteiger, doch inzwischen liegt die Karriere des 34jährigen auf Eis; der Vorstand des CDU-Kreisverbandes Lahn-Dill hat ein Parteiausschlußverfahren eingeleitet.
Von Peter Seibert
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Als wäre ich Honi
Von viertausend Pfarrern in der DDR sollen dreitausend für die Stasi gearbeitet haben – wer nur einen Augenblick nachdenkt, der weiß, das kann nicht stimmen.
Von Mitbegründer des Neuen Forums
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Berlin
Mauseloch in Sicht
Die CDU findet eine Hintertür, der Einstellung der „PDS-Richterin“ doch noch zuzustimmen
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Berlin
Schöne Zeugin
Warum das Buch „Die RAF-Stasi-Connection“ auch weiterhin nicht ausgeliefert werden darf
Von Klaus Pokatzky
- Lebensart
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Zwei Schläge gegen den Golfkrieg – ein Urteil
Der Hammer
Vor rund einem Jahr, am 1. Februar 1991 um 15.45 Uhr, trat der 84jährige, pensionierte Mittelschullehrer Dr. Eberhard Steinacker aus Landeck in Tirol im Innsbrucker Verkaufsbüro der Tiroler Tageszeitung an einen Schalter.
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Kriegsgedenken in Rußland
Eine häßliche Narbe
Damals war ich noch jung.“ Bitter kommentiert die 32jährige Soja Lomakina ihr zwölf Jahre altes Hochzeitsphoto. Auf ihren Knien liegt eine Mappe mit alten Photographien und Unterlagen.
Von Beate Schmmelpfennie
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Eine neue schlimme Krankheit hat die Politiker erwischt: das Bekenntnisfieber
Hoffnungsträger
Gestern stand in meiner Zeitung, die SPD hoffe nunmehr auf den inneren Frieden. Woher die Hoffnung? Lafontaine und Klose haben, der Nachricht zufolge, ein Bekenntnis abgelegt.
Von Herbert Schriefers
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Der neue Film „Das Wunderkind Tate“ gibt schlichte Antworten auf ungelöste Fragen
Einfach viel zu klug
Fred Tate ist kein glückliches Kind. Irgend etwas stimmt nicht mit ihm. Blaß, mehlgesichtig, etwas steif steht er abseits und wünscht sich jemanden, mit dem er sein Pausenbrot essen kann.
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Der Begriff, mit dem wir jeden Umbruch verstehen können
Kompatibel mit Oma
Die Welt, im Osten und überhaupt, befindet sich in Verwerfungen, die recht schwer zu begreifen sind. Die Alltagswissenschaft (Journalistik) brummt; es scheint daher geboten, die einzigartige Karriere eines Begriffs zu schildern, der klarmacht, wofür sonst Worte fehlen: Es handelt sich um die Bezeichnung „kompatibel“.
Von Klemens Polatschek
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Großfürst Wladimir Kirilowitsch
Allzeit bereit für den Tag X
Die passende Anrede hatte der Medienberater des Großfürsten Wladimir schon am Telephon eindringlich nahegelegt: Seine Durchlaucht! Auch mußten die verzwickten Verwandtschaftsverhältnisse noch einmal repetiert werden.
Von Barbara Ungeheuer
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ALLTAGSSACHEN
Eine Sammlung von allerlei notwendigen Gebrauchsgegenständen, gesehen von Manfred Sack
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Es wird gestritten, daß es „bufft und kracht“, wie man in Dresden sagt. Mikrokosmos Fußball: Alles, was sich derzeit abspielt in Deutschland, ist in dieser kleinen Welt zu finden – Angriff, Verteidigung, Täter, Opfer, Opfertäter...
Die Schafe im Wolfspelz
Noch lächelte das Orakel, aber es drohte schon. „Über Torsten Gütschow gibt es tausend Geschichten. Und es werden täglich mehr.
Von Christoph Dieckmann
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Zeitlese
Für alle, an denen es vorbeigerauscht ist, ein kleines Knallbonbon: Soeben biegt der diesjährige Fasching/Karneval in die Zielgerade ein.
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Die Skier einfach laufen lassen
Wie aus dem Fernsehen bekannt, genügt meist ein roter Teppich. Kommt ein König zu Besuch, dann wird er ausgerollt, der Teppich, und wenig später wieder eingerollt.
Von Hanns-Bruno Kammertons
- Tribüne
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VOR VIERZIG JAHREN
Angst vor Überfremdung
Das Schlagwort „Überfremdung“ wird aus der Versenkung geholt, wenn man die Qualitäten der autarken Produkte gegenüber modisch bedingten Importen ins rechte Licht rücken möchte.
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Washington muß hart bleiben
Israels Regierung in der Zwickmühle: Kredite oder neue Siedlungen? / Von Akiva Eldar
Von Akiva Eldar
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Wie die Linke sich verrannte
WIEN. – Nein, wir wollen keine Vorwürfe erheben. Deshalb fragen wir, die Linken im Westen, nicht, wie wir die DDR-Diktatur gestützt und der Opposition das Leben erschwert haben.
Von Michael Schmitz
- Zeitläufe
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BUCH IM GESPRÄCH
Der Sündenbock
Am 29. Januar starb in Bern, 81jährig, Jean-Louis Jeanmaire, bis 1975 General der Schweizer Armee, seit 1977 zwölf Jahre lang Zuchthäusler, wegen Landesverrats verurteilt in einem Prozeß, den das Schweizer Militärgericht, den auch der damalige Bundespräsident Gnägi und Justizminister Furgler wohl gern vergessen würden.
Von Rudolf Walter Leonhardt