In dieser Woche versuchte das Bauhaus Dessau, sich in einem Stiftungsseminar wieder ein wenig klarer darüber zu werden, wie sich die monumentalen Naturtrümmerlandschaften zwischen Dessau, Bitterfeld und Wörlitz für ein "Industrielles Gartenreich" zurückgewinnen ließen. In diese von Kontrasten geschüttelte Landschaft gehört auch der ehemalige Braunkohlentagebau in Golpa-Nord, das nun in eine "Ferropolis", eine Stadt aus Eisen, verwandelt werden soll. Am 14. Dezember mittags wird der letzte von fünf gigantischen, ausdrücklich erhalten bleibenden Baggern (Bild rechts) auf den Platz bewegt, der fortan als Halbinsel aus dem gefluteten Terrain ragen wird: stolze Werkzeuge der Technik, verfluchte Werkzeuge der Landschaftsausbeutung und -zerstörung, Denkmale unserer Zivilisation, Hoffnungszeichen für die Gestaltung ganz neuer, ganz anderer Landschaften. Sie gehören zum Programm des Bauhauses. In dem von Walter Gropius entworfenen Gebäude (Bild oben) wurde aus Anlaß des Stiftungsfestes soeben die Ausstellung "Bauhaus 1919 bis 1933" mit über 250 Exponaten eröffnet.

Es war Anfang März des Jahres 1990. Eine kleine Gruppe von Architekturstudenten der Technischen Universität Braunschweig macht sich auf den Weg zum Bauhaus. Der Weg führt sie in ein anderes Land. Magdeburg, Zerbst, Roßlau - ein Schild weist gar nach "Güterglück". Mein Gott, wie sozialistisch klingen hier selbst die alten Ortsnamen . . . Viele der jungen Leute sind noch nie in der DDR, noch nie in Ostdeutschland gewesen, und nun bemerken sie: Das weltberühmte Bauhaus-Gebäude von 1926 gibt es tatsächlich. In Dessau. Nach Nazi-Anfeindung, Kriegsbeschädigung und Verunstaltung war es 1977 wiederhergestellt worden - eine Leistung, die den Kulturbanausen der SED durch einige engagierte Architekten und Historiker regelrecht hatte abgetrotzt werden müssen. Daß eine linke Institution, die 1924 durch konservative Politiker aus Weimar und 1932 von den Nationalsozialisten aus Dessau vertrieben worden war, im Arbeiter-und-Bauern-Staat erst so spät rehabilitiert wurde, ist eine besondere Fußnote der an Ungereimtheiten nicht armen Ideologiegeschichte der DDR.

Auf den ersten Blick finden die Besucher Walter Gropius' bahnbrechend modernes Gebäude so vor, wie sie es von den berühmten Photographien der zwanziger Jahre kennen. Selbst die Kugelaschenbecher auf den Fluren halten sie für originäre Bauhaus-Produkte - nicht wissend, daß solche Behältnisse in allen öffentlichen Gebäuden der DDR stehen. Eine resolute Küchenhilfe erklärt ihnen, daß sie während ihres Aufenthaltes das Anrecht hätten, pro Tag "ein AFG" aus dem Kasten zu entnehmen. Der am Bauhaus arbeitende Architekt Dieter Bankert, merklich weltläufiger als das Personal, erklärt den verständnislosen West-Besuchern, es handele sich dabei um alkoholfreie Getränke, um Limonade. Später wird die Gruppe von einem Rübezahl mit Rauschebart begrüßt, dem Bauhaus-Chef Rolf Kuhn. Genau so haben sie sich einen DDR-Intellektuellen immer vorgestellt. Der Weimarer Professor für Stadtsoziologe war 1987 in sein Amt berufen worden. Daß er es 1995 immer noch innehat, ist eine kleine Sensation.

Bauhaus Dessau - das war in den letzten Jahren der DDR eine Nische, in der sich Architekten, Stadtplaner und Künstler ein paar mehr Freiheiten herausnehmen durften als anderswo im Lande. Studenten der Architektur und des Ingenieurwesens in Weimar und Dresden kamen für eine begrenzte Zeit ins Haus, um unter Anleitung des Bauhaus-Personals Semester- oder Diplomaufgaben zu bearbeiten. Am Bauhaus studieren konnte - und kann - man dagegen nicht.

Internationale Kontakte gab es bereits vor der Wende reichlich; auch der Studienaufenthalt der Braunschweiger Gruppe war in diesem Rahmen zustande gekommen. Bezahlt wurden Kost und Logis in West-Währung, dafür gab es Doppelzimmer im "Prellerhaus", dem Wohnturm des Gropius-Gebäudes, Radios, die nur DDR-Sender empfangen konnten, eine einzige funktionierende Dusche im Keller - und das Gefühl, historischen Boden unter den Füßen zu haben. Immerhin war das Bauhaus der zwanziger Jahre die einflußreichste Kunstschule des 20. Jahrhunderts.

Legendäre Bauhaus-Feste mit schrägen Theater- und Musikdarbietungen ließen in den achtziger Jahren gelegentlich etwas von diesem Geist wiederaufleben. Auf dem "1. Gropius-Seminar" im Jahre 1987 versuchten Experten aus der DDR und dem westlichen Ausland, Alternativen zur Großtafelbau-Doktrin der SED-Baubürokraten zu entwickeln, "die Macht der Platte zu brechen". Im März 1989 wurde das Ende der DDR in einem Theaterstück bereits vorweggenommen: Aus der Nationalflagge war das Hammer-, Zirkel- und Ährenkranz-Emblem herausgeschnitten worden, und der Staatsgründer Wilhelm Pieck deklamierte hohle Phrasen aus dem Inneren eines Kühlschranks. Damit hatte der Hausherr Kuhn den Bogen überspannt: Der Staatsapparat ließ eine Untersuchungskommission gegen ihn ermitteln - was dem Bauhaus-Direktor in der dann folgenden Wendezeit eine nicht unerhebliche persönliche Reputation bescherte. Ausgerechnet in den Tagen vom 4. bis zum 9. November 1989, zwischen der Demonstration der Künstler auf dem Alexanderplatz und der Maueröffnung, tagte das zweite ostwestliche Gropius-Seminar. Hier wurde zum erstenmal das Konzept des "Industriellen Gartenreiches" formuliert, eine Idee, die heute das zentrale Ziel der Arbeit am Bauhaus Dessau ist.

Was unter DDR-Verhältnissen mutig und progressiv war, hat sich vielerorts nicht in die neuen Zeiten retten können. Am Sonntag nach der Abreise der Braunschweiger aus Dessau, damals, vor fünf Jahren, gewann die von der CDU dominierte Allianz für Deutschland unerwartet deutlich die erste freie Volkskammerwahl; die Wiedervereinigung war nur noch eine Frage der Zeit; Institutionen wurden abgewickelt, Professoren "evaluiert". Nutznießer waren vielfach junge Westler, die auf die frei gewordenen Stellen rücken konnten. Auch die Zukunft des Bauhauses war zunächst ganz offen: Sogar die Lufthansa soll Interesse gezeigt haben, die geschichtsträchtige Immobilie zu einem Tagungshotel umzubauen.

Doch es kam anders. Eine "Stiftung Bauhaus Dessau" wurde gegründet, getragen vom Bund, dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Dessau. Rolf Kuhn wurde zum Leiter berufen. Im Frühjahr 1995 ist er durch den Stiftungsrat für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Er hatte sich gegen achtzig Bewerber aus dem In- und Ausland durchsetzen können. Seine Wiederwahl - und damit die Bestätigung seines Konzepts für das Haus - war keineswegs unumstritten. "Von Kuhn und jedem seiner potentiellen Nachfolger wird Widersprüchliches verlangt", beschrieb der Kölner Architekturkritiker Wolfgang Pehnt das Dilemma. "Sie sollen dem Anspruch des historischen Bauhauses gerecht werden - und sie müssen ihn vergessen." Denn das Bauhaus der zwanziger Jahre läßt sich nicht wiederholen. Es fiel mit seinem Anspruch, Handwerk und Kunst unter einen Hut zu bringen, in eine Schlüsselphase der Kunstgeschichte und hatte weltberühmte Künstler und Architekten in seinen Reihen. Wiedergründungsversuche nach 1945 in Dessau oder in Ulm - dort als Hochschule für Gestaltung - scheiterten früher oder später.

Überdies gibt es in Deutschland noch zwei andere Institutionen, die sich dem Erbe das Bauhauses verpflichtet fühlen: das (West-)Berliner Bauhaus Archiv - Museum für Gestaltung und die Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar, die am Gründungsort des historischen Bauhauses sitzt und mit einer neuen Fakultät für Gestaltung die didaktischen Konzepte des Vorbilds weiterentwickeln will. Überflüssigerweise hat diese Schule gar beschlossen, sich Bauhaus-Universität Weimar zu nennen.

Eine wissenschaftliche Sammlung und eine Hochschule gibt es also schon. Was kann da die Aufgabe des Bauhauses Dessau heute sein? Die Vorstellungen gehen weit auseinander. Die einen erwarten, daß hier wieder Design für Möbel und Gebrauchsgegenstände gemacht wird; andere sehen seine Themen in der Architektur - die ja beim historischen Bauhaus erst spät als Fach aufgenommen worden war - und erwarten, daß die Bauhäusler einige hübsche kleine Villen im Bauhaus-Stil hervorbringen. Wieder anderen paßt die ganze Richtung nicht; sie halten das, was in Dessau geschieht, für kleinkariert und provinziell. "Die verzetteln sich bis hin zur Organisation von Kinderfesten in einer Neubausiedlung", schimpft ein Kenner. Eine Regionalzeitung kritisierte, die "aktuelle Bauhaus-Sprache" sei "ein entfesseltes Soziologen-Deutsch, dessen erstes Ziel unerbittliche Abstraktheit zu sein scheint". Die publizierten Programme und Plakate des Bauhauses waren zudem in der jüngeren Vergangenheit typographisch dermaßen überambitioniert gestaltet, daß sie praktisch unlesbar waren - ein schwerer Fehler für eine Institution, die um ihre Reputation in der Öffentlichkeit noch zu kämpfen hat.

Viele der Kritiker sehen das historische Bauhaus verkürzt auf eine Gestaltsprache, ja einen "Stil" - und wundern sich, daß ihnen in Dessau heute "grüne" Themen zum Umbau einer nachindustriellen Lebenswelt angeboten werden. "Viele sind erst irritiert, aber dann erkennen sie: Natürlich, anders geht es gar nicht!" Rolf Kuhn will grundlegend ansetzen: "Das historische Bauhaus hat in den Umbruch vom Handwerk zur Industrie eingegriffen. Heute erleben wir den Übergang von der Industrie- zur nachindustriellen Gesellschaft. Damals war das Flugzeugwerk Junkers der größte Arbeitgeber in Dessau, heute ist es die Dessauer Arbeitsbeschaffungs- und Sanierungs-GmbH." Wahrlich, am ehemaligen Chemiestandort Dessau-Bitterfeld-Wolfen ist dieser Wandel so kraß greifbar wie kaum anderswo. Folgerichtig setzt das Konzept des Industriellen Gartenreichs auf die modellhafte Ausgestaltung dieses im Umbruch befindlichen Landstrichs - unter Bewahrung seiner regionalen und kulturellen Identität.

Das titelgebende Kunstwort bezieht sich dabei auf die beiden Phasen in der Geschichte der Region, in denen sie zur Weltspitze zählte: Zum einen verband das Dessau-Wörlitzer Gartenreich der Aufklärung englische Parkgestaltung, französische Philosophie und italienische Kunst miteinander. Landschaftsgärten mit volksaufklärerischer Zielsetzung entstanden vom Ende des 18. Jahrhunderts an; sie füllen noch heute Teile des Dessauer Stadtgebiets - die Schlösser Georgium und Luisium liegen in unmittelbarer Nähe, und der berühmte Wörlitzer Park ist nur wenige Kilometer entfernt. Zum anderen hat die Region in den zwanziger Jahren mit ihren vernetzten Anlagen der Chemieindustrie "wie ein Fließband" funktioniert und damit Industriegeschichte gemacht. Hier entstanden das erste Ganzmetallflugzeug (bei Junkers in Dessau) und der erste Farbfilm (bei Agfa in Wolfen). Die berühmten Bauhaus-Möbel aus Stahlrohr konnten damals nur in den Junkers- Werken gebaut werden.

"Wir haben heute einen historischen Abstand zu dieser Technik-Euphorie", sagt Rolf Kuhn. "Die Bauhäusler haben das damals begrüßt, sie waren Kinder ihrer Zeit. Heute geht es darum, diese Altindustrieregion nachhaltig und zukunftsfähig umzugestalten - und diesen Prozeß sinnlich erfahrbar zu machen." So entstand bereits in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Hessen ein preisgekröntes, melancholisches Buch über Braunkohlebrachen, und in einer aufgelassenen Tagebaugrube in Golpa-Nord soll eine skurrile Installation aus mehreren ausgedienten Großgeräten zu einer "Ferropolis", einer Stadt aus Eisen, werden. Man will nicht nur im Elfenbeinturm sitzen, sondern Erkenntnisse modellhaft ausprobieren, auch auf die Gefahr des Scheiterns hin. Darin sieht Kuhn seine Nähe zur Haltung des alten Bauhauses. "Es geht uns heute zuerst um die Veränderung der Lebensweise, dann erst kommt die Gestaltung der Produkte." Touristisches Interesse ist spektakulären Projekten wie der Ferropolis jedenfalls gewiß.

Erheblich befördert werden die Planungen zum Industriellen Gartenreich seit Dezember 1994 durch die Entscheidung, die Region als sogenannten "Komplementärstandort" der hannoverschen Expo 2000 anzugliedern. "Zunächst war es ein lahmer Trab, wir mußten zerren. Die Idee war bis dahin auch finanziell nicht tragfähig. Doch nach der Entscheidung ist es auf einmal in Galopp umgeschlagen." Das Expo-Motto "Mensch - Natur - Technik" lasse sich hier nach Überzeugung der Dessauer viel besser darstellen als in neuen Messehallen auf einem Weltausstellungsgelände. Eine "Expo-Meile" vom Bauhaus-Gebäude bis ins Gartenreich soll genauso an beispielhaft sanierten Wohngebieten vorbeiführen wie an behutsam umgenutzten Industrieanlagen. "Und dann", träumt Kuhn, "müßte es in einen weltweit beachteten städtebaulichen Umweltkongreß münden - nach dem Vorbild der Konferenz von Rio!"

Auf der Expo-Meile sollen die Besucher auch an einigen der originalen Bauhaus-Bauten der zwanziger Jahre vorbeigeführt werden. Schon heute sind die an mehreren Stellen des Stadtgebiets verstreuten Objekte Ziel vieler Architektur-Touristen aus aller Welt - der Name Bauhaus hat vor allem in den USA eine geradezu magische Anziehungskraft. Das Bauhaus-Gebäude selbst ist in den siebziger Jahren grundlegend wiederhergestellt worden. Die einst strahlend modernen Meisterhäuser von Walter Gropius hingegen, ein paar Minuten zu Fuß vom Bauhaus entfernt, waren noch am Ende der DDR hoffnungslos verunstaltete, häßliche Entlein, deren frühere Gestalt sich kaum noch erahnen ließ. Kürzlich ist eines davon unter Verwendung erhaltener Substanz detailgetreu in den Originalzustand zurückversetzt worden.

Viel schwieriger, wenn überhaupt, ließe sich die Versuchssiedlung Törten am südlichen Stadtrand Dessaus wiederherstellen. Hier geht es um über dreihundert Reihenhäuser verschiedener Typen, die nahezu alle durch individuelle An- und Umbauten ihre originale Gestalt verloren haben. Kein Besitzer würde seinen mühsam organisierten Wintergarten oder seine teuren Isolierglasfenster wieder hergeben wollen zugunsten einer ihm unverständlichen ursprünglichen Fassung. Hier werden sich Architektur-Touristen mit den Spuren der Aneignung durch die Bewohner abzufinden haben. Rolf Kuhn schwebt für Törten allerdings vor, ein kleines Ensemble von Häusern exemplarisch wiederherzustellen. Ganz schnelles Engagement verlangt allerdings das Gebäude des Konsums, das gleichsam den Mittelpunkt der Siedlung darstellt: Ein viergeschossiger Wohnturm mit einem seit längerem geschlossenen Laden ist im wesentlichen unverändert erhalten und steht zum Verkauf. Auch die Zukunft des ehemaligen Arbeitsamtes in der Dessauer Innenstadt, eines der schönsten Bauwerke von Gropius, ist ungesichert - dem bisherigen Nutzer AOK ist das Kleinod zu klein.

November 1995. Einer der einstigen Braunschweiger Studenten kehrt fünf Jahre später wieder einmal ins Bauhaus zurück. In der blitzsauberen Regionalbahn sitzen genau drei Leute. Das konstruktivistische Wandfliesenmosaik im Dessauer Bahnhofsgebäude, ein Werk der Bauhaus- Leute zu DDR-Zeiten, ist immer noch zu sehen. Die russischen Kasernen auf dem kurzen Fußweg zum Bauhaus sind verlassen; ihre aus den dreißiger Jahren stammenden soliden Offiziersvillen werden zur Zeit frevelhaft abgerissen, weil die örtliche Fachhochschule hier einen Campus bauen will. Wenigstens eines davon, ein gelbes Walmdachhaus aus den späten Zwanzigern, ein konservativ-moderner Gegenpol zum avantgardistischen Bauhaus, ist gerettet: Rolf Kuhn hat es privat erworben. Das Haus paßt zu ihm.

Kuhn und seine Mitstreiter hatten in der Wendezeit die DDR erhalten wollen. Sie setzten sich für einen dritten Weg ein - einen humanistischen Sozialismus a la Dubcek. Es kam anders, es mußte anders kommen. Doch mit dem Bauhaus Dessau konnte eine Ost-Institution erhalten, konnten von Ostlern entwickelte Konzepte weitergeführt werden. Hier sind nicht Westler mit neuen Ideen eingefallen, sondern hier wurden Westler überzeugt,daß die am Ort gefundenen Ideen eine Chance erhalten sollten - nicht mehr und nicht weniger, und gerade deswegen begegnet man in Dessau einer deutsch-deutschen Seltenheit. Die halbwegs gesicherte öffentliche Finanzierung des Bauhauses, seine Unabhängigkeit von Sponsoreninteressen können in durchkommerzialisierten Zeiten tatsächlich ein Modell für eine zeitgemäße Ausgestaltung eines "dritten Weges im kleinen" sein.