Trendsetter

Schleswig-Holstein hat seine Kommunalparlamente gewählt: Verluste für SPD, CDU und FDP, Gewinne für Grüne und bürgerliche Protestgruppierungen. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Wäre! Doch das „Superwahljahr“ verlangt Trends, Trends, Trends; notfalls mit der Brechstange.

„Ein deutliches Signal für Rot-Grün in Bonn“, rufen die Grünen. Ja, der „Bundestrend!“, räsoniert Ottfried Hennig, der CDU-Landesvorsitzende, der Bundestrend sei schon arg gegen seine Partei gelaufen. Bundestrend? Mitnichten, meint die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Heide Simonis. „Vor Ort“ habe man die Wahl verloren. Oder war das Votum am Ende weder gegen die Kommunal- noch gegen die Bundespolitik, sondern gegen die Landespolitik gerichtet? SPD-Fraktionschef Gert Börnsen jedenfalls konnte gar nicht schnell genug ein Ende des Kieler Schubladen-Untersuchungsausschusses fordern, der beide großen Parteien seit langem Ansehen kostet.

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Da steht man nun. Wo ist der Trend, und wohin weist er? Ratlos kommt einem in den Sinn: Eine Kommunalwahl ist eine Kommunalwahl ist eine Kommunalwahl. job

 
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