Rauchen tötet – und das hat seine Vorzüge. Volkswirtschaftlich betrachtet, geht die makabre Rechnung jedenfalls sauber auf: Denn wer früh mit Lungenkrebs in die Grube fährt, braucht sich später nicht kostenträchtig wegen anderer Krankheiten behandeln zu lassen. Wer sich um einen vorzeitigen Tod bemüht und kräftig qualmt, macht sich also um die beitragszahlende Solidargemeinschaft verdient. Das behaupteten schon viele.

Neu ist, daß nun die Tabakindustrie selbst die kostendämpfenden Vorzüge des frühen Krebstods herausputzt. Der größte kanadische Tabakhersteller Imperial Tobacco ist mit einer erfrischenden Kosten-Nutzen-Rechnung vorgeprescht, während hierzulande noch der letzte Beleg gefordert wird, daß vom Rauchen wirklich Beine abfallen. Positiv denken! Getreu dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber sollten die Fakten endlich da landen, wo sie hingehören: in die Werbung. Warum fängt der Marlboro-Mann nicht mal flüchtende Nichtraucher mit dem Lasso und stellt sie zur Rede? Bloß keine falsche Bescheidenheit. Und auch die Politik ist gefordert. Längst überfällig ist der Ansporn zum Ableben, kleingedruckt auf sämtlichen Packungen: „Nichtrauchen gefährdet die Staatsfinanzen“. mx