Je mehr er hat, je mehr er will. Der Ostmensch nimmt und nimmt, aber mal einen Diener machen und danke sagen, das hat er nicht gelernt. Es ist an der Zeit, den nimmersatten Damen und Herren Zonis die Rechnung zu präsentieren. Da steht in Ostberlin der Palast der Republik. Es ist längst beschlossen worden, daß die Menschen drüben wünschen, ihr SED-verseuchtes Schandmal des Sowjet-Imperialismus möge verschwinden, weil es Asbest enthält. Für einen Abriß riskierte die CDU gar eine ortlose Mitte im Herzen Berlins, jedenfalls bis wir das Schloß wiederhaben.

Nun fand sich im Westberliner Internationalen Congreß-Centrum ähnlich viel Asbest. Abriß? Zu teuer. Das Geld reicht nur noch zur Sanierung des urbanen Kleinods, bei laufendem Betrieb. PdR und ICC sind lediglich ein Beispiel. Die Ostberliner Karl-Marx-Allee soll endlich wieder heißen wie noch nie: Große Frankfurter Straße. Auch SED-Täter wie Zetkin, Liebknecht, Luxemburg müssen aus dem Straßenplan verschwinden. Derlei Stadtreinigung kostet viel, viel Westgeld, aber die Ossis maulen. So nicht, Genossen! Kanzler, bleib in Bonn! Deutschlands Hauptstadt gehört nicht in die geistige Provinz. C. D.