Regierungssitz Notopfer
Wer die lauten Klagen des Berliner Bürgermeisters Eberhard Diepgen hört, sieht die Hauptstadt unmittelbar vor dem Bankrott. Rettung verspricht allein der rasche Umzug von Parlament und Regierung. Nur dann werden Investoren die Stadt mit Milliarden überschütten, der Osten wird zur blühenden Landschaft und zum hoffnungsvollen Symbol für die Einheit der Nation. Glaubt man Diepgen, würde der jetzt diskutierte Aufschub der großen Rochade die glänzenden Aussichten zunichte machen.
Die Stadt braucht fraglos Hilfe beim Aufbau zur Metropole der Republik. Aber wenn zur Überwindung der schwersten Wirtschaftskrise nach dem Krieg jetzt alle Opfer bringen müssen, stünde das auch den Berlinern wohl an. Sie könnten sich für jenes „Notopfer Berlin" erkenntlich zeigen, das die alte Republik erbracht hat. Berlins Opfer wäre zumal bescheiden, bestünde es doch nur aus etwas Geduld hff
Lesen Sie
hier mehr aus dem Ressort
Wirtschaft.
- Über das Print-Archiv
-
Ergänzend zur Textversion bieten wir Ihnen die Faksimile-Version des Originalartikels an:
Klicken Sie hier, um den Originalartikel als PDF herunterzuladen.
Dieser Text ist Teil des viele hunderttausend Artikel umfassenden ZEIT-Archivs seit 1946. Um die Inhalte des Archivs, die in den frühen Jahrgängen als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Texterkennung ("OCR") eingesetzt. Nur so ist es möglich, die enormen Textmengen zu verarbeiten. Auch eine ausgereifte Technik kann jedoch an ihre Grenzen stoßen: Je älter die Originalvorlage, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatisierte Lesevorgang bei einzelnen Wörtern auf Probleme stößt. Deswegen kommt es vor, dass die digitalisierten Archivinhalte punktuell noch Fehler enthalten. Wir arbeiten intensiv daran, auch diese Unvollkommenheiten zu beseitigen.
Die Nutzung ist ausschließlich in den Grenzen des §53 Urhg zum privaten Gebrauch durch eine natürliche Person zulässig. Zu den Möglichkeiten einer Lizenzierung von Nutzungsrechten, finden Sie hier weitere Informationen.
Um PDF-Dateien ansehen zu können, benötigen Sie die Software Adobe Reader (kostenlos, für Windows, Mac, Linux).
- Jahrgänge im Archiv