Immer auf die RübeSeite 3/3

Ganz andere Fragen könnten allerdings beim nächsten Symposium der Sicherheitsforscher im kommenden Juli in Japan auf der Tagesordnung stehen. Dort wird nämlich zum ersten Mal auch die Industrie mit eigenen Ergebnissen dabeisein. Und dabei wird es auch darum gehen, den Nutzungsspielraum der Gentechnik einzugrenzen. Immerhin investiert die Industrie gewaltige Summen in die Entwicklung neuer Pflanzen und Herbizide. Daher wollen ihre Vertreter gerne herausfinden, ob die Gentechnik am Ende nicht mehr kostet, als sie bringt. Denn bei einigen Entwicklungen könnte der Schuß durchaus nach hinten losgehen. Was wäre beispielsweise, wenn nach vielen kostspieligen Freilandversuchen die gentechnisch eingeimpfte Immunität gegen die Wurzelbärtigkeit aufgehoben würde, einfach weil das Virus sich selbst entsprechend verändert hat? Daß dies irgendwann passiert, hat schon die konventionelle Züchtung gezeigt. Die Frage ist nur: Haben sich all die Kosten bis dahin gelohnt?

Die Natur sitzt eben auch den Gentechnikern auf den Fersen.

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