Beim EG-Gipfel im niederländischen Maastricht beschlossen die Staats- und Regierungschefs im Dezember 1991 die europäische Währungsunion. Der Weg dorthin ist unumkehrbar – vorausgesetzt, die nationalen Parlamente ratifizieren die Verträge und es finden sich überhaupt genügend Länder, die die Voraussetzungen für den Beitritt zur Union erfüllen.

Diese Voraussetzungen („Konvergenzkriterien“) sehen so aus: Ein Land kann erst dann der Union beitreten, wenn sein Staatsdefizit den Wert von drei Prozent des Bruttosozialprodukts nicht überschreitet, wenn der gesamte Schuldenberg nicht höher ist als sechzig Prozent des Bruttosozialprodukts, wenn die Inflation um höchstens 1,5 Prozent über dem Durchschnittswert der drei stabilsten EWG-Mitglieder liegt und wenn der Kurs seiner Währung im Europäischen Währungssystem (EWS) zwei Jahre lang nicht verändert wurde. 1996 soll erstmals geprüft werden, ob eine Mehrheit in der EG diese Voraussetzungen erfüllt. Wenn ja, werden deren Währungen 1997 unwiderruflich aneinander gebunden. Andernfalls kommt dieser Schritt 1999, und zwar auch dann, wenn nur eine Minderheit die Voraussetzungen erfüllt. pp