Magnetische Hirnsignale

Im Forschungszentrum Jülich ist es erstmals gelungen, mit Hilfe von sogenannten Hochtemperatur-Supraleitern (HTSL) magnetische Signale der menschlichen Hirntätigkeit zu messen. Bisherige Magnetmeßgeräte auf der Basis herkömmlicher Supraleiter müssen mit flüssigem Helium auf etwa vier Grad Kelvin (minus 269 Grad Celsius) herabgekühlt werden – ein teurer und umständlicher Vorgang. Hochtemperatur-Supraleiter indes lassen Strom bereits bei wesentlich höheren Temperaturen widerstandsfrei passieren, die mit preiswerter Stickstoffkühlung erzielt werden können.

Computerhandschrift

Mit Hilfe neuer Software ist es möglich, Wörter in den Computer einzutippen und sie in eigener Handschrift ausgedruckt zu bekommen. Der Interessent muß nur das Alphabet, die zehn Grundziffern und vierundzwanzig speziell entworfene Wörter wie hydrodyke oder waywhips in seiner Handschrift an die Firma Signature Software schicken. Für hundert Dollar kommt ein Programm zurück, das alle Buchstaben korrekt miteinander verbindet.

Gaspumpen im See

Der französische Vulkanologe Michael Halbwachs hat vorgeschlagen, das Kohlendioxid (CO2) vom Grund des Nyos-Sees in Kamerun abzupumpen. 1986 erstickten nach einer CO2-Eruption 1700 Menschen und zahlreiche Tiere im Umkreis von 25 Kilometern um den See. Halbwachs glaubt, daß sämtliches CO2 binnen zweier Jahre abgepumpt werden könnte. Bei Experimenten hatte er Röhren in das Wasser gesenkt und erhebliche Gasmengen vom Grund nach oben gefördert. Kritiker bezweifeln den Sinn solcher Aktionen, da jederzeit neues Gas aus dem vulkanischen Untergrundgestein der Seen eruptiv aufsteigen könne.

Affensex ohne Inzesttabu

Männliche Berberaffen beteiligen sich nicht an der Aufzucht ihrer Kinder. Sie wären dazu auch wenig motiviert, weil die Väter keine Möglichkeit besäßen, ihre eigenen Kinder zu erkennen, meinen Göttinger Anthropologen. Die Weibchen der Berberaffen sind für ihre promiskuitiven Neigungen bekannt. Mit genetischen Methoden ermittelten die Forscher die Vaterschaft von 200 Affenkindern. Aus den familiären Zusammenhägen konnten sie auf Inzest zwischen Vätern und Töchtern schließen. Weil die Männchen zu ihrem Nachwuchs keine Beziehung aufbauen, existiere auch keine Inzestbarriere. Sex zwischen Söhnen und Müttern findet selten statt.