Von Rudolf Engen

Immer wenn irgend jemand in Europa etwas bekommt, was die Deutschen nicht bekommen, nimmt sich die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) dieses Defizits an und sorgt dafür, daß keine Frustrationen entstehen.

Nachdem Dänen und Franzosen über die Verträge von Maastricht abstimmen durften, die Deutschen aber nicht, trotz fast fünfzigjähriger demokratischer und europäischer Bildungsarbeit, hat EMMA einen Volkstestbogen vorbereitet, der es jedem Deutschen gestattet, den Grad seiner europäischen Gesinnung punktgenau zu ermitteln und mit seinem Votum zu Maastricht in die Waagschale (gegebenenfalls auch in einen Briefkasten) zu werfen. Der nachstehende „Volkstest Europa“ sollte gewissenhaft und ohne Fremdeinwirkung ausgefüllt werden.

1.) Man hört so viel vom „Europäischen Haus“. Was stellen Sie sich darunter vor? a) einen Bungalow für mich b) ein Mietshaus mit deutschem Hausmeister c) eine Wohngemeinschaft mit Zukunft

2.) Machen Sie Unterschiede zwischen Europäern und Europäern? a) immer b) manchmal c) nie

3.) Wann wären Sie mit einer Europäisierung der D-Mark einverstanden: a) nie b) wenn die D-Mark Europawährung würde c) wenn auf der Rückseite von Ecu-Noten eine D-Mark zu sehen wäre

4.) An was denken Sie, wenn sie „Union“ hören? a) CDU b) Bier c) Europa