Ein offener Brief mit dem Titel "Genug ist genug" machte Davison Budhoo 1988 schlagartig bekannt. Mit dem 120 Seiten langen Text kündigte der Ökonom, der in Grenada geboren wurde und an der London School of Economics studiert hat, nicht nur seine Stelle als Repräsentant des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Guyana. Er erhob auch schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber: Die Entwicklungsstrategie des IWF sei nicht nur ein völliger Fehlschlag, sondern der Fonds habe auch statistische Daten gefälscht, um seine Politik durchzusetzen.

Gemeinsam mit Bürgerinitiativen und Gewerkschaften und finanziell unterstützt von den skandinavischen Kirchen, hat Budhoo inzwischen in der Karibik die Bretton Woods Reform Organisation gegründet. Sie soll die Regierungen bei den Verhandlungen mit Weltbank und Währungsfonds beraten und alternative Strukturanpassungsprogramme entwickeln.