Von Karin Tomala

Am 14. November 1989 hatten Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki in Warschau vereinbart, die Zahlungsverpflichtungen Polens – 570 Millionen Mark aus dem Jumbo-Kredit – in einen Zloty-Stiftungsfonds umzuwandeln.

Im Abkommen zwischen Deutschland und Polen vom 7. November 1990 sind die Einzelheiten festgelegt worden. Der Jumbo-Kredit von ursprünglich einer Milliarde Mark war 1975 zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Generalsekretär Edward Gierek vereinbart worden.

Ende 1991 waren die Vorbereitungen für die Gründung der Stiftung abgeschlossen. Sie soll einen Beitrag zur Zusammenarbeit und Verständigung der beiden Völker leisten.

Bis Ende 1992 sind die meisten Bewilligungen – insgesamt 250 Milliarden Zloty – dem Gesundheitswesen zugute gekommen. So bekam beispielsweise das zentrale polnische Kindergesundheitszentrum Geld für einen Computertomographen und zwei Röntgengeräte; ein onkologisches Zentrum wurde in der umweltbelasteten Region von Gleiwitz errichtet.

An zweiter Stelle stehen die Zuschüsse für Restaurierung und Erhaltung von wichtigen deutschen und europäischen Kulturdenkmälern sowie Beihilfen zu Errichtung, Ausbau und Erhaltung von Gedenkstätten. Hierfür wurden 221 Milliarden Zloty bewilligt.