Es gibt doch diese Käffer, in denen man sich zutiefst angeheimelt fühlt, und das fängt schon mit dem als Bunker getarnten Büdchen am Bahnhof an . . . Nein, zuerst mal den Anfang. Auf den habe ich so lange gespart, und nachher ist er dann weg. Sternchen.

Vor Annas Haus steht ein blühender Kastanienbaum, und jeden Morgen sagt Anna: "Guten Morgen, liebe Kastanie." - "Die Kastanie grüßt / mit tausend Erektionen", heißt es bei Rühmkorf.

So gehört sich das. Der Rangniedrigere grüßt zuerst: Anna die Kastanie und die Kastanie den Dichter.

Dieser Anfang mußte einfach erst mal weg.

Sonst steht er herum wie Kirschkuchen, und niemand traut sich.

Es fängt aber trotzdem bereits in den als Büdchen getarnten Bunkern an, und man fragt sich: "Na, wenn das nicht zum Versacken einlädt . . .", aber dann wird es noch viel, viel schöner.

Langenfeld ist so ein Kaff. Malerisch genau zwischen Köln und Düsseldorf gelegen, so daß es dort sowohl - was sonst inkompatibel ist - Kölsch als auch Alt gibt, erstreckt es sich mehrere Büdchen lang durch die als trostlos bekannte Rheinebene, und wer je ein tiefer gehendes Gespräch zu führen bestrebt ist, müßte sich schon am scharf gemachten Schäferhund vorbei zum dortigen Birkenstock-Generalvertreter durchfragen.