Seit 1977 hat die IG Metall für die 35-Stunden-Woche gekämpft, in diesem Oktober wird sie in der Metall- und Elektroindustrie endlich eingeführt. Die meisten westdeutschen Arbeitnehmer müssen freilich vorerst länger schaffen: im Durchschnitt aller Branchen 37,5 Stunden pro Woche. Das Tempo der Arbeitszeitverkürzung hat sich in den vergangenen fünf Jahren, im Vergleich zum Zeitraum 1984 bis 1990, deutlich verlangsamt. Und im Osten der Republik ist die Welt, zumindest aus Sicht der Arbeitgeber, noch halbwegs in Ordnung: Dort betrug die tarifliche Wochenarbeitszeit Ende vergangenen Jahres durchschnittlich noch 39,7 Stunden.