Protest der Professoren

An der Universität Osnabrück protestieren die Professoren im Interesse ihrer Studenten oder genauer: ihrer Studentinnen. Sie sind der Ansicht, daß das Verfahren der Studienplatzvergabe Frauen benachteiligt, und befürchten, die Rechtswissenschaften könnten wieder zur reinen Männerdomäne werden. Der Hintergrund des Professorenprotests: Unter den 383 Studierenden, die im kommenden Wintersemester Jura studieren werden, sind nur zwanzig Frauen. Verantwortlich sind dafür die für das Wintersemester erstmals erlassenen Zulassungsbeschränkungen und die Regelung, nach der Studienplätze bevorzugt an Zivil- und Wehrdienstleistende vergeben werden. Bei einer Aufnahmekapazität des Fachbereichs von 383 Plätzen liegen insgesamt 1789 Bewerbungen vor. 347 Plätze werden von Zivil- und Wehrdienstleistenden besetzt. Der Rest wird nach allgemeinen Kriterien vergeben und steht damit auch Frauen offen.

Studentisches Menü

Gute Rezepte zur Integration will die europäische Studentenvereinigung mit dem umständlichen Namen Association des Etats Généraux des Etudiants de l’Europe (AEGEE) auskochen: Mitte Oktober veranstaltet die Vereinigung einen studentischen Koch Wettbewerb, an dem über hundert Studenten aus ganz Europa teilnehmen. „Wine & Dine“ lautet das Motto des Wettbewerbs, zu dem sich bereits studentische Hobbyköche aus Frankreich, den Niederlanden, Rußland, der.Schweiz und Deutschland angesagt haben. Auf dem Programm steht außer „Einkaufen der frischen Zutaten“, Show- und Wettkochen natürlich ein Galadiner des „Europamenüs“ am letzten Abend.

Nachhilfe für Lehrer

Um Lehrer pädagogisch – in diesem Fall medienpädagogisch – auf den neuesten Stand zu bringen, hat jetzt in Hamburg ein Modellversuch unter dem Arbeitstitel „Medien- und Kulturarbeit für pädagogische Berufe“ begonnen. Der Grund für die umfangreiche Weiterbildungsaktion: Einerseits werden neue Kulturtechniken wie Fernsehen, Video oder Computer von Jugendlichen immer mehr benutzt, andererseits aber spielen sie in unseren Bildungseinrichtungen kaum eine Rolle, weil viele Lehrer sie immer noch für „minderwertig“ gegenüber den Printmedien halten. Ein Jahr lang können sich Erzieher, Lehrer, Sozial- und Kulturpädagogen theoretisch und praktisch mit elektronischen Medien vertraut machen und zur Medienarbeit anregen lassen.

Sie lernen die Handhabung der technischen Geräte – von Mikrophon und Videokamera bis zu Tonmischer und Computernetzwerk – und befassen sich unter anderem mit Kommunikationstheorie und Medienpolitik.