Politik

Worte der Woche

„Wer eine Grundrente will, muß entweder die ältere Generation enteignen oder die jüngere betrügen "

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DIE ZEIT

Berserker

Bulgarien hat ihn hinausgeworfen, Deutschland und Österreich haben ihn ausgesperrt, wird er demnächst in Frankreich willkommen sein? Der fliegende Berserker Wladimir Schirinowski sorgt allenthalben für Ärger und Angst.

„Das Jahr der Familie“ ist angebrochen: Gefährdete Art

Wer in einer Familie lebt, hat ein hartes Jahr vor sich: In aller Welt wird eine Leier ertönen, die die Meriten dieser Institution beschwört, die Kinderaufzucht lobt, die Altersfürsorge anerkennt, den Streß ausmalt – und von familiärer Gefühligkeit schwärmt.

Schockiert

Diese Meldung regt noch auf: Eine 59 Jahre alte, vermögende Britin wurde zu Weihnachten von Zwillingen entbunden. Biologische Mutter ist eine 25jährige Italienerin, deren Eizellen im Reagenzglas mit dem Samen des 45 Jahre alten Ehemannes der Britin befruchtet worden waren.

Alter Adam

Als das Hochwasser die Zehn-Meter-Marke überstieg und die Kölner Altstadt überflutete, johlten die Zuschauer auf den Rheinbrücken.

Zeitspiegel

„Was habe ich getan, daß ich derartige Fragen verdiene konterte die Sprecherin des Weißen Hauses auf die Anfrage, ob Präsident Bill Clinton seine gebrauchten Unterhosen an die Heilsarmee spende und die milde Gabe von der Steuer absetze.

Deutschland zwischen allen Zügen

Schwer, stinkend und irgendwie bedrohlich, genauso haben sich viele im Westen immer den Osten vorgestellt. Und genau so steht die Taigatrommel der ehemaligen Reichsbahn am frühen Morgen im Bahnhof Hamburg-Altona auf Gleis 10.

Wolfgang Ebert: Gut gemeint

Zum Jahresanfang besuchte ich wieder den Meinungsmacher Standbein in seiner Werkstatt, um mich über die Meinungslage zu informieren.

Bonner Bühne: Rheinische Depression

Einen bemerkenswerten Doppeltenor hatten diesmal die Neujahrsbotschaften jeglicher politischer Façon. Einerseits ganz generell: Zeiten schlecht.

Deutsche Finnen machen, in Teheran gute Geschäfte. Dem Iranischen Geheimdienst stehen in Bonn alle Türen offen. Obwohl die Ayatollahs Hunderte von Oppositionellen foltern und töten,gedeihen die deutsch-iranischen Beziehungen. Geht Gewinn, vor Menschenrecht?: Handel mit den Henkern

Natürlich geht das Leben weiter. Und sei es im Konjunktiv. Hätte Shoreh Baddi in den Tagen vor jenem 17. September 1992 nur beschwörender auf ihren Mann Nun Dehkurdi eingeredet, das Treffen im Berliner Lokal „Mykonos“ wäre geplatzt.

KLAUS HARTUNG: Communitarismus

BERLIN, – Die Bedrückung ist groß am Beginn des Schicksalsjahres. Kleinlaut schweigen die Prognostiker. Oder sie flüchten sich in die Unverbindlichkeit düsterer Ausblicke, Tatsächlich ist die Vorstellung, es bleibe am Ende bei den bestehenden politischen Machtverhältnissen, ebenso entmutigend wie der Gedanke an ihre Änderung, Die Berliner Gegenwart jedenfalls erlaubt in keinerlei Hinsicht tröstliche Erwartungen für die Zukunft.

Bonner Kulisse

Das vorwurfsvolle Geraune in den Brüsseler Kulissen, hinter dem verbalen Engagement Bonns für Europa stehe leider kein persönlicher Einsatz, ist mittlerweile bis nach Bonn gedrungen, Kern des Unmuts: Finanzminister Theo Waigel lasse sich beim Rat der Finanz- und Wirtschaftsminister zu oft von seinen Staatssekretären Gert Haller und Franz-Christoph Zeitler vertreten.

Beamte: Kurzsichtig

Auf den ersten Blick sieht gut aus, worüber im Bonner Innenministerium für rund eine Million Beamte nachgedacht wird: Leistungszulagen und bevorzugte Beförderung für besonders fleißige Beamte.

Grundeinkommen:: Teurer Übergang

Auf den ersten Blick ist es ein faszinierender Gedanke: Jeder Bürger und jede Bürgerin erhalten von ihrem 65. Lebensjahr an eine Grundrente in Höhe von vierzig Prozent des durchschnittlichen Nettolohns.

Das Hoch hält an

Von Ermüdungserscheinungen konnte auf dem deutschen Aktienmarkt zu Beginn des neuen Jahres keine Rede sein. Zwar blieben Turbulenzen, wie sie die letzte Börsenwoche des vergangenen Jahres geprägt hatten, aus.

Fundamentalkritik mit Zwischentönen

Acht Ökonomieprofessoren, zwei Wirtschaftsrechtler, ein ehemaliger EG-Direktor und ein Technologieexperte: Das Freiburger Walter Eucken Institut hatte im vergangenen April Wirtschaftsexperten zu einer Tagung geladen, Das Thema: die europäische Perspektive nach Maastricht.

Manager und Märkte

Auf- und Absteiger aus Ostdeutschland: Um die einstigen Hoffnungsträger ist es ruhig geworden

Während in anderen Ländern der Schmerz gut betäubt wird, müssen Patienten in Deutschland sinnlos leiden: Nicht zum Aushalten

Spätestens seit 1974 ist es um die Behandlung von Schmerzpatienten in Deutschland schlecht bestellt. Damals wurde mit der neuen „Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung“ (BtmVV) die Gesetzgebung, die den Mißbrauch von Schmerzmitteln und anderen Medikamenten mit Suchtpotential vermeiden soll, gründlich reformiert und damit eine nun schon zwei Jahrzehnte andauernde Katastrophe in Gang gesetzt.

in der Geschichte: Rückblick auf das kurze Jahrhundert

Guter Rat ist teuer in diesen turbulenten Zeiten. Selbst die Historiker, die doch die Menschen aufklären und Sinn stiften sollen und in der Regel ganze Jahrhunderte wissenschaftlich und ideologisch fest im Griff haben, sind seit der Epochenwende 1989/90 in Gefahr, ihre Orientierung zu verlieren.

Lehrzeit

Wo ist die Bildung am meisten wert? Eine jetzt veröffentlichte Studie der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) vergleicht anhand statistischer Daten von 1991 die Bildungssysteme der 24 Mitgliedsstaaten.

Energie und Umwelt

Perlmutterfalter, zu denen in Europa der Kaisermantel gehört, passen sich durch Veränderungen im Erbgut an neue Futterpflanzen an (Nature, Band 366.

Computer brauchen Bücher: Users Rache

Das Handbuch soll helfen. In ihm steckt gleichfalls viel geistige Arbeit: Computerkonzerne beschäftigen ganze Abteilungen mit Informatikern, Psychologen, Pädagogen und Graphikern, die sich über lesbare Handbücher („Manuals“) den Kopf zerbrechen.

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