Vermutlich im Winter 1783 notiert Johann Wolfgang von Goethe: „Wüßte nicht, was sie Bessere erfinden könnten / Als wenn die Lichter ohne Putzen brennten.“

1848 soll der technische Gerätehersteller Heinrich Göbel wegen seiner Teilnahme am „Sturm auf das Springer Rathaus“ belangt werden. Er wandert mit seiner Familie nach Amerika aus, wo er 1854 die ersten Glühbirnen konstruiert. Sie halten zirka 400 Stunden. Eine bringt er nachts auf dem Dach seines Hauses zum Erleuchten, woraufhin seine Nachbarn die Polizei alarmieren, die Göbel den „Unfug“ verbietet.

1867 widmet Karl Marx seinen holländischen Vettern August und Benjamin Philips ein Exemplar des „Kapital“. Die beiden Vettern gründen 1891 in Eindhoven die N. V. Philips Gloeilampenfabrieken.

1879 gelingt Thomas Alva Edison die Herstellung einer Kohlefadenlampe, die er 1881 auf der Pariser Weltausstellung präsentiert. Schon vorab hat die Nachricht in London die Gas-Aktien sinken lassen.

1882 erwirbt Emil Rathenau die Glühbirnenlizenz und gründet die „Deutsche-Edison-Gesellschaft“, an der sich Werner Siemens beteiligt.

1884 bewirken Rathenau und sein Mitarbeiter Oscar von Miller eine „echte Sensation“ in Berlin – als sie das „Café Bauer“ Unter den Linden mit Glühbirnen illuminieren.

1893 wird in einem Patentprozeß zwischen zwei großen amerikanischen Elektrizitätswerken gerichtlich festgestellt, daß Heinrich Göbel und nicht Thomas Alva Edison der Erfinder der sogenannten „Kohlefadenlampe“ war. Göbel stirbt einige Monate später.