Hochmut kommt vor dem Dollar-Fall. Das hat auch die Deutsche Bundesbank erfahren. Was hat sie unsere Freunde in Europa und Amerika schon geärgert. Da können die Partner schäumen und drohen, die Hüter der Mark bleiben hart. Ihre Macht, so scheint es vielen, kennt fast keine Grenzen. Diskret wie Bundesbanker sind, haben sie das natürlich stets verneint. Aber wer mächtig ist und stolz dazu, der kann wohl nicht immer an sich halten.

Im August, da war es soweit. Zusammen mit ihren Kollegen aus Japan und den Vereinigten Staaten hievten die Frankfurter den schwächelnden Dollar in die Höhe - und klopften sich, bestärkt von zahlreichen Kommentatoren, für ihre Arbeit auf die eigenen Schultern. Selbstverständlich vornehm gedämpft, aber unüberhörbar. Ja, wir tricksen selbst die unberechenbaren Märkte aus, lautete die Botschaft der Unbesiegbaren.

Zu früh gefreut. Die Revanche der Spekulanten folgte auf dem Fuß. Die amerikanische Valuta stürzte schon bald wieder ab. Eine neue Runde bei der Achterbahnfahrt des Dollar ist eingeläutet. Und die Bundesbank sitzt keineswegs im Führerhäuschen.