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Ausgabe 09/1992

Artikelübersicht
Im Inhaltsverzeichnis dieser ZEIT-Ausgabe finden Sie ab dem Erscheinungstag die Artikel der ZEIT und des ZEITmagazins aufgelistet, die bereits online sind und von Ihnen abgerufen werden können.
- Politik
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Wolfgang Ebert
Ein Mann und eine Frau
Das ist eine der traurigsten Liebesgeschichten aller Zeiten. Also: Es war einmal ein Mann in den besten Jahren, der brauchte dringend eine Frau.
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Weltbühne
„Raus mit den Hunden“
Für einen kurzen. Augenblick hielt die Welt in der vergangenen Woche den Atem an. Mehrere tausend Angehörige der Freiheitsfront für Jammu und Freiheits-(JKLF) hatten versucht, von Pakistan aus die verminte Waffenstillstandslinie nach Indien zu überrennen.
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Hart an der Grenze
„Ulbricht hat uns vertrieben! Kohl will unser Haus und Land verkaufen!“ hieß es auf einem der vielen handgemalten Plakate, denen sich Klaus Kinkel gegenübersah, als er am Samstag vergangener Woche die Magdeburger Stadthalle betrat.
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Bewährungsauftrag für Rußlands Vizepräsidenten
Der Generalmajor als Gärtner
Alexander Rutzkoj, Pilot, Patriot und russischer Vizepräsident, war während des Afghanistan-Krieges zweimal abgeschossen worden.
Von Christian Schmidt-Häuer
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Worte der Woche
„Ich mußte neulich vor dem Untersuchungsausschuß aussagen. Dort wurde ich gefragt: ‚Name, Geburtstag, Beruf.‘ Ich sagte: ‚Größter Außenminister aller Zeiten.
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Bomben beim Nachbarn
Die multikulturelle Ruhe in den Niederlanden scheint vorbei. Angefangen hat es mit einem Brandanschlag auf den türkischen Gebetsraum einer Schule in Amsterdam-West.
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Mein Kampf in Polen
Preis der Freiheit?
Man sollte es nicht für möglich halten: Ausgerechnet in Polen, einem Land also, das unter dem Nazi-Terror so furchtbar gelitten hat, wird heute „Mein Kampf“ in polnischer Übersetzung verkauft.
Von Karin Tomala
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Neue Bestechungsaffäre in Tokio
Warten auf das große Beben
Das Geflecht der Korruption zwischen Wirtschaft und Politik läßt die Japaner gleichgültig
Von Georg Blume
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KOLUMNE
Parteien im Notstand
Daß wir die Wirtschaftsprobleme der Wiedervereinigung unterschätzt haben, ist inzwischen unstreitig. Die Probleme entstehen aber nicht obwohl, sondern weil die westdeutsche Wirtschaft stark ist im Wettbewerb.
Von Klaus von Dohnanyi
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Finnland erinnert sich an seine „aufgegebenen Gebiete“
Überall rieselt leise der Putz
Die beiden Soldaten aus Kiew amüsieren sich köstlich. Durch eine beschlagene Schaufensterscheibe betrachten sie vergilbte Schwarzweißphotos von spektakulären Autounfällen.
Von Fredy Gsteigei
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Zeitspiegel
Wer ist das: „Genius der Literatur, der Architektur und des Militärwesens“? Nach wem werden Berggipfel und Begonien benannt? Richtig, es muß sich um ein Exemplar der bedrohten Art stalinistischer Diktatoren handeln.
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Bonner Bühne
Nahe-Sein als Dank
Er habe Angst vor dem Haß, der ihm im Bundestag entgegenschlage „aus Mündern und Augen und Haltung von Leuten“. So steht es im Abschiedsbrief von Gerhard Riege, dem 61jährigen PDS-Abgeordneten, der Selbstmord begangen hat.
Von Gunter Hofmann
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Politisches Tauwetter auf der koreanischen Halbinsel: Trotzdem ist nach einem halben Jahrhundert der Teilung, nach Krieg und Terror das Mißtrauen zwischen Nord und Süd nur schwer zu überwinden
Die Angst vor der Einheit
Für Seoul und Pjöngjang ist die deutsche Wiedervereinigung kein nachahmenswertes Modell
Von Matthias Naß
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RIO
Hindernisrennen um ein bißchen Leben
Ausgerechnet Isias del Progreso – Inseln des Fortschritts – heißt das Slumviertel am Rande von San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt des zweitärmsten Landes Südamerikas.
Von Christoph Bertram
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Bilanz nach knapp hundert Tagen
Keine Schonzeit für Schäuble
Der neue Vorsitzende der Unionsfraktion hat noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen
Von Werner A. Perger
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War Brandenburgs Ministerpräsident wirklich Mitarbeiter der Stasi? Hat er als Kirchenjurist der SED nach dem Munde geredet?
Hier Verdacht, da Vertrauen
Mit Bruchstücken aus dubiosen Akten ist die Rolle von Manfred Stolpe nicht zu beschreiben
Von Robert Leicht
- Wirtschaft
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Einzelhandel
Vorsprung per Katalog
Klaus Mangold ist „relativ optimistisch, die richtige Company gewählt zu haben“. Der Mann, seit gerade einem Jahr stellvertretender Vorstandschef des Fürther Großversandhauses Quelle und seit August an der Spitze des Unternehmens, konnte dieser Tage einen Jahresabschluß präsentieren, der seinesgleichen sucht.
Von Gunhild Freese
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Klaus-Peter Schmid:
Stammtisch Deutschland
Dies ist die Stunde der schrecklichen Vereinfachen Sie malen ein Bild von Europa an die Wand, daß einem angst und bange wird.
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Die internationale Handelsorganisation Gatt kämpft für die Öffnung der Märkte. Jüngst warnte sie vor grünem Protektionismus.
Opfer für den Freihandel
Mancher versteht die Welt nicht mehr: Endlich einmal hat eine große Handelsnation ihre Wirtschaftsmacht im Interesse des Naturschutzes eingesetzt – schon wird das löbliche Vorgehen von einer internationalen Schiedskommission als handelsverzerrend gebrandmarkt und verboten.
Von Marc Beise
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Bonner Kulisse
Bundeskanzler Helmut Kohl stattet den ostdeutschen Machern der Einheit den Dank des Vaterlandes in besonders pikanter Manier ab.
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Nicht alle Chancen genutzt
Unter den wenigen neuen Produkten, die deutsche Investmentfonds in den vergangenen Jahren hervorgebracht haben, ragen die Laufzeitenfonds heraus; zumindest haben sie sich als Absatzrenner erwiesen.
Von Renatus Beckers
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Vermögensgesetz
Die Kehrseite des Marktes
Nur über eine Steuerung der Bodenpreise läßt sich das Eigentumsproblem in den neuen Bundesländern lösen
Von Franziska Eichstädt-Bohlig
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Getränkemarkt
Durst auf Exoten
Ich nehm’ doch kein Pils, bringen Sie mir lieber ein Foster’s“, korrigiert die Dame mit dem Dutt ihre Bestellung an der Theke.
Von Dietmar H. Lamparter
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Mehrwertsteuer
Zweitbeste Lösung
Erst im kommenden Jahr werden die Folgen des umstrittenen Beschlusses deutlich
Von Wilfried Herz
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Südamerika
Trügerische Morgenröte
Der Putschversuch in Venezuela zeigt: Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs gefährden die sozialen Spannungen die Demokratie
Von Carl D. Goerdeler
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Ölmarkt
Spätfolgen des Golfkrieges
Die Parallelität der Ereignisse drängt sich auf: Als der Golfkrieg drohte, stiegen die Ölpreise, als er ausbrach, fielen sie wieder.
Von Karen Söhler
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Wirtschaftsbuch
Listenreich gegen Reparationen
Die Frage, warum er denn keine Memoiren schreibe, beantwortete Hermann Josef Abs mit dem Hinweis auf jenen „Ethos, dem ich absolut Respekt zolle: Das ist die Diskretion.
Von Ulrich Herbert
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Deutsch-iranischer Handel
„Wir liefern keine Waffen“
ZEIT: Vor ziemlich genau drei Jahren haben die iranischen Mullahs den Mordaufruf gegen den Dichter Salman Rushdie erlassen, der jetzt sogar erneuert wurde.
Von Wolfgang Hoffmann
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Pflegeversicherung
Halbherzige Korrekturen
Kritik fruchtet manchmal doch. Die widerstreitenden Lager beim Thema Pflegeversicherung haben es gerade bewiesen. Beide Seiten präsentierten Vorschläge, die wichtige Einwände gegen das jeweilige Modell entkräften sollen.
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Die wirtschaftliche Entwicklung in Amerika entscheidet über die Chancen der Präsidentschaftskandidaten. Bei den Vorwahlen in New Hampshire überlagerte die Rezession alle anderen Themen.
Zeichen der Hoffnung
Die achtziger Jahre waren kein gutes Jahrzehnt für die amerikanische Ökonomie. Zwar konnten rund fünfzehn Millionen Jobs neu geschaffen werden, aber diese ausgesprochen positive Entwicklung wurde von dem Absturz in die wirtschaftliche Instabilität und abnehmendem Wohlstand weit überschattet.
Von Rüdiger Dornbusch
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Berliner Industriebank
Verkauf wider Willen
Im Kreise von Vertrauten verhehlte Finanzminister Theo Waigel nicht die Freude an seinem Sieg über seinen Intimfeind Jürgen Möllemann.
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Telekom
Teure Bürde
Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling ist ein glühender Anhänger der Marktwirtschaft. Nach deren Spielregeln muß gehen, wer teure Fehlentscheidungen zu verantworten hat.
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Osteuropa
Geliebte, gehaßte Mark
Anfang Februar fand Václav Havel auf seinem Schreibtisch in der Prager Burg einen ungewöhnlichen Brief vor. Ein, wie es hieß, hoher Beamter des Geheimdienstes warnte den Präsidenten der Tschechen und Slowaken vor den Gefahren des D-Mark-Imperialismus.
Von Heinz-Georg Wolf
- Wissen
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Erleben wir die größte Chemiekatastrophe?
Ozonalarm
Die Fronten in der Ozondebatte sind kräftig in Bewegung geraten: Die „Chemiker“, die Ozonverluste in der Stratosphäre auf Industriechemikalien zurückführen, haben die Oberhand gewonnen über die „Dynamiker“, die vor allem veränderte Winddynamik, Sonneneinstrahlung oder Vulkanismus für den Ozonabbau verantwortlich machen.
Von Hans Schuh
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Schlag für Bush
Die erste Runde im Kampf um die amerikanische Präsidentschaft endete mit einem Paukenschlag. Wenn auch fast alle Kandidaten die Arme zur Siegergeste streckten, Anlaß zum Triumph hatte nur einer, der republikanische Herausforderer des Präsidenten, der George Bush einen schweren Dämpfer verpaßte.
Von Dieter Buhl
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Aus dem Regen in die Traufe?
Unsere Wirtschaft schrumpft, die Politik lahmt: Der Abschwung führt zur Rezession
Von Roger de Weck
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Nämlich
Es ist ein Jammer. Eine nach der anderen gehen die guten alten Sitten zum Teufel. Noch in den fünfziger Jahren durfte der Bundesgerichtshof eine Mutter als Kupplerin bestrafen, weil sie ihrem Sohn erlaubt hatte, unter ihrem Dach mit seiner Freundin zu übernachten.
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Zoologie
Faule Brüter
Wie einige Vogelarten vulkanische Böden oder Komposthaufen als Brutkasten nutzen
Von Roland Knauei
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Unverdient
Als „Schlußwort“ hat Hans-Ulrich Klose Kritik am steuerpolitischen Kurs der SPD geübt, was nicht gutgehen konnte. Prompt brach die Woge der Kritik aus der Fraktion über ihm zusammen.
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Gegen den Frieden
Israels Kalkül war kalt und erbarmungslos. Ministerpräsident Jitzchak Schamir konnte sicher sein, daß das Attentat auf den Hisbollah-Führer im Südlibanon, auf seine Familie und Leibwächter niemanden im Westen zu Tränen rühren würde.
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Zahnmedizin
Angst vor Plomben
Aber bitte nicht mit Amalgam.“ Das ist sozusagen das letzte Wort vieler ängstlicher Patienten, bevor der Zahnarzt zum Bohrer greift, um die Einlage von Füllungen in kariösen Zähnen vorzubereiten.
Von Hans Harald Bräutigam
- DIE ZEIT
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Aufgeweckt
Die ersten Wachklopfer gab es im englischen Städtchen Lancaster. Dort gellte jeden Werktagmorgen Punkt fünf Uhr die große Dampfpfeife der zentralen Textilmanufaktur.
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Ski-Zirkus ade!
Schon eindrucksvoll, so eine brandneue „Einseilumlaufbahn mit 8-Personen-Kabine“. Die schaufelt was weg. Menschenmassen sind kein Problem mehr.
Von Thomas Kleine-Brockhoff
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Brüssel
Fluchtort der Verfolgten
Von den Reiseführern wird das Quartier Les Marolles meist vernachlässigt. Es war und ist noch immer Brüssels Viertel der Handwerker, des Kleinbürgertums, der Immigranten, der Illegalen und jener, die das Leben vergessen zu haben scheint.
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Laufen und laufen lassen
Das Problem wog schwer genug, es zur Chefsache zu erklären. Zur Krisensitzung im elften Stock der Stuttgarter Daimler-Zentrale, direkt unter dem rotierenden Stern, kamen vergangene Woche Konzernchef Edzard Reuter, Mercedes-Vorstand Werner Niefer und Daimlers PR-Direktor Matthias Kleinen zusammen.
Von Josef-Otto Freudenreich und Bernd Müllender
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Polen
Die Angst im Nacken
Skiurlaub in den Beskiden ist für die Polen zum Luxusgut geworden. Und wer Geld hat, fährt in die Alpen
Von Janusz Tycner
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Siemens und die krumme Tour
Immer wenn Richter Günter Bechert dreimal wöchentlich pünktlich um 8.45 Uhr die Sitzung der Vierten Strafkammer des Münchner Landgerichts I eröffnet, sitzt ein älterer Herr bereits im Zuschauerraum.
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Wohlfeile Rhetorik
Rio hat Konjunktur. „Umwelt“ und „Entwicklung“, die beiden zentralen Begriffe, um die es Anfang Juni bei der großen Konferenz der Vereinten Nationen in der brasilianischen Metropole gehen wird, sind „in“ – bester Nährboden für grüne Rhetorik und wohlfeile Allgemeinplätze.
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Dem Frühling entgegen
Der März ist ein kritischer Monat. Die großen Reiseunternehmen lassen ihre Sommerprospekte erst im April anfangen. Während ich dies schreibe, ginge ich lieber an der Elbe spazieren.
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Der richtige Weg: Schritt um Schritt
Nein und abermals nein: Wer Entspannung suchte, Kontakte anstrebte, politische Verhandlungen an die Stelle von Rüstung und Drohgebärden zu setzen bemüht war, der war kein „Beschwichtiger“, sondern ein Realpolitiker.
Von Marion Gräfin Dönhoff
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In den Archiven finden sich Spuren für die Verbrechen des alten Regimes. Doch nur langsam macht sich der Rechtsstaat an die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Vor einem Berg des Unrechts
In Berlin ermitteln Polizei und Justiz gegen die DDR-„Regierungskriminalität“
Von Joachim Nawrocki
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Karrierestart im Bundestag
Der Nachwuchs sucht Profil
Dreißig Minuten lang hatte der Junge stillgehalten, die Augen auf das Spektakel gerichtet, das sich da unten abspielte. Dann stupste er vorsichtig die ältere Dame an, die neben ihm saß, und flüsterte: „Finden Sie das auch so langweilig?“ Sprach’s und verließ, dem Ruf seiner Lehrerin folgend, die Besuchertribüne.
Von Gisela Dachs
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Das Prinzip Angst
Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen, oder: am Ende des Zeitalters der Aufklärung
Von Günther Nenning
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Die Stadt der Zukunft – versunken in Vergangenheit
Eine Sache muß von Anfang an klar sein: Todi ist weder die schönste Stadt der Welt, noch die, in der man am besten leben kann.
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Ostdeutschland
Vorsicht Trinkwasser!
Der Kaffee in Meißen, die Nudelsuppe in Rostock und das Bier in Berlin, ganz geheuer sind sie einem nicht mehr. Schließlich ist Wasser in diesen Lebensmitteln drin.
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Neulich im Fernsehen: Günter Wallraff destabilisiert die Bundesrepublik
Super! Mann
Früher, als alles noch schöner war, früher war die Welt noch in Ordnung. Da war links gut und schön – und rechts böseböse. Rechts standen Strauß und Löwenthal Seit’ an Seit’, und links kämpften brüderlich mit Herz und Hand Heinrich Böll und Willy Brandt.
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Bottnischer Meerbusen
Meilenweit nur Eis
Für die finnischen und schwedischen Eisbrecher im Bottnischen Meerbusen, dem nordöstlichsten Teil der Ostsee, gibt es zur Zeit viel zu tun.
Von Peer Schmidt-Walther
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Der falsche Weg: Politik von oben
Je länger über die Vergangenheit in Ostdeutschland diskutiert wird, desto häufiger melden sich Westdeutsche zu Wort – zunehmend erregt, daß die alten Oppositionellen im Osten die Spielregeln der wohltemperierten Streitkultur des Westens nicht einhalten und Gerechtigkeit nicht auf juristische Verfahren reduziert sehen wollen.
Von Helga Hirsch
- Gesellschaft
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Kühne Vorhersage
Bis die neuen Bundesländer mit den alten wirtschaftlich gleichziehen, wird wohl doch mehr Zeit vergehen als erwartet. Im vergangenen Jahr betrug das Bruttsozialprodukt pro Kopf in der alten Bundesrepublik rund 41 000 Mark.
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Manager und Märkte
Luxusbrillen: Erfolgreiche Italiener Treuhand: Spanische Option Pilsner Urquell: Streit um Vertrieb
Von Dietmar H. Lamparter
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Finnland: Viele Festivals im Norden Europas
Zwei Festivals sind dem finnischen Nationalkomponisten Jean Sibelius geweiht. Eine der am meisten besuchten Veranstaltungen des Landes ist das Sibelius-Festival in Loviisa vom 14.
Von Tas Toth
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Komfortable Pilgerfahrten
In früheren Zeiten machten sich Pilger allein und zu Fuß auf die oft beschwerliche Wallfahrt. Heute haben sie Charterjet, Reisebus und Kreuzfahrtschiff entdeckt und können aus einem kaum noch überschaubaren Angebot auswählen.
Von Marco Finetti
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Nochmals: Kirche im Sozialismus
Wie der Ostberliner Theologe Richard Schröder vor dem Fall der Mauer mit Marxisten diskutierte Ein ZEIT-Dokument
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Fragwürdige Freizeitparks
Wer die Landkarte betrachtet, auf der die beabsichtigten touristischen Großprojekte und Golfplätze für die unmittelbare Umgebung Berlins eingetragen sind, bekommt Augenflimmern, so dicht liegen die Markierungen beieinander.
Von Rosemarie Noack
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Pauschal zur Expo reisen
Vom 15. April bis zum 20. Oktober ist Sevilla Schauplatz der Weltausstellung Expo ’92. Einige Reiseveranstalter haben deshalb den Besuch der andalusischen Hauptstadt und der Ausstellung als Sonderarrangement in ihre Pauschalprogramme aufgenommen.
Von Helga Loka
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Abgetaucht
Das alltägliche Spießrutenlaufen ist kaum noch zu ertragen. Kollegen, Verwandte, Freunde, alle drängen: Wann es denn nun endlich soweit sei, man werde ja schließlich nicht jünger.
Von Bernd Loppow
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Don Carnals
Unter Paukenschlägen, Trommelwirbeln, Pfeifentrillern zieht eine Gruppe von zwölf Personen vom Barrio de la Viña, dem Weinbergviertel, über die Straße San Rafael zur Plaza de Falla.
- Kultur
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Robert Bentons Gangsterfilm „Billy Bathgate“
Erlesen, exquisit, leer
Die letzten Monate im Leben des New Yorker Gangsterbosses Dutch Schultz: Geschichten um Geschäfte, Liebe Mord. Kein Portrait.
Von Norbert Grob
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Zeitmosaik
Ich war vierzig, als ich den „Stadtneurotiker“ drehte, und jetzt bin ich 56. Mit den Jahren ändert man sich halt, die Probleme ändern sich – nein, vielleicht bleiben die Probleme dieselben, aber man sieht sie anders.
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Die Bedingungen der Hellsicht
Im Jahr 1951 erschien in Frankreich Albert Camus’ „L’homme révolté“, bereits zwei Jahre später brachte Rowohlt unter dem Titel „Der Mensch in der Revolte“ die deutsche Übersetzung auf den Markt.
Von Lothar Baier
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BUCH IM GESPRÄCH
Bericht eines Scheiterns
Der wichtigste Satz dieses Buches steht auf Seite 76, und die Autorin spricht ihn gar nicht selbst aus, sie zitiert nur Moshe Langer: „,Als Ärztin würdest du mit jedem Kranken sterben’, sagte mein Mann immer.
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Bevor der Bonner Bundestag ins Berliner Reichstagsgebäude umzieht
Der Bauherr erkundigt sich
Welch ein Entschluß wäre das gewesen, die wiedererlangte Einheit des Landes in einer wiederzuerlangenden, neu zu bauenden Mitte Berlins zu formulieren, so wie das zuerst der Reichstagshistoriker Michael S.
Von Manfred Sack
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Börsenverein und Messegesellschaft kämpfen um die Frankfurter Buchmesse
Der kommunizierende Vorstand
Das ganze Leben“, sagt Buchmessen-Direktor Peter Weidhaas, „besteht aus Menschen.“ Und gegen das Menschliche im Menschen ist die Vernunft machtlos.
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Lange Zeit galt er als der politisch wachere Kopf der Gebrüder Mann – nicht allein die Essaysammlung „Mut“ belegt, daß das ein Irrtum ist: Er überließ sich der Sprache der Agitation
Bruder Heinrich
Es ist keine Pflicht, jeder der Zirkusnummern von Marcel Reich-Ranicki mit Verzückung zu applaudieren, aber es muß gesagt werden: Wenn er gut springt, springt er mit Bravour – und wo er recht hat, da hat er recht.
Von Klaus Harpprecht
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Aus Deutschland vertrieben, in Israel nie richtig zu Hause: deutsche Juden
Die unsichtbare Kette
Auf der letzten Seite seiner Erinnerungen stellt sich Herbert Freeden die Frage, was aus ihm geworden wäre, wenn ihn die Nazis nicht aus Deutschland vertrieben hätten.
Von Henryk M. Broder
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Das Leben, die Kunst, die Kalbin und der Neger
Seine Wollmütze. Gut erinnern wir uns noch an die kleidsame Wollmütze. Auch die zierliche Barttracht ist uns vor Augen. Sonst liegen die Einzelheiten im Dämmer ferner Jahre.
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...und Richard Teitelbaums interaktiver „Golem“ in Berlin
Homunkulus vom Chip
Richard Teitelbaums zweiter Vorname ist Lowe, Lowe wie Löw. „Zufall und doch kein Zufall“, sagt der amerikanische Komponist, denn mit Rabbi Löw, dem kabbalistischen Mystiker, fühlt er sich eng verbunden.
Von Claus Spahn
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André Schiffrins neuer Verlag
Gewinn, nicht Profit
Die Spatzen, die es auf Wolkenkratzern nicht gibt, pfeifen es von den New Yorker Dächern: Das amerikanische Verlagswesen ist in einer tiefen Krise.
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Zum Tod der britischen Schriftstellerin Angela Carter
Puppenmacherin
Man nannte sie die weiße Hexe der englischen Literatur, eine Meisterin des magischen Realismus. Angela Carter schrieb über „Helden und Schurken“, über „Die infernalischen Traummaschinen des Dr.
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DAS LETZTE
Die Studie über Krebserkrankungen bei Kindern im Umkreis von Atomkraftwerken, die der Bundesumweltminister Klaus Töpfer dieser Tage vorlegte, hat in der Öffentlichkeit Verwirrung verursacht.
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Karl Prümm:
Ambivalenz
Berlin Ende 1930: Ein junger Mann, gerade 24 Jahre alt, in der ostpreußischen Provinz aufgewachsen, einer geordneten bürgerlichen Karriere abhold, schon viel herumgekommen, zahlreiche Orte und Berufe passierend, will in der Metropole als literarischer Autor reüssieren.
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„Wie demokratisch ist England?“
Tradition und Wandel
Das „Hauptthema der englischen Geschichte“ fand der vielgelesene Historiker John Bowle („The English Experience“) schon im angelsächsischen Reich des 10.
Von Ralf Dahrendorf
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Premiere in Wien
Das Märchen vom Mörder und seiner Frau
Die Welt ist kahl wie ein Schlachtfeld, hohl wie ein leeres Theaterhaus. Die Bühne ist eine Bühne, sonst nichts. Kein Bühnen-Bild, kein magischer Ort, sondern eine monumentale Schreinerarbeit: eine nackte Spielfläche, aus Holzbrettern gezimmert, steil ansteigend, dem schwarzen Theaterhimmel entgegen.
Von Benjamin Henrichs
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Soße, Suppe, Sahnebonbons
Ein CIA-Offizier brettert über die Küstenstraße von Maine. Die Landschaft ist schaurig, scharf sind die Kurven. „Als ich ins Schleudern geriet, sangen meine Reifen wie ein Kinderchor zwischen tausend Teufeln.
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Berlinale 1992: Woody Allen und Ari Kaurismäki
Zeit und Gegenzeit
Sternzeit 8769.14, Logbuch der „Enterprise“, letzte Eintragung: Friede im All! Auch die Zukunft ist nicht mehr, was sie einmal war.
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Fernseh-Kritik
Dick, doof, deutsch
Es gibt Themen, die von den Medien erfunden, hochgespielt, breitgetreten und schließlich begraben werden, ohne daß außerhalb von Zeitungsverlagen und Fernsehredaktionen ein Hahn nach ihnen krähte.
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Musiktheater: Richard Wagners „Tannhäuser“ in Berlin...
Utopien eines Egomanen
Am 23. Januar 1883 notiert Cosima Wagner in ihr Tagebuch wie üblich die nicht weiter aufregenden Fakten eines ganz gewöhnlichen Tagesablaufs: über Richards Schlaf (gut); über Medizinisches (von jetzt an nur „einmal des Tages“ sich massieren lassen); über vormittägliche Ausfahrt; über Gesprächsthemen (Bachs Fugen) und das Mittagessen mit Gästen (Graf Bardi, Fürstin Hatzfeldt – „nicht unangenehm“); über Lektüre (Gobineau, „mit wachsendem Staunen über die Studien des Autors“).
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Wolfgang Koeppen:
Widerspruch
Ich versuchte nicht, in Berlin in literarische Kreise einzudringen. Ich wollte schreiben und sollte vom Schreiben leben. Ich saß allein im „Romanischen Café“ oder im Lesesaal der Staatsbibliothek.
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Ein vollständiger, allzu vollständiger Querschnitt durch die ungarische Gesellschaft
Grinsend, mit rasselnder Kette
Vor 1956 hatte ich einen Stammplatz in der Versammlung der jungen Schriftsteller gehabt. Nach der Entlassung fand ich nicht zurück zu den Schriftstellern.
Von Adolf Endler
- Länderspiegel
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Niedersachsen
Hoch auf dem roten Wagen
Wer noch immer meint, gesellschaftliche Stellung werde in Hubraum und PS gemessen und die Kühlerhaube spiegele den Status wider, dem bietet sich jetzt eine einmalige Gelegenheit: Die Staatskarosse Erich Honeckers steht zum Verkauf.
Von Heinrich Tbies
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Körnerspeisende Blindlinge
Ein wortgewaltiger Kreuzritter der katholischen Presse verläßt das Schlachtfeld
Von Christian Feldmann
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Baden-Württemberg
Plötzlich ist das Geld wie ein Geschwür
Den Kunstpark „Zweistromland“ wird es nicht geben – Anselm Kiefer scheitert mit seiner großen Idee
Von Katja Marx
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Ganz am Ende
Die Schalom-Kirche liegt sehr verkehrsgünstig: Von der Endstation der Hamburger U-Bahn sind es nur ein paar Schritte herüber; mit dem Auto von der Binnenalster dreißig Minuten.
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Wie ein Geschenk
„Die Teilung der Stadt ist sicher eine schmerzliche Erfahrung gewesen, aber sie hat über Jahre einen soliden psychologischen Hintergrund gebildet.
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Baden-Württemberg
Schwache Lichter, schwer zu deuten
Vor der Wahl kennt kaum jemand die Kandidaten – und die Demoskopen sind ratlos
Von Philipp Maußhardt
- Lebensart
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Seit vielen Jahren bot die Deutsche Krebshilfe Kranken und ihren Angehörigen telephonisch Rat und Hilfe an. Damit ist jetzt Schluß.
Auf Kosten der Patienten
Publik wurde die Nachricht zufällig: Zwei wissenschaftliche Hilfskräfte, die beide Teilzeitjobs im Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe in Bonn hatten, klagten auf Festanstellung.
Von Roland Kirbach
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Kindergipfel Umwelt und Entwicklung
Ganz mies zumute
Maik und Jana sind enttäuscht. Sie würden im Juni dieses Jahres auch gern zum internationalen Kindergipfel reisen, eine Begleitveranstaltung der UN-Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Brasilien.
Von Marlies Menge
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Der Schlechtere gewinnt
Wahlkampf in Amerika: Überzeugend sind nur die Frauen der Anwärter auf die Macht
Von Ulrich Schiller
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Auch Olympiasieger werden schwach
In der Stunde des Triumphes zeigt sich die olympische Welt ihren Kindern wunderbar heil
Von Hanns-Bruno Kammertons
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Paul Raabe
Bürger als Bücherfürst
Nach 23 Jahren nimmt der Direktor der Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek seinen Abschied
Von Rolf Michaelis
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Vom Kritiker zum Messias? Eugen Drewermann im Rampenlicht.
Mythen und Medien
Die Stunde ist da“ (Joh. 17,1), der Prophet erleidet sein Schicksal vor den Augen der Menschen. Eine erstaunlich breite Öffentlichkeit beobachtet die Auseinandersetzung des Theologen Eugen Drewermann mit seiner Kirche – als ginge es um Heil oder Verdammnis.
Von Joh. 17,1
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Ben Witter
Nebbich
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Rund 3000 „Übergriffe“ auf Ausländer registriert das Bundeskriminalamt für 1991. Wie sehr Menschen gedemütigt, geängstigt, verletzt wurden, verrät die Statistik nicht. Davon erzählt die Geschichte Boi Van Nhos aus Vietnam.
Ich lebe ja noch
Blaß und schmal sitzt Boi Van Nho auf der Stuhlkante. Zum Umpusten sieht er aus, wie er da in dem kahlen Zimmer eines Berliner Arbeiterwohnheims hockt.
Von Vera Gaserow
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Neustrelitzer Notizen
Klare Sachen machen
Wie im Nordosten das kulturelle Leben erblüht – eine Ernst-Schroeder-Ausstellung
Von Gabriele Riedle
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ALLTAGSSACHEN
Eine Sammlung von allerlei notwendigen Gebrauchsgegenständen, gesehen von Manfred Sack
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Zeitlese
Vor mehr als dreißig Jahren landete der zugereiste Ungar George Mikes einen weltweiten Lach-Bestseller mit dem Titel „How to be an allen“.
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Kleine Federn-Lese
Pinguin raus!
Monique Ginouvier, Deutschlehrerin am College Jean Mace in Chatellerault in Frankreich und ZEIT-Leserin, hat ihren seit drei Jahren Deutsch lernenden Schülerinnen und Schülern kürzlich eine in der ZEIT erschienene Karikatur als Vorlage für eine Klassenarbeit gegeben.
- Tribüne
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Wer zuletzt lacht, lacht im Westen
MARBURG. – Also, Leute gibt es – die gibt’s gar nicht. Bekommt doch einer im Osten sechsstellig dotierte berufliche Angebote, wird mit Kußhand in Ludwigshafen empfangen, und er bleibt tatsächlich in Igelshieb.
Von Jochen Boettcher
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Potemkin auf den Raketenrampen
WASHINGTON. – Im heutigen Paraguay errichteten Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert eine sozialistische Gesellschaft mit ungefähr 200 000 Einwohnern.
Von Tom Bethell
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Der Wunsch nach sauberen Händen
MÜNCHEN. – Das deutsche Bildungswesen hat einen Bereich, um den es das gesamte Ausland beneidet. Es ist nicht das Gymnasium, nicht die Universität und schon gar nicht die Hauptschule – es ist die Lehrlingsausbildung.
Von Christine Brinck
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VOR VIERZIG JAHREN
Chaos in der Schule
Die FDP hat dem Bundestag die Einrichtung eines Kulturbeirates für das Erziehungs- und Bildungswesen beim Bundesinnenministerium vorgeschlagen.
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Viele Deutsche sahen nach dem Krieg in den Nazi-Verbrechern politisch Verfolgte und Opfer einer Siegerjustiz. Ihnen beizustehen galt quasi als nationale Pflicht. Allen voran halfen die beiden Kirchen
Vergebung ohne Reue
Nicht irgendwelche Nazi-Hilfswerke, die deutschen Kirchen waren es nach 1945, die am wirkungsvollsten Nazi-Verbrechern geholfen haben.
Von Ernst Klee