Energie und Umwelt

Wegen des Booms von pflanzlichen Medikamenten sind viele wildlebenden Heilkräuter vom Aussterben bedroht. Das belegt eine Studie der Organisation Traffic International. Vor allem Länder der Dritten Welt beviten ihre Heilpflanzen teilweise hemmungslos aus, um die reichen Industrieländer zu versorgen. Der größte Nutznießer ist dabei Deutschland mit einem europäischen Marktanteil von siebzig Prozent. Zwei Drittel dieser pflanzlichen Mittel werden wild gesammelt, und nur wenige Länder haben inzwischen begonnen, die meistgefragten Spezies zu kultivieren.

Neue Messungen über die Auswirkungen des antarktischen Ozonloches haben amerikanische Forscher veröffentlicht. Im Journal of Geophysics berichten sie dabei von einem bedeutenden Anstieg der ultravioletten Strahlung über bewohntem Gebiet. In der südlichsten Stadt der Erde, Ushuaia in Argentinien, waren die UVWerte zwar in den letzten fünf Jahren meistens normal geblieben, jeweils im Dezember 1990 und 1992 registrierten die Meßgeräte jedoch mehrfach eine Sonnenstrahlung, die fast fünfzig Prozent höher als normal war. Dabei fluktuierten die Werte von Tag zu Tag stark - offenbar zogen sporadisch ozonarme Luftmassen über Ushuaia.

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