Weniger Kohlenmonoxid

Die Konzentration des Spurengases Kohlenmonoxid (CO) in der Atmosphäre sinkt seit 1987 deutlich (Nature, Bd. 370, S. 639). Zur Zeit verringert sich die Rate jährlich um 2,6 Prozent, während sie noch in den frühen achtziger Jahren um rund 1,2 Prozent anstieg. Die Wissenschaftler machen dafür zwei Trends verantwortlich: Auf der Nordhalbkugel der Erde haben relativ scharfe Vorschriften den CO-Ausstoß durch technische Verbesserungen verringert. In der südlichen Hemisphäre dagegen wurden seltener Regenwälder und Savannen abgebrannt.

Saatgut für Ruanda

Agrarwissenschaftler aus aller Welt versuchen die Vielfalt der Nutzpflanzen in Ruanda zu retten (New Scientist, Bd. 143, S. 5). Denn dort gibt es zahlreiche Bohnen-, Hirse-, Mais- und Maniokarten, die optimal an Boden- und Klimaverhältnisse einzelner Regionen angepaßt sind. Da in diesem Bürgerkrieg fast die ganze Ernte verrottet, fehlt für die kommende Bestellung das Saatgut. Sieben internationale Forschungszentren versuchen jetzt Saatgut der regionalen Varietäten zu gewinnen, das an die Bauern verteilt werden soll.

Artenarme Skipisten

Wenn Almen zu Skipisten werden, nehmen viele Tierarten Reißaus. Zu diesem Ergebnis kamen zwei Forscher, die im Gasteiner Tal die Heuschreckenpopulation auf zwei Pisten untersuchten. Auf der einen war keine einzige Heuschrecke zu finden und auf der anderen nur drei verschiedene Arten (Oecologia, Bd. 97, Seite 470).

Nebenan, auf einer Schafweide, waren diese Heuschrecken viel häufiger, und es tummelten sich dort zwei weitere Arten, die hochwüchsige Gräser und Kräuter bevorzugen – Pflanzen, die auf den Pisten fehlten. Doch nicht nur Grashüpfer verschwinden, auch andere Insekten, wie Schwebfliegen und Laufkäfer, finden auf Pisten keinen Lebensraum mehr.